Dauertief

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo Marika,

die Hormone wurden von einer Gynäkologin UND einer Heilpraktikerin gemessen.
Auch da gegenteilige Aussagen.

Ich habe nun schon mehrere andere Psychiater kontaktiert. Alle haben ein Aufnahmestop.
1. Kind ( 2008 ) ohne PPD
2. Kind ( 2011 ) ohne PPD
3. Kind ( 2019 ) schwere PPD mit Angsterkrankung

Momentan Citalopram 40mg, bei Bedarf Promethazin, Agnuscaston

März 20: Olanzapin abgesetzt
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Marika
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Re: Dauertief

Beitrag von Marika »

Ein Desaster... trotzdem drann bleiben...
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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Marika
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Re: Dauertief

Beitrag von Marika »

Liebe Celeste,

du gehst mir heute einfach nicht aus dem Kopf... :D

Komme gerade von meinem Sport und dabei habe ich deinen "Fall" gewälzt ... Das ist die Zeit in dem ich am kreativsten bin... :wink:

Also: meine Cousine hat SD Probleme und schon lange auch Zyklusschwankungen - aber keine PPD. Ich habe sie kontaktiert und sie hat mir geschrieben.
Sie hat von ihrem Hausarzt eine Überweisung zu einem Endokrinologen bekommen und der hat sich dann mit dem Problem befasst. Da wird die SD viel genauer untersucht wie bei einem normalen Blutbild. Sie ist bei ihm in Behandlung und es geht ihr besser.

Ich weiß jetzt nicht wie das in D mit der Überweisung ist, da Österreich ja ein anderes System hat. Aber diese Möglichkeit ist mir eingefallen.

Dann noch habe ich mir vorgestellt, was würde ICH noch jetzt tun, wenn ich Celeste wäre. Ich würde beim jetzigen Psychiater anrufen und einen Notfalltermin verlangen oder evlt. wegen Corona am Telefon ein Gespräch abhalten. Ich würde fragen, was für ein AD noch in Frage käme und einen Wechsel einfach mal nur BESPRECHEN und durchgehen - ohne gleich auch wirklich einen Wechsel zu vollziehen. Einfach mal nochmal ganz klar über diese Möglichkeit reden. Auch wenn ihr das evlt. schon mal gemacht habt.

Liebe Celeste, ich hoffe ich bin nicht lästig - ich will dich auf gar keinen Fall zu was drängen oder überreden. Aber helfen eine Lösung in die richtige Richtung zu erarbeiten. Es MUSS eine Lösung geben für dich, davon bin ich überzeugt. Ich gebe mich jetzt einfach nicht zufrieden mit deiner Lage! :wink:
Liebe Grüße von
Marika

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Inga
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Re: Dauertief

Beitrag von Inga »

Ich schalte mich dann auch nochmal ein...

Zum ersten Punkt mit der Akutphase, ich denke da kann man keine allgemeinen Aussagen zu treffen.

Meine Erfahrung ist allerdings, das es in ganz vielen Fällen deutlich länger dauert.
Meine PPD liegt schon über acht Jahre zurück und das komplette erste Jahr fühlte sich bei mir wie eine Akutphase an.
Ich habe drei Medikamentenwechsel durch machen müssen. Ich habe Neuroleptika ausprobiert und und und...

Ja...und es hat sage und schreibe fast drei Jahre gedauert bis ich mich wieder "gesund" gefühlt habe!

Also die Verläufe sind einfach soooo individuell!!!!!

Celest auch wird wieder gesund...es braucht Zeit...leider:(
Aber dein Verlauf ist kein ungewöhnlicher Verlauf.

Dennoch könnte ich mir vorstellen, das ein Mediwechsel vielleicht mal überdacht werden könnte.

Aber die Wunderpille gibt es leider noch nicht und ein Medikament bügelt auch nicht alles glatt.

Bleibe dran...es lohnt sich!!!!

Alles Liebe
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10/2012 erstes Kind
schwere PPD mit massiven ZG
09/2017 zweites Kind
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Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Liebe liebe Inga!

Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht.
Welche Medikamente hast du genommen?
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Inga
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Re: Dauertief

Beitrag von Inga »

Also ich Liste einfach mal alles auf...
Zuerst habe ich
60mgFluoxetin und Risperidon(NL) bekommen...keine Besserung
Dann 375mg Venlafaxin und Zeldox (NL) Qtc Zeit Veränderng
30mg Escitalopram und 300mg Quetiapin....
Endlich wurde es etwas besser nach 1, 5 Jahren.
Nach 2Jahren habe ich das Quetiapin ausgeschlichen, wg Gewichtszunahme.
Ich habe nach zwei Jahren wieder angefangen zu arbeiten, aber ich erinnere mich, das es mir da auch noch nicht super ging.
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Inga
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Re: Dauertief

Beitrag von Inga »

Ich habe damals viele Frauen kennengelernt, in einer SHG und auch durch die Mutter Kind Klinik, bei allen Frauen hat die PPD lange gedauert...2-3Jahre etwa.
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo nochmal Inga,

danke für deine Nachricht.

Darf ich noch fragen, welche Symptome du hattest?
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Inga
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Re: Dauertief

Beitrag von Inga »

Ja...klar!
Mich hatte es wirklich schwer getroffen....

