Depression noch nicht überwunden

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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emliy10
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Re: Depression noch nicht überwunden

Beitrag von emliy10 » 25:10:2017 11:19

Hallo ihr Lieben, wirklich ein ganz großes Dankeschön an euch alle für eure liebevolle Unterstützung. Das tut mir sehr gut.
Mit dem Glückstagebuch habe ich angefangen, damit sieht man das nicht immer alles schrecklich ist. Dankeschön für diesen wertvollen Tipp. In der Therapie habe ich auch gelernt Nein zu sagen, bzw auf mich selbst zu hören damit ich mich nicht überlaste.
Ich will auch so einiges an meinen Leben ändern was mir erst hier ( in der Tagesklinik) aufgefallen ist, was mir einfach nicht gut tut.
Mit kleinen Schritten geht es vorwärts.
1. Kind geboren 06.2015 --> PPD mit Ängsten
7 Wochen Mutter-Kind Klinik
75mg Venlafaxin, 100mg Seroquel
06.2017 0mg Seroquel, 75mg Venlafaxin
Rückfall 09.2017
13 Wochen Tagesklinik
aktuell 150mg Venlafaxin, 50mg Seroquel

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Marika
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Re: Depression noch nicht überwunden

Beitrag von Marika » 06:11:2017 9:09

Hallo du Liebe,

sehr gut, dass du erkennst, was in deinem Leben veränderbar ist, damit es dir besser geht. Sehr oft trägt man jahrelang krankmachende Verhaltensmuster mit sich herum und bemerkt das nicht. Genau dieser Umstand kann sich sehr schädlich auf die Psyche auswirken und das fatale daran ist, dass man es nicht erkennt. Da setzt die Therapie an und daher ist diese auch so unglaublich wichtig neben der richtigen Medikamenten Einstellung. Mach hier unbedingt weiter - das ist der richtige Weg. Er kann dauern und es wird nicht von heute auf Morgen gehen, aber du wirst sehr viel über dich lernen.

Meine Therapie war für mich mind. die halbe Miete, um wieder gesund zu werden!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Astrid
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Re: Depression noch nicht überwunden

Beitrag von Astrid » 06:11:2017 11:54

Hallo Du Liebe,

ich finde Du machst das echt prima. Du bist schon so weit. Ich habe ewig gebraucht um zu verstehen, dass auch außerhalb meiner eigentlichen Depression, Dinge in meinem Leben mich belasten, und mir nicht gut tun. Das habe ich erst nach Jahren verstanden und dann in Angriff genommen. Seitdem ist mein Alltag noch freier und entspannter. Ich freue mich für Dich, dass die Tagesklinik dir so hilft. Wie Marika führe ich auch ein Glückstagebuch. Oft sind es nur winzige Dinge, die so wunderschön sind, und ich bin immer wieder erstaunt, dass ich sie so genießen kann.
Ich drücke dich und hoffe die schönen Momente werden länger... . Es dauert einfach sehr lange. Mir hat Bewegung auch immer sehr geholfen. Meinen Körper wieder zu spüren, und an der frischen Luft zu sein. Und sei gut zu Dir, du hast es verdient... .

Liebe Graureiherin,

danke für die lieben Worte. auch ich hatte eine Weile Abstand vom Forum genommen. Es gibt eine Zeit, in der man wieder ohne einen Gedanken an die Krankheit leben möchte, einfach nur wieder "normal" sein. Ich hatte dann auch noch zu Kämpfen mit den Schuldgefühen gegenüber meinem Kind. Ich habe zeitgleich aber versucht Betroffene in meiner Region zu finden. In 2015 habe ich dann, durch die Unterstützung offizieller Stellen, eine SHG mit aufgebaut. Die Resonanz ist schleppend. Aber jede Frau, der ich helfen kann rechfertigt diese Gruppe.... Ich weiss wie gut es tut, zu wissen, dass man nicht alleine mit der Krankheit ist.

Ganz liebe Grüße Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis
seit Juni 2018 7,5mg Mirtazapin, wegen Schlafstörungen

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