Weiß nicht mehr weiter…
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nordstern_27
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Weiß nicht mehr weiter…
Hallo,
ich schreibe hier, weil ich mich sehr alleine mit meiner Situation fühle und hoffe, dass mich vielleicht jemand versteht oder etwas Ähnliches erlebt hat.
Mein Sohn ist heute sechs Monate alt. Er ist ein absolutes Wunschkind. Die Schwangerschaft war perfekt und komplett unbeschwert. Nach der Geburt ging es mir zunächst psychisch sehr gut. Ich habe mich stark gefühlt, intuitiv und tief verbunden mit meinem Sohn. Auch das Stillen war für mich etwas sehr Schönes. Ich habe es sehr gerne gemacht und dabei eine tiefe Verbundenheit gespürt. Es gab eigentlich keine gravierenden Schwierigkeiten – ihm fehlte nach zwei Wochen nur ein kleiner Teil zum Geburtsgewicht, aber insgesamt war alles im normalen Rahmen.
Meine Hebamme hat dann stark auf das Zufüttern und anschließendes Abpumpen gedrängt und dabei Aussagen gemacht, die in mir große Selbstzweifel ausgelöst haben. Ich war völlig überfordert mit der Situation und habe es mit dem Pumpen auch total übertrieben. Ab dem Zeitpunkt ging es langsam los dass ich mich zunehmend erschöpft, verunsichert und hilflos gefühlt habe. Ich begann zu glauben, dass ich vielleicht nicht gut genug bin oder dass ich das nicht schaffe.
Nach kurzer Zeit habe ich in einer Überforderungs- und Übersprungssituation abrupt mit Cabergolin abgestillt, da ich dachte dann hört dieser Stress und Druck endlich auf. Ich habe das Stillen eigentlich sehr geliebt und die Verbindung dabei sehr intensiv gespürt. Rückblickend glaube ich, dass dieses plötzliche, medikamentöse Abstillen meinen Hormonhaushalt stark beeinflusst und mich zusätzlich destabilisiert hat. Ich habe meinen Mann alles organisieren lassen und war extrem überfordert mit der Flaschenfütterung. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen und war zudem auch sehr mit dem ganzen Abstillprozess, mir selbst und den körperlichen Veränderungen beschäftigt.
Das ganze spitzte sich immer weiter zu, ich zog mich immer mehr zurück und in Woche fünf war ich in einem Zustand großer Überforderung und Angst. Ich hatte Gedanken wie: „Ich schaffe das nicht“, „Ich möchte keine Mutter mehr sein“, „Unsere Familie zerbricht“ und das Gefühl von Distanz zu meinem Sohn. Dies habe ich auch meinem Mann gegenüber geäußert. Hinzu kamen Gedanken, die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Im Nachhinein waren es eher Zwangsgedanken als Suizidgedanken - Gedanken, dass ich mit meinem Sohn irgendwo runterspringe, ihn aus dem Fenster werfen könnte, etc. Ich habe dann direkt die Diagnose Wochenbettdepression auch über die Hebamme für mich angenommen, anstatt wirklich differenziert in mich hineinzuhören und zu verstehen, was genau eigentlich mit mir passiert. Im Vordergrund standen bei mir eher Überforderungs- und Angstgefühle als depressive Symptome. Ich habe mich nach der Diagnosestellung zurückgezogen und meinen Mann alles organisieren lassen (Überweisung Psychiater, Psychotherapeut, großes Blutbild) ohne selbst aktiv zu werden und in mich hineinzuhören was ich brauchen könnte. Ich habe alles so hingenommen und über mich ergehen lassen, mich zurückgezogen und im Gästezimmer geschlafen.
Schließlich wurde nachts ein Notruf ausgelöst, nachdem ich geäußert habe, dass wir das alles nicht schaffen und ich nicht mehr leben will und ich wurde in eine psychiatrische Klinik aufgenommen. Ich war dort zehn Tage, getrennt von meinem Baby. Diese Trennung war für mich extrem belastend und hat mich erstmal extrem distanziert, obwohl ich meinen Sohn jeden Tag gesehen habe. Am ersten Tag in der Klinik war ich innerlich noch klar, aber ich habe alles einfach angenommen und bin in diese depressive Rolle hineingegangen, ohne wirklich zu hinterfragen, ob das meinem inneren Erleben entspricht. In der Klinik lief nicht viel außer dass ich Medikamente bekommen habe.
