PPD aus der sicht einer Omi und Mutter

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

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omi 50

PPD aus der sicht einer Omi und Mutter

Beitrag von omi 50 » 22:06:2009 14:39

Hallo ihr Lieben Mochte mal meine Gedanken und Gefühle zu der PPD meiner Tochter niederschreiben.
Wir alle in unserer Familie haben uns sehr auf dieses kleine Wesen gefreut!
Gerade deshalb weil es doch fast 1,5 Jahre gedauert hat bis sie Endlich Schwanger war.DasGlück war also Perfekt!
17.03.2009 Endlich ist der kleine Schatz auf der Welt- Gesund und Munter .Mama war auch wohl auf ich war so Glücklich!!!Freute mich sehr auf das Oma sein.
Anfangs war aus meiner Sicht alles OK hatte aber sehr Wohl bemerkt das meine Tochter "anders" ist. Kann es nicht besser erklären dachte dann na ja sie ist jetzt Mama und wieder ein Stück mehr Erwachsen.
Dann kam der 30 April 2009 Diesen Tag werde ich wohl nie mehr vergessen ... Meine Tochter rief mich auf der Arbeit an Sie sagte nur Mama ich kann nicht mehr ich brauche Hilfe!!
Dort angekommen erzählte sie mir und ihrem Mann was sie schon die ganze Zeit Belastet.Sie sprach ganz Offen über ihre schlimmen ZG`s
und über ihre Verzweiflung warum sie und gerade " sie "solche bösen Gedanken hat.
War sehr schlimm auch für mich kannte meinen Schatz nicht so!!!
wir konnten ihr aber vermitteln das wir also ihr Mann und ich sie verstehen und ihr Helfen werden! an dieser Stelle meinen Dank an ihn er hat immer 100 % hinter ihr gestanden Toll
sie kam noch Abends in die Psychiatrie..

Jetzt setzte mein Verzweiflung ein OH mein Gott was Passiert hier
Diese Gedanken die sie hat ,das sie ihr Kind nicht liebt, ihm etwas antuen könnte oder sich selbst!!! machten mich total Verrückt konnte selbst erst mal nur Weinen...
Aber gleichzeitig war auch der Gedanke ich muss ihr HELFEN aber wie?
hatte schon was gehört und gelesen von der Wochenbettdepression aber das war´s auch.
Internet !!! da schau ich mal nach und siehe da ich fand Schatten und Licht und es wurde "Heller " wohl gemerkt zuerst nur bei mir!!
die Beschreibung einer PPD alles passt!
die Erfahrungsberichte habe sie ALLE gelesen und mir wurde klarer und klarer was da los ist.
Das war für mich wie ein Puzzle das ich nur zusammen setzten mußte.
Ich war täglich im Krankenhaus bei ihr und ich glaube ich habe sie so was von Zugegelabbert bis wir alles Analysiert hatten :
angefangen vom Perfekten Mutterbild jetzt muss ich nur noch für die Kleine dasein man ist schon eine schlechte Mutter wenn man mal fünf Minuten nicht an das Baby denkt....U:S:W
es war eine schwere Zeit und es kostet unendlich viel Kraft einem Menschen der nur Negativ sieht klar zu machen das das Leben auch mit Kind sehr wohl schön sein kann!!
sehr Belastend war für mich auch das bei ihr das,das Gefühl für die Kleine nicht greifbar war . hab ihr bestimmt Hundert mal gesagt das mann die so Hochgelobte Liebe nicht so fühlen kann wie man das erwartet Sie ist aber da und manchmal merkt man das nur wenn man Angst hat das man einen Menschen Liebt
Und doch tat mir das immer in der Seele weh...diesen Blick auf ihr Kind
in dem noch das LEUCHTEN fehlte... Aber wir haben es Geschafft es ist da dieses LEUCHTEN das macht mich so unendlich Glücklich..
Habe selbst auch oft an mir gezweifelt Bin ich schuld an diesem prefekten Mutterbild hätte es doch eher merken müssen und so weiter...
im Moment therapieren wir uns wohl gegenseitig" grins"
Es gibt noch oft Situationen in denen ich nicht recht weiß " wenn ich jetzt das mache versteht sie das falsch ? aber wir reden dann gleich darüber und dann ist es gut ...
Es ist auch für Angehörige manchmal nicht so einfach sich in die Seele einer PPD kranken Mutter einzufühlen!!!
Aber es ist sehr wichtig ihr das Gefühl zu geben das man sie ernst nimmt
und redet , redet mit ihnen auch über eure Gefühle denn nur wenn man sich gegenseitig Vesteht findet man den richtigen Weg!!!!!!!!!!!
Und dann wird auch alles wieder GUT --- nein es kann sogar noch besser werden wie vorher !!! den leider haben viele Menschen verlernt über Gefühle zu Reden
So jetzt ist aber gut! so viel wollt ich gar nicht schreiben sorry

