Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Austausch alltäglicher Sorgen oder Freuden

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Sarah
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Sarah » 12:01:2018 18:58

Hallo Ihr,

Ich habe mich lange nicht gemeldet aber immer wieder eure Beiträge gelesen.
Jetzt sitze ich im Bad und muss weinen wenn ich die letzten Beiträge lese.
Marika du findest immer so tolle worte und machst so Mut.
Das tut so gut.
Denn wie Sandra denke ich manchmal ich werde nie wieder die alte.
Mir geht es zwar besser aber weg sind die Panikanfälle nicht.
Am Samstag lag ich auf dem Sofa und mein Herz fängt ganz schnell an zu Schlagen. Ich wusste garnicht was der Auslöser war und da war sie wieder die Panik.
Auch deine Beiträge Sandra sprechen mir so oft aus der Seele. Ich erkenne mich so oft darin.

Jetzt wische ich die Tränen weg und wie Ihr sagt kurz bemitleiden und dann geht es weiter zu wunderbaren Kindern.

Lg
Sarah

Sarah
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Sarah » 29:01:2018 21:27

Hallo Sandra,

ich habe eine frage wie es dir geht nachdem du jetzt Medis nimmst.
Bin wieder an dem Punkt ob ich nicht doch die verschriebenen Medis nehmen sollte.
Mir ging es so lange gut und jetzt habe ich wieder so ein tief.
Jetzt frage ich mich ob ich es überhaupt ohne schaffe diese Gedanken weg zu bekommen.
Wie geht es dir denn? Wird es wirklich besser?
Hast du das Gefühl dir geht es besser.
Weiß gerade nicht was richtig ist bzw wie ich endlich wieder die alte werde
Ich will wieder komplett so sein wie früher.
Vielleicht sollte ich doch einfach mit den Medis anfangen


Schönen Abend euch
Sarah

MiHe1417
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 29:01:2018 22:49

Hallo du,

ich kann dich so wahnsinnig gut verstehen. Es ging mir ja genau so und ich muss dir ehrlich sagen, dass mir das Medi hilft. Ich nehm es jetzt seit 8 Wochen und hatte schon echt tolle, unbeschwerte Tage ganz ohne Angstgefühle oder -gedanken. Und die waren SO toll!

Momentan ist es jetzt wieder nicht ganz so toll, aber das hängt mit der Erhöhung von Sertralin und meinem PMS zusammen. In einigen Tagen wird es wieder besser, das weiß ich und nimmt dem Ganzen etwas den Schrecken.

Es ist also schon noch ein Auf und Ab, aber dafür, dass ich ja erst so kurze Zeit Medis nehm, bin ich wirklich zufrieden. Die Lebensqualität kommt langsam zurück und ich würde mich wieder für die Medis entscheiden, denke ich.
Selbstverständlich ist die Therapie unerlässlich, aber das machst du ja auch, soweit ich weiß.

Die Entscheidung musst du ganz allein treffen. Für mich war der Leidensdruck einfach irgendwann zu groß und ich wollte so nicht mehr weiter machen.

Lass bitte weiterhin von dir hören, egal für welchen Weg du dich entscheidest. Fühl dich gedrückt!
Viele liebe Grüße
Sandra

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Sarah
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Sarah » 29:01:2018 23:03

Danke dass du so schnell geschrieben hast.
Ich habe so Angst vor den Nebenwirkungen am Anfang.
Wie soll ich dann den Tag mit meinen 2 Kindern schaffen ?

Ja habe die Therapie angefangen aber jetzt zahlt meine krankenkasse nicht. Jetzt muss ich mir einen neuen suchen der kassenleistung hat. Das ist garnicht so einfach.
Habe mich bei meiner so wohlgefühlt. Ich hatte sie aus der liste von Schatten und Licht. Aber leider hat sie keine kassenleistung. Das strengt mich gerade an wieder neu anzufangen und jemanden zu suchen.
Aber sollte es wohl machen damit es mir wieder besser geht.

Es nervt mich so nicht mehr die alte zu sein. Hatte so tolle Tage und jetzt liege ich abends auf dem Sofa mit Herzklopfen und wieder den gedanken " habe ich einen Herzinfarkt ".
Ich ärgere mich so selber über mich und muss was machen.

Wenn da nicht die Angst vor den Medis wäre...

