Veränderung der SD-Funktion während der Schwangerschaft etc.

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Anke
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Veränderung der SD-Funktion während der Schwangerschaft etc.

Beitrag von Anke » 29:07:2009 13:53

Nachstehend eine Information von Geli:


Veränderung der Schilddrüsenfunktion während der Schwangerschaft,
nach der Entbindung oder auch Stillzeit

In der Zeit hormoneller Vorgänge ändern sich viele Stoffwechsel- und Hormonvorgänge. Der Gehirnstoffwechsel kann sich verändern und zu Beschwerden führen. Diese sind gut mit z. B. Antidepressiva durch einen Psychiater/Neurologen zu behandeln. Gleichzeitig können aber auch andere Hormonvorgänge beeinträchtigt sein.

Die Schilddrüse ist an vielen Stoffwechsel-/Hormonvorgängen beteiligt. Wenn nicht schon vor der Schwangerschaft Schilddrüsenprobleme bestanden haben oder manche Frauen bereits wegen bestehender Beschwerden Schilddrüsenhormone einnehmen, entsteht häufig gerade in dieser Zeit eine Funktionsstörung. Es treten Beschwerden auf, die von Ärzten sehr oft nicht in Zusammenhang mit einer Schilddrüsenstörung gesehen werden und dann auch nicht entsprechend beachtet und untersucht werden. Auch der Bedarf an bereits einzunehmenden Schilddrüsenhormonen ändert sich und muss genau angepasst werden. Die Beschwerden sind z. B. Antriebslosigkeit, Unruhe, Gereiztheit, Panikgefühle, starke Stimmungsschwankungen, Erschöpfung usw.

Eine Schilddrüsenuntersuchung sollte auf jeden Fall möglichst zeitgleich an eine psychiatrische/neurologische Untersuchung oder auch Psychotherapie erfolgen. Sie sollte unbedingt fachärztlich abgeklärt werden. Wenn man stationär in einer Klinik untergebracht ist, sollte diese Untersuchung unbedingt angesprochen werden.

Der Hausarzt kann schon im Vorfeld durch Blutabnahme ein Blutbild der SD-Hormonwerte erstellen lassen. Die Werte, die gemessen werden sollten sind:
fT3
fT4
TSH
Antikörper: TPO-AK, TG-AK und TRAK

Bitte auf die Testung ALLER (!) SD-Hormonwerte bestehen (auch Antikörper), da sie in Zusammenhang mit der oft nach der Geburt vorkommenden Entzündung der Schilddrüse stehen. Der alleinige TSH-Wert reicht nicht aus! Ein Facharzt für SD-Krankheiten (Nuklearmediziner oder einem Endokrinologen) wird die Schilddrüse auf Auffälligkeiten wie z. B. Knoten mit Ultraschall oder auch Szintigramm untersuchen. Da diese meist längere Wartezeiten auf einen Termin haben, empfiehlt sich, das Blutbild vorab vom Hausarzt erstellen zu lassen.
Eine Endokrinologie befindet sich meist in Unikliniken. Endokrinologen sind Hormonspezialisten, die die einzelnen Hormondrüsen wie z. B. Schilddrüse, Geschlechtsorgane, Nebennierenrinde usw. in ihrer Gesamtheit beurteilen. Bei Terminvergabe sollte man allerdings gezielt nach einer genauen SD-Untersuchung fragen.
Dieser Link informiert über die Bereiche und Schwerpunkte einer Endokrinologie:
http://www.endokrinologikum.com/index.p ... set_wat=pa


In den folgenden Links sind die Schilddrüsenerkrankungen näher beschrieben.


Postpartale Thyreoiditis
(beinhaltet außerdem viele Informationen zur Erkrankung)
http://schilddrueseundpsyche.siteboard. ... bout5.html
(Auf der Startseite dieser Internetseite Infos auch zu Endokrinen Störungen - Endokrinologe)

Teil des Inhalts:
Eine Postpartale Thyreoiditis ist eine Entzündung der Schilddrüse, die ein paar Wochen oder Monate nach der Geburt auftreten kann.

Studien zufolge leiden ca. 9 % der Frauen nach der Geburt an Postpartaler Thyreoiditis.

Diese Entzündung führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion und kann deswegen psychische Beschwerden wie Depression, Angststörung, Panikattacken und Stimmungsschwankungen (bipolare Störung) aufgrund des Mangels an Schilddrüsenhormonen nach sich ziehen.

In 70 % der Fälle heilt eine Postpartale Thyreoiditis nach ein paar Monaten von selbst aus.

In 30 % der Fälle jedoch geht sie in eine chronische autoimmune Entzündung vom Typ Hashimoto Thyreoiditis über, die eine lebenslange Behandlung mit Schilddrüsenhormonen erfordert.

Deswegen sollte JEDE FRAU, die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes an psychischen Beschwerden leidet, ihre Schilddrüse bald möglichst von einem guten Facharzt (Nuklearmediziner oder Endokrinologen) untersuchen lassen und die Unterfunktion gegebenenfalls fachgerecht behandeln lassen.


Hashimoto Thyreoiditis (häufige Form einer SD-Störung)
http://www.hashimotothyreoiditis.de/


Schilddrüsenstörungen (Schilddrüsennetz Hannover) – Allgemeine Informationen
Startseite
http://www.schilddruesenguide.de/
(Unterpunkt „Inhaltsverzeichnis“ auswählen)



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Red-headed-woman

Beitrag von Red-headed-woman » 31:07:2009 14:35

Danke. Sehr gute Infos. Wäre es nicht auch sinnvoll, dass ht-mb-Forum von Fr. Dr. Brakebusch mit aufzunehmen?

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Beitrag von Geli » 31:07:2009 15:04

Hallo

Man kommst über den o.g. Link "hashimotothyreoiditis.de" auf die Diskussionsforumseite von ht-mb, Frau Dr. Brakebusch.
Hätte ich besser noch separat aufgeführt. Danke für den Hinweis.
Lieben Gruß von mir

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Re: Veränderung der SD-Funktion während der Schwangerschaft

Beitrag von Geli » 30:04:2016 18:34

Der Hinweis, nicht das Präparat zu wechseln (wie es mir leider schon passiert ist).
http://www.forum-schilddruese.de/Schild ... htm?ID=186
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Lieben Gruß von mir

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