Gruß Omi

AmoebeMS

An Omi

Beitrag von AmoebeMS » 22:06:2009 17:41

Hallo Tina,

du hast wunderschön geschrieben und zwei Dinge sind darunter, auf die ich gerne eingehen möchte. „Ihr therapiert Euch beide“. Ganz wichtig! Und siehe da,… dir kamen sogar Fragen wie „der Zweifel an dir als ihre Mutter (das Mutterbild)“. Man will helfen und es fühlt sich an, als wären einem zunächst die Hände gebunden. Das fühlt sich aber nur so an, ist aber gar nicht so. Weißt du ja auch heute. Denn a.) hat sich deine Tochter wunderbar verhalten und Euch beiden gegenüber ganz offen in ihrer Not über ihr Problem berichtet, so dass Ihr b.) handeln konntet und ihr ärztliche Hilfe habt zu kommen lassen können. Das dazu noch viel mehr gehört ist sicher, aber – bitte entschuldigt meine Offenheit – zeigt sich an Euch allen ein - meiner Meinung nach - vorbildliches Verhalten für den Weg „zurück“ ins Glück. Ninas Offenheit, die Therapie, Medikamente, Schatten & Licht, das Handeln, das Lesen, das Verstehen, das an sich arbeiten.

Das zweite, was ich ganz toll fand, war dein Engagement sich im Internet kundig zu machen. Wenn man selbst auch erst mal überrumpelt wird mit einem neuen Zustand, dann macht man sich schlau. Überall. Deiner Tochter fehlte zu dieser Zeit einfach die Kraft (im übertragenen Sinn), umso schöner finde ich es, dass Ihr Mann und du sich so sehr darum bemüht habt, wovon sie (hoffe ich) heute auch profitiert, da sie ja zb hier auf Gleichgesinnte gestoßen ist. Weißt du, mich hat anfangs das Nachforschen sehr runter gezogen, so „ich habe Herzrasen, also schnüffel im Netz…oh Gott,… gleich habe ich bestimmt einen Infarkt“. Deshalb finde ich es wichtig, dass mich jemand unterstützt. Bessere Hilfe als hier konnte ich nirgends finden, außer meiner Psych zb, aber die sehe ich ja nicht täglich.

Dein Puzzle hat sich zusammengefügt. Tina, von dir sollte etliche Kopien auf der Welt geben, habe ich dir ja schon mal gesagt, wie toll ich das finde, was du tust. Reden halte ich für so extrem wichtig! Für mich ganz klar das A und O. Deine Tochter wird dich – glaube ich – nie missverstehen. Manchmal braucht man einen ganz liebevollen „Schubs“ in die richtige Richtung. Man zeigt, dass man da ist, dass man einen versteht, dass man zuhört. Und man schenkt damit wieder Hoffnung, Vertrauen und einfach nur Liebe.

