Dauertief

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Celeste
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Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo Zusammen,
ich zweifel so langsam an den Symptomen meiner PPD.

Bis kurz vor Weihnachten, war die Tendenz steigend. Ich hatte zwar schlechte Tage, aber konnte definitiv besser damit umgehen.

Das letzte schlimme Tief hatte ich im August. 6 Tage lang ging es mir richtig schlecht. Aber dann war es wieder ok.
Nun geht es mir seit kurz vor Weihnachten wieder richtig richtig schlecht. Ich zweifel so langsam auch an diesen seltsamen Symptomen.

Mein Tief fängt immer mit einem schlimmen Angstzustand an. Meistens abends beim Einschlafen:
Kurz vorm einnicken schrecke ich auf, das Blut schiesst mir eiskalt durch die Adern, mir wird schlecht, ich zitter und habe Angst. Dieser Zustand geht ca. 5 Minuten. Anschließend falle ich in eine schwere Depression. Die Depression fühlt sich an wie eine schwere Grippe. Körperlich und als hätte man einen seelischen Schlaganfall. Man ist wie gelähmt, es geht einem schlecht, Hoffnungslosigkeit... Verzweiflung. Alles nur schwarz.
Ist das bei jemandem von euch auch so?

Nun geht das schon fast wieder 4 Wochen so. Ist das ein Tief? Oder eine neue Depression?

Verzweifelte Grüße
Celeste
1. Kind ( 2008 ) ohne PPD
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3. Kind ( 2019 ) schwere PPD mit Angsterkrankung

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Marika
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Re: Dauertief

Beitrag von Marika »

Liebe Celeste,

ich drück dich mal aus der Ferne! Es ist ganz zäh so ein langes Tief aushalten zu müssen... ich kenne das natürlich auch noch von mir. Mein letztes Tief war damals 2,5 Jahre nach Ausbruch der PPD. Ich war total platt, konnte ich begreifen warum nach so langer Zeit (es war davor ein halbes Jahr sehr gut) ein so heftiges Tief kam. Damals bin ich fast verzweifelt, ich kann mich noch sehr gut erinnern, weil ich so erschüttert war. Und: es hat tatsächlich mehrere Wochen angedauert.

Ich möchte dir damit zeigen, dass es sehr wohl normal sein kann, dass nach längerer Zeit ein schweres und langes Tief kommen kann. Vermeintlich aus "dem Nichts". Und ich bin auch der Meinung, dass es sich eben um ein Tief handelt und keine neue Episode.

Vergiss auch nicht: wir sind im Lockdown, Corona hat uns fest im Griff und du hast Kinder daheim! Weißt du was du da stemmen musst? Das kann nicht spurlos an uns vorüber gehen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass auch dieses Tief bald vorüber geht!
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Fight4you
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Liebe Celeste,

Die Worte könnten von mir kommen - habe die gleichen Symptome, nur fängt es bei mir morgens an und hält fast den ganzen Tag an - auch bei mir gehts schon seit der Woche vor Weihnachten so schlecht und ich glaube auch, dass der Lockdown viel damit zu tun hat. Ich merke selber dass mir das ganze Thema mächtig an die Substanz geht und ich so eine Hoffnungslosigkeit und Schwermut für die nächsten Monate verspüre. Es hat sich innerhalb kürzester Zeit so viel verändert, selbst Menschen ohne Depressionen geht es im Moment nicht gut mental.
Ich bin mir sehr sicher, dass ich schneller wieder stabil werden würde, wenn Corona nicht wäre..

Und ob es bei dir die PPD oder eine neue Depression ist - spielt das denn eine Rolle? So oder so wird sie wieder vorbeigehen, du schaffst das! Wir werden auch wieder bessere Zeiten erleben, es braucht nur immer so ätzend viel Geduld... fühl dich gedrückt!
Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Danke für eure Nachrichten.

Ich zweifle ja wirklich an mir. Mir kommt es vor, als wäre ich die einzige, die diesen Seelenschmerz als Symptom hat. Das schlimme daran ist, dass es kaum auszuhalten ist. Es hilft kein ablenken. Einfach diese schlimme schwere Depression.