Seit diesem Klinikaufenthalt ist es richtig, richtig schlimm geworden. Der Klinikaufenthalt hat mich eher von mir selbst entfernt. Seit dem Klinikaufenthalt litt ich unter krasser Schlaflosigkeit - das ist mittlerweile etwas besser geworden, jedoch sind gerade die Nächte immer noch die Hölle für mich, weil ich jederzeit denke, dass ich aus einem Albtraum aufwache und alles nicht real ist.
Etwa einen Monat nach dem Klinikaufenthalt war ich in einer Mutter-Kind-Tagesklinik und zusätzlich in einer Säuglingssprechstunde angebunden. Aber ich konnte die Therapien innerlich nicht richtig zulassen, weil ich das Gefühl hatte, von einem ins nächste zu geraten, ohne überhaupt zu verstehen, was ich wirklich brauche. Rückblickend habe ich mich nie wirklich rational gefragt, welche Hilfe für mich passend ist, sondern habe einfach alles angenommen und mitgemacht.
Heute habe ich oft das Gefühl, dass ich aus einer ursprünglichen Überforderung und einem akuten Angstzustand ein immer größeres Problem gemacht habe und jetzt in einem Zustand feststecke, aus dem ich nicht mehr herausfinde. Und gleichzeitig ist mein Sohn jetzt schon sechs Monate alt, und ich habe große Angst, dass ich diese wichtige erste Zeit innerlich nicht wirklich erleben konnte.
Die Schuld über das Geschehene ist ständig da. Ich funktioniere im Alltag, aber nur auf einem Minimum. Alles kostet unglaublich viel Kraft und alleine und ohne meinen Mann wäre ich komplett aufgeschmissen. Selbst normale Entwicklungsschritte wie die kommende Beikost oder die Zukunft allgemein überfordern mich emotional sehr. Für mich selbst erlaube ich mir gar keine Zeit zu nehmen, wenn ich in den Spiegel gucke empfinde ich nur Selbsthass und erkenne mich kaum wieder.
Ich weiß, dass ich meinen Sohn und meinen Mann über alles liebe. Und genau deshalb tut dieser Zustand so weh. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als wieder ich selbst zu sein, wieder echte Nähe und Verbindung zu spüren und meine Familie unbeschwert erleben zu können.
Ich habe große Angst, dass ich aus diesem Zustand nicht mehr herauskomme. Gleichzeitig gibt es einen Teil in mir, der hofft, dass es besser werden kann und ich meine Familie und mein Leben retten kann.
Ich würde mich sehr freuen, von anderen zu hören, die vielleicht etwas Ähnliches erlebt haben oder aus so einem Zustand wieder herausgefunden haben.
Ich habe jetzt auch seit Monaten Gedanken nicht mehr leben zu wollen und glaube alles ist verloren. Ich habe die volle Unterstützung von meinem Mann aber auch er weiß nicht mehr weiter und sagt jetzt muss ich selbst aktiv werden. Es ist einfach nur noch schlimm. Ich fühle mich wie verkatert.
Seit diesem Klinikaufenthalt vor 5 Monaten fühle ich mich einfach wie eine leere Menschenhülle.
Ich glaube einfach die ganze Zeit dass es ein Albtraum ist und ich wache morgen auf und mein kleiner Sohn wird mir nach der Geburt wieder auf die Brust gelegt und alles ist wieder gut.
Danke fürs Lesen.
ich schreibe hier, weil ich mich sehr alleine mit meiner Situation fühle und hoffe, dass mich vielleicht jemand versteht oder etwas Ähnliches erlebt hat.
Mein Sohn ist heute sechs Monate alt. Er ist ein absolutes Wunschkind. Die Schwangerschaft war perfekt und komplett unbeschwert. Nach der Geburt ging es mir zunächst psychisch sehr gut. Ich habe mich stark gefühlt, intuitiv und tief verbunden mit meinem Sohn. Auch das Stillen war für mich etwas sehr Schönes. Ich habe es sehr gerne gemacht und dabei eine tiefe Verbundenheit gespürt. Es gab eigentlich keine gravierenden Schwierigkeiten – ihm fehlte nach zwei Wochen nur ein kleiner Teil zum Geburtsgewicht, aber insgesamt war alles im normalen Rahmen.
