KiTa

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November17
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KiTa

Beitrag von November17 » 06:05:2019 14:19

Hallo ihr Lieben,

mich würde interessieren, ab wann eure Kinder zur Kita gehen/gegangen sind?

Ich hätte nie gedacht, mein Kind jemals vorm dritten Lebensjahr in eine KiTa zu geben. So war es damals ja auch und hätte man ihn früher abgegeben, kamen die Kommentare und Fragen warum man dann Kinder bekommen hätte.

Mein kleiner ist dadurch erst für 2020 angemeldet.
Ich merke aber, wie fordernd er ist und man ihm nicht den ganzen Tag die Power bieten kann, die er benötigt. Und dadurch frage ich mich manchmal, ob ihm eine KiTa oder Tagesmutter gut täte, wo er mit anderen Kindern in Kontakt ist.

Das Gewissen redet mir jedoch ein, es sei ein Abschieben des Kindes. Und so ganz falsch wäre es ja nicht, denn dadurch würde ich mir auch Zeiten einräumen für die ich mich vor anderen in der Umgebung rechtfertigen müsste.

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Kikke
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Re: KiTa

Beitrag von Kikke » 06:05:2019 15:37

Also mein Sohn geht aktuell noch nicht. Er ist jetzt 1,5 Jahre. Er geht aber einmal die Woche zu Oma und das liebt er total.

Wir haben ihn im September für die Kita angemeldet. Dann ist er fast 2. Die Abschiebschiebegedanken kenne ich auch. Daher versuche ich es erstmal mit 3 Stunden Tag. Unsere finanzielle Situation lässt das zum Glück noch ein Jahr zu und Oma springt mit ein. Daher muss ich nicht viel arbeiten.

Wäre sowas vlt möglich? Ein paar Stunden?
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

November17
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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 06:05:2019 21:28

Derzeit ist er 2 Tage die Woche bei Oma und Opa, wenn ich arbeite.

Mir ist es unangenehm dann noch für privates Vergnügen zu fragen, ob die ihn übernehmen. Die passen dann auch noch auf, wenn ich Sitzungen habe.

Und mit 2 kommt er nicht mehr rein in die KiTa, da im August der Start ist und er im November erst 2 wird. Somit fällt er raus hieß es, da die beiden KiTa erst ab 2 Jahren nehmen.

Ich finde und merke nur, dass er sehr aktiv ist und Aufmerksamkeit benötigt. Das zu leisten ist sehr schwer.

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Kikke
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Re: KiTa

Beitrag von Kikke » 07:05:2019 6:53

Ja das sehe ich genauso. Ich muss mir hier richtig was einfallen lassen und treffe mich oft mit anderen, weil er Kinder super findet. Daher braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben. Es gibt viele Wege der Kindererziehung.
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Marika
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Re: KiTa

Beitrag von Marika » 07:05:2019 7:26

Hallo,

mein Sohn ging erst mit 4 Jahren in den regulären Kindergarten. Davor hatte ich es mal mit 3 mit einer Spielgruppe versucht, erfolglos - er schrie und schrie - da haben wir es gelassen. Ich hatte 3 Jahre Elternzeit damals bewusst gewählt. Obwohl es das erste Jahr wegen der PPD schwierig war, habe ich die Zeit insgesamt sehr genossen. Als er 3 war, habe ich wieder angefangen zu arbeiten - vorest geringfügig als reine 4-Stunden-Samstagskraft. Später habe ich dann aufgestockt. Mir hat es sehr gut getan, erst so spät wieder in den Arbeitsalltag ein zu steigen und langsam zu steigern.

Meine Eltern habe meinen Sohn immer mal genommen, damit ich Freiraum hatte. Ansonsten hatten wir von Anfang an sehr starke soziale Kontakte zu anderen Mamas mit gleichaltrigen Kindern. Das hat alles sehr erleichtert, da wir uns oft getroffen haben. Diesen gesunden Mamas viel nämlich genau so wir mir die Decke mit Kind alleine daheim auf den Kopf. :wink:
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

November17
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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 07:05:2019 9:03

Liebe Marika,

wahrscheinlich wäre es auch einfacher im Alltag mit Kind , wenn da nicht diese Gedanken/Gefühle und Co. wären.