Früher dachte ich, dass man einfach traurig und niedergeschlagen ist wenn man Depressionen hat. Aber dieser unerträgliche Schmerz ist soooooooo heftig.
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Marika
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Re: Dauertief

Beitrag von Marika »

Liebe Celeste,

dieser Seelenschmerz ist typisch für die Depression bzw. auch für ein Tief. Gerade dieses Symptom - weil es so stark ist und scheinbar ohne erkennbaren Grund - macht es für Außenstehende so schwer oder fast nicht nachvollziehbar wie es uns geht.

Du weißt von mir dass mein Hauptsymptom die ZG gegen mein Kind waren. Diese Schmerzen die ich hatte, wenn ich Bilder im Kopf hatte wie ich meinem Kind Schlimmes antat, sind unbeschreiblich. Manchmal habe ich vor Verzweiflung und Schmerz in mein Kissen gebrüllt, war nur noch am Weinen und am Boden zerstört. Körperlich habe ich dann immer Schmerzen in der Magengegend gespürt, oft auch starke Übelkeit. Meine Glieder waren Bleischwer, Schwindel auch. Alles in allem war ich dann körperlich und seelisch ein absolutes Wrack. Wenn ich das so schreibe, kann ich diese körperlichen Symptome sogar noch spüren - unfassbar oder? Oft war ich überzeugt, dass ich sterben würde, weil mein Körper und meine Seele diese Schmerzen nicht mehr aushalten kann.

Du bist damit nicht allein, im Gegenteil. Eine richtig schwere Depression oder ein starkes Tief fühlen sich genau so an und ich überzeugt, dass alle Frauen das hier so oder ähnlich beschreiben würden. Und ja - man kann sich dann im Moment zu nichts aufraffen. Und trotzdem weiß ich, dass du dich zu extrem viel aufraffst - du schmeißt den Alltag mit 3!!! Kindern - trotz Tief. Das ist nicht Mega, das ist Hyper Mega und wirkt auch gegen das Tief. Auch wenn es keine wirkliche "Ablenkung" im Sinne von "ich entfliehe kurz den Symptomen" ist, es ist aber trotzdem die richtige Strategie wenn du im Tief steckst. Es fühlt sich zwar nicht als "Erleichterung" an, trotzdem macht du DEIN DING WEITER und gibst dem Tief nicht die ganze Zeit Raum. Und das ist gut.

Liebe Celeste, wie geht es dir heute?
Liebe Grüße von
Marika

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Mel
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Re: Dauertief

Beitrag von Mel »

Ich kann Marikas Worte absolut unterschreiben. Ich kenne diesen furchtbaren Seelenschmerz auch- er ist kaum auszuhalten.
Liebe Celeste, du hast schon einige Tiefs überstanden und du wirst auch dieses Tief überstehen und danach wird es dir besser gehen, vielleicht sogar besser als vorher. Halt dich daran fest!
Mel
PPD seit Juli 2017, seitdem Mirtazapin 15mg
(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
Seit Sept. 2019 Sertralin,
mittlerweile 200mg und 15mg Mirtazapin.
Opipramol ausgeschlichen
Fight4you
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Ich muss Marikas Worte auch nochmal ganz klar unterstreichen!! Du machst das super!! Ich bin mit einem pflegeleichten Kind schon an meinen Grenzen und du hast 3 und boxt dich trotzdem durch, du bist stärker als du glaubst, sind wir alle eigentlich!
Und ja, dieser Seelenschmerz ist unerträglich und man ist fest davon überzeugt, dass man als einzige so fühlt und es ist so furchtbar, dass man eigentlich Dinge hat, die einem Kraft geben sollten, also dass man Familie hat, gesunde Kinder - trotzdem fühlt sich alles so schrecklich an und man ist hoffnungslos und verzweifelt und kann nicht verstehen, dass man sein Leben nicht einfach genießen kann, das tut verdammt weh.
Es ist aber tatsächlich die Depression, das müssen wir uns immer wieder sagen. Es ist ein Symptom, das bist nicht du! Das hilft mir zB nicht komplett zusammenzubrechen.
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Achso, und Depressionen sind ja so viel mehr als nur schlechte Laune. Wie oft würd ich mir wünschen einfach „nur“ schlecht drauf zu sein und müde. Man kann jemandem, der noch nie Depressionen hatte auch nicht wirklich klarmachen wie das ist. Das wissen nur die,
Die es schonmal durchgemacht haben...daher finde ich dieses Forum auch wirklich hilfreich, das Umfeld kann einen unterstützen, wirklich VERSTEHEN kann es das aber eher nicht, ich merke dass es mir guttut, zu wissen, dass es wirklich noch andere Frauen gibt, die das fühlen was ich fühle - und die auch jeden einzelnen Tag kämpfen und die es schaffen und irgendwann aus dem Loch raus sind.
Wir schaffen das auch, ich weiß nicht wann - aber es wird wieder gut!
Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo Zusammen,

HERZLICH DANKE für all eure Nachrichten.

seit 2 Tagen geht es mir wieder etwas besser. Aber so richtig ist das Tief noch nicht vorbei.

