Bin wieder kurz davor ins Loch zu fallen...

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katl0607
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Bin wieder kurz davor ins Loch zu fallen...

Beitrag von katl0607 » 11:01:2019 14:40

Hi an alle!

Heute muss ich mal wieder mein Leid klagen.
In meiner Brust sitzt wieder ein Knoten, mein Kopf Platz bald, weil ich mich nicht abgrenzen kann. Ich bin Dauer müde und total erschöpft...
Alles wegen meiner Arbeit.
Ich arbeite dort schon seit knapp 20 Jahren.
Während meiner elternzeit hat sich einer meiner zwei Chefs in den Ruhestand verabschiedet und eine Nachfolgerin hat seinen Sitz übernommen.
Alles kein Problem...
Leider ist das Betriebsklima unter den Angestellten seither besch... Eine spielt die andere aus, Konkurrenzkampf hoch drei, Neid usw...
Für mich sehr anstrengend, weil ich nur wenige Stunden in der Woche Arbeite und selbst da wird alles was ich anders mache sofort an die Chefs weitergetratscht.
Ich mache meine Arbeit korrekt und gewissenhaft. Sowie vor meiner elternzeit auch.
Da ich aber eine kleine Tochter habe, kann ich keine spätdienste machen. D. H. Bis nach 18 Uhr arbeiten. Auch deswegen weil mein Mann abends oft nicht mal da ist, weil er Schichtarbeitet.

Und drei meiner Kolleginnen haben entweder keine Kinder oder die sind schon erwachsen.
Genau die hetzen jetz bei den Chefs, dass ich mir nur die schönsten Arbeitszeiten raus suche.
Und der neue Chef wirft mir auch genau das vor...
Da ich seitdem jederzeit flexibel eingesprungen bin, egal wann Sie mich brauchten zählt ja jetzt nicht mehr.
Ich bin so sauer und enttäuscht.
Soviele Jahre arbeite ich schon dort und jetzt diese undankbarkeit. Für mich ganz schwer auszuhalten.

Wie kann ich damit umgehen?
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
September 2015 psychosomatische Tagesklinik für 7 wochen
Diagnosen: Panikstörung, depressive Episode
sertralin 100 mg
Promethazin Trpf bei Bedarf

Astrid
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Re: Bin wieder kurz davor ins Loch zu fallen...

Beitrag von Astrid » 15:01:2019 13:27

Hallo Du,

es ist traurig zu lesen, wie Frauen sich immer gegenseitig fertig machen... . Auch ich habe diese Erfahrung machen müssen. Leider liegt es oft am Chef, bzw. an der Geschäftsleitung,der/ die nicht in der Lage ist, zu vermitteln, bzw. Lösungen zu finden, die für alle akzeptabel sind. Eine Möglichkeit für Dich wäre, aber genau das einzufordern. Ein lösungsorientiertes Gespräch. Mit der Geschäftsleitung und den betroffenen Frauen. Kein "hintenrum" Gerede und Gelästere, sondern offene Gespräche, in denen man sich austauschen kann, ohne direkt Vorwürfe zu machen. Dein Kind ist wie alt? Wie sind die Betreuungszeiten? Du kannst ja alles offen darlegen. Wie ist die Lage bei den anderen? Wenn der Betrieb klein ist, kann es schwer sein, Teilzeitstellen auszugleichen. Du könntest dich vielleicht auch mit einer anderen Angestellten zusammentun, die von den Zeiten zu dir passt, und die Stelle aufteilen, ist aber eigentlich Chefsache... . Und wenn es ganz hart auf hart kommt, solltest du dir vielleicht überlegen, ob du den Arbeitsplatz wechselst. Mobbing ist furchtbar und macht krank. Schaue dich doch schonmal in deiner Umgebung nach passenden Stellen um. Irgendwo geht immer eine neue Tür auf... .

Alles Liebe und lass dich nicht unterkriegen

Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis
beginnende Wechseljahresbeschwerden

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