Meine Hebamme hat dann stark auf das Zufüttern und anschließendes Abpumpen gedrängt und dabei Aussagen gemacht, die in mir große Selbstzweifel ausgelöst haben. Ich war völlig überfordert mit der Situation und habe es mit dem Pumpen auch total übertrieben. Ab dem Zeitpunkt ging es langsam los dass ich mich zunehmend erschöpft, verunsichert und hilflos gefühlt habe. Ich begann zu glauben, dass ich vielleicht nicht gut genug bin oder dass ich das nicht schaffe.
Nach kurzer Zeit habe ich in einer Überforderungs- und Übersprungssituation abrupt mit Cabergolin abgestillt, da ich dachte dann hört dieser Stress und Druck endlich auf. Ich habe das Stillen eigentlich sehr geliebt und die Verbindung dabei sehr intensiv gespürt. Rückblickend glaube ich, dass dieses plötzliche, medikamentöse Abstillen meinen Hormonhaushalt stark beeinflusst und mich zusätzlich destabilisiert hat. Ich habe meinen Mann alles organisieren lassen und war extrem überfordert mit der Flaschenfütterung. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen und war zudem auch sehr mit dem ganzen Abstillprozess, mir selbst und den körperlichen Veränderungen beschäftigt.
Das ganze spitzte sich immer weiter zu, ich zog mich immer mehr zurück und in Woche fünf war ich in einem Zustand großer Überforderung und Angst. Ich hatte Gedanken wie: „Ich schaffe das nicht“, „Ich möchte keine Mutter mehr sein“, „Unsere Familie zerbricht“ und das Gefühl von Distanz zu meinem Sohn. Dies habe ich auch meinem Mann gegenüber geäußert. Hinzu kamen Gedanken, die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Im Nachhinein waren es eher Zwangsgedanken als Suizidgedanken - Gedanken, dass ich mit meinem Sohn irgendwo runterspringe, ihn aus dem Fenster werfen könnte, etc. Ich habe dann direkt die Diagnose Wochenbettdepression auch über die Hebamme für mich angenommen, anstatt wirklich differenziert in mich hineinzuhören und zu verstehen, was genau eigentlich mit mir passiert. Im Vordergrund standen bei mir eher Überforderungs- und Angstgefühle als depressive Symptome. Ich habe mich nach der Diagnosestellung zurückgezogen und meinen Mann alles organisieren lassen (Überweisung Psychiater, Psychotherapeut, großes Blutbild) ohne selbst aktiv zu werden und in mich hineinzuhören was ich brauchen könnte. Ich habe alles so hingenommen und über mich ergehen lassen, mich zurückgezogen und im Gästezimmer geschlafen.
Schließlich wurde nachts ein Notruf ausgelöst, nachdem ich geäußert habe, dass wir das alles nicht schaffen und ich nicht mehr leben will und ich wurde in eine psychiatrische Klinik aufgenommen. Ich war dort zehn Tage, getrennt von meinem Baby. Diese Trennung war für mich extrem belastend und hat mich erstmal extrem distanziert, obwohl ich meinen Sohn jeden Tag gesehen habe. Am ersten Tag in der Klinik war ich innerlich noch klar, aber ich habe alles einfach angenommen und bin in diese depressive Rolle hineingegangen, ohne wirklich zu hinterfragen, ob das meinem inneren Erleben entspricht. In der Klinik lief nicht viel außer dass ich Medikamente bekommen habe.
Seit diesem Klinikaufenthalt ist es richtig, richtig schlimm geworden. Der Klinikaufenthalt hat mich eher von mir selbst entfernt. Seit dem Klinikaufenthalt litt ich unter krasser Schlaflosigkeit - das ist mittlerweile etwas besser geworden, jedoch sind gerade die Nächte immer noch die Hölle für mich, weil ich jederzeit denke, dass ich aus einem Albtraum aufwache und alles nicht real ist.
Etwa einen Monat nach dem Klinikaufenthalt war ich in einer Mutter-Kind-Tagesklinik und zusätzlich in einer Säuglingssprechstunde angebunden. Aber ich konnte die Therapien innerlich nicht richtig zulassen, weil ich das Gefühl hatte, von einem ins nächste zu geraten, ohne überhaupt zu verstehen, was ich wirklich brauche. Rückblickend habe ich mich nie wirklich rational gefragt, welche Hilfe für mich passend ist, sondern habe einfach alles angenommen und mitgemacht.
