Geburt: Oxytocinspritze

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Denkerin
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Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Denkerin » 09:06:2020 15:48

Hallo Ladys,

ich habe eine Frage zu einem Thema, dass mir bei meinen Geburtsvorbereitungen nun begegnet ist. Und zwar habe ich gelesen und auch von Freundinnen erzählt bekommen, dass man manchmal (wenn man stark blutet oder die Plazente nicht so richtig nachkommen will) Oxytocin gespritzt bekommt direkt nach dem Gebären. Ist ja jetzt grundsätzlich ne tolle Erfindung, das O., aber erstens möchte ich eine möglichst "natürliche" Geburt und zweitens kamen mir direkt Bedenken, ob dieser Eingriff in meinen recht labilen Neurotransmitterhaushalt (mit sicherlich hohem Risiko eine PPD zu bekommen) förderlich sein kann oder eher vielleicht auch hinderlich...?!
Was da jmd. was drüber oder kann von eignene Erfahrungen berichten?

Vielen Dank :)
Chronisch rezidivierende Depression und Angst- und Panikstörung,
derzeit Schwangerschaftsdepression
ET: Mitte Nov. 2020 1. Kind
50 mg Sertralin

Tina-Fr
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Tina-Fr » 09:06:2020 21:28

Liebe Denkerin

Ich kann dir berichten.
Bei der 1. Geburt hatte ich kein Oxytocin nötig, bei der 2. wegen starker Nachblutungen schon.
Ich konnte gar nix an Wirkung auf meine Psyche feststellen.
Bei der 2. Geburt bin ich glücklicherweise von der PPD verschont geblieben (zumindest bis jetzt).
Ich wünsche dir alles Gute und vor allem: Zuversicht und frohen Mut,dass alles vielleicht besser werden wird,als du denkst!
3/2017 Geburt unserer Tochter :-)
Danach massive Schlafstörungen und Entwicklung einer Angststörung
7-10 /2017 stationärer Aufenthalt mit meiner Tochter
8 /2017 Beginn Sertralin 100mg. 3/2018 Umstellung auf Venlafaxin 112,5 mg.
2/2019 Venlafaxin angesetzt wg. 2. Kinderwunsch
7/2019 Beginn Sertralin 75mg
04/2020 Geburt unserer 2. Tochter :-)

Denkerin
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Denkerin » 12:06:2020 21:18

Hallöchen Tina,

ich danke dir für deine Antwort und das berichten deiner eigenen Erfahrung.
Wer weiß, vielelicht wird es tatsächlich besser als gedacht... Ich zerdenke vieles. Möchte halt aber auch kein Risiko eingehen bzw. manches bewusst provozieren. Ich werde mal meine Hebamme dazu befragen.

Ich werde berichten nach der Geburt (im Nov.).

Liebe Grüße :)
Chronisch rezidivierende Depression und Angst- und Panikstörung,
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Hallo123
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Hallo123 » 14:06:2020 13:39

Hallo,

ich habe bei der 1. Geburt währenddessen Oxytocin gespritzt bekommen um die Wehen anzutreiben und ich habe eine enge Bindung und keine PPD bekommen.

Beim 2. Kind habe ich gar nichts bekommen und die PPD ist ausgebrochen.

Dass du dir Gedanken machst, ist absolut verständlich. Man will sich soweit es geht ja vorbereiten.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
1. Kind: keine PPD, glücklich
2. Kind: PPD seit Geburt

Medikamente:
Schilddrüsenmedikament
Escitalopram 15 mg
Progesteroncreme

Denkerin
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Denkerin » 18:06:2020 11:55

Hallo Hallo123,

danke für deinen Beitrag.

Liebe Grüße
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Krümmelchensmama
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Krümmelchensmama » 30:07:2020 14:19

Hallo
Ich bekam beim ersten Kind kein Oxytocin. Und erkrankte an einer Ppd.
Beim zweiten musste ich Oxytocin bekommen um die Plazenta zu lösen. Bis jetzt (10 Tage nach Geburt) bin ich symptomfrei....
Also auch kann keinen negativen Einfluss feststellen.
Jänner 2016 Geburt meiner Tochter
Immer öfter Angst..
Juni 2016 erste Panikattaken
Ab September 2016 Citalopram 20mg bis Juli 2018
Therapie ab Oktober 2016
Seit 2019 wieder SCHWANGER ET 21.07.2020

Mel
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Re: Geburt: Oxytocinspritze

Beitrag von Mel » 02:08:2020 9:32

Liebe Denkerin,
Ich habe einen Oxytozin- Tropf bekommen (wenn ich mich richtig erinnere), da ich einen Wochenfluss-Stau hatte. Sie hat nichts gebracht, also hatte ich nach ein paar Tagen einen kleinen Eingriff. Ich habe eine PPD bekommen, aber bei mir gab es etliche Faktoren:
Schwangerschaftskomplikationen (Präeklampsie, Plazentainsuffizienz)
Kaiserschnitt
Frühgeburt
Familiäre Vorbelastung
Zunächst keine Möglichkeit zu stillen

Also, ich kann wirklich nicht sagen, dass das Oxytozin ein Auslöser war.
Lieben Gruß
Mel
PPD seit Juli 2017, seitdem Mirtazapin 15mg
(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
Seit Sept. 2019 Setralin
mittlerweile 200mg und 15mg Mirtazapin.
Opipramol ausgeschlichen

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