So funktioniert man nicht wie man es gerne hätte oder gedacht hat.

Eine Krabbelgruppe besuchen wir 1x die Woche und das tut beiden gut. Sonst ist es bei mir nicht so einfach regelmäßig andere Mamas zu organisieren bzw man hat das Gefühl hinterherlaufen zu müssen.

Trifft man sich dann doch, sagen die anderen Mamis auch wie ihnen die Decke auf den Kopf fällt und die Ablenkung gut tat. Aber es kommt initiativ nicht von ihnen.

Und die Arbeit war irgendwie ein Ausweg aus der Krise...einerseits finanzielle Sicherheit und andererseits ist das ein begründeter "Freiraum" für sich selber.

Ich finde es faszinierend, dass du dennoch sagen kannst, du hast die Zeit genossen. Ich kämpfe irgendwie von Tag zu Tag und denke heute schon an morgen wie es geplant werden kann. Bei mir fühlt sich alles noch stark nach Ablenkung und Vermeidung an. Obwohl wir in Gesellschaft dennoch viel kuscheln, reden, spielen und ihn integrieren bin ich sehr verkopft.

Wann hast du die Zeit wirklich genießen können?

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Marika
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Re: KiTa

Beitrag von Marika » 07:05:2019 11:26

Richtig genießen konnte ich Zeit nach ca. 1,5 Jahren. Aber das hat sich stetig noch gesteigert - bis heute ist das ein Prozess, in dem ich wieder noch mehr Lebensqualität erreiche...
Liebe Grüße von
Marika

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November17
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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 07:05:2019 11:38

Bei mir sind es jetzt ca 15 Monate seit dem Ausbruch.

Der Kleine ist jetzt exakt 1.5 Jahre. Und langsam nervt die Situation wirklich...man wird ungeduldig. :|

Traue mich aber nicht, in die Konfrontation zu gehen in vielen Hinsichten wie das abends alleine sein.

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Marika
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Re: KiTa

Beitrag von Marika » 07:05:2019 12:46

Du darfst nicht vergessen, dass ich ein AD genommen habe. Damit geht es schneller und leichter...
Liebe Grüße von
Marika

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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 08:05:2019 8:04

Hast du damals das AD genommen ausschließlich wegen der ZG oder kamst du im allgemeinen nicht hoch?

Ich bin grüblerisch, habe die Gedanken und Ängste.

Ich habe aber auch meist Antrieb, will ja raus und was unternehmen etc. Mache den Haushalt bis auf das Kochen, da meine Mama oft mitkocht oder wir draußen sind oder auswärts gerne essen. Das Kochen habe ich etwas vernachlässigt bzw früher kam ich sehr oft erst um 7 oder später nach Hause von der Arbeit und war morgens um halb 7 auch schon weg. Da war mir manchmal nicht nach Kochen also ging man raus um auch noch was vom Tag zu haben.

Aber eine gute Hausfrau, die zu Hause ist muss ja kochen wie meine Familie sagt. Und im Moment bin ich Hausfrau und Mama, die nur 2 Tage die Woche arbeitet. Irgendwo erwartet mein Mann auch essen aufm Tisch gefühlt.

Also bis auf die kocherei versuche ich viel zu machen und kann es bisher. Was ich noch leicht vernachlässige ist meine Optik...schminken ist nicht mehr wie früher. Da habe ich keine Ruhe, da er sich nicht wirklich selber beschäftigt.

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Marika
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Re: KiTa

Beitrag von Marika » 08:05:2019 10:41

Ich hatte eine schwerer PPD mit Hauptsymptom ZG. Ein normaler Tagesablauf war nicht mehr möglich, ich war komplett unten. Daher auch das AD. Damit ging es mir im Allgemeinen in Schritten immer besser, bis eben all die Anforderungen als Mama wieder gingen.
Liebe Grüße von
Marika

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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 08:05:2019 12:16

Ach so okay, da würde ich mich jetzt nicht so sehr wiedererkennen.

Lust auf Haushalt habe ich jetzt nicht, aber ich sauge, wische, mache Wäsche, kümmere mich um Blumen, Spülmaschinen etc. Ich kann eher nicht still sitzen.

Manchmal fühlt es sich wie ein Ausweg an, ablenken vor Gedanken bzw vor den Situationen mit Kind, die die Gedanken wieder auslösen könnten. Aber ich bekomme es hin und mache es.

Ja und ein normaler Alltag funktioniert bei mir ja in dem Sinne auch nicht, da ich ungern alleine bin. Aber wenn jemand da ist oder ich unterwegs bin läuft es. Es läuft auch alleine bis zu gewissen Punkten, aber nicht entspannt. Wickeln wird im schnellen Akt erledigt, anziehen und Co ebenso und die Gedanken, Gefühle nehmen zu.

LaLiLu
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Re: KiTa

Beitrag von LaLiLu » 10:05:2019 8:08

Unser kleiner wird mit 1 Jahr in die Kita gehen. Ein schlechtes Gewissen hab ich deswegen nicht,weil ich das Gefühl habe er ist dort super aufgehoben (max 12 Kinder 5 Kräfte). Auch wird er geplant den ganzen Tag hingehen...ich werde wieder in Teilzeit anfangen zu arbeiten. Es gibt natürlich Mütter die sagen wie kannst du dein Kind so früh abgeben und dann den ganzen Tag.
Ich sehe es so..ich freue mich wieder auf die Arbeit...1 Tag habe ich in der Woche komplett für mich...und er wird in der Kita super versorgt und daheim genießen wir dann intensive Stunden zusammen. Meiner Meinung nach wird er nicht abgeschoben,aber ich hab das Gefühl ich kann seinen Bedürfnissen irgendwann nicht mehr gerecht werden und ich muss sagen ich langweile mich auch daheim. Der Alltag ist zwar stressig mit Kind aber ich brauche was um am Ende des Tages zu sagen,dass ich was "richtiges" getan habe :D

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Re: KiTa

Beitrag von November17 » 10:05:2019 8:17

LaLiLu,

das ist es nämlich, man hat das Gefühl nichts richtiges zu tun aber den ganzen Tag auch nicht die Kraft und Lust nur Kind Kind Kind.

Ich arbeite ja schon 2 Tage die Woche.

Und diese Aussage verbiete ich mir wieder. Meine Familie würde darauf direkt antworten, wozu hat man dann ein Kind, wenn man keine Lust hat und andere sich kümmern.

LaLiLu
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Re: KiTa

Beitrag von LaLiLu » 10:05:2019 19:57

Ich habe in der Therapie gelernt mehr auf mich zu hören und nicht auf die Bedürfnisse anderer. Klar tut es weh wenn die Familie nicht zu der Entscheidung steht.,aber DU musst wissen was für DICH und das Kind am besten ist.
Unser Kleiner hat mit 9 Monaten 2x bei den Schwiegereltern geschlafen...würden andere nie machen..aber ich weiß ihm geht es gut..und wir wären zur Not auch da..aber es ist dann eine Paar Auszeit und die Auszeiten musst du dir gönnen. Was bringt eine schlecht gelaunte Mutter??gar nichts..
Für ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf (und wenn das die Erzieherinnen sind). Man muss natürlich Vertrauen zu denen haben aber ich glaube,dass er durch die Kita positive Erlebnisse hat (andere Kinder,Sozialverhalten,und es kümmert sich jemand um ihn).
Vertrau auf dein Bauchgefühl ;) andere Mütter gehen nach 3 Monaten wieder arbeiten...teilweise weil sie es müssen...

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