Heute habe ich oft das Gefühl, dass ich aus einer ursprünglichen Überforderung und einem akuten Angstzustand ein immer größeres Problem gemacht habe und jetzt in einem Zustand feststecke, aus dem ich nicht mehr herausfinde. Und gleichzeitig ist mein Sohn jetzt schon sechs Monate alt, und ich habe große Angst, dass ich diese wichtige erste Zeit innerlich nicht wirklich erleben konnte.
Die Schuld über das Geschehene ist ständig da. Ich funktioniere im Alltag, aber nur auf einem Minimum. Alles kostet unglaublich viel Kraft und alleine und ohne meinen Mann wäre ich komplett aufgeschmissen. Selbst normale Entwicklungsschritte wie die kommende Beikost oder die Zukunft allgemein überfordern mich emotional sehr. Für mich selbst erlaube ich mir gar keine Zeit zu nehmen, wenn ich in den Spiegel gucke empfinde ich nur Selbsthass und erkenne mich kaum wieder.
Ich weiß, dass ich meinen Sohn und meinen Mann über alles liebe. Und genau deshalb tut dieser Zustand so weh. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als wieder ich selbst zu sein, wieder echte Nähe und Verbindung zu spüren und meine Familie unbeschwert erleben zu können.
Ich habe große Angst, dass ich aus diesem Zustand nicht mehr herauskomme. Gleichzeitig gibt es einen Teil in mir, der hofft, dass es besser werden kann und ich meine Familie und mein Leben retten kann.
Ich würde mich sehr freuen, von anderen zu hören, die vielleicht etwas Ähnliches erlebt haben oder aus so einem Zustand wieder herausgefunden haben.
Ich habe jetzt auch seit Monaten Gedanken nicht mehr leben zu wollen und glaube alles ist verloren. Ich habe die volle Unterstützung von meinem Mann aber auch er weiß nicht mehr weiter und sagt jetzt muss ich selbst aktiv werden. Es ist einfach nur noch schlimm. Ich fühle mich wie verkatert.
Seit diesem Klinikaufenthalt vor 5 Monaten fühle ich mich einfach wie eine leere Menschenhülle.
Ich glaube einfach die ganze Zeit dass es ein Albtraum ist und ich wache morgen auf und mein kleiner Sohn wird mir nach der Geburt wieder auf die Brust gelegt und alles ist wieder gut.
Danke fürs Lesen.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Hallo und herzlich willkommen bei uns!
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht und du immer noch leidest.
Vieles von dem was du beschreibst habe ich ähnlich erlebt: die Ängste, die Zwangsgedanken, die Leere...
Vom Gefühl her habe ich beim Lesen schon so eine Art roten Faden erkennen können, wie sich die diagnostizierte PPD aufgebaut hat. Du sprichst davon, du hättest "alles über dich ergehen lassen" ... ich glaube das zeigt genau, dass du wirklich krank und gar nicht anders in der Lage warst. Aber ich verstehe auch, dass du dich evtl nicht richtig wahrgenommen fühlst.
Nimmst du denn noch Medikamente, wirst du noch psychologisch betreut?
Fühl dich wohl und verstanden bei uns!
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht und du immer noch leidest.
Vieles von dem was du beschreibst habe ich ähnlich erlebt: die Ängste, die Zwangsgedanken, die Leere...
Vom Gefühl her habe ich beim Lesen schon so eine Art roten Faden erkennen können, wie sich die diagnostizierte PPD aufgebaut hat. Du sprichst davon, du hättest "alles über dich ergehen lassen" ... ich glaube das zeigt genau, dass du wirklich krank und gar nicht anders in der Lage warst. Aber ich verstehe auch, dass du dich evtl nicht richtig wahrgenommen fühlst.
Nimmst du denn noch Medikamente, wirst du noch psychologisch betreut?
Fühl dich wohl und verstanden bei uns!
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Lieber Nordstern,
es tut mir leid, dass Du so leiden musst.
Die Gedanken und Gefühle, die Du hast, kennen hier viele, wenn nicht sogar alle Betroffenen.
Ich dachte auch, dass ich alles rund um mein Kind nicht schaffen werde. Wie soll ich es schaffen, wenn sie mal krank ist etc.? Ich hatte Angst meine Familie zu verlieren und habe den Menschen im Spiegel nicht mehr erkannt. Mein Leben war die Hölle für mich, aus der ich keinen Ausweg sah. Gedanken nicht mehr leben zu wollen, hatte ich irgendwann täglich.
Das alles ist die Krankheit und das schlimmste an der Krankheit ist, dass sie einem einredet, dass man nicht mehr gesund werden kann und das Leben vorbei ist, aber man wird wieder gesund! Man weiß leider jedoch nicht, wann man über den Berg ist.
