Trennung?!

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

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Juliane

Trennung?!

Beitrag von Juliane » 11:11:2009 16:03

Zu einer Mitpatientin, welche mit mir in der Psychiatrie lag, allerdings mit einer PPPsychose, habe ich immer noch lockeren Kontakt.

Jetzt schrieb sie mir, dass sich ihr Partner und sie getrennt haben. Ich verstehe das irgendwie gar nicht und es geht mir nicht aus dem Kopf.

Sie sagte, er hätte sie nie geliebt und sie ihn scheinbar auch nicht. und genau das verstehe ich nicht: er war wirklich jeden Tag bei ihr. Hat ihr den Kleinen abgenommen und sich rührend um seine Familie gekümmert. Und obwohl es mir auch beschissen ging, habe ich gemerkt, wie bösartig sie zu ihm war (das meine ich nicht vorwurfsvoll, denn sie war auch sehr doll krank). Und er hat alles für sie getan und ihre bösen Worte ertragen. Leider habe ich zu ihm keinen Kontakt mehr um ihm diese Frage zu stellen.

Kann es sein, dass, wenn die Frau wieder gesund wird, eine Ehe am Erlebten zugrunde geht? Dass dann der Mann "Zeit hat" das Erlebte zu verarbeiten (oder eben nicht)? Oder das sich auch die Frau so verändert, dass das Ende der Beziehung vorprogrammiert ist?

Als ich Ostern 2008 noch einmal einen Rückfall hatte und ich wieder heulend an meinem Mann hing, sagte dieser zu mir, er könne auch nicht mehr, ihm geht es doch auch so schlecht. Und irgendwie hat das damals auch Klick in meinem Kopf gemacht, weiter zu kämpfen...

Wir haben aber, denke und hoffe ich, die "Kurve noch gekriegt". Wir lieben uns wie früher (oder irgendwie auch etwas ernsthafter im positiven Sinne).

Mein Mann redet nicht sehr oft davon, aber ich denke, er hat auch sehr gelitten. Als ich ihm das von meiner ehemaligen Mitpatientin erzählte, sagte er, da wird ihm ja himmelangst-und-bange...

Kann mir vllt ein Herr hier sagen, inwieweit sich eure ehe verändert hat, nach dem Genesen eurer Frau?

Ist sie ernsthafter oder eher belasteter geworden?

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