Ich war traurig, hoffnungslos, hab ganz viel gegrübelt,
hatte Panikattacken, Zwangsgedanken, keinen Antrieb, konnte nicht mehr alleine sein....
Eigentlich alle Symptome die man bei einer Depression so haben kann...ja, es war wirklich fürchterlich:(

Die Zwangsgedanken waren das Symptom, das mich noch am längsten begleitet hat.

Ich war insgesamt 20 Wochen in einer Mutter-Kind Klinik mit meiner Tochter zusammen.

Das ganze liegt nun schon acht Jahre zurück und ich weiß noch ganz genau, dass der dritte Geburtstag meiner Tochter der erste Geburtstag war den ich genießen konnte.
In diesen drei Jahren dachte ich, dass ich chronisch krank wäre und es nie wieder gut werden würde.

Es wurde aber alles so gut und schön, das wir 2017 noch eine Tochter bekommen haben.
Ich durfte alles nochmal in wunderschön erleben, es hat so viele Wunden geheilt!
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Re: Dauertief

Beitrag von Inga »

Leider habe ich diesen Sommer wieder mein Medikament umstellen müssen, da ich wieder ein verlängerte Qtc Zeit hatte...echt blöd, das ich da meine Schwachstelle habe.

Ich wurde von 20mg Escitalopram auf 200mg Sertralin umgestellt...

Ich möchte dir einfach ganz viel Mut machen, das es wieder gut wird und du bist auch nicht allein.
Ich kenne einige Frauen die lange kämpfen mussten und ich bin eine davon.

Kämpfe weiter...es wird wieder gut!!!!
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Fight4you
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Liebe Celeste,

Meine Psychiaterin wollte mich eigentlich auf Milnacipran umstellen, das ist auch ein SNRI hat aber wohl weniger Nw Als zB Venlafaxin. Leider hatte ich zwischen den Feiertagen eine andere Ärztin die mich dann auf Venla umgestellt hat. Wusste nicht, dass meine eigentliche Ärztin Milnacipran bevorzugt..
Hast du schon Erfahrung mit dem Medikament?

Fühl dich mal fest gedrückt, ich fühle mit dir!
Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Hallo Fight,

damals ( glaube das war vor ca. 1 Jahr ), wollte mich meine Psychiaterin auch auf Venlafaxin umstellen. Doch das war die Zeit, als das Venlafaxin in ganz Deutschland nicht mehr lieferbar war.
Sie erzählte mir, dass ein Kollege von ihr die neuen Patienten auf Milnacipran einstellt. Aber das würde nicht so gut wirken wie Venlafaxin. Tja, da kann man sich auch wieder aussuchen was einem besser passt.

Wie fühlst du dich mit dem Venlafaxin?
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Fight4you
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Re: Dauertief

Beitrag von Fight4you »

Ach, da sieht man wieder wie die Meinungen auseinander gehen 😁 Mich würde mal interessieren wie das Milnacipran bei einer PPD anschlägt, also ob es auch positiven Einfluss auf Ängste Hat, das ist ja bei vielen so das Hauptsymptom.
Ich wurde von Escitalopram 20mg vor 3,5 Wochen umgestellt, bisher gehts mir nicht gut, die letzte Woche war eine Katastrophe mit vielen Panikattacken und dem
Gefühl verrückt zu werden. Seit 2 Tagen ist es etwas erträglicher, aber das wird noch ne ganze Zeit dauern bis man das wirklich beurteilen kann, ich halte dich gern auf dem Laufenden.
Die Lieferschwierigkeiten scheinen im Moment zumindest behoben zu sein 👍🏻 Vielleicht ist es für dich ja auch eine Option? Soll ja bei Angststörungen ganz toll sein (Merk
Ich so früh aber definitiv noch nichts von ;))

Viele Grüße!
Celeste
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Re: Dauertief

Beitrag von Celeste »

Ja, würde mich freuen, wenn du mich auf den laufenden hälst!

Manchmal sage ich mir:,, Gebt mir von mir aus auch Gift, Hauptsache der Mist geht endlich vorbei!“
Ich bin richtig wütend auf diese blöde PPD
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Löwenmutter
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Re: Dauertief

Beitrag von Löwenmutter »

Liebe Celeste,
Ich kenne mich beruflich ein bischhen mit den Hormonen aus. Habe meine Abschlussarbeit an der Uni bei einem Endokrinologen geschrieben. Du sagst, dass du 4-5 Tage deine Tage hast, dann 1-2 Tage nicht und dann eine Woche. Richtig?
Wie ist die Blutung mengenmäßig verteilt? Sind die 4-5 Tage oder die Woche der „ Hauptteil „? Zu welchem Zeitpunkt gibt es Mensschmerzen? Und wie endet die Blutung? Es wäre damit man den Zyklus analysieren kann deine Körpertemperatur zu wissen. Hast du ein genaues Thermometer? Es geht hier darum den Beginn des Zyklus aus zu machen. Du kannst mir auch gerne persönlich schreiben wenn du das hier nicht öffentlich präsentieren magst. Ich bin keine Ärztin aber ich kann dir zumindest ein paar Denkanstöße geben.

Alles wird gut!
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