Ich war ca. 1 Jahr lang schwer erkrankt, aber ich bin wieder gesund geworden und mir geht es seit nun fast 3 Jahren wieder gut. Ich fühle mich schon lange nicht mehr depressiv und ich habe ein tolle Beziehung zu meiner Tochter. Auch du wirst wieder gesund und stark. Für meine Genesung war zu 90% ein passendes Medikament verantwortlich. Daher möchte ich auch fragen, ob du aktuell in Behandlung bist und wenn ja, wie diese aussieht.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Verlier nicht die Hoffnung, dass Du wieder gesund wirst, denn das wirst Du ganz gewiss.
es tut mir leid, dass Du so leiden musst.
Die Gedanken und Gefühle, die Du hast, kennen hier viele, wenn nicht sogar alle Betroffenen.
Ich dachte auch, dass ich alles rund um mein Kind nicht schaffen werde. Wie soll ich es schaffen, wenn sie mal krank ist etc.? Ich hatte Angst meine Familie zu verlieren und habe den Menschen im Spiegel nicht mehr erkannt. Mein Leben war die Hölle für mich, aus der ich keinen Ausweg sah. Gedanken nicht mehr leben zu wollen, hatte ich irgendwann täglich.
Das alles ist die Krankheit und das schlimmste an der Krankheit ist, dass sie einem einredet, dass man nicht mehr gesund werden kann und das Leben vorbei ist, aber man wird wieder gesund! Man weiß leider jedoch nicht, wann man über den Berg ist.
Ich war ca. 1 Jahr lang schwer erkrankt, aber ich bin wieder gesund geworden und mir geht es seit nun fast 3 Jahren wieder gut. Ich fühle mich schon lange nicht mehr depressiv und ich habe ein tolle Beziehung zu meiner Tochter. Auch du wirst wieder gesund und stark. Für meine Genesung war zu 90% ein passendes Medikament verantwortlich. Daher möchte ich auch fragen, ob du aktuell in Behandlung bist und wenn ja, wie diese aussieht.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Verlier nicht die Hoffnung, dass Du wieder gesund wirst, denn das wirst Du ganz gewiss.
Viele Grüße von Nat
-
nordstern_27
- Beiträge: 7
- Registriert: 08:02:2026 16:37
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Danke euch für eure Antworten und das ihr alles so aufmerksam zu gelesen habt. Es tut gut, sich verstanden zu fühlen.
Für mich war der große Wendepunkt tatsächlich der Klinikaufenthalt und dass ich alles „über mich ergehen lassen habe“. Ich habe damals nicht Ja zum Notruf gesagt, weil ich mich schwer depressiv gefühlt habe und akute Gedanken oder Impulse hatte mir was anzutun sondern eher aus Angst und Überforderung. Am Tag danach stand z.B. die U3 an, und ich hatte plötzlich diese extreme Leere und Panik und das Gefühl, ich schaffe das alles nicht und wir kriegen „Anschiss“ vom Kinderarzt weil ich nicht stille. Ich dachte, mir wird in der Klinik dann einfach das Sorgerecht entzogen, ich dachte damals das ist genau das was ich will und wusste nicht dass es nicht meine richtigen Gedanken sind. Auch in der Klinik habe ich mich dann wie „Falschgeld“ gefühlt, ich konnte dort garnicht schlafen und es war alles nur schlimm. Ich glaube im Nachhinein, ich bin eher aus Vermeidung dort hin gegangen, weil ich nicht wusste, wie ich mit diesen Gefühlen umgehen soll und garnicht einschätzen konnte was mit mir los ist. In der Klinik wurde mir dann zum ersten Mal wirklich bewusst, was gerade passiert ist und ich habe meinen Sohn schrecklich vermisst und nur geweint. Diese Trennung hat mich sehr erschüttert aber gleichzeitig auch distanziert. Mein Mann war zwar fast jeden Tag mit ihm da, aber es war natürlich nicht dasselbe und ich habe mich an jedem weiteren Tag in der Klinik mehr distanziert und dachte ich kann nie wieder zurück nach Hause.