LG AmoebeMS

Marlene84

Beitrag von Marlene84 » 30:03:2010 1:14

Hallo
Hier ist Marlenes Mama
Heisse auch Tina Lach
Ich bin noch am Anfang mit meiner Tochter ich muss dazu sagen das wir 200km entfernt von Ihr sind.
Das erschwert die ganze Sache da wir Selbstständig sind.
Ich fahre sooft es geht zu Ihr,es hat auch mit dem reden gut geklappt das sie es einsah das Sie hiefe braucht.
Mein Mädchen hat es zweieinhalb Jahre mit sich getragen ist durch die Hölle gegangen.
Das schlimmste war das sie geschauspielert hat,sodas es keiner merkte.
Sie hat einen Beruf wo Sie Pädagogische Kentnisse hat und dachte wenn Sie sich öffnet nie wieder Ihren Beruf ausüben kann.
Dann kam der 3.02.2010 Ihr Geburstag sie rief an und sagte nur Ich hab was schlimmes getan und Sie muss ins Krankenhaus.Und aufgelegt meine Gefühle waren hin und weg ,endlich erreichte ich Ihren Mann.
Sie hatte Sich selbstverletzt!
Wir waren erstmals hilflos.
Sie sagte auch noch Mami geh auf Schatten und Licht und Du wisrt mich verstehen.Das tat Ich auch war erst geschockt aber habe unendliche Berichte gelesen die mir geholfen haben.
War am gleichen Tag bei Ihr es war die Hölle ,erst ganz ruhig und dann schrie Sie .
Wie im Horrorfilm.
Es lief bis vor 5Tagen gut Sie erzählte mir alles und war wiw Omi 50 da für Ihr ,aber seit 5tage ist Sie aufeinmal wieder so anders meint das alles wieder ok sei .
Und Sie klar käme habe wieder grosse Angst,Sie ist seit 2wochen zu Hause und soll nun in der Kitzberg -Klinik kommen.
Voraussichtlich nach Ostern.
Was soll Ich tun Ich versuche mit Ihr zu reden aber Sie sagt immer so denke Ich im Moment halt.
Ich frage Sie auch ob Sie Ihre Medis nimmt dann rastet Sie aus Sie wäre nicht krank.
Sie nimmt Zyprexa 2x10mg
Licium 625mg
man sagte mir das Sie sehr hoch eingestellt ist.
Ich hoffe das Ich wieder Zugang finde zu Ihr .
Da Ich Sie sehr liebe
Habt ihr einen Rat für mich oder was mache Ich falsch?
Danke fürs zuhören in Liebe Marlenes Mama

mici

Beitrag von mici » 30:03:2010 4:25

Guten Morgen, Marlenes Mama,

die Zeit, die Ihr mit Marlene gerade durchzustehen habt, muss unglaublich hart für Euch alle sein! Aber Ihr tut wirklich Gutes für Marlene und Eure ganze Familie, indem Ihr Euch so kümmert!

Wenn Marlene als Patientin nicht mehr "mitspielt", weil sie zum Beispiel behauptet, sie sei nicht krank, dann wird es noch schwieriger, sie zu begleiten. Gleichwohl dürft Ihr nie aufhören, sie nach den Tabletten zu fragen oder mit Ihr über den Klinikaufenthalt zu sprechen und Ihr immer wieder vor Augen zu halten, dass sie es doch schließlich war, die vor einigen Wochen bei Dir angerufen hat und Dir gesagt hat, sie habe etwas Schlimmes getan (Selbstverletzung). Sie habe doch um Hilfe geschrieen und nun, da sie sich Euch einmal anvertraut hat, könne sie nicht erwarten, dass man sie wieder in Ruhe lasse, so als wäre nichts! Ihr könnt auch Eure eigene Betroffenheit ins Spiel bringen. Sagt Ihr, dass es in dieser Angelegenheit nicht nur um sie gehe, sondern auch um Euch als Eltern, um die Sorgen, die sie Euch bereitet, wenn sie sich dem Gesundungsprozess verschließt. Ermahnt sie ernsthaft, dass sie verpflichtet ist, wieder ganz auf die Beine zu kommen, wenn sie nicht will, dass es der ganzen Familie dauerhaft schlecht geht.
Ich habe gerade jüngst in der eigenen Familie mit jemandem zu tun gehabt, der uns vorspielen wollte, dass er wieder gesund sei, dabei war er das noch lange nicht. Man darf als Angehöriger auch mal wütend werden, wenn der Patient die mühsamen, kleinen Schritte in Richtung Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzt. Manchmal führt das zur Besinnung, wenn der Patient merkt, dass es nicht nur um ihn geht, sondern auch um Ängste, Sorgen und Wut bei den Angehörigen. Dazu darf man Marlene auch mal "auf den Pott setzen", wie man so schön sagt. Klare Worte, klare Erwartungen formulieren, Perspektiven aufzeigen und... Geduld bewahren!
Du kannst nicht erzwingen, dass Marlene in all die kleinen notwendigen Therapieschritte einwilligt (Medis, Klinik), dann habt Ihr noch einen großen Berg Arbeit vor Euch, aber Du als Mutter darfst die emotionale Bindung zu Ihr nie aufgeben, sondern Du musst Ihr immer wohldosiert vermitteln, dass Du zu Ihr stehst, was immer auch passiert!

Ihr macht das toll! Haltet durch!