Mich überkommt momentan die Angst, dass dies alles chronisch werden könnte.

Ist hier eine Betroffene dabei, bei der die PPD in die chronische Depression übergegangen ist?

Hat jemand trotz psychischer Vorerkrankungen die PPD besiegt?
Ich hatte ja vor der Erkrankung schon eine Angsterkrankung, die sich aber auf Menschenmassen beschränkt hat. Mich überkam manchmal einfach die Angst, wenn viele Menschen um mich herum waren. Verliess ich die Menschenmasse, war die Angst wieder weg.

Wäre schön, wenn Betroffene, die vorher schon mit Angst/Depressionen zu tun hatten, sich zu Wort melden würden.

Mein Kopf sucht sich immer andere ,Angstquellen‘ aus, habe ich das Gefühl. Mal die Psychose und jetzt die chronische Depression.

Vielen Dank schonmal ❤️
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Marika
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Re: Dauertief

Beitrag von Marika »

Hallo Celeste,

freut mich, dass es ein bisschen besser geht!

Ich war ja schon in meiner Kindheit mit ZG konfrontiert und später dann nochmal als junge Erwachsene. Auch Ängste sind mir immer schon bekannt, nur war das ganz noch knapp so, dass ich damit leben konnte bzw. ich gar nicht ahnte, dass ich eine psychische Auffälligkeit und genetische Vorbelastung habe.

Und ich bin heute gesund! :D Mit kleiner AD Dosis - aber einfach gesund! :D
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Dauertief

Beitrag von Löwenmutter »

Liebe Celeste,

die chronische Depression ist ja eine völlig andere Krankheit und hat einen ganz anderen Verlauf. Solche Tiefs kommen da ja nicht vor. Meine Psychiaterin hat mir erklärt, dass die chronische Form sehr sehr monoton ist. Es ist keine tiefe Depression sondern eine leichte unveränderte. Das passt ja gar nicht zu dir.

Es wird jetzt von Tag zu Tag besser werden. In den nächsten Tagen soll ja auch die Sonne raus kommen. Vielleicht tut das nach dem ganzen grauen Wetter auch gut.
1. Kind 2013 gesund und glücklich
2. Kind 2015 gesund und glücklich
3. Kind 2018 PPD ( MuKi- Klinik verhaltenstherapie escitalopram)
4. Kind 2020 Mini-PPD überstanden
Fight4you
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Liebe Celeste,

Auch ich hab bei jeder Episode gedacht, dass es chronisch wird und auch jetzt grad kann ich mir nicht vorstellen, dass ich wieder „gesund“ werde.
So wird es aber sein. Wann? Das weiß ich nicht. Aber es ist noch immer wieder gut geworden, bei einem meiner schlimmsten Tiefs vor 4 Jahren, dachte ich, ich müsste Frührente beantragen und auf Dauer in betreutes Wohnen, weil ich gar nicht mehr klarkam. Nach 5 Monaten war ich wieder arbeiten und hab mich auf meine Hochzeit gefreut und das Leben geliebt. (5 Monate sind für eine PPD scheinbar nicht lang, für eine „normale“ depressive Episode, wie ich sie sonst kannte schon)
Ich vermisse mein normales Ich auch sehr und weiß momentan auch nicht mehr wo es ist - es wird aber wiederkommen, man weiß halt nur nie wann...
Mat1977
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Re: Dauertief

Beitrag von Mat1977 »

Hallo Celeste, ich überlege mir schon länger, dir zu antworten, denn mir tust du echt so sehr Leid, dass es schon so lange dauert. Aber so richtig traute ich mich nicht, mich so weit über das Fenster zu lehnen :wink:

Meine Erfahrung nach und so sagt meine Ärztin, sollst du mit einer Dosis/einem Medikament nach so langer Zeit nicht solche Tiefs erleben, außer natürlich bei extremen Umständen, wo auch ein gesunder Mensch ausrutschen würde (Tod, Jobverlust...). Hast du es dir mal schon überlegt, das Medikament zu wechseln? Oder was sagt dein Arzt dazu?

