Mutter Kind Einrichtung Leipzig

Infos, Tipps und Erfahrungen mit Mutter-Kind Einrichtungen

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Sidephex

Mutter Kind Einrichtung Leipzig

Beitrag von Sidephex » 05:09:2016 11:46

Hallo zusammen,

hat jemand von euch in Leipzig Erfahrungen bzgl. Mutter Kind Einrichtungen?

Grund meiner Frage ist, dass sich meine Partnerin derzeit in einer solchen Einheit befindet, derzeit jedoch ohne Kind und ich mich gerade maßlos aufregen könnte. Aus diesem Grund möchte ich den Namen der Einrichtung auch vorerst nicht nennen.

Jedenfalls ist es derzeit so, dass meine Partnerin bei weitem nicht stabil ist, was bedeutet, dass sie immer wieder mit Gedanken zu kämpfen hat, welche ihr lauter unschöne Dinge in den Kopf impfen. Auch heute morgen hatte sie wieder eine solche Phase. Hierzu gehört mitunter auch, dass sie das Kind am liebsten weg geben möchte.

Nichts desto trotz, soll unser Sohn wieder zu ihr ins KH um die Bindung aufrecht zu erhalten. Ich verstehe diesen Gedanken einerseits, andererseits ist es aber so, dass wir bereits mehrere Versuche hatten und es immer schief gegangen ist und es sich zumeist eher ins negativere entwickelt hat.

Daher hoffe ich, dass ihr vielleicht eure Meinung zu äußern könnt und ggf. mitteilen könnt, welche Einrichtungen aus eurer Sicht eher weniger ratsam sind und welche ggf. auf Grund von guten Erfahrungen empfehlenswert sind.

Ich danke euch.

LG
Sidephex

Sanna
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Re: Mutter Kind Einrichtung Leipzig

Beitrag von Sanna » 06:09:2016 10:07

Hallo!

Ich kann dir zu konkreten Einrichtungen leider nichts sagen, aber zur Therapie der Mutter-Kind-Bindung schon. Auch ich habe mein Kind abgelehnt. Ich habe mir sogar gewünscht, er möge doch bitte am plötzlichen Kindstod sterben. Dann kamen Gedanken mich selbst und mein Kind umzubringen.

Ich wurde zunächst alleine stationär behandelt, ohne Erfolg. Erst als ich auf eine Mutter-Kind-Station kam wurde es besser. Ich MUSSTE dort mit meinem Kind sein. Eine Bindung zwischen Mutter und Kind kann nur therapiert werden, wenn beide zusammen sind. Anders wird es nicht funktionieren. Bei mir war es so, dass ich zunächst drei Tage alleine stationär dort war, dann hat mein Mann unseren Sohn gebracht. Plötzlich war ich verantwortlich. Obwohl es mir so schlecht ging und ich diese Gedanken hatte. Ich hatte immer Unterstützung von Seiten des Pflegepersonals, wenn es erforderlich war. Direkt am ersten Tag sagte eine Krankenschwester zu mir, ich solle doch mit dem Kleinen mal eine Runde im Park drehen. Ich dachte, die macht Witze. Ich alleine mit meinem Kind??? Trotzdem bin ich losgezogen. Mit klopfendem Herzen und Schweißausbrüchen. Aber es hat geklappt. Von da an ging es jeden Tag bergauf. Schritt für Schritt. Die Mutter-Kind-Therapie hat uns sehr gut getan.

Woran scheitern denn die Versuche Mutter und Kind zusammen zu bringen? Wie genau läuft das ab? Vielleicht kann ich dann mehr dazu sagen.

LG, Sanna
schwere PPD 2012, heute komplett symptomfrei

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