Eure MICI

PS.: Hat Marlenes Bruder Kontakt zu ihr? Kann Ihr Freund die Tabletteneinnahme überwachen? Es ist wichtig, dass Ihr ein enges familiäres Netzwerk bildet. Bitte Marlenes Freund, wenn möglich die Tabletteneinnahme zu überwachen!!

omi 50

Beitrag von omi 50 » 30:03:2010 10:55

Liebe Marlene Mama,

Weißt du auch ich habe Anfangs immer gedacht, warumhabe ich nichts bemerkt??? (wir wohnen sehr Nahe )
Merkte wohl das sie "anders "war nach der Geburt,aber dachte dann sie ist halt jetzt Mama und es liegt daran.
Gott sei Dank hat Nina aber sehr bald geredet und ist in die Klinik..
Deine Tochter hat sehr lange alleine dagegen angekämpft,ist es deshalb bei ihr so "Schlimm" ich weiß es nicht?
aber eins weiß ich sicher so wie du jetzt da bist für deine Tochter und ihr hilfst ---das wird Früchte tragen.
Sie wird wieder gesund nicht aufgeben, daran zu glauben,weiß wie schwer diese Zeit ist,und bei euch ist alles noch Schlimmer :cry:

Du liebst deine Tochter und deshalb wirst du den Zugang zu ihr nicht verlieren.Aus diesem Gefühl heraus wirst auch alles richtig machen,auch wenn unsere Töchter dann manchmal "Nervt" und sie auch "Böse werden könne.
nimm sie einfach in den Arm, und halt sie fest manchmal wirkt das Wunder:wink:

Ich habe auch, als sie etwas stabiler war klare und deutlich Worte gebraucht ,wenn sie sich wieder mal in etwas verrannt hatte :wink:

Ich seh das wie mici ,manchmal helfen harte Worte auch :wink:
aber das mußt du entscheiden wann sie so etwas verarbeiten kann
ich wünsche euch weiterhin viel Kraft und einen Lichtstrahl am Ende des Tunnels

ganz liebe Grüße Omi

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Geli
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Beitrag von Geli » 30:03:2010 13:58

Hallo

ich finde es wunderbar, dass sich hier zwei Omis unterhalten. Geht nach eurem Gefühl - man kann nicht alles sofort merken und dann auch richtig direkt richtig handeln oder die passenden Worte finden.

Tauscht euch noch viel mehr aus.

Und wo sind eigentlich all die Papas der betroffenen Mamas hier? Gerade für die und die Omis usw. ist dieses Unterforum doch gedacht.

Es gibt übrigens auch eine Angehörigenliste, die man über die Hauptstelle anfordern kann oder auf die man sich mit einer Erklärung eintragen lassen kann. Dies sind Angehörige, die von anderen angerufen werden können.
Lieben Gruß von mir

* Auszeit als Ausgleich - fühlen, was tut mir gut *
Irisches Segenswort:
"Mögen gute Tage deinen Weg begleiten, freundliche Menschen dir begegnen, und die Sehnsucht führe dich zum Ziel."
-----------------------
PPD: 2001
Schilddrüsen-Hormon (nie die Präparatfirmen wechseln!)
Gesprächstherapie
Mutter-Vater-Kind-Kur
_________
2014: Depression, Medikament Opipramol, seit 07/15: Escitalopram

