Leide ich an einer PPD?

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Hope84
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Leide ich an einer PPD?

Beitrag von Hope84 »

Hallo.
Bin 37 Jahre alt und am 27.08 ist meine erste Tochter zur Welt gekommen. Habe in der SS bereits Mirtazapin in 3 mg eingenommen. Bin derzeit am Ausschleichen. Ursprünglich nahm ich es in 15 mg Dosierung wegen einer leichten Depression im Mai 2019. Ich zweifle an meiner Diagnose, da alles mit einer Hormontherapie begann.
Nun geht es mir ähnlich wie damals. Kann nicht Essen, bin unruhig und die Kleine fordert mich, dass ich kaum was schaffe. Ich bin auch dermaßen erschöpft, freudlos und antriebslos, dass ich nix mache außer die kleine zu versorgen.
Die ersten Tage im Krankenhaus waren gut. Ich war stabil, so wie die meiste Zeit in der SS trotz langsamen ausschleichen des AD.
Als ich am Tag 6 nach Hause durfte wurde es schlagartig schlechter.
Ich habe Angst meine Psychiaterin anturufen, die würde mir sehr wahrscheinlich raten das Mirtazapin aufzudosieren, das möchte ich nicht wegen dem Stillen und auch weil ich schon seit 1 Jahr langsam ausschleiche weil ich Entzugssymptome entwickle. Zudem habe ich Angst dass beu einer Hochdisierung eine Erstverschlimmerung kommt ( hatte das bei Ersteinnahme und auch NW) von daher bin ich sehr vorsichtig.
Vermutlich kann mir niemand sagennob ich eine PPD habe oder ob ich mir noch Zeit im Wochenbett geben muss. Ich hatte eine lange Geburt mit Kaiserschnitt.

Danke fürs Lesen und euren Antworten.

Lg Hope84
Mirtazapin am ausschleichen. Dezeit 3 mg

Einnahme wegen leichter Depression nach Hormonbehandlung. Beginn Mai 2019 mit 15 mg

37 Jahre alt
Geburt der 1. Tochter 27.08.21
Irene
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Re: Leide ich an einer PPD?

Beitrag von Irene »

hallo hope84,

tut mir leid, dass es dir momentan nicht gut geht. Ich würde dir empfehlen deine Therapeutin zu kontaktieren. Es gibt auch Alternativen zum Mirtazapin die stillverträglich sind. Hier im Forum sind viele Frauen, die trotz Meidkamenteneinnahme stillen. Es ist wichtig, dass es dir gut geht damit du für deine kleine und für dich selber sorgen kannst!! Alles Gute!
agietirte Depression, Anpassungsstorung, PPD

50mg Sertralin 15 mg Mirtazapin
Löwenmutter
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Re: Leide ich an einer PPD?

Beitrag von Löwenmutter »

Hey,
schön dass du dich hier vorstellst. Ich selber habe eine sehr nette Psychiaterin. Sie ist auf Wochenbettdepression spezialisiert und hält Mirtazapin in der Stillzeit für vertretbar. Es gut aber ja auch noch andere definitiv stillverträgliche Medikamente. Ich habe 2 Kinder mit escitalopram lange und erfolgreich ohne Probleme gestillt. Beim einsortieren habe ich sogar einen Tag lang Tavor genommen und weiter gestillt. Mein Baby hat davon nichts mitbekommen. Vielleicht kann dich das etwas beruhigen.
1. Kind 2013 gesund und glücklich
2. Kind 2015 gesund und glücklich
3. Kind 2018 PPD ( MuKi- Klinik verhaltenstherapie escitalopram)
4. Kind 2020 Mini-PPD überstanden
Hope84
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Re: Leide ich an einer PPD?

Beitrag von Hope84 »

Hallo
Danke, inzwischen konnte ich mich erholen und es geht mir auch besser. Ich würde sagen, ich war wieder die "Alte". Ich habe einige Gespräche mit Hebamme geführt, die haben mich beruhigt.
Ich werde das Mirtazapin weiter nehmen in der reduzierten Menge von 3 mg ( schleiche es laaaangsam aus, derzeit aber Reduzierungsstop wegen Geburt), da es auch "stillverträglich" sein soll.
Heute jedoch ist meine Stimmung etwas gedrückt, vermutlich weil ich mir zu sehr Sorgen mache um die Entwicklung der Kleinen (sie spukt viel und hat Blähungen. Mache mir Sorgen um eine Refluxerkrankung)...Sorge triggert mich einfach.
Muss ich mir Sorgen machen, dass ich evt später noch eine PPD entwickle oder habe ich die kritische Zeit der möglichen Erkrankung bereits überwunden?
Danke fürs lesen.
Lg Hope
Mirtazapin am ausschleichen. Dezeit 3 mg

Einnahme wegen leichter Depression nach Hormonbehandlung. Beginn Mai 2019 mit 15 mg

37 Jahre alt
Geburt der 1. Tochter 27.08.21
katl0607
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Re: Leide ich an einer PPD?

Beitrag von katl0607 »

Hi hope!

Gratuliere noch zur Geburt deiner Tochter!

Auch ich habe eine Tochter vor 7 Jahren entbunden. Auch sie hat nach jeder Mahlzeit gespuckt. Echt oft etwas lästig gewesen. Aber natürlich haben wir auch nach Ursachen gesucht und waren beim kinderarzt.
Schlussendlich war es dann so, dass diese spuckerei tatsächlich nach ca 3 Monaten von alleine weg ging.
Lass dir sagen, dass dies normal ist und es sehr vielen neugeborenen so geht. Der mageneingang schließt bei den kleinen noch nicht richtig. Das gibt sich!

Dass du dein Medikament weiter nimmst ist super!
Die gängigen Medikamentne für Depressionen sind still und schwangerschaftsverträglich! Dazu gibt es unzählige Studien und Erfahrungswerte.
Spreche aus eigener Erfahrung. Habe ebenfalls im der SS Antidepressiva genommen. Meine kleine ist ein gesundes und aufgewecktes Kind.

Ob du später noch eine PPD entwickeln kannst?!

Leider ja....

Darum appelliere ich an dich dein Medikament unbedingt durchzunehmen. Und in Absprache mit deinem Arzt auch mal erhöhst (bei bedarf).
Hab keine Angst davor.
Wir müssen froh sein, dass wir diese Medikamente haben.
Stell dir vor es gäbe sie nicht...!
Ich wäre dann heute mit großer Sicherheit nicht mehr da:-(

Diese Medikamente sind bis heute meine Rettung.

Und für meine Tochter ist es ebenso ein Segen, eine stabile Mama zu haben!
Deine Maus spürt es wenn es dir schlecht geht. Kinder übernehmen die Verhaltensmuster ihrer Eltern.
Auch wenn man meint den kleinen kann man was vormachen...
Geht nicht!
Sie spüren es genau. Egal ob positiv oder negativ.

Also schau auf dich und somit schaust du auch auf deine kleine Maus.

Bleib dran und entspannt!

Liebe Grüße
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
sertralin 100 mg
Promethazin Trpf bei Bedarf
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