Analyse

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Mel
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Beiträge: 496
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Analyse

Beitrag von Mel »

Hallo ihr Lieben,
ich stehe vor der Entscheidung meine Therapeutin zu wechseln und eine psychodynamische Therapie zu machen. Einen freien Platz habe ich schon gefunden, aber heute werde ich meiner Therapeutin erzählen, dass ich erwäge zu wechseln.
Auch fahre ich bald in Urlaub und habe wieder mal furchtbare Angst davor. Wovor genau, kann ich gar nicht sagen.... vielleicht Angst vor Kontrollverlust, weil ich mein gewohntes sicheres Umfeld verlasse. Ich nehme mir zusätzlich alle möglichen Beruhigungsmittel mit. Kennt das hier jemand, dass Urlaube und Ausflüge so schwierig sind? Es fühlt sich alles immer noch sehr oft so fremd an, und wenn ich in der „Fremde“ bin, verstärkt sich das Gefühl der Derealisation noch. Am schlimmsten ist die Autofahrt.
Ich überlege alles mögliche momentan. Tagesklinik oder ganz stationär mit meinem Kind, habe schon die Medis hochgesetzt. Wahrscheinlich sind sie aber immer noch zu niedrig, oder ich habe noch nicht das richtige gefunden. Spüre minimale Verbesserung. Meine Ärztin hält stationär bei mir nicht für gut, weil ich mich dann noch mehr mit meiner Krankheit beschäftige. Sie setzt auf Ablenkung, Arbeit. Selbsthilfegruppe, Beratung und Therapie. Alles in Bewegung :-)
Bitte antwortet mir, bin nach wie vor etwas verzweifelt und habe das Horrorszenario, dass ich immer so ängstlich und traurig bleibe, wie ich es seit zwei Jahren immer und immer wieder bin.
Liebe Grüße
Mel
PPD seit Juli 2017, seitdem Mirtazapin 15mg
(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
Seit Sept. 2019 Sertralin,
mittlerweile 200mg und 15mg Mirtazapin.
Opipramol ausgeschlichen
Kikke

Re: Analyse

Beitrag von Kikke »

Hey,

Als erstes: ich habe vor jedem Urlaub (es waren bis jetzt drei) totale Panik. Nach dem zweiten Urlaub musste ich meine Therapeutin um eine Notsituation bitte.
Du bist nicht allein damit. Und du hast es schon ganz gut für dich analysiert.


Wenn dir nach einem Wechsel ist, weil dich deine Therapie nicht weiter bringt, dann tue es! Zwei Jahre ist eine lange Zeit. Vlt muss Mal frischer Wind in die Behandlung kommen.
Alles Liebe
Mel
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Beiträge: 496
Registriert: 25:11:2018 13:07

Re: Analyse

Beitrag von Mel »

Liebe Kikke,
aber du bist schon so viel weiter.
Ich möchte auch mal behaupten können, ich habe das schlimmste überstanden.
Ih danke dir!
Mel
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(Mit Unterbrechung), dann 30mg Mirtazapin und Opipramol 75mg,
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Marika
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Re: Analyse

Beitrag von Marika »

Nachdem ich deine Geschichte kenne, bin ich der Meinung, dass es an deinen Medis liegt... Die Therapieform bisher finde ich gut. Zusätzlich ist ein tiefenpsychologischer Anteil aber oft wertvoll. Ich würde zuerst bei den Medis schauen... Hab dir eh eine PN geschrieben...
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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