Einzelkind

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andrea1518
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Re: Einzelkind

Beitrag von andrea1518 » 07:08:2019 8:48

Meine Tochter ist mittlerweile auch im Kindergarten, zuvor war sie in einer Spielgruppe. Sie hat regelmäßig Kontakt zu ihren Cousins und zu Kindern von Freunden. Wenn wir dann zuhause sind, genießt sie oft die Ruhe. Sie hat sich immer schon gut alleine beschäftigt, aber natürlich mag sie auch mal mit mir oder Papa spielen.

Sie sagt auch manchmal, dass sie eine Schwester möchte. Ich denk aber nicht, dass sie als Einzelkind leidet - sie kennt es ja gar nicht anders und hat meines Erachtens wirklich genügend Kontakt zu anderen Kindern. Sie ist aber auch sehr extrovertiert und tut sich leicht beim Kontaktaufnehmen.

Aufgrund meiner persönlichen Geschichte aus der Kindheit und nach der eigenen Entbindung finde ich es einfach sehr schön, meiner Tochter eine psychisch gesunde Mama zu sein und ich weiß leider nicht, wie sich bei mir eine 2te Ss, Wochenbett und der Stress mit 2 Kindern auswirken würde? Und das möchte ich für meine Familie nicht riskieren. Vielleicht ist es in ein paar Jahren anders, momentan jedenfalls akzeptiere ich es so, Gesundheit der Mutter zum Wohle meiner Tochter! Natürlich schmerzt es, weil ich ja eigentlich noch einen Kinderwunsch habe, aber ich bin da ein Kopfmensch...

Und zum Spielen unter Geschwisterkindern:

Es gibt ja keine Garantie, dass die dann ständig friedlich miteinander spielen. Ich kenne schon Konstellationen wo viel gestritten wird bzw jeder für sich spielt.
Mein Bruder und ich haben einen ganz geringen Altersunterschied, gespielt haben wir kaum miteinander, was sicher am Geschlechtsunterschied lag.

Wir waren in der Siedlung mehrere Kinder, ich hatte da halt viel Kontakt zu einem Mädchen.

Wünsche euch einen schönen Tag 🤗

November17
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Re: Einzelkind

Beitrag von November17 » 07:08:2019 10:48

Ich muss sagen, dass auch mein Kleiner zwischendurch seine Ruhe braucht und sich zurückzieht, wenn es ihm zu viel wird. Er kommt sofort kuscheln.

Und derzeit reagiert er eifersüchtig/anhänglich, sobald ein anderes Kind um mich herum ist.

Nur das alleine Beschäftigen ist bei ihm so eine Sache, er fordert mich oder den Papa meist ein. Da wünscht man sich doch gerne mal eine Auszeit.

Mich beschäftigt dieses Kinderthema wohl auch, weil um mich herum fast niemand "nur" ein Kind hat und ich selber immer dachte zwei Kinder haben zu wollen. Und das Gewissen dem Kind gegenüber.

Ich finde es toll und selbstbewusst, wie Kikke es erklärt hat. Und das ist noch ein großes Problem: statt im hier und jetzt zu leben, befasst man sich mit der Vergangenheit und Zukunft.

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Marika
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Re: Einzelkind

Beitrag von Marika » 07:08:2019 12:37

Ich hatte immer schon dieses "eine Kind" im Kopf - viellicht weil ich selber als Einzelkind viel schönes erlebt habe. Da haben mein Mann und ich zufälliger Weise immer das gleiche gefühlt.

Ich sehe es wie Kikke: im Hier und Jetzt leben - was andere sagen ist mir völlig egal, denn es ist MEIN Leben. Einzelkinder werden immer noch negativ dargestellt - das stimmt. Völlig zu unrecht, wie ich meine. Und diesen doofen Sprüche... da lache ich nur drüber, denn jeder soll selber schauen, wie er zurecht kommt. Mir redet jedenfalls niemand rein.... :wink: :wink: :wink: Ich bin sehr stolz auf mein "1 Kind" und nur das zählt.

Lass dich nicht verrückt machen, höre auf dein Bauchgefühl und lass die obergescheiden Quatscher einfach links liegen!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Astrid
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Re: Einzelkind

