Liebe Margarita
Ich hoffe dass es dir schon wieder besser geht. Manchmal muss man sich mal wieder ausheulen, damit die innerliche spannung abgebaut wird. Aber verstehe, dass du denkst kein bock dass es von vorn startet. Ich kenne das Gefühl zu gut. Auch dass du euphorisch warsr und deine Kolleginnen eingeladen hast, könnte auch von mir kommen
Ich denke dennoch, dass du immer stabiler wirst. Dass du gute Tage hattest ist ein sehr gutes zeichen. Dein Nervensystem fängt an sich zu regulieren. Vielleicht solltest du die dosis mit deinem Psychiater nochmal anpassen, damit mehr stabilität eintritt? Aber wie meine vorredner schon sagen, die heilung kommt in wellen ich wünschte es würde auch linear verlaufen
Lg
Hallo meine liebe Zaubermaus. Ja, nach 3 wieder ekligeren Tagen wurde es wieder noch besser. Nach jedem Tief geht es immer mehr bergauf und ich konnte das Treffen mit meinen Kolleginnen doch noch genießen. :) es soll einfach verschwinden, aber das. Braucht wohl noch Zeit. Trotzdem ist es alles kein Vergleich mehr zu vor 4 Monaten... Ich hoffe so sehr, dass wieder alles gut wird. Bald ist es ein halbes Jahr, das ich schon leide... Dass es so lange dauert... Minischritte, aber die Spirale geht nach oben. Drücke dich
Guten Morgen, schön dass das Treffen mit den Kolleginnen gut geklappt hat und dass du es auch genießen konntest. Manchmal ist es im Vorfeld so, dass man dagegen ansieht und später ist es doch ganz nett gewesen.
Ein halbes Jahr klingt lange, aber für psychische Erkrankungen ist es eine völlig normale Zeit. Und gerade im Rückblick sieht man erst woher man kommt und was man schon erreicht hat. Die Tiefs zeigen einem oft Bereiche im Leben wo du vielleicht doch nochmals genauer hinschauen solltest. Wo vielleicht noch mehr Selbstliebe und Selbstfürsorge passieren muss. Sie sind aber definitiv schmerzhaft und total nervig, gehören aber zu der Genesung leider dazu...
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Hallo zusammen, erstmal ein frohes neues Jahr! Ich wollte euch mal fragen, mittlerweile geht es mir ja schon wirklich viel besser und die Stabilität ist viel besser geworden. Ich treffe mich jetzt auch gerne wieder mit Freunden und komme generell im Alltag auch wieder ganz gut zurecht. Nur an manchen Tagen spüre ich einfach, dass die Hirnchemie noch nicht ganz stimmt, das Hirn es also iwie nicht halten kann. Das fühlt sich so unangenehm und psychisch krank an, weil man sich so fremd und nicht wie man selbst fühlt. Ich spüre es jetzt so richtig, dass die Wahrnehmung wackelt und sie ist iwie auch jeden Tag anders. Ganz komisch. Oh meno, ich liebe das Leben, meinen Beruf, meine Kinder...denkt ihr, braucht mein Hirn einfach noch etwas Zeit?
Ich bin also gar nicht tarurig oder innerlich leer oder habe keinen Antrieb oder so. Nur ich spüre, dass die Hirnchemie noch nicht aufrechterhalten werden kann. Manchmal istnes fast gut, manchmal nicht, aber so, dass ich trotzdem Vertrauen in mich hab und zurecht komm. Manchmal hab ich dann auch noch so ein Brennen in den Armen oder am Nacken, aber auch nicht immer. So als säße mir der Schreck noch im Nacken. Heilt das alles wieder aus?
Haaaalllooo,, noch jemand da? Mittlerweile bin ich an dem Stadium angekommen, dass ich mich bis etwa 2 Uhr komisch fühle. Nicht mal antriebslos oder traurig oder schlecht gelaunt, sondern einfach nicht ich selbst vom Hirn. Ich funktioniere von außen ganz normal, aber von innen fühlt es sich nicht verbunden an. Und gegen Nachmittag komm ich dann,, zu mir,, und ich fühle mich fast wie ich. Ist das dieses Morgentief? Bleibt das noch lange? Wie sind da eure Erfahrungen? Es nervt so sehr!!!!!
Hey Margarita- ja noch da!
Was hat denn dein Psychiater dazu gesagt?
Ja, die Erkrankung kann sehr langwierig sein und ich glaube auch immer noch dass gerade nach einer wieder hergestellten Grundstabilität dann das therapeutische Sinn macht. Also zu schauen: was ist hier alles noch so los?
Aber worauf suchst du genau gerade Antwort? Dass es dir bis ca. Zwei nicht gut geht? Da gehe ich wieder zu oben und dem Medikament - vlt braucht es für Stabilität bei dir noch mehr ad? Aber das kann natürlich nur dein Psychiater einschätzen.
Hey, ich habe alibos Beiträge mal gegoogelt und sie schrieb, dass dieses Morgentief bei ihr ziemlich lange angedauert hat bzw hartnäckig war. Da würde mich der Erfahrungswert interessieren. Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende
Ja genau, das Morgentief hat bei mir immer sehr lange gedauert und es kommt auch immer noch mal wieder wenn ich zu sehr über meine Grenzen gehe. Aber ich bin ja leider auch immer sehr schwer krank gewesen und sehr lange in den Depressionen.
Aber es war sehr oft so, dass ich es wirklich merken konnte wenn das Morgentief sich auflöst. Das war bei mir in der Regel zwischen 10 und 11. Da war dann auf einmal das negative, ängstlich destruktiven denken viel besser.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung