Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Erfahrungen mit Medikamenten, Fragen, Infos, Tipps, ...

Moderator: Moderatoren

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 26:05:2019 21:55

Hallo,
mir geht es sehr,sehr schlecht.
Vor 3 Monaten bin ich Mama einer wunderschönen kleinen Tochter geworden „ich liebe sie wirklich über alles“
Angefangen hat es bei mir mit dem Gedanken das ich meiner kleinen Tochter geschadet habe durch ein Röntgen.
Eines nachts konnte ich nicht schlafen ,weil ich ständig bildlich vor mir gesehen habe ,wie ich mir die Pulsadern aufschneide.
Ich bekam Panik ,die nächste Nacht wollte ich schon meinen Mann und meine Tochter mit umbringen.
Ich bekam noch mehr Panik und jede Minute war für mich unerträglich ,ich hatte das Gefühl innerlich zu platzen und wusste nicht wohin mit mir und jedes Messer hat danach gerufen es zu benutzen.
Das kam mir alles völlig fremd vor,ich wollte mir noch nie das Leben nehmen.
Ich rief eine Psychiaterin an ,die mich seit einer Woche betreut und sie verschrieb mir sofort Sertralin und starke Beruhigungsmittel.
Aber nach dem ich Angst bekommen habe,meiner Familie wirklich was an zu tun habe ich mich einweisen lassen.
Ich möchte lieber sterben im Moment als leben,ich habe das Gefühl ich werde völlig verrückt und das es keine Hoffnung mehr für mich gibt.
Ich habe eine verzerrte Wahrnehmung und leichte Halluzinationen ,Angst vor Menschen. Die Welt kommt mir so Irreal vor ,ich weiß nicht ob es von den Tabletten kommt oder von meiner Erkrankung.
Meine Psyche redet mir die schlimmsten Sachen ein,dass ich meine Tochter essen soll etc. und das es normal ist. Es ist der absolute Horror und das ich irgendwen umbringen soll usw. ich sehe es richtig bildlich vor mir.
Ich entwickle mich zum Monster und sehe mich schon in einer Zelle hocken wo ich als austherapiert Lande.
Ich habe die schlimmsten Zwangsgedanken die man sich nur vorstellen kann.
Letztens hat jemand erzählt das es welche gibt die glauben vom anderen Planeten zu kommen und Ufos zu sehen.
Selbst das rede ich mir ein,wenn ich Geräusche nicht zu ordnen kann.
Ich Trau mich noch nicht mal mehr vor die Tür weil ich Panik vor anderen habe ..ich habe Angst meine Tochter nicht aufwachsen zu sehen.Es ist der absolute Horror!!!!

Im Moment bin ich in der Klinik seit 3 Wochen und ich wunder mich das ich noch raus darf. Jedes Mal bekomme ich Panik und denke ,ich werde gleich mit der zwangsjacke aus meinem Zimmer raus geholt. Ich denke selbst die Pfleger wollen mir manchmal was böses.
Ich werde gerade mit 100mg Quetiapin und 30 mg Mirtazapin eingestellt evtl. Soll ab Dienstag SSRI hinzukommen.
Dazu kommt das ich panische Angst vor diesen Tabletten habe...ging es jemanden auch sooo schlecht ?
Ich musste von einen auf den anderen Tag abstillen...gibt es noch Hoffnung für mich ich habe mich aufgegeben.
Ich möchte lieber sterben!
Ich male mir schon aus das ich in der BILD stehe ,mit Frau löscht ihre Familie aus etc. Bitte helft mir!

Da ich im Moment alles negative aufsauge und mir bildlich ausmale schreibt bitte nicht was für zwangsgedanken ihr hattet. Sondern nur ob es jemanden auch sooo schlecht ging ?
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 8:34

Hallo meine Liebe,

Es tut mir sehr Lied,dass es dir so schlecht. Ich habe großen Respekt vor dir, dass du deine Gedanken offen aussprichst und dir Hilfe geholt hast. Das war der richtige Schritt. Jetzt bekommst du Hilfe! Und es wird vorbei gehen.

Ich habe mich nach 6 Wochen nach der Geburt meines Sohnes in eine Psychiatrie einweisen lassen. Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor!

Wenn es sie hilft: meine Diagnose war schwere depressive Episode mit psychotischen Anteilen.
Ich würde ruhig gestellt und habe ein AD bekommen.

Heute lebe ich ohne Medikamente und Therapie zufrieden mit meinem Mann und Sohn zusammen.

Halte durch. Du musst diesen Kampf jetzt leider austragen. Du schaffst das!
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 10:30

Hattest du auch solche zwangsgedanken?
Und hast dich nicht mehr auf die Straße getraut ?

