Angstzustände

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Inga
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Angstzustände

Beitrag von Inga » 13:05:2016 11:52

Hallo ihr Lieben!

In dieser Woche hatte ich wieder vermehrt Angstzustände. Vorgestern war es wirklich stark und ich habe schon gedacht, ich muss mich wieder selber einweisen. Jetzt geht es wieder los und ich muss in die Klinik...wirklich totale Panik.

Ich kann mir das irgendwie nicht richtig erklären, außer eventuell das ich vor ca. 12 Wochen mein AD reduziert habe. Ich bin ja eine von dennen die 30mg Escitalopram nimmt.

Ich habe vor 12 Wochen auf 25mg reduziert und irgendwie wurde es schleichend schlechter bei mir. Können denn 5mg soviel ausmachen?

Seit gestern nehme ich jetzt wieder 30mg und gestern und heute ist es soweit erstmal wieder besser. Ich habe das mit meinem Arzt abgeklärt und er hat mir das ok gegeben wieder auf 30mg zu gehen.

Was meint ihr denn? Kann es denn sein, das ich evtl. diese 30mg brauche um richtig stabil zu bleiben oder war es evtl. einfach zu früh mit dem reduzieren.

Ach mensch...irgendwie frustriert mich das gerade.
Wie sind eure Erfahrungen mit dem reduzieren?

Liebe Grüße
Diagnose:
10/2012 erstes Kind
schwere PPD mit massiven ZG
09/2017 zweites Kind
gesund und glücklich

Steph

Re: Angstzustände

Beitrag von Steph » 13:05:2016 19:25

Liebe Inga,
ich kann mir durchaus vorstellen, dass die 5mg einen Unterschied machen. Als ich vor Jahren mal Trevilor ausgeschlichen habe, habe ich das in extrem kleinen Dosen im Promillebereich gemacht (jeden Tag eins von über 100 Kügelchen mehr weglassen) und ich habe trotzdem immer wieder gespürt, dass es zu schnell ist. Ich bin dann immer wieder zur letzten Dosis zurückgekehrt, bei der es ok war und bin da etwa 1 Woche geblieben.
Am allerersten Tag wollte ich damals gleich mit 5 Kügelchen anfangen und hatte prompt am nächsten Tag Absetzerscheinungen.
Escitalopram gibt es auch in Tropfenform. Wenn Du es irgendwann nochmal probieren willst, dann würde ich das ganz langsam machen und nur alle 2 Wochen oder so ein mg weniger nehmen.
Mein amerikanischer Psychiater sagte zu mir zum Thema Ausschleichen: "Long and steady wins the race".
Alles Liebe,
Steffi

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Marika
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Re: Angstzustände

Beitrag von Marika » 15:05:2016 10:37

Hallo,

ja - 5 mg können enorm viel ausmachen, denn so eine kleine Dosis ist das gar nicht, sie erscheint nur "klein" weil man die Tabletten nicht anders teilen kann. In Tropfenform könntest du wirklich langsamer reduzieren, was möglicherweise gut klappen würde.

Ich nehme ja auch seit Jahren Escitalopram. Im oberen Bereich von 30 mg auf 25 mg kam ich eigentlich gut klar, ein bisschen habe ich es aber schon gemerkt. Da ist jeder anders und du scheinst stärker zu reagieren. Was für mich wichtig war damals: sobald ich gemerkt habe, dass mein Körper die Reduzierung "geschluckt" hat was meist ein paar Wochen gedauert hat, bin ich sogar 3-5 Monate bei dieser Dosis geblieben und habe erst dann den nächsten Schritt in Angriff genommen. Ich hatte ja davor mal von 30 mg auf 10 mg innerhalb eines Monats reduziert - das ist schwer ins Auge gegangen. Mein Arzt hatte mich noch gewarnt, aber ich dachte ich weiß es besser. :roll: Ich musste dann zurück auf 25 mg und warten bis ich wieder stabil war. Dann ging ich es langsam an, wie oben beschrieben - so kam ich dann erfolgreich auf 10 mg und reichen mir heute aus, um völlig Beschwerdefrei zu sein. Das nur am Rande, für später... :wink:
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Inga
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Re: Angstzustände

Beitrag von Inga » 15:05:2016 12:25

Danke ihr Lieben für eure Antworten.
Ich habe es so schleichend gemerkt, das ich mehr und mehr symptomatisch geworden bin und diese Woche hatte ich dann ein paar mal starke Angstzustände....da hab ich mir dann gesagt, ich muss wieder hoch.
Dennoch bin ich etwas frustriert, das es nicht geklappt hat. Ich nehme jetzt schon drei Jahre 30mg und das ist so wahnsinnig viel.

Kann man denn 30mg als Dauermedikation nehmen?
Diagnose:
10/2012 erstes Kind
schwere PPD mit massiven ZG
09/2017 zweites Kind
gesund und glücklich

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