Meine Geschichte

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Nezrin
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Meine Geschichte

Beitrag von Nezrin » 27:07:2019 10:03

Hallo,

ich habe ja schon öfters mal geschrieben aber noch nicht wirklich meine ganze geschichte erzählt. Bei mir fing alles 2016 an ich war schwanger. Am anfang verlief alles ganz normal. Plötzlich gegen ende der Schwangerschaft hatte ich ein komisches gefühl ich war einfach verzweifelt und traurig und hatte das Gefühl das ich mein Kind nicht mehr haben möchte. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Es fing dann von heut auf morgen mit heftigen Panikattacken in der nacht. Ich habe die nächte durchgehend gezittert und konnte kein Auge zu machen. Da mir während den Attacken übel wurde und ich dann angst hatte erbrechen zu müssen fing es damit an das ich abends vermieden hatte zu essen. Es ging dann den rest der schwangerschaft so. Nivht mal beruhigungstropfen haben geholfen. Habe so lange gezittert bis ich irgendwann am morgen für ein paar minuten eingeschlafen bin und dann mit nem schrecken wieder aufwachte. Es war die Hölle. Als ich dann entbunden habe ging es im krankenhaus. Zu hause angekommen fing der Horror an. Ich hatte angst wenn das baby geweint hat. Ich konnte mich nicht darum kümmern. Ich hatte einfach angst vor meinem kind. Stillen ging gar nicht. Da hab ich mich einweisen lassen in ein Krankenhaus. Ich war dann 1 woche in der akutklinik und dann in der Tages Klinik mit Kind. Habe Mirtazapin eingenommen 15 mg. Irgendwann bin ich einfach nicht mehr hingegangen weil der weg dahin zu lang war und ich die kraft nicht mehr hatte. Die medikament habe ich c.a 1 Jahr lang genommem und dann selbstständig abgetzt. Hatte nie proffesionelle hilfe wegen dem Medikament geschweige denn einen Therapheuten. Ich weiss nicht wie ich es geschafft habe aber irgendwann gings. Aber die Bindung zu meinem Sohn war irgendwie immer so das ich keine Geduld mit ihm hatte und keinen Antrieb. Ich musste mich teilweise zu allem zwingen. Es ging eine zeitlang. Ich habe immer so viel im Internet gelesen selbsthilfekurse gekauft versucht mit meine Gedanken klar zu kommen. Ich dachte immer ich werde es alleine schaffen. Aber irgendwann wurde es immer schlimmer die angst war dann immer mal weniger mal mehr. Ab und zu panikattacken. Und ich weiss bis heute nicht warum ich mir nie hilfe geholt habe. Wie ich denken konnte das ich es alleine schaffe. Irgendwann wollten wir dann wieder ein Kind. Ich hatte angst davor aber dachte mir so schlimm wie damals wird es bestimmt nicht. Ich weiss ja jetzt mit den panikattacken umzugehen. Ich wurde dann schwanger. 1 woche ging alles gut. Dann kam wieder nachts eine so heftige panikattacke. Es fingen wieder die sorgen an den ganzen Tag angst vor den nächtlichen panikattacken unf ob ich schlafen kann. Habe mich dann die ganze nacht übergeben vor angst. So fing das dann wieder an mit der angst zu essen. Aber diesmal war es nicht nur das vermeiden nachts zu essen sondern allgemein die angst nicht essen zu können. Diese angst vor diesen Gedanken das die mich nicht mehr loslassen. Und das ich dann tatsächlich nicht mehr essen konnte hat mich dann am meisten fertig gemacht. Der Teufelskreis war dann da. Die Jahre in denen in versuchte Gedanken auszuhalten die verschiedensten Techniken der sagt mach diese schritte dann bist du deine Gedanken für immer los oder Affirmationen positives Denken. Alles habe ich durch und hatte nie erfolg. Das hat mich mit der Zeit natürlich immer.mehr runtergezogen. Und mich überzeugt das ich nie wieder gesund werde. Und nach dem ich sxhwanger wurde wurden die Gedankenkreise immer schlimmer. Ich steckte einfach in meinem Kopf fest. Habe es immer für kurze momente geschafft raus zu kommen aber dann ging es wieder los. Das hat mich einfach so geprägt. Ich habe gesehen was für eine macht gedanken haben können und dass sie solche gefühle auslösen können. Die erfahrung gemacht zu haben das es nie besser wurde hat dazu geführt das.ivh immer schlimmere gedanken hatte die mich bis jetzt fesseln. Ich werde nie glücklich auch wenn du glüvklich bist ich werde.immer dazwischen funken dir dein glück sabotieren. Dein leben ist sinnlos an nix kannst du spass haben und und und. Und das quält. Jetzt bin ich in der 39 ssw. Ich fühle mich so hoffnungslos hilflos. Ich kann mich nicht mal um mein Kind kümmern was da ist wie soll es mit 2 Kindern werden. Ich bin einfach verzweifelt hoffnungslos sehe meine Zukunft so schwarz. Ich hasse es gerade am Leben zu sein. Und es kann jeden Moment los gehen. Das war.jetzt viel aber ich musste einmal alles los werden und warum ich an keine heilung mehr glaube ich habe einfach die Kontrolle über mich verloren :(