Laut den Ärzten bin ich auch ein absoluter Härte Fall 😭
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 12:02

Ich hatte auch schlimme Gedanken. Ich schreibe dir aber nicht auf welche. Ich habe mir immer neue Sachen gesucht, die mich verrückt gemacht haben. Ich hatte nicht Angst, raus zu gehen, sondern vor dem Alleine sein. Es war so schlimm, dass ich in der ersten Woche in der Klinik mit Tavor ruhig gestellt werden musste. Ich meine, die Dosis war 5 mg.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 12:04

In welcher Klinik bist du denn?
So Sätze: das ist ein Härtefall. Oder der schlimmste Fall im 30 Jahren Berufserfahrung kenne ich auch. Versuche da nicht drauf zu hören. Schlimmer geht immer. Meine Freundin in Oberärztin in einer Psychiatrie.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 12:18

Ich weiß überhaupt nicht mehr was von den Tabletten kommt und was von der Depression.
Ich traue mich nicht mehr alleine raus,es ist einfach grausam.
Ich bin in Langenhagen in einer Klinik ,ich weiß nicht ob sie bekannt ist...
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 12:28

Ja das ist eine furchtbare Zeit! Aber glaube mir, es geht vorbei. Kein Gefühl bleibt für immer.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 12:46

Aber was soll das für ein Leben sein,wenn ich mich nicht mehr auf die Straße traue und mir meine Psyche einreden will das da Ufos sind? Nur weil da jemand von erzählt hat...hattest du Halluzinationen oder eine verzerrte Wahrnehmung?
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 12:50

So wird dein Leben nicht bleiben. Du wirst mit Hilfe lernen, mit deinen Ängsten und Gedanken umzugehen.

Wie gesagt, mir kommen deine Schilderungen sehr bekannt vor. Wenn ich anderen meine Gedanken erzählt habe, habe ich gemerkt, dass da was ziemlich schief läuft. Außenstehende konnten es kaum nachvollziehen. Ich hatte im Grunde die ersten Monate nach der Geburt durchgehend Angst-und Panikzustände. Unerträglich.

Aber ich habe es ertragen und heute kann ich es kaum noch nachvollziehen, was da mit mir los war.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

Nici3011
Beiträge: 18
Registriert: 26:01:2017 22:21

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Nici3011 » 27:05:2019 16:02

Hallo,
es tut mir sehr Leid, dass es Dir so schlecht geht.
Aber glaube mir, auch wenn du es jetzt nicht annehmen kannst, es wird Dir definitiv wieder besser gehen.
Und zum Thema " Härtefall" kann ich nur eins sagen, lass Dich bitte nicht verunsichern.
Ich bin hier sehr oft im Forum und glaube mir, dass ich solch eine Geschichte wie von Dir schon unzählige Male gelesen habe und schau bitte mal auf die " positiv Seite" - auch Dir wird es wieder mit Hilfe von Therapie und Medikamenten gut gehen.
Ich kenne diese Sätze " also sowas hatte ich jetzt noch nie" Aussage von einer Hebamme....Es war schrecklich, die schlimmste Zeit meines Lebens-obwohl absolutes Wunschkind etc.
Und bitte lass Deine Schilddrüse kontrollieren, am besten von einem Fachmann. Die Schilddrüse kann hier übel mitspielen, wenn sie nicht ordentlich eingestellt ist.
Fühl Dich gedrückt und glaube mir Du bist kein Einzelfall-definitiv nicht.
Lg Nicole

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 17:58

Ich bin ja jetzt seit 3 Wochen in der Psychiatrie und ich kann einfach nicht mehr positiv denken.
Alles kommt mir so unwirklich vor die Menschen so verzerrt... ich kann nicht mehr 😓

Ich hab Angst vor dem was noch kommt...meine Psyche spielt mir einen Riesen großen Streich 😭
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Nici3011
Beiträge: 18
Registriert: 26:01:2017 22:21

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Nici3011 » 27:05:2019 18:08

Es ist normal, dass Du in der Depression nicht positiv denken kannst, aber glaube mir, die Medikamente fangen langsam an zu wirken.
Leider dauert es etwas, bis die Wirkung einsetzt und du hast vermutlich auch noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, die aber auch verschwinden.
Das haben Dir bestimmt aber Die Ärzte auch schon gesagt.
Ich weiß es ist verdammt hart, aber glaube mir es geht bergauf.
Lg Nicole

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 18:50

Die Ärzte und Pfleger sind der Meinung die ganzen Symptome die ich habe sind Teil meiner Depression.
Ich weiß wirklich nichts mehr... ich bekomme nur immer mehr Angst 😕
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 287
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von Kikke » 27:05:2019 19:45

Das ist leider so. Die Symptome einer Depression sind schwer zu verstehen.
Du brauchst keinen Angst vor dem zu haben, was da kommt. Du hast jetzt Hilfe. Das Schlimmste hast du schon überstanden!
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

SOfS
Beiträge: 20
Registriert: 24:05:2019 23:57

Re: Hilfe...hab ich noch Hoffnung?

Beitrag von SOfS » 27:05:2019 20:37

Ich kann mich kaum noch konzentrieren und habe Angst vor anderen... das wird doch nie wieder was werden :(
März 2019 Schwere PPD mit ZG und Panikattacken
2 Monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie - Momentan mit 100mg Quetiapin und 40mg Paroxetin stabil.
Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie Reduzierung auf 50 mg Quetiapin.

Antworten