In der Klinik habe ich Escitalopram bekommen, aber rückblickend hatte ich das Gefühl, dass es mir damit eher schlechter ging. Ich bin seitdem ambulant beim Psychiater angebunden und habe das Escitalopram jetzt in Absprache mit ihm auch abgesetzt, weil es mir in verschiedenen Dosierungen garnichts gebracht hat außer krasse Schlaflosigkeit. Beim Absetzen hatte ich auch keinerlei Symptome, zum Glück. Seit diesem Klinikaufenthalt fühle ich mich zum ersten Mal wirklich tief depressiv, mit starker Schuld, innerer Leere und dem Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein. Vorher war da vor allem Angst, Überforderung und Unsicherheit – aber nicht diese tiefe Depression, die seitdem da ist.
Ich frage mich seitdem oft, ob dieser Klinikaufenthalt für mich ein traumatischer Wendepunkt war. Seitdem komme ich innerlich nicht mehr richtig zurück zu mir.
Ich bin nie richtig in mich gegangen und habe mich gefragt welche Hilfe ich wirklich brauche. Ich denke heute man hätte bei mir im Wochenbett vieles präventiv auffangen können und es ist alles meine Schuld weil ich nicht richtig kommuniziert habe und zu schwach war. Leider hat es mit meiner Hebamme auch überhaupt nicht gepasst und sie hat mich eher noch in die negativen Gedankenspiralen hineingetrieben.
Aktuell funktioniere ich zu Hause nur auf einem Minimum und als „leere Hülle“. Ich weiß das ich meinen Sohn liebe, aber mir ist so viel verloren gegangen in den letzten 6 Monaten. Mir fällt es schwer die Realität anzunehmen und ich denke ich wache jederzeit aus einem Albtraum auf. Deswegen lebe ich auch nur von Tag zu Tag. Ich versorge meinen Sohn aber die Zukunft macht mir Angst obwohl alles so schön sein könnte. Ich denke ständig an diese tolle Schwangerschaft und die ersten Wochen nach der Geburt zurück, an diese Stärke und das Glück das ich gefühlt habe und auch diese Verbundenheit als Familie und als Paar. Und jetzt bin ich innerlich und äußerlich einfach eine ganz andere Person und frage mich ständig was eigentlich passiert ist.
Das einzige was mich momentan am Leben hält ist die Vorstellung, das vielleicht doch alles wieder gut werden kann und ich meine Familie, meine Ehe und mein Leben retten kann. Aber aktuell habe ich es mit allem zu as ich getan habe nur noch schlimmer gemacht.
Aktuell bin ich nur noch beim Psychiater angebunden und habe jetzt eine neue Therapeutin gefunden, die Verhaltenstherapie anbietet. Dort hatte ich bisher aber nur ein Erstgespräch.
Danke fürs Lesen auch wenn es alles etwas durcheinander ist…
Für mich war der große Wendepunkt tatsächlich der Klinikaufenthalt und dass ich alles „über mich ergehen lassen habe“. Ich habe damals nicht Ja zum Notruf gesagt, weil ich mich schwer depressiv gefühlt habe und akute Gedanken oder Impulse hatte mir was anzutun sondern eher aus Angst und Überforderung. Am Tag danach stand z.B. die U3 an, und ich hatte plötzlich diese extreme Leere und Panik und das Gefühl, ich schaffe das alles nicht und wir kriegen „Anschiss“ vom Kinderarzt weil ich nicht stille. Ich dachte, mir wird in der Klinik dann einfach das Sorgerecht entzogen, ich dachte damals das ist genau das was ich will und wusste nicht dass es nicht meine richtigen Gedanken sind. Auch in der Klinik habe ich mich dann wie „Falschgeld“ gefühlt, ich konnte dort garnicht schlafen und es war alles nur schlimm. Ich glaube im Nachhinein, ich bin eher aus Vermeidung dort hin gegangen, weil ich nicht wusste, wie ich mit diesen Gefühlen umgehen soll und garnicht einschätzen konnte was mit mir los ist. In der Klinik wurde mir dann zum ersten Mal wirklich bewusst, was gerade passiert ist und ich habe meinen Sohn schrecklich vermisst und nur geweint. Diese Trennung hat mich sehr erschüttert aber gleichzeitig auch distanziert. Mein Mann war zwar fast jeden Tag mit ihm da, aber es war natürlich nicht dasselbe und ich habe mich an jedem weiteren Tag in der Klinik mehr distanziert und dachte ich kann nie wieder zurück nach Hause.
