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Seroquel abgesetzt(meine Mutter)

Verfasst: 04:07:2010 10:26
von claudia
Hi ihr lieben,

die mich kennen,ihr wißt,meine Mutter und ich ein brandheißes Dauerthema...Jetzt hatte sich unser Verhältnis im letzten Jahr einigermaßen beruhigt und wir sind im Februar sogar gemeinsam zum S&L-Treffen gefahren.Ich bin fest davon überzeugt,das das u.a. auch daran liegt,das wir beide auf Medis eingestellt sind bzw.waren.

Sie hatte 2004 ihre letzte psychotische Phase-ich war mit meiner Familie in England,deshalb habe ich überhaupt kein Bild,was damals abgelaufen ist.
Es muß aber heftig gewesen sein,denn mein pflegebedürftiger Onkel schleppte sich damals auf die Straße vor ein Auto vom Pflegedienst und bat um Hilfe und meine Mutter wurde auf die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Sie wurde auf Seroquel und Mirtazapin eingestellt.Anfangs mit fürchterlicher Sitzunruhe als NW.
Jetzt hat sie in der Zwischenzeit ihren HA gewechselt.Der kennt sie natürlich nur jetzt mit den Medikamenten und ist der Meinung,sie brauche das ganze Zeug nicht mehr.Er hat sie letzte Woche das Seroquel und auch Mirtazapin ohne ausschleichen mal eben so absetzen lassen.

Ich habe mit ihr darüber gesprochen,aber es hat keinen Zweck:sie ist froh,das sie jetzt zwei Tabletten weniger schlucken soll-ich dagegen sehe die nächste psychotische Phase schon heraufziehen.

Mein Kopf sagt"Du bist nicht verantwortlich für sie",mein Herz sagt"es ist so schwer,sie in´s offene Messer rennen zu lassen...".

Vielleicht mache ich mir auch zu viel Gedanken-was meint ihr?

Claudia

Verfasst: 25:08:2010 10:10
von sol
Wie läuft es denn jetzt mit deiner Mutter? Würde mich mal interessieren wie es dir geht? Kannst mir auch gerne eine PN schicken.
Gruß

Verfasst: 25:08:2010 10:14
von mici
Hallo Claudia,

ja, berichte mal, wie es mit Deiner Mutter geht.
Warum hat der HA entschieden, dass sie die Medis absetzen kann und nicht der Psychiater? Eine Psychose heilt nicht einfach so aus, hat sie Therapien gemacht?
Es das entscheidende Dilemma, wovon Du am Ende sprichst: Einerseits nicht verantwortlich zu sein, anderseits das Bedürfnis, sie schützen zu müssen!
Es ist schwer, empathisch zu sein, und sich trotzdem gut zu fühlen, wenn es anderen schlecht geht.

Berichte mal!

MICI