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Kikke
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Kikke » 27:07:2019 12:29

Hallo meine Liebe,

Bitte hol dir Hilfe! Hast du eine Hebamme? Oder rufe deine Hausarzt oder Gynäkologen an. Hast du deinen Partner von deinen Gedanken erzählt?
Du kannst da raus kommen, aber ich denke, du musst auf jeden Fall professionelle Hilfe zulassen .
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Anteilen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Nezrin
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Nezrin » 27:07:2019 12:35

Ja er weiss das es mir gar nicht gut geht....

Nezrin
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Nezrin » 27:07:2019 13:31

Ich hab keine Kraft mehr oder motivation irgendwas zu machen oder zu versuchen. Es hat doch eh alles keinen sinn mehr

Julia
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Julia » 27:07:2019 14:09

Liebe Nezrin,

hol dir Hilfe!!!!! Bitte!!!
Und wenn es gar nicht anders geht wähl die 112, hier muss dich jemand ernst nehmen! Dir wird jemand helfen, ganz bestimmt, lass es zu! Dir und deinen Kindern und deinem Mann zuliebe!

Ich wünsche dir die Kraft dir helfen zu lassen und wenn du es selbst nicht kannst sag es deinem Mann oder einer vertrauenswürdigen Person in deinem Umfeld! Die holen dir Hilfe!

Halte durch!!!
1. Kind 2015: Geburtstrauma nach sekundärer sectio
2. Kind 2018: VBAC
Diagnose PPD 07/2018 seitdem Escitalopram 15mg
03/2019 Reduktion von Escitalopram 10mg
05/2019 wieder bei 15mg Escitalopram
07/2019 Opipram 50mg abends
10/2019 stationärer Aufenthalt 7 Wochen > Escitalopram 10mg

Jari
Beiträge: 2
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Jari » 03:09:2019 23:26

Liebe Nezrin,

wie geht es Dir mittlerweile?
Wie war die Geburt und die erste Zeit mit Deinen zwei Kindern?

Mir ging es ähnlich wie Dir in der Schwangerschaft. Habe Ende Juli mein 3.Kind bekommen, war nach Nummer 1 und Nummer 2 krank, depressiv, massive Ängste, Schlafstörungen, Panik, etc. So auch gleich zu Beginn mit der letzten SS.

Mir hat Quetiapin gut geholfen (und tut es noch). Nur abends eine geringe Dosis. Ging gut in SS und auch mit Stillen verträglich. Hilft beim Einschlafen und nimmt der Angst diese miese Bedrohlichkeit.

Und therapeutisch solltest du unbedingt Hilfe bekommen. Hast Du eine Nachsorgehebamme?

Alles Gute!

Viele Grüße, Jari

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