In der Klinik habe ich Escitalopram bekommen, aber rückblickend hatte ich das Gefühl, dass es mir damit eher schlechter ging. Ich bin seitdem ambulant beim Psychiater angebunden und habe das Escitalopram jetzt in Absprache mit ihm auch abgesetzt, weil es mir in verschiedenen Dosierungen garnichts gebracht hat außer krasse Schlaflosigkeit. Beim Absetzen hatte ich auch keinerlei Symptome, zum Glück. Seit diesem Klinikaufenthalt fühle ich mich zum ersten Mal wirklich tief depressiv, mit starker Schuld, innerer Leere und dem Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein. Vorher war da vor allem Angst, Überforderung und Unsicherheit – aber nicht diese tiefe Depression, die seitdem da ist.
Ich frage mich seitdem oft, ob dieser Klinikaufenthalt für mich ein traumatischer Wendepunkt war. Seitdem komme ich innerlich nicht mehr richtig zurück zu mir.
Ich bin nie richtig in mich gegangen und habe mich gefragt welche Hilfe ich wirklich brauche. Ich denke heute man hätte bei mir im Wochenbett vieles präventiv auffangen können und es ist alles meine Schuld weil ich nicht richtig kommuniziert habe und zu schwach war. Leider hat es mit meiner Hebamme auch überhaupt nicht gepasst und sie hat mich eher noch in die negativen Gedankenspiralen hineingetrieben.
Aktuell funktioniere ich zu Hause nur auf einem Minimum und als „leere Hülle“. Ich weiß das ich meinen Sohn liebe, aber mir ist so viel verloren gegangen in den letzten 6 Monaten. Mir fällt es schwer die Realität anzunehmen und ich denke ich wache jederzeit aus einem Albtraum auf. Deswegen lebe ich auch nur von Tag zu Tag. Ich versorge meinen Sohn aber die Zukunft macht mir Angst obwohl alles so schön sein könnte. Ich denke ständig an diese tolle Schwangerschaft und die ersten Wochen nach der Geburt zurück, an diese Stärke und das Glück das ich gefühlt habe und auch diese Verbundenheit als Familie und als Paar. Und jetzt bin ich innerlich und äußerlich einfach eine ganz andere Person und frage mich ständig was eigentlich passiert ist.
Das einzige was mich momentan am Leben hält ist die Vorstellung, das vielleicht doch alles wieder gut werden kann und ich meine Familie, meine Ehe und mein Leben retten kann. Aber aktuell habe ich es mit allem zu as ich getan habe nur noch schlimmer gemacht.
Aktuell bin ich nur noch beim Psychiater angebunden und habe jetzt eine neue Therapeutin gefunden, die Verhaltenstherapie anbietet. Dort hatte ich bisher aber nur ein Erstgespräch.
Danke fürs Lesen auch wenn es alles etwas durcheinander ist…
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Wie lange und in welchen Dosierungen hast du Escitalopram genommen? Ist ein nochmaliger Versuch mit einem Medikament geplant? 
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
-
nordstern_27
- Beiträge: 7
- Registriert: 08:02:2026 16:37
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Ich habe Escitalopram seit Mitte September genommen, erst 10mg und dann ab November 15mg ohne irgendeinen Effekt außer Schlaflosigkeit. Dann ab Mitte Dezember bis Mitte Januar runterdosiert…
Bin noch beim Psychiater angebunden, aber bis jetzt ist medikamentös nichts neues geplant. Habe ehrlich gesagt auch Angst vor den Medikamenten und vor den Nebenwirkungen und zumal sie ja nicht mein eigentliches Problem lösen.
Ich glaube mittlerweile dass ich einfach nur ein schlechter Mensch bin und erkenne mich selbst nicht wieder. Habe auch Angst dass die Gedanken und Entscheidungen von damals nach und nach zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden.
Bin noch beim Psychiater angebunden, aber bis jetzt ist medikamentös nichts neues geplant. Habe ehrlich gesagt auch Angst vor den Medikamenten und vor den Nebenwirkungen und zumal sie ja nicht mein eigentliches Problem lösen.
Ich glaube mittlerweile dass ich einfach nur ein schlechter Mensch bin und erkenne mich selbst nicht wieder. Habe auch Angst dass die Gedanken und Entscheidungen von damals nach und nach zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Liebe Nordstern!
Also eines ist klar: du bist ein wunderbarer Mensch, da ist null und gar nichts schlechtes an dir. Du bist krank geworden, das ist sehr schlimm, aber ich bin mir sicher, dass man dir helfen kann.