Nimmst du das Agnucaston noch? Meine Ärztin hat mal gesagt, dass sich eine ihrer Patientinnen mit dem Mönchpfeffer das ganz Blutspiegel vom AD zerschossen hat. Weiß ich nicht... kannst du da vielleicht einen Zusammenhang erkennen?

Ich weiß nicht, sind nur so meine Beobeachtungen... du leidest ja schon so richtig lange und sehr. Ich drucke dich!
03.16 - 2. Geburt - Panikattacken, Schlaflosigkeit - 150mg Sertralin
06.18 - ausgeschlichen
11.18 Rückfall 150 mg Sertralin,TP
12.19 ausgeschlichen
02.20 Absturz nach Jobverlust,30mg Mirtazapin
06. bis 09.20 Escitalopram 25 mg, 7,5 Mirta - nicht genug Besserung
10.20 Escitalopram, Mirta ausgeschlichen, 100 mg Sertralin, 25mg Quetiapin
Mat1977
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Re: Dauertief

Beitrag von Mat1977 »

Ach ja und genau das, wie du es beschreibst, habe ich auch erlebt, aber nur in der akuten Phase, dafür hatte ich Quetiapin am Anfang genommen, damit ich ein und durchschlafen konnte, ohne in dieser Panik aufzuwachen. Wenn das Sertralin richtig greifte, konnte ich das Quetiapin komplett weglassen.

Ein seelicher Schlaganfall... das ist die beste Beschreibung meines Zustandes in einem Tief.
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06.18 - ausgeschlichen
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12.19 ausgeschlichen
02.20 Absturz nach Jobverlust,30mg Mirtazapin
06. bis 09.20 Escitalopram 25 mg, 7,5 Mirta - nicht genug Besserung
10.20 Escitalopram, Mirta ausgeschlichen, 100 mg Sertralin, 25mg Quetiapin
Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo Mat,

vielen lieben Dank für deine Nachricht.

Ich schenke den Ärzten keinen Glauben mehr. Denn ich war schon bei so einigen und jeder hat das Gegenteilige gesagt als der andere.

Meine Gynäkologin und meine Psychiaterin haben beide das Mönchspfeffer abgesegnet. Soviel kann ich dazu sagen. Ich sehe da auch keinen Zusammenhang. Denn die Misere war auch ohne Mönchspfeffer gleich.
Durch Agnuscaston haben sich die Tiefs sogar gebessert. Vorher hatte ich auf den Tag genau, 7 Tage vor Regelblutung, einen sehr schlimmen Angstzustand und anschließend eine schwere Depression. So war der Ablauf IMMER. Durch das Mönchspfeffer hat sich das gebessert und die Tiefs wurden seltener und nicht mehr so schlimm. Außer im August ( 6 Tage aber nur ) und eben dieses lange Tief seit kurz vor Weihnachten.

Mein Zyklus hat sich seit der Geburt nie erholt. Ich habe meine Tage immer 4-5 Tage dann 1-2 Tage nichts und dann nochmal 1 Woche. Meine Gynäkologin sagte, das sind die Medikamente. Meine Psychiaterin aber sagt, dass kann so krass nicht von den Medis kommen.
Wie du siehst, kann man sich auch hier die Antwort die einem passt, raussuchen.

Ich sage, dass gewaltig was durcheinander geraten ist mit den Hormonen und die Medis damit nichts zu tun haben.

Zum Medi-Wechsel stehe ich so: Selbst mit Tavor, selbst mit Olanzapin, Promethazin und Höchstdosis Citalopram hatte ich diese ,,seelischen Schlaganfälle“. Hier hat Agnuscaston ganze Arbeit geleistet finde ich. Ich weiß ganz genau, dass ein Medi-Wechsel nichts bringen würde.

Beim Citalopram merke ich die Wirkung insofern, dass ich mehr Antrieb habe. Und das hilft mir schon sehr. Ich hätte viel zu große Angst, dass durch ein Medi-Wechsel auch das verloren wäre.

Ich versuche übrigens seit Wochen einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Eben weil ich das mit der Zyklusstörung nochmal ansprechen wollte. Es ist bei allen Psychiatern hier in der Gegend Aufnahmestop. Keine Chance auf ein Gespräch. Ich schätze, dass ist die Coronasituation.

Ganz viele Grüße
Celeste
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