Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

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Kikke
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Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Kikke » 26:10:2019 13:51

Hallo ihr Lieben,

Es wundert mich ein wenig, dass es hier im Forum kaum Anfrage gibt, ob sich Betroffene zu der Krankheit äußern wollen. Ich bin ja noch nicht lange hier. Gibt es so wenig Interesse an dem Thema? Man findet auch nicht all zu viele Beiträge im Internet.

Ich würde mich gerne Mal äußern, um über die Krankheit aufzuklären und warte gespannt, ob eine Anfrage kommt, auf die ich reagieren kann.

Oder kann man sich selber irgendwo hin wenden, so nach dem Motto: ich habe da was Wichtiges zu erzähle
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Anteilen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Celeste
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Re: Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Celeste » 27:10:2019 8:17

Hallo Kikke,

das stimmt! Die Krankheit wird leider immer noch unter den Teppich gekehrt und ich bin auch dafür, dass es viel mehr Aufklärung geben sollte, auch für Außenstehende, die einfach informiert werden, dass es dieses Krankheitsbild gibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Hebammen und Ärzte sehr unwissend sind und dieses Krankheitsbild mit Suizid und Kindstötung in Verbindung bringen und sich aus diesen Grunde nicht an die Sache rantrauen und weiterüberweisen. Natürlich gibt es das in den ganz extremen Fällen, aber es gibt auch die andere Formen. Es ist ein breitgefächertes Krankheitsbild und ich finde deine Idee gut, mal irgendwie das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen! Vielleicht schließen sich andere Mama‘s ja an und man kann als Team arbeiten.

Ganz liebe Grüße

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Kikke
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Re: Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Kikke » 27:10:2019 10:32

Das stimmt. Meine Hebamme und mein Gynäkologe waren auch eher hilflos.

Die Frage ist, wie kommt man an die Öffentlichkeit?
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Celeste
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Re: Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Celeste » 27:10:2019 11:05

Vielleicht an Magazine wenden, ob sie Interesse hätten? Das ist das einzige, was mir gerade einfällt. Eltern-Magazine.

Morgentau
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Re: Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Morgentau » 29:10:2019 9:40

Ich fänd es auch super wenn man mehr Aufklärung zu diesem Thema betreiben könnte. Meine Hausärztin, Frauenärztin, sogar Therapeutin sind damit etwas überfordert gewesen. In meiner Nähe gibt es leider kaum bis gar kein spezialisiertes Fachpersonal.

Eine Frau nach der Geburt ihres Kindes leiden zu lassen, die dazu überhaupt noch ihre letzte Kraft aufwendet, sich Hilfe zu suchen nur um dann auf ratlose Gesichter zu starren und absolut nicht hilfreiche (eher im Gegenteil!) Kommentare zu ernten, weil sie stillt, "es bald besser wird", ist ein Unding. Ich bekam sogar einmal zu hören ich "müsse dadurch" und solle mir ein dickeres Fell zulegen.

Wenn man dann noch übergriffige Menschen in seinem Umfeld hat, die die eigene Hilflosigkeit ausnutzen und deutlich grenzüberschreitend agieren - so wie in meinem Fall - ist das ganz schlimm.

Ich finde auch es muss ein Bewusstsein in der Gesellschaft her, da es ja doch vielen so geht und man nun in Zeiten lebt, wo man das ganze nicht totschweigen sollte wie das vor einigen Jahrzehnten noch der Fall war. Und eben dass es verschiedene Formen von PPD gibt, nicht nur die ganz extremen.

Aber dann würde ich mich persönlich nicht nur an Elternmagazine wenden (die liest in meinem Umfeld kaum wer), sondern wirklich dorthin wo viele es mitbekommen. Vielleicht klein anfangen bei den regionalen Zeitungen, Radiosendern bis hin zu den großen Medienanstalten.

Elisabeth
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Re: Wunsch nach Aufklärung in der Öffentlichkeit

Beitrag von Elisabeth » 30:10:2019 15:34

Ich finde deine Idee sehr gut. Auch ich finde dass sogar im Hilfesystem (Gyn. Kliniken, Hebammen etc.) viel zu wenig Wissen vorhanden. Dort wäre es aber am wichtigsten, um schnell auf erste Anzeichen reagieren zu können. Evtl. könntest du Kliniken über den Sozialdienst erreichen und die Mitarbeiter der Geburtsstationen über die Erkrankung informieren. Sodass sie ggf. bei ersten Anzeichen betroffene Frauen unterstützen können.

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