Danke fürs drücken und zuhören.
Sarah

MiHe1417
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 30:01:2018 0:06

Ist ja richtig blöde mit deiner Therapeutin. Gute Therapeuten sind momentan ja echt eine Rarität. Ich drück dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass du bald wieder eine findest, die zu dir passt.

Wie schon gesagt, mir ging es genau so. Ein Zwicken im Bein und ich war mir sicher, dass ich eine Thrombose hab. Das ist zum Beispiel schon fast komplett weg.

Mach dir nicht so viele Gedanken wegen der Nebenwirkungen. Die vergehen relativ schnell, falls du welche hast. Die Ängste sind um einiges schlimmer und bei mir haben sie sich noch stetig verschlimmert. Aber ich kann dein Hadern verstehen...

Hast du die Möglichkeit, dir Unterstützung für die ersten 2 Wochen zu holen? Oder frag doch mal bei deinem Hausarzt wegen einer Haushaltshilfe. Ich war ca. 5 Tage ziemlich matschig, dann wurde es besser. In der Zeit war mein Mann daheim und meine Mutter kam jeden 2. Tag.

Ich bin ja auch noch weit davon entfernt, wieder "die Alte" zu sein, aber ich denke, ich bin auf nem guten Weg. Wobei ich denke, dass ich nach überstandener PPD ein "besserer" Mensch bin, "Sandra reloaded" sozusagen... ;) Ein bisschen Humor muss sein...

Gute Nacht und Schlaf gut!
Viele liebe Grüße
Sandra

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Sarah
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Sarah » 30:01:2018 0:34

Bevor ich schlafen geh....
Ich finde du schreibst auch viel fröhlicher und irgendwie finde ich man merkt beim lesen schon, dass es dir besser geht.
DaS freut mich ganz arg.
Werde darüber schlafen was ich mache.

Danke und gute Nacht.

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Marika
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Marika » 30:01:2018 9:02

Hallo Sandra und Sarah,

ich habe gerade euren Austausch gelesen. Und ich bin sehr beeindruckt und froh, dass es dir Sandra so viel besser geht! :D Wie Sarah auch schreibt - man merkt an deinen Beiträgen eindrucksvoll, dass es aufwärts geht. Wirklich ganz toll, ich freue mich sehr! :D

Sarah - ich verstehe dein Hadern auch, ich selber habe einige Wochen damals auch so einen inneren "Kampf" geführt. Ich glaube dass geht ganz vielen so, denn wer nimmt schon "gerne" ein Medikament ein.

Als ich damals mit dem AD begonnen habe, hatte ich sehr gute Unterstützung von meinen Eltern, meinem Mann und Freunden. Sie wechselten sich ab, es war die meiste Zeit jemand da, der mir mit dem Baby geholfen hat, oder einfach dass ich mich hinlegen und etwas schlafen konnte. Wäre das bei dir auch möglich?
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 30:01:2018 11:09

Guten Morgen,

vielen Dank für die "Komplimente"! Es geht mir schon besser, ja. Die Schwankungen sind noch ziemlich krass, aber das wird sich mit der Zeit bestimmt noch einpendeln. Das Hypochondrische ist definitiv viel besser und kommt kaum noch durch und darüber bin ich froh.

Aber ich muss dazu sagen, dass ich sehr, sehr hart an mir arbeite. Ich merke langsam, was mir gut tut und was ich brauche, um entspannt zu sein. Und wenn ich da nicht hinterher bin, werde ich sehr schnell unruhig und die Ängste kommen hoch.

Wie gesagt, ich verstehe diese Zweifel auch. Keiner schreit "hier", wenn es um Medis geht und bei AD ist man nochmal negativer eingestellt. Aber man darf da gar nicht so viel auf andere hören, weil von denen weiß niemand, wie es ist, ständig diese grausamen Ängste im Nacken zu haben und dadurch gefangen zu sein. Das muss man erlebt haben, um sich eine Meinung dazu machen zu dürfen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag! Bei uns kommt grade die Sonne hinter den Wolken vor - endlich! :lol:
Viele liebe Grüße
Sandra

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Sarah
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Sarah » 30:01:2018 11:31

Guten morgen ihr zwei,

das tut wirklich gut zu hören.
Denke schon, dass ich etwas Hilfe bekommen kann. Es fällt mir nur so schwer dies anzunehmen bzw nach Hilfe zu fragen. Ich fühle mich dann so schwach und irgendwie auch versagt zu haben.