Marlene84

Beitrag von Marlene84 » 30:03:2010 21:50

Guten Abend!
Danke für Eure antworten.
Habe heute mit Marlene telefoniert,Sie sagte das sie immer Stolz auf sich war wenn Sie Ihren job gut gemacht hat .
Und nun darf Sie im mom. nichts tun und wenn die Klinik Ihr nicht helfen würde müsste Sie Ihren Sohn abgeben ,damit er eine gute Mami bekommt.
Da hab Ich das erste mal Ihr den Kopf gewaschen(vorsichtig natürlich)
Hab Ihr gesagt das Ihr Ziel seien muss gesund zu werden und das Sie eine gute Mutter ist .
Sie sagt auch immer das Sie eine strenge Mutter sei und das muss so sein.
darauf hin hab Ich Sie gefragt was ist eine Strenge Mutter ?
Sie sagte ja das weiss Ich nicht ,Ich hab Ihr versucht zu erklären das man sein Kind gut Erziehen möchte und man den Mittelweg suchen muss,das man auch mal hinweg schauen muss wenns ein nicht immer passt.Sie meint nür stränge wäre der weg um das Ihr Sohn mal ein guter ist.Hab lange noch mit ihr gesprochen darüber wäre zu lang um alles zu Erläutern.Sie sagt das weiss ich halt nicht .Sie war danach erleichtert.
Ich habe Ihr klar gemacht zumindestens Versucht wie wichtig Ihre medis sind und auch die Klinik.Sie hat immer noch keine Therapie und Ich glaube fest daran wenn Sie in der Klinik ist und Therapieen bekommt ,ist Sie einsichtiger.
Wir wissen alle das es bei Ihr ein sehr langer Weg ist und alle Sie unterstützen .
Was Ich ganz toll finde Ihr jüngerer Bruder führt ganz viele gespräche mit Ihr er sagt Ihr aber immer direkt was er davon hält und sagt ihr auch mal eh Schwester spinn nicht rum wir schaffen es alle zusammen.
ups wieder so lang geschrieben
Ich bin heil froh das es dieses Forum gibt sonst hätte Ich nicht gewusst wie Ich es anfassen soll .Dank Eurer Hilfe geht es ganz gut .
Ich werde und das habe Ich auch Marlene gesagt Sie bis zum Schluss begleiten .
Habt vielen dank für eure aufmunteren Worte
Lg Marlenes Mama

Marlene84

Beitrag von Marlene84 » 08:04:2010 13:55

Hallo Omi
Hier schreibt Marlenes Omi
Ich hab heute die schönste Nachricht seit monaten bekommen !
Marlene kommt morgen in der Kitz-berg -Klinik Hurraaaaaa
Ich hatte gestern nochmal in der Klinik angerufen da es Ihr sehr schlecht geht ,Sie hatten mir gesagt Sie steht nun auf erster Stelle weil Sie es schon so lange hat.und der prof. möchte das unser kleiner Elias sofort mit soll .
Da war Ich ja schon sehr erleichtert,und heute rief er mich an und wollte mir als erstes die Nachricht verkünden da Ich immer mit der Klinik gesprochen habe (hab Sie genervt lol)und besorgt immer war.
Ich hab dann meine Tochter angerufen Sie sagte Mama wenn Ich bei dir wäre würde Ich dich ganz fest drücken.Sie ist sofort los Sie braucht vom Kinderarzt ein Artest das er gesund ist ,und braucht noch einige sachen für die Klinik.
Sie freut sich sagt nun komm Ich da hin wo man mich versteht.
Diese Klinik ist spezill Für PPD,Borderline,Born out.
Ich bin nun gespannt Ich hab Ihr gesagt so mein Schatz nun hab Ich gekämpft das Du in der Klinik kommst und nun musst Du für mich Kämpfen.Sie sagte wie was meinst Du Ich hab gelacht und gesagt nun musst Du für mich kämpfen das Du mein mädchen gesund wirst.
Sie sagte Mamma (das erste mal)Ich will Gesund werden will wieder Leben!
Und Sie will alles daran tun das es wieder wird !
Omi Ich musste es dir schreiben da Du als Mama mich verstehst was mann als Mutter durchmacht !
Ich danke dir fürs zuhören .
Ich sag dir bescheid wie es läuft in der Klinik!
Lg Marlenes Mama

selina

Beitrag von selina » 08:04:2010 14:40

Hallo Marlenes Mama,

ich wollte nur sagen das mich dein Bietrag sehr gerührt hat , habe Tränen in den Augen!Ich hoffe das es Marlene bald besser geht und drücke euch die Daumen!Viele liebe Grüße,

Selina

Mupfel

Beitrag von Mupfel » 08:04:2010 16:32

Hallo Marlenes Mama,

mir geht es wie Selina, auch ich kämpfe gerade mit den Tränen... es kommt soviel Gefühl in Deinem Bericht vor, Verzweiflung, Angst, Traurigkeit, aber auch Hoffnung, Stolz auf Deine Tochter und Zuversicht. Das finde ich unglaublich rührend und ich möchte einfach nur sagen dass ich Euch alles Liebe und Gute Wünsche!