Beitrag von Astrid » 13:08:2019 16:47

Hallo Ihr,

ich gebe Marika völlig recht. Ob 1 Kind oder mehrere, die Entscheidung triffst du alleine. Ich habe auch ganz lange gezweifelt, ob ich wirklich das Risiko einer zweiten Schwangerschaft eingehen soll. Irgendwann hat der Wunsch nach einem zweiten Kind gewonnen, und trotzdem hatte ich erst eine riesige Panik, als es dann so weit war. Ich habe die Schwangerschaften der anderen Mamas auch als Druck und Belastung empfunden. Ich hatte auch immer den Wunsch nach mehreren Kindern, weil ich mit meinem Bruder ein inniges Verhältnis hatte, und wir so abgeschieden wohnen. Auch die Fragerei der "älteren Generation" nach weiterem Nachwuchs hat mich wirklich belastet. Bei meiner Tochter war ich noch 39 Jahre alt. Mein Sohn wurde damals 5. Es ist für uns gut gegangen. Aber niemand, der das durchgemacht hat, was wir erlebt haben, kann nachfühlen, was für eine Panik und Angst mich zuerst begleitet hat. Möglich war das alles nur mit ungeheurer Unterstützung, durch meine Therapeutin, meinen Frauenarzt, eine engagierte Hebamme, meine Eltern und vor allem durch meinen Mann. Er hat bei dem zweiten Kind die komplette Nachtschicht übernommen. Und das Gerede ein Kind ist kein Kind, ich kann nur sagen, mein Kind hat durch sein Dauergerschreie für 3 Kinder gereicht. Mein zweites Kind war so pflegeleicht, ich hab sie kaum bemerkt :wink: . Daher ignoriert man am besten alle blöden Sprüche. Ich weiss nicht, ob ich eine SS mit Angstzuständen hätte ertragen können. Meine SS waren komplett komplikationslos. Bei mir fing der Alptraum erst nach der Entbindung an. Gibt es Medikamente, die dich durch die Schwagerschaft bringen können? Hast du mal Rücksprache mit Embryotox gehalten? Aber auch als Einzelkind kann dein Kind sehr glücklich werden. Und du auch. Genieße die Zeit im hier und jetzt. Gesund sein ist erst einmal das Wichtigste. Sei umarmt von Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis
beginnende Wechseljahresbeschwerden

Hollymint
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Re: Einzelkind

Beitrag von Hollymint » 14:08:2019 22:18

Hallo,
hatte bei der ersten ss sertralin, half mir total gut und seroquel zum schlafen, dauerte halt 8 wochen bis es wirkte.- die zeit war die hölle- danach gings mir echt gut bis zur geburt.
vor 2 jahren versuchte ich nochmals schwanger zu werden, die panik war sofort wieder da, setzte sertralin und seroquel wieder an, sertralin vertrug ich leider nicht mehr, bekam restless legs.
der arzt meinte ich sollte citalopram versuchen, trau mich aber nicht mehr.
bin aktuell medikamentenfrei und mir gehts gut, bis auf den kinderwunsch.

Mel
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Re: Einzelkind

Beitrag von Mel » 22:08:2019 13:54

Ich finde es ganz schön anmaßend in unserer Gesellschaft, es als negativ einzustufen, wenn frau EIN Kind bekommt. Es ist halt gerade wieder Trend, drei oder mehr Kinder zu bekommen. Das heißt aber weder, dass das vernünftig ist noch dass das in jedem Fall gut ist. Ich habe mehrere Freundinnen, die Einzelkinder sind und denen ging es nicht besser oder schlechter als mir mit einer Schwester. Wir haben auch EIN Kind und haben uns bewusst dafür entschieden. Ich schaue oft, dass wir uns am Nachmittag mal verabreden und wir haben außerdem die Kleinkind-Gruppe bei den Tageseltern. Urlaub machen wir gerne im „Rudel“, so dass unser Kind nichts vermisst, glaube ich. Ich habe im Freundeskreis auch nur Leute, die entweder gar keine Kinder wollen oder aber mehrere. Und ich habe Freundinnen, die sind zwar gesund, aber trotzdem nervlich mit einem Kind und Job ganz schön am Limit sind. Da frage ich mich auch manchmal, warum dann auf Biegen und Brechen das zweite oder dritte Kind nur weil man die Vorstellung hat, dass eine Familie so auszusehen hat. Wenn natürlich bei DIR der Wunsch nach einem zweiten Kind so groß ist, dann ist es vielleicht eine Überlegung wert. Was sagt deine Therapeutin/ dein Therapeut?
Lieben Gruß
Mel
PPD seit Juli 2017, seitdem Mirtazapin 15mg
(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
Seit Sept. 2019 Setralin
mittlerweile 150mg und 15mg Mirtazapin.
Opipramol ausgeschlichen

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Kikke
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Re: Einzelkind

Beitrag von Kikke » 22:08:2019 14:17

Ich habe in den zwei Jahren schon einige Mutter getroffen, die mehr als ein Kind hatten. Einige davon waren Übermutter, die oft den Satz: das würde ich meinem Kind nicht antun. Losgelassen haben.
In vielen Dingen, was die Lebensgestaltung und den Umgang mit Kindern angeht, stimme ich mit ihnen nicht überein. Bei einer muss ich sogar immer denken: mein Gott, ist die irre.
Das bringt mich zum Schmunzeln. Als ich krank war,war ich für mich eindeutig dir Irre ...
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Hollymint
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Re: Einzelkind

Beitrag von Hollymint » 24:08:2019 22:50

Wirklich eine antwort bekomme, ich von keinem arzt/ therapeuten. ich habe halt zuviel angst, ob ich es nochmals schaffe und ob ich da nochmals durchkomme. fürchte, dass es mir wieder so schlecht geht und ich habe ja auch noch gegenüber meiner tochter die verantwortung fit zu sein. damals hatte ich starke suizidgedanken...
andererseits habr ich das gefühl mein leben nur halb zu leben, da ich mir den wunsch nach einem 2 kind nicht mehr erfüllen kann :|

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