Hallo ich möchte mich gerne vorstellen

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Regenbogenblume
Beiträge: 1
Registriert: 22:01:2021 16:39

Hallo ich möchte mich gerne vorstellen

Beitrag von Regenbogenblume »

Hallo an alle und vielen Dank für die Aufnahme

Meine Geschichte:
WIRD WOHL ETWAS LÄNGER ENTSCHULDIGUNG

Ich war vor 3 Jahren verheiratet und wir versuchten Jahre lang Kinder zu bekommen leider endeten 3 Schwangerschaften dann frühzeitig und wir waren hilflos, daran ist unsere Ehe schlussendlich gescheitert. Es war unser einziges Ziel ein Kind zu bekommen, doch dies wurde uns nicht erfüllt.


Nun wurde ich durch einen One-Night-Stand (trotz Verhütung) 2 Jahre später schwanger, ich habe mich riesig gefreut, der Mann wollte allerdings dass ich es abtreiben denn es wäre der größte Fehler seines Lebens. Durch meine Vorgeschichte, meinen immer noch bestehenden Wunsch ein kleines Menschlein zu bekommen und auch meine Einstellung gegenüber Abtreibung, habe ich mich sofort für das Kind entschieden, auch wenn ich es alleine groß ziehen soll. 


Nun war meine Schwangerschaft überschattet vom Tod meiner Eltern, meine Mutter starb im Dezember 2019 (3. Monat) und mein Vater starb daraufhin im März 2020 (6. Monat). Die einzige Familie die bleibt sind meine Großeltern mit über 80 Jahren. 

Meine kleine ist nun 6 Monate alt und anfangs fing noch alles gut an. Ja sie hat oft geschriehen und wir haben lange braucht um eine richtige beziehung auf zu bauen.

Mein erster Gedanke als ich sie das erste mal sah war: "wieso weine ich nicht vor Freude"


Nun geht es mir jeden Tag wie in einem Karussell manchmal gibt es gute Tage manchmal schlechte und an den schlechten (ich möchte es eigentlich nicht aussprechen)bereue ich es und wünsche mir mein altes Leben zurück, ohne diese Quengelsuse der man es manchmal nicht recht machen kann. Ich kann mit ihr manchmal keinen Meter Auto fahren da fängt sie zu schreien an. Ich fühle mich sehr alleine und isoliert zuhause. Bin am manchen Tagen total überfordert und der Haushalt sieht dann dementsprechend aus. Ich liebe mein Mädchen keine Frage, sie ist auch ein kleiner Sonnenschein und wir haben langsam unsere Verbindung gefunden. Doch ich weiß nicht wie es weiter geht, soll es für immer so bleiben. Ich freue mich nicht auf die Zukunft weil ich Angst habe davor. Kann ich dieses Kind wirklich gut aufziehen, mache ich alles richtig. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie mal ablegen und sie alleine spielt, denn ich muss mich doch um sie kümmern. Manchmal habe ich Gedanken, dass sie bald stirbt, ich habe fürchterliche Angst dass sie stirbt, vielleicht sogar weil ich etwas falsch mache. Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich eine Wut auf sie kriege, weil ich zu nichts mehr komme, mal schnell einkaufen oder Haushalt erledigen, dauert 3 mal so lange wie vorher. Ich denke ich bin eine schlechte Mutter weil ich es alles alleine nicht auf die Reihe kriege. Meine Oma schimpft immer wieder wieso es bei mir so aussieht und warum ich nicht mal selber einen Kuchen backen. Haushalt und Kind bekommt doch jeder hin, wieso fällt es mir so schwer. Ich bin langsam müde von diesen Gedanken, meine Kraft ist am Ende und ich frage mich ob es irgendwann besser wird.

Ich habe lange gehadert mich hier zu melden und weiß gar nicht ob es nicht nur eine komische Phase ist, die jeder hat, aber langsam hab ich Angst vor mir selber, vor meiner Wut, vor meiner Unselbstständigkeit seit 6 Monaten, vor meiner Zukunft und der Zukunft für meine Tochter.

Liebe Grüße
Catha
Beiträge: 44
Registriert: 29:12:2020 22:07

Re: Hallo ich möchte mich gerne vorstellen

Beitrag von Catha »

Hallo liebe Regenbogenblume,

ein toller Name!
Ich bin zwar nicht in der Position dir eine Diagnose zu geben, aber du selbst hast ja schon gemerkt, dass etwas bei dir nicht so stimmt und das ist doch der erste Schritt.
Um dich nun wieder in die richtige Bahn zu lenken, denke ich, kann ein Therapeut dir helfen, Fragen zu beantworten und deine Zweifel anzugehen.
Es ist zwar gerade aufgrund von Corona erwa schwierig, aber meine Krankenkasse gab mir den Tipp bei der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 anzurufen, dort hat man Ärzte und Therapeuten, die verfügbar sind, wurde mir am Telefon gesagt.
Ich find was toll, dass du dich uns öffnest und deine Gedanken äußerst, du bist damit nicht allein, nicht anders oder verkorkst. Du hast nir viel durchgemacht und deine Seele muss das alles erst einmal sortieren. Und da musst du nicht allein durch.ä!
Lily
Beiträge: 36
Registriert: 31:08:2020 15:48

Re: Hallo ich möchte mich gerne vorstellen

Beitrag von Lily »

Hallo Regenbogen 🌈 Blume

allein das ist schon ein schönes Bild...
Wenn es regnet kommt die Sonne und
es folgt ein farbenfroher Regenbogen...

Es gibt immer Zeiten in denen man zweifelt
und dennoch wird es, je älter Dein Kind wird,
auch so viel Gutes geben.

Auch ich bin alleinerziehend...habe zwar
Kontakte zu Freunden und einen Partner,
wohne aber mit meiner Tochter alleine und
bin oft für mich und verlasse mich meist auch
nur auf mich.

Du hast für Dich die Entscheidung getroffen Dein
Kind zu bekommen, das zeigt Stärke...
Du wirst das schaffen. Ich denke schon, dass die
Dinge im Leben nicht ohne Grund passieren.
Natürlich hat man auch Angst um sein Kind,
weil Du es liebst..

Vielleicht gibt es in Deiner Nähe eine Babygruppe,
wo man andere Mütter trifft. Ich habe damals
eine Gruppe netter Mütter getroffen, wir haben
uns lange Zeit auch außerhalb der Gruppe immer
wieder gesehen.

Ich hoffe Du kommst wirtschaftlich zurecht und
bekommst wenigstens Unterhalt oder der Vater
kümmert sich etwas?

Du wirst irgendwann merken, dass Du Dich richtig
entschieden hast...

Liebe Grüße,
Lily
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