Mupfel :-)

omi 50

Beitrag von omi 50 » 08:04:2010 18:34

Hallo liebe Marlene Mama,
Ich freu mich sehr für euch das es endlich in die richtige Richtung geht.
Wenn sie bereit ist zu kämpfen,um wieder gesund zu werden dann und nur dann wird alles wieder gut.

weißt du ich habe mich etwas zurückgehalten weil bei deiner Tochter alles noch heftiger war oder ist ,als bei uns :cry:
War diese Zeit schon schwer genug :cry: und wenn ich dann gelesen habe wie es bei deiner Tochter so ist----war ich oft nur Traurig und doch (nicht böse sein) auch froh das es bei uns nicht ganz so schlimm war.
Was nicht heißen soll das wir es einfach hatten anders halt :wink:
Diese schlimmen ZG haben uns sehr mitgenommen und zu zu sehen wie schlecht es meiner Tochter ging und nichts tun zu können war echt schwer.

Oh ja du hast Recht ich weiß wie du dich fühlst sehr gut sogar.
aber ich kann auch sagen das sich das KÄMPFEN für unsere Töchter lohnt
und nach dieser schweren Zeit auch die Sonne wieder scheint.

Wir lieben sie halt einfach und deshalb tun wir auch alles um ihnen zu Helfen :wink:
wir sind schon am Ende des Tunnels und bei euch wird das auch bald der Fall sein.Sei einfach immer für sie da das ist das wichtigste .
Aber auch mal schimpfen wenn sie alles in Frage stellt, ungeduldig ist,denkt sie wird nie Gesund, eine schlechte Mama ist und und und ...
Ich glaube das muß manchmal auch sein :wink: (natürlich erst wenn sie Stabiler sind)

Du wirst weiterhin alles richtig machen, und ich wünsche dir das es wieterhin stetig nach Oben geht zum Ende des Tunnels.

liebe Grüße an dich und deine Tochter
Tina

Ps diese Klinik ist in Bad Mergentheim ist das Main Tauber kreis ???
wäre nicht weit von uns

Sanni

Beitrag von Sanni » 08:04:2010 20:58

Hallo Omi,

es rührt mich zu lesen, wie sehr Du Anteil an der PPD Deiner Tochter hast. Manchmal wünschte ich, mein Umfeld/meine Mutter wäre auch so verständnisvoll wie Du es bist, aber die "ältere" Generation in meinem Umfeld kann wenig bis gar nichts im Allgemeinen damit anfangen und man stösst schnell auf Resignation und/oder Verständnislosigkeit, wenn man sich mitteilt oder auch handelt oder auch sagt, das man sich Hilfe geholt hat weil man eben psychisch erkrankt ist.

Ich wünsch Dir und Deiner Familie weiterhin viel Kraft.

Lg, Sanni

omi 50

Beitrag von omi 50 » 08:04:2010 21:46

Hallo Sanni,
Anteil?? so würde ich das nicht nennen :wink: für mich heißt Mama sein nicht nur Kinder großziehen.Mein Wunsch war es immer das sie mit all ihren Sorgen und Problemen zu mir kommen.Das ist mir geglückt und darüber bin ich sehr froh.
Ich liebe meine beiden sehr und wenn sie Glücklich sind bin ich es auch.

Weißt du am Anfang stand ich auch da und hatten Panik und Angst.
Wenn du nichts damit zu tun hast weißt du nicht wie schlimm eine Wochenbett-Depression sein kann.Du denkst da ist man halt ein bisschen Traurig aber das vergeht schnell und damit hat sich das.

Als es dann bei Nina so schlimm war,hab ich erst mal nachgelesen und war sehr erschüttert was für schlimme Auswirkungen so etwas haben kann.
Aber gleichzeitig wurde mein Kampfgeist geweckt und ich wußte ich würde alles tun um sie aus diesem tiefen Loch raus zu holen.

Mich macht es immer wieder sehr traurig wenn ich Lese das andere Mütter nicht verstehen????? und eben anders Denken als ich ..
Ich empfinde mich als ganz Normal aus meiner Sicht sollte das so sein das man immer für seine Kinder da ist ....wie gesagt das ist für mich Mama sein.

weißt du wenn du jemanden an deiner seite hast der dich versteht kommst du viel besser durch diese schwere Zeit.

