Brauche eure lieben Worte

Austausch alltäglicher Sorgen oder Freuden

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katl0607
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Brauche eure lieben Worte

Beitrag von katl0607 » 31:07:2019 20:30

Seit einigen Tagen und Wochen schwankt es in mir wieder ziemlich...
Mein Kopf kommt nicht zur Ruhe und ich könnte nur schlafen. Ich bin total müde und faul.

Ablenken geht schon noch gut. Aber sobald ich zur Ruhe komme, dreht sich das gedankenkarusell wieder....

Was mich sehr beschäftigt?
- innerhalb weniger Wochen haben wir Geburtstag. Das haben wir mittlerweile hinter uns gebracht. Doch es war Mega anstrengend.
Soviel Kuchen und essen vorzubereiten, das Haus zu putzen, die Geschenke zu besorgen und auch einzupacken, den kindergeburtstag zu planen und jedem gerecht zu werden...
- meiner Mama geht es psychisch auch nicht gut.
Leider. Das verrückte ist, dass sie kaum zuhören kann, vieles wieder vergisst oder verwechselt. Sie ist verpeilt...
- in der Firma meines Mannes ist im Moment große Umstrukturierung und Stellenabbau.
Wir wissen im Moment nicht, ob er in naher Zukunft seine Arbeit verliert oder nicht
- und, ich bin in meiner Firma nicht mehr zufrieden. Ich fühle mich nicht mehr wohl dort. Das Betriebsklima ist sehr unharmonisch. Es gibt viel Neid, Missgunst und hinter dem Rücken lästereien.
Ich bin seid fast 20 Jahren dort beschäftigt. Doch während ich in elternzeit war, hat sich fast die ganze Belegschaft inkl. Chef gewechselt.
Meine Kollegin sagte immer, dass es viel lockerer geworden ist, seitdem di neuen da sind.
Naja, lockerer ist es sehr wohl geworden.
EGAL trifft es sehr gut.
Es wird kein neues Personal eingestellt obwohl jemand gekündigt hat.
Ich komme mir verheizt vor.
Ich habe den Wunsch mich beruflich zu verändern...
Doch mir fehlt der Mut.
Ich hätte sogar ein lukratives Angebot. Es würde sich so einiges für mich verbessern. Nicht nur mehr verdienst...

Könnt ihr mir bitte Mut zusprechen...

Danke schon mal
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
September 2015 psychosomatische Tagesklinik für 7 wochen
Diagnosen: Panikstörung, depressive Episode
sertralin 100 mg
Promethazin Trpf bei Bedarf

katl0607
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Re: Brauche eure lieben Worte

Beitrag von katl0607 » 03:08:2019 6:46

Hallo!

Habe mich mittlerweile entschieden, dass jobangebot nicht anzunehmen.
Ich schaffe es nicht....

Die Angst vor was neuem ist zu groß.
Ich habe schiss, dass es mir in der neuen Arbeit nicht gefällt, dass ich mich schwer einarbeite, dass ich wieder in mein gewohntes Umfeld zurückkehren will.
Doch wenn ich meine Arbeit wechsle, gibt es für mich kein Zurück....
In die alte Firma kann ich nicht mehr zurück...
Und was mache ich dann??
1. Kind geboren 7/14
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November17
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Re: Brauche eure lieben Worte

Beitrag von November17 » 03:08:2019 13:50

Hallo meine Liebe,

die Entscheidung kann ich dir leider nicht abnehmen, aber ich kann dir einen Rat geben, den ich mir auch geben würde, wenn ich nicht selber in so einer ähnlichen Situation stecken würde :lol:

Man selber kann immer gute Ratschläge geben, für sich selber ist man jedoch der schlechteste Berater :roll:

Auch ich bin seit Jahren (keine 20, aber acht) in meiner Firma tätig. Bin ich glücklich? Nein! Habe ich gewechselt? Nein! Warum? Aus Angst vor Veränderung, vor Unsicherheit.

Hintergrund ist, dass ich Angst habe im neuen Job nicht performen zu können und die Probezeit nicht zu bestehen, obwohl ich jetzt einen guten Job mache. Dann zieht der Rattenschwanz hinterher...mein Mann hat einige Male Geld verspielt, so dass auch dies meine Unsicherheiten genährt hat. In meinem jetzigen Job habe ich eine unbefristete Stelle, das Geld fließt und bietet Sicherheit finanziell gesehen. Was wäre, wenn ich wechsel und mein Mann wieder etwas verspielt und ich am Ende die Probezeit nicht bestehe.

Du merkst ein Sorgenkarussel hat sich verankert.

Nun die Frage: bin ich denn im jetzigen Job glücklich? NEIN bin ich nicht! Ich bin im Job unglücklich und behindere mich selber durch meine Angst evtl. doch eine bessere Stelle zu finden.

Jetzt in Elternzeit ist es für mich schwierig eine neue Stelle mit so geringer Stundenanzahl zu finden, wie ich sie jetzt in meiner Firma ausüben kann. Sobald der Kleine in die KiTa kommt, würde ich mich auf die Suche begeben.

Die Arbeit ist unter anderem auch ein Stressfaktor in meinem Leben gewesen. Ständige Überstunden. Immer gute Leistung zeigen, denn bei einem kleinsten Fehler gab es oft schon einen Eklat. Wir werden auch nach Leistung beurteilt und das jährliche Gehalt hängt davon ab. Dazu kommt die eigene perfektionistisch Ader und fertig ist der Cocktail ins Verderben.

Überlege es dir gut, ob du die neue Stelle nicht als Chance sehen kannst. Du bist unglücklich im Job und das kann sich auf Dauer auch negativ auswirken.

Lg

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