Bericht aus der Tagesklinik

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Stella
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Bericht aus der Tagesklinik

Beitrag von Stella » 04:02:2020 17:13

Hallo,

ich bin jetzt seid einer Woche in der Tagesklinik.. alle Patienten sind nett und auch das Ärzteteam..anfangs war es komisch sich einzugestehen dort hin zugehen, da ich ja dachte nach der letzten Geburt ist hoffentlich das Thema Depression/oder Rückfall gegessen..dem war ja nun nicht so...ich wurde eines besseren belehrt.

die 1. Woche war ziemlich anstrengend..auch waren Kurse teils ohne Therapeuten und man sass alleine herum mit den anderen..Gespräch ist einmal die Woche mit der Psychologin..Arztgespräche auch..ich würde ja 2mal die Woche bevorzugen..am Anfang und vielleicht Ende, damit man den Patienten besser kennenlernt in den 6 Wochen und vielleicht schneller reagieren kann oder noch Tipps hat zur jetzigen Verarbeitung...wahrscheinlich Wunschdenken..am besten gefällt mir das Problemlösetraining und die Psychologenrunde zum Thema Depression..

gut..an der Medikation wurde auch nochmal was geändert, das Quetiapin 250mg ist jetzt weg..mir geht es komischerweise besser so..also das komische Kopfgefühl ist weg, aber die körperliche Schwäche ist teils da..

Am Samstag ging es mir ganz gut ( Sauber gemacht- schon lange nicht mehr gemacht), was im Internet bestellt, und 2 Stunden mir etwas angesehen....plus abends noch mit Familie König der Löwen geschaut....
Sonntag morgens dann nicht ganz so gut, dafür abends wieder besser, ins Restaurant gegangen und Pizza gegessen und gespürt..wie sie schmeckt, abends zusätzlich 0,5mg Tavor genommen ( auf anraten der Ärztin..nehmen und keine Angst haben)
Montag ging es mir dann den ganzen Tag gestern gut!
Heute ist wieder schlechter...Angst die KH bleibt dieses Mal für immer und ich kann nicht mehr arbeiten gehen ..

das wars..liebe Grüße Stella
2009 - 1. PPD , Krankenhaus 3 Monate. 150mg Trevilor, Trimipramin 100mg
2012 -Rückfall ohne Medis 14 Tage Krankenhaus 150mg Trevilor Trimipramin 100mg
2014 - 2. PPD, ambulant zu Hause 262mg Trevilor, 300mg Seroquel ( Quetiapin)
2019 ( Oktober) - Wiedererkrankung ( Rückfall) mit 37,5mg Trevilor- hochdosiert 225mg Trevilor, 250mg Quetiapin zur Zeit

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Kikke
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Re: Bericht aus der Tagesklinik

Beitrag von Kikke » 04:02:2020 22:24

Hey,
Ich finde es super, wie offensiv du es angehst. Das ist der richtige Weg.
Eins hast du ja schon selber kennengelernt: nichts bleibt für immer. Auch wenn an es während der Krankheit nicht glauben und fühlen kann.
Bleib dran.
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Mel
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Re: Bericht aus der Tagesklinik

Beitrag von Mel » 04:02:2020 22:32

Hallo Stella,
du machst das echt gut und tapfer!
Bestimmt war das genau die richtige Entscheidung. Hab noch ein bisschen Geduld mit dir :-)
Mel
PPD seit Juli 2017, seitdem Mirtazapin 15mg
(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
Seit Sept. 2019 Setralin
mittlerweile 200mg und 15mg Mirtazapin.
Opipramol ausgeschlichen

Stella
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Re: Bericht aus der Tagesklinik

Beitrag von Stella » 05:02:2020 8:53

Danke Mädels,

bin dann heute morgen nochmals mit dem Trevilor auf 262mg hochgefahren...mal sehen !! Man will ja gern die Mama und Frau wieder werden, die man mal war...

leider setze ich mich dabei auch immer unter Druck ---was macht ihr dagegen ??

lg Stella
2009 - 1. PPD , Krankenhaus 3 Monate. 150mg Trevilor, Trimipramin 100mg
2012 -Rückfall ohne Medis 14 Tage Krankenhaus 150mg Trevilor Trimipramin 100mg
2014 - 2. PPD, ambulant zu Hause 262mg Trevilor, 300mg Seroquel ( Quetiapin)
2019 ( Oktober) - Wiedererkrankung ( Rückfall) mit 37,5mg Trevilor- hochdosiert 225mg Trevilor, 250mg Quetiapin zur Zeit

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Kikke
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Re: Bericht aus der Tagesklinik

Beitrag von Kikke » 05:02:2020 10:22

Ja der liebe Druck- überhaupt nicht förderlich, aber leider Teil der Krankheit.

Ich habe mir immer den Realitätscheck gemacht:
Gedanke: ich bin eine Belastung, weil mein Mann sich morgens um unseren Sohn kümmern muss, obwohl er arbeitet.
Realität: er ist der Vater. Er wollte auch ein Kind. Gerade hat er total Spaß am Wickeltisch und genießt die Zeit. Selbst wenn es ihm keinen Spaß macht, ist er ihn der Lage, unseren Sohn anzuziehen.
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

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