LG Omi

Carolin

Beitrag von Carolin » 08:04:2010 22:25

hallo ihr lieben omis...

auch ich bin zu tränen gerührt wenn ich eure zeilen lese....einfach nur toll wie ihr euch um eure töchter kümmert.

meine mutter war leider nicht si verständnisvoll. sie gab mir immer eher das gefühl ihr lästig zu sein. niemand sucht sich so eine krankheit aus und keiner kann wissen wie man sich fühlt, wie schlecht es einem geht, es sei denn, derjenige hat es selber schon mal erlebt. dafür ja dieses forum hier.

ich hätte vor der erkrankung auch nichts damit anfangen können. obwohl ich von 2 frauen aus meiner umgebung wusste das sie das auch hatten.

bis zu meiner erkrankung hieß die psychiatrie in meinem wortschatz auch klapse und dort sind se alle gaga...so, wie es die meisten menschen sehen...
heute, bin ich der wohl feinfühligste mensch aus meiner familie.

wie ihr euch da reinkniet finde ich bemerkenswert! es geht einem schon ein stückchen besser wenn die familie dahinter steht, man sich nicht verstellen braucht und man darüber reden kann.

meine mutter hat bis heute, es sind nun 3 jahre vergangen, nie mit mir darüber gesprochen. und das tut mir heute noch weh. ich musste da ganz alleine durch. mein partner hat mich überhaupt nicht verstehen können, er hat mich in der zeit schwer enttäuscht.

hilft euren töchtern wo es nur geht. nehmt sie in den arm, auch wenn es vorher nie gemacht wurde....denn wir sind ja eure töchter, eure kinder....ob groß oder klein.

das schlimmste ist die hoffnungslosigkeit die die betroffene in sich trägt. das kann sehr anstrengend für das umfeld sein. ihr habt auch noch eigenen kummer und womöglich andere sorgen....aber alles andere sollte für eine bestimmte zeit mal nebensächlich sein.

aber das macht ihr ja super!

ich habe meiner familie auch von diesem forum erzählt. die haben bis heute nie reingeschaut....

ich wünsche dir, marlenes oma, dass es deiner tochter schnell wieder besser geht. es dauert und braucht seine zeit, aber es wird-ganz bestimmt!

ich habe es auch nie geglaubt, aber bis auf ein par dinge, zähle ich mich wieder zu den gesunden. keine zg`s mehr, ich spüre die liebe zu den kindern, wenn auch nicht immer....aber wenn ich zurückblicke, sehe ich wie gut es mir im gegensatz zu damals geht.

sei für deine tochter da, höre ihr zu, zwinge sie mit dir zu reden, sich zu öffnen....braucht sie mal ihre ruhe, sei ihr auch das gegönnt....eine depression bessert sich immer indem man 2 schritte vor macht, dann wieder einen zurück...bis es immer mehr schritte vor werden und nur noch seltener zurück....

viel mehr wie zuhören, sich um das kind kümmern und dinge zu organisieren kann man leider als außenstehender nicht machen. einfach für sie da sein. aber das machts du ja alles instinktiv richtig! hierfür eingroßes lob!

lieben gruß und alles gute für euch!

halte uns doch auf dem laufendem...

carolin

Marlene84

Beitrag von Marlene84 » 17:05:2010 16:23

Hallo alle zusammen!
Hab mich lange nicht mehr gemeldet,aber es ist im Mom. sehr sehr schwer.
Marlene ist seit 5 Wochen in der Kitz-berg-klinik.
Sie haben die Medis Nach 3Tage Ihrer ankunft abgesetzt .
Also ging es bis letzte Woche gut dann kam der heftiger Rückfall.
Nun sagen Sie das sie die bipolare Störung hat.
Bekommt nun wieder Licium sehr hoch und Zyprexa.
Die Klinik selbst ist sehr gut unser enkel ist bei Ihr soll auch so bleiben,er geht dort im Kindergarten.
Die Ärzte wollten Sie sehen ohne Medis und deshalb wurden sie abgesetzt.
Mir fällt es im Moment sehr schwer aber was Marlene macht Sie ruft nur mich an.
Sie mag Momentan mit keinen sprechen da Sie jetzt erst mal klar kommen muss mit der Diagnose.Wir haben Ihr gesagt Du weisst wir sind immer für dich da egal was kommt.
Sie sagte Mama wenn du wüsstest dann würdest Du sagen Ich wäre verrückt.
Ich hab sie beruhigt da Ich ein Bericht auf ORF gesehen hab wo ppd ,manie,bipolare berichte gezeigt wurden .
Ich werde mich noch mehr damit beschäftigen dann kann Ich besser mit umgehen.
Wenn man sein Kind kennt ist es unfassbar das soetwas sein kann.
Lg Marlenes Mama

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