Aber jetzt muss ich nochmal fragen. Ich kenne mich da zu wenig aus.
Sandra du nimmst 75 mg an Medis.
Mir wurden 10 mg Escitalopram verschrieben.
1 Woche nur eine halbe und je 1 Tablette.
Ist das dann eine sehr niedrige Einstellung ?

Dann schicken mal die sonne her :-)

Lg
Sarah

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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 30:01:2018 12:15

Hallo Sarah,

das Thema Hilfe annehmen ist genau dasselbe bei mir. Ich fühle mich dann auch als Versagerin und furchtbar schlechte Mutter. Aber das sind wir nicht! Andere "gesunde" Mütter nehmen auch Hilfe in Anspruch und machen sich keine Gedanken drum. Das ist alles okay so und du bist eine tolle Mutter, allein schon weil du was an deiner momentanen Situation ändern willst und dir Gedanken über den besten Weg machst.

Mit Escitalopram kenne ich mich leidet nicht aus, aber die ersten Wochen sind die Medis alle niedrig dosiert um den Körper langsam dran zu gewöhnen.
Viele liebe Grüße
Sandra

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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Marika » 30:01:2018 14:03

Hallo,

Escitalopram nehme ich auch. Eine halbe Talbette sind 5 mg und ist die typische Dosis zum Einschleichen, war bei mir auch so. Dann hoch auf 10 mg - da hast du dann die erste wirklich wirksame Dosis. Man kann bei Bedarf dann noch höher - auf max. 20 mg. Was nicht geht, die verschiedenen AD´s und ihre Dosierungen miteinander vergleichen. Daher kommt dir deine Dosis jetzt niedrig vor. Liegt aber daran, dass Sandra ein ganz anderes AD nimmt und nicht mit den Dosierungen von Escitolpram zu vergleichen ist. Mit 10 mg bist dann zwar noch eher im unteren Drittel der Skala, aber es ist sinnvoll das ganze anzugehen. Der Körper muss sich langsam daran gewöhnen.

Hilfe annehmen ist ein ganz starkes FRAUEN Thema, auch bei Gesunden. Wir denken immer alles alleine schaffen zu müssen. Von diesem viel zu hohen Anspruch müssen wir dringend runter - ALLE Frauen!!!!! Wir müssen es uns WERT sein (= Selbstwertgefühl), Hilfe zu holen und an zu nehmen. Du kannst jetzt damit anfangen, wirst sehen, es lohnt sich!

Und ich fand den Satz von Sandra super: Niemand der das nicht durchgemacht hat, darf sich hier ein Urteil erlauben! :wink:
Liebe Grüße von
Marika

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MiHe1417
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 02:02:2018 22:52

Hallo ihr Lieben,

heute hab ich Angst und der Tag war hart. Ich denke, dass es daran liegt, dass meine Nächte momentan sehr unruhig und kurz sind. Der Kleine bekommt 3 Zähne auf einmal und unsere Große ist ein "Mondkind" - eine Woche vor Vollmond ist sie jede Nacht wach für ungefähr 2 Stunden. Danach kann ich die Uhr stellen. Lagen dann zu dritt wach im Bett und um 7 Uhr war es dann wieder höchste Zeit aufzustehen.

Meinen Alltag hab ich relativ gut gemanagt, die Hausarbeit geht mir wieder leichter von der Hand und ich hab wieder Schwung und Lebensfreude und Geduld. Hab es sogar geschafft, mich morgens wieder etwas aufzuhübschen. Dazu hat mir teilweise einfach die Energie gefehlt und ich hab furchtbar ausgesehen. Bin selbst erschrocken. Jetzt geht es langsam wieder. Müssen nur noch die krassen Augenringe besser werden...

Seit ich Sertralin auf 75 mg erhöht habe, habe ich ziemlich mit Magen-Darm-Geschichten zu kämpfen und ich stinke echt nach Schweiß. Ich riech mich selber. Duschen, Deo, Kleiderwechsel - nix hilft! So gerochen hab ich nur in den ersten 3 Monaten meiner Schwangerschaften. Hoffentlich wird das wieder besser... Ich träume auch wieder ziemlich stark und manche Traumsequenzen verfolgen mich über den Tag. Sind keine blöden Sachen, aber sie sind halt da.

