So unfassbar verzweifelt

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sapsap

So unfassbar verzweifelt

Beitrag von sapsap » 23:03:2018 15:47

Hi ihr Lieben.

Nachdem ich mich gestern schon vorgestellt hatte und liebe Worte von euch bekam, bin ich nach wie vor so verzweifelt.
Diese Gedanken machen mich so fertig. Diese Handlungsimpulse. Heute hatte ich ein Aufnahmevorgespräch in einer Klinik in die ich mit Oskar kann. Das ist allerdings eine, in die ich überhaupt nicht will. Sowieso auch erst in Wochen. Alles sträubt sich in mir. Ich würde so gern ins EV Alsterdorf in Hamburg. Da liegt der Schwerpunkt auch auf psych.Erkrankungen bei Frauen, auch rund um die Geburt. Der Oberarzt am Telefon war so freundlich. Allerdings kann Oskar eigtl nur aufgenommen werden, wenn auch er was hat. Sogar nur hauptsächlich er. Seine KiÄ hat mir schon attestiert, dass er ein Schreibaby sei und nach der Geburt Anpassungsstörungen gehabt hätte. Ja er schläft schlecht, ist sehr fordernd, das war aber immer ok für mich.
Und es ist toll dass er gesund ist, aber ich hatte so gehofft... Lt der Sekretärin kann ich es trd. versuchen. Oder halt allein. Aber ich kann ihn nirgends wochenlang lassen. Und will es nicht.
Was soll ich nur machen. Andere Kliniken haben wochenlange Wartezeiten. Ich habe doch solche Angst dass ihm was geschieht. Solche Angst vor mir. Ich muss so heulen.

Liebe Grüsse
Katharina

Krissy0001

Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von Krissy0001 » 23:03:2018 16:25

Wie sieht es denn bei dir mit Medikamenten momentan aus? Nimmst du etwas ein?

sapsap

Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von sapsap » 23:03:2018 16:26

Jawoll, Tavor 0,5 b.B. und Escitalopram 15 seit knapp 4 Wochen. Noch wirkt gar nichts..

Krissy0001

Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von Krissy0001 » 23:03:2018 16:33

Ich nehme Citalopram 20 mg seit ca 3 Wochen. Es hat eine minimale Wirkung. Ich denke es dauert noch ein wenig. Und was ist wenn du deine Medikation bisschen erhöhst mit dem Einverständnis deines Arztes?
Bekommst du den Tag denn noch gut gemeistert?

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Marika
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Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von Marika » 24:03:2018 11:55

Hallo,

ich hatte die selbe Hölle im Kopf, habe das alles aber ohne Klinik sehr gut hinbekommen. Voraussetzung war, dass ich Anfangs mind. 1 x die Woche in meine Therapie gehen konnte, jeden Tag fast immer jemand bei mir war und ich Medikamenös gut eingestellt wurde. Ich nahm damals 20 mg Cipralex (=Escitalopram) und auch Tavor (Anfangs sogar 3x 0,5 mg täglich).

Wie sieht es bei dir aus? Wie oft siehst du deinen Therapeuten? Nimmst du täglich Tavor? Was sagt dein behandelnder Arzt zu einer AD Erhöhung? Das alles könntest du angehen, auch wenn du evlt. später doch noch in eine Klinik gehen möchtest. Aber hier könntest du sehr schnell schon Schritte setzen, damit es dir besser geht.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

sapsap

Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von sapsap » 24:03:2018 14:25

Meinen Therapeuten sehe ich in der Theorie auch 1x wtl. Dadurch, dass ich aber nicht allein sein kann zZt und ständig irgendwo bin, aber nicht daheim, eher seltener. Schwiegereltern wohben 1,5h weit weg, mein Vater eine Stunde. Manchmal setze ich mich in den Zug, mit Minizwerg aber organisatorisch nicht immer möglich. Kommenden Dienstag sehe ich ihn, nun bin ich ja zuhause... Und stundenweise auch allein mit Kind. Ich schiebe jetzt schon völlige Panik.
Tavor nehme ich nur nach Bedarf, dh wenn es völlig unerträglich wird. Jetzt am WE ist auch mein Mann daheim. Dann geht es mir immer viel besser. Ich habe zwar diese Gedanken, aber abgeschwächte Impulse und weniger Angst. Bei anderen Leuten ist das komischerweise nicht so...

Krissy0001

Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von Krissy0001 » 24:03:2018 14:58

Wenn mein Mann zuhause ist , geht es mir gleich.

Dachte schon das sei unnormal?

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Marika
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Re: So unfassbar verzweifelt

Beitrag von Marika » 25:03:2018 10:51

ja, das ging mir auch so. Wenn mein Mann da war, ging es mir am besten.

Ich würde dir raten, dich mit deinem Arzt kurz zu schließen und mit ihm über die Medikation sprechen. Es dauert zwar gerade bei Escitalpram oft bis zu 12 Wochen, bis eine max. Wirkung erziehlt wird. Es kann auch sein, dass 15 mg einfach zu wenig sind. Daher würde ich da unbedingt das Gespräch suchen.

Wichtig wäre auf jeden Fall die regelmässige Therapie. Was macht ihr da so? Ist es eine Verhaltenstherapie, geht ihr speziell auf die ZG ein, bekommst du Hausaufgaben bzw. Übungen, wie du mit dem Zwang umgehen musst?
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
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heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

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