Reduktion Medikation zur Nacht

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Lavama
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Reduktion Medikation zur Nacht

Beitrag von Lavama »

Hallo in die Runde,

wann habt ihr angefangen, eure Medikation zum Schlafen zu reduzieren. Mein Hauptproblem war Schlafstörungen und die Angst nicht schlafen zu können, die nach der Geburt meines Sohnes aufgetreten ist. Er ist jetzt 6 Monate. Ich nehme 10mg Escitalopram seit fast 7 Wochen, davor 7 Wochen Citalopram 20mg. Und zusätzlich seit etwa 4 Monaten Mirtazapin (zwischendurch was anderes) in verschiedenen Dosen. Die letzten Wochen hab ich 7,5mg genommen und konnte damit ganz gut schlafen. Die Gedanken an das Schlafen wurden immer weniger (nicht ganz weg, aber hatte eigentlich keine Angst mehr davor) und abends war ich vor der Einnahme von Mirtazapin auch richtig müde. Deswegen hab ich es vor 2 Tagen auf 3,75mg reduziert.... und plötzlich sind meine Gedanken um das Schlafen wieder andauernd da und gestern Abend hatte ich auch etwas Panik, schlafen ging zum Glück, nur sehr unruhig. Meine Psychaterin lässt mir da Handlungsfreiraum. Wahrscheinlich war es doch einfach zu früh, obwohl das Escitalopram ja eher das wirkende Medikament sein sollte.
12/2021 Geburt meines Sohnes
Paar Tage vor der Geburt Schlafstörungen, dann phasenweise nur 2-3 Stunden pro Nacht, bis es nicht mehr besser wurde
Seit 02/2021 Mirtazapin 7,5 - 15mg (zwischendurch Tranzodon (Horror))
Seit 04/2021 20mg Citalopram, dann auf 10mg Escitalopram umgestiegen
alibo79
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Re: Reduktion Medikation zur Nacht

Beitrag von alibo79 »

Moin lavama, wie waren denn die letzten Nächte? Wieder etwas besser?
Also was du so beschrieben hast können es leichte absetzsymptome sein , denn das Gehirn muss sich erst wieder neu sortieren und mit der geringen dosierung zurecht kommen . Das war bei mir auch so wenn ich mirtazapin reduziert habe, das hat so 4 bis 8 wochen gedauert. Da heißt es dann durchhalten. Bzw vielleicht sich mit zb pflanzlichen Sachen unterstützen.
Vielleicht bist du bzw dein Gehirn aber auch noch nicht soweit zu reduzieren. Man möchte natürlich gerne schnell wieder runter von den Medikamenten, manchmal ist es aber besser sie noch eine längere Zeit zu nehmen., damit das Gehirn sich wieder richtig gut erholt und festigt und dann wird das reduzieren auch deutlich leichter, war bei mir jedenfalls so. Das Gehirn ist dann einfach nicht mehr so empfindlich was Veränderungen angeht.
Du hast ja das mirtazapin noch nicht lange genommen. Wieso möchtest du reduzieren?

Liebe Grüße
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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Marika
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Re: Reduktion Medikation zur Nacht

Beitrag von Marika »

Hallo...

Ich hatte die selbe Kombi. Ich habe Mirtazapin nach 5 Wochen angefangen zu reduzieren. Allerdings muss ich sagen, dass meine Schlafstörungen eher leicht waren. Dazu habe ich extrem zugenommen durch das Mirta. Mein Arzt hat dann zusammen mit mir entschieden, Mirtazapin auszuschleichen und gleichzeitig mit Escitalopram hochzugehen, was sehr gut funktioniert hat. Aber wie gesagt, meine Schlafstörungen waren leicht.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Lavama
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Re: Reduktion Medikation zur Nacht

Beitrag von Lavama »

Hallo,
danke für eure Rückmeldung.
Es ging dann plötzlich wieder besser, bin dann aber auch wieder auf 5,6mg hoch mit der Wasserlösemethode.

Wahrscheinlich stimmt es, dass ich nicht so schnell reduzieren sollte. Hab auch das Gefühl, dass mein Körper bei so Veränderungen doch empfindlich ist. Meine Psychaterin meinte halt, ich kann mit dem Mirtazapin rumspielen, mal mehr mal weniger mal gar nicht nehmen.

Ich lagere durch das Mirtazapin etwas Wasser ein, sodass ich nachts immer auf Toilette muss und bei heißen Tagen dann auch mal 2x. Und ich hab einfach noch das Gefühl, die Angst vor der Schlafstörung geht erst weg, wenn ich weiß, dass ich auch ohne/mit sehr wenig Mirtazapin schlafen kann. Aber ich sollte wohl etwas geduldig sein. Bleibe jetzt auf jeden Fall noch mindestens zwei Wochen bei 5,6mg und gehe dann vll auf 3,75 runter.
12/2021 Geburt meines Sohnes
Paar Tage vor der Geburt Schlafstörungen, dann phasenweise nur 2-3 Stunden pro Nacht, bis es nicht mehr besser wurde
Seit 02/2021 Mirtazapin 7,5 - 15mg (zwischendurch Tranzodon (Horror))
Seit 04/2021 20mg Citalopram, dann auf 10mg Escitalopram umgestiegen
alibo79
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Re: Reduktion Medikation zur Nacht

Beitrag von alibo79 »

Moin moin, genau nimm dir die Zeit, ich habe mirtazapin in der PPD für 1,5 Jahre in höchster dosierung genommen und konnte es trotzdem reduzieren mit der Zeit, die Wasser Lösung habe ich auch gemacht, das hat sehr gut funktioniert
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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