Marika, eine Frage, da du dich supergut auskennst: Das Morgentief kommt ja dadurch, dass der Serotoninspiegel über Nacht sinkt. Liegt das am Schlafen oder an der Uhrzeit? Manche Körperfunktionen hängen ja mit bestimmten Tageszeiten zusammen, z. B. kann der Körper ab ca 22 Uhr Magnesium besser aufnehmen und verwerten; zwischen 3 und 4 Uhr arbeitet die Leber am meisten, etc.
Heute Nachmittag hab ich mir nämlich einen Mittagsschlaf gegönnt und hab es genossen, mit dem Babysohn auf der Couch zu kuscheln und nix zu machen. Die Große war bei der Oma und da hab ich meine Chance genutzt . Als ich dann aufgestanden bin, hab ich mich wie morgens gefühlt, bloß dass diese Überhangsphase gar nicht besser wurde. Erst jetzt vor ungefähr 30 Minuten.

Oje, jetzt ist es doch wieder ein Roman geworden.... Danke schon mal für's Lesen. Nach'm Schreiben geht es mir wieder besser. Ich wünsch euch noch einen schönen Abend!
Viele liebe Grüße
Sandra

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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Marika » 04:02:2018 15:06

Hallo Sandra,

gute Frage - im Netz habe ich keine konkrete Antwort gefunden... Bei mir war es immer nur am Morgen so schlimm, nie wenn ich unter Tags mal geschlafen habe.

Vielleicht kennt sonst jemand eine Antwort drauf?
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von MiHe1417 » 06:02:2018 21:27

Hallo ihr,

Vorsicht - Jammer-Post! :roll:

Die letzten 2 Tage kommen die Ängste wieder mehr durch und ich könnte wirklich hinsetzen und heulen. Es ist grade vieles so schwer und ich seh nicht, wie es je wieder ganz gut werden soll.

Natürlich geht es mir nicht mehr ganz so dreckig, wie noch vor einigen Wochen, aber momentan hock ich wieder in so einem Loch. Ich lenk mich ab, geh spazieren und unter Leute, nehm meine Medis und mach Therapie.... Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel.
Meine Gedanken fliegen wieder arg weit voraus. Was ist Ende des Jahres, in 3 Jahren, usw. So weit soll ich ja gar nicht denken, laut meiner Therapeutin. Ich solle nur den heutigen Tag sehen und eventuell noch morgen. Das gelingt mir nicht so ganz.

Naja, wahrscheinlich liegt es einfach grade am Schlafmangel und dem üblichen Drumrum.

Wie geht es euch so? Sarah, hast du deine Entscheidung hinsichtlich der Medikamente schon getroffen?

Einen entspannten Abend wünsche ich euch!
Viele liebe Grüße
Sandra

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Graureiherin
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Re: Wie soll ich diese Zeit nur überstehen?

Beitrag von Graureiherin » 06:02:2018 22:23

Hallo Du,

wenn ich es gerade nochmals richtig gelesen habe dann machst Du seit Oktober letzten Jahres Therapie. Das ist tatsächlich noch nicht sonderlich lange. Ich denke, Deine Vermutung stimmt und du verlangst zu viel für diese kurze Zeit. Ich habe 4,5 Jahre Therapie gemacht, wenn auch mit großen Abständen gegen Ende hin.

Und Deinen Beiträgen nach, geht es dir schon um einiges Besser. Tief gehören dazu. Sie sind auch in gewisserweise Lehrmeister. Lehrmeister im Sinne: wieder vermehrt auf sich zu achten (Schlafmangel etc...), nochmals behutsamer mit sich umzugehen und um mit den "verhassten" Symptomen immer besser umgehen zu lernen. Umgehen, deren Bedeutung erkennen, nicht diese um jeden Preis loswerden wollen. Und Wichtig ist zu verinnerlichen, dass diese Tiefs auch wieder vorübergehen.

Ich weiß, das das sehr, sehr schwer ist. Aber diese Zeit gehört zu unserem Leben. Genauso wie die guten Zeiten gehören auch die Krisen dazu. Das ist leben.

Sei gut zu Dir, akzeptiere Dich so wie Du bist und gib Dir Zeit. Arbeite an Dir, aber überarbeite Dich nicht dabei :wink:

die Graureiherin
postpartale Zwangserkrankung 10/2012
Cipralex bis 2014
Rückschlag 2015, wieder Escitalopram bis 15mg
langsame Reduzierung auf 5 mg Escitalopram seit Juli 2017
Verhaltenstherapie beendet seit September 2017

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