Ich bin schon lange hier unterwegs und habe einige Frauen hier kennengelernt, denen es fast gleich ging wie dir. Sie alle haben heraus gefunden und das wirst du auch.
Ich kann deine Bedenken im Bezug Medikamente zwar verstehen, möchte dir aber sagen, dass mit dem passenden Medikament die Wende herbei geführt werden kann. Nur weil ein AD nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, heißt das nicht, dass keines dir helfen kann. Lass dir diese Option offen und bleib in gutem Kontakt zu deinem Psychiater.
Also eines ist klar: du bist ein wunderbarer Mensch, da ist null und gar nichts schlechtes an dir. Du bist krank geworden, das ist sehr schlimm, aber ich bin mir sicher, dass man dir helfen kann.
Ich bin schon lange hier unterwegs und habe einige Frauen hier kennengelernt, denen es fast gleich ging wie dir. Sie alle haben heraus gefunden und das wirst du auch.
Ich kann deine Bedenken im Bezug Medikamente zwar verstehen, möchte dir aber sagen, dass mit dem passenden Medikament die Wende herbei geführt werden kann. Nur weil ein AD nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, heißt das nicht, dass keines dir helfen kann. Lass dir diese Option offen und bleib in gutem Kontakt zu deinem Psychiater.
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich habe deine Vorstellung auch durchgelesen. Und kann deine Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass du dir selber die Schuld an deiner Situation gibst und denkst, du bist ein verkehrter Mensch geworden, aufgrund mehrerer Dinge, die passiert sind oder auch Entscheidungen, die du im Nachhinein bereust. Mein zweites Gefühl war aber auch, dass aus deinen Worten doch schon eine Depression spricht. Denn denn vieles was du so schreibst sind eindeutige Zeichen für eine depressive Erkrankung. Gerade wenn man das erste Mal mit einer Depression zu tun hat, erkennt man das manchmal gar nicht so genau und nimmt an, dass die Gefühle und das Denken was man hat. Normal sind bzw. Zu seinem jetzigen Charakter gehören. Nur ist es so, dass eine Depression. Ja das Denken Gefühle und verhalten sehr stark verändert und dass das ein Ausdruck der Krankheit ist und nicht das man irgendwie auf einmal ein ganz anderer Mensch ist.
Ich kann mich Marika nur anschließen, dass du weiterhin engen Kontakt mit deinem Psychiater hast und die Option mit Medikamenten im hinterkopf behältst. Gerade wenn Medikamente gut anschlagen wird auf einmal diese negativen Gedanken und schuldgefühle schnell weniger und man bekommt wieder einen klaren Kopf. Auch eine Therapie mit einem Psychologen kann Sinn machen, um eventuelle schuldgefühle, besser aufzulösen oder auch wieder klare auf die Dinge zu schauen, die jetzt vielleicht völlig verworren und ausweglos scheinen.
Aber in einem bin ich mir sicher, dass auch du den Weg wieder zurück. In dein normales Leben finden wirst und dass dieser Zustand jetzt nicht so bleiben wird
Ich kann mich Marika nur anschließen, dass du weiterhin engen Kontakt mit deinem Psychiater hast und die Option mit Medikamenten im hinterkopf behältst. Gerade wenn Medikamente gut anschlagen wird auf einmal diese negativen Gedanken und schuldgefühle schnell weniger und man bekommt wieder einen klaren Kopf. Auch eine Therapie mit einem Psychologen kann Sinn machen, um eventuelle schuldgefühle, besser aufzulösen oder auch wieder klare auf die Dinge zu schauen, die jetzt vielleicht völlig verworren und ausweglos scheinen.
Aber in einem bin ich mir sicher, dass auch du den Weg wieder zurück. In dein normales Leben finden wirst und dass dieser Zustand jetzt nicht so bleiben wird
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Liebe Nordstern,
ich kann total verstehen, dass Du Vorbehalte gegen Medikamente hast, denn ich hatte diese auch und Psychopharmaka haben in der Gesellschaft nach wie vor einen schweren Stand. Leider hilft nicht jedes Mittel gleichermaßen bei allen Betroffenen, sodass man mitunter mehrere Präparate ausprobieren muss, bevor man eine Besserung erzielt. Vielleicht solltest Du nochmal über ein anderes Präparat nachdenken.
Wenn du den Klinikaufenthalt als traumatisch empfunden hast und du der Meinung bist, dass dieser maßgeblich zu einer Verschlechterung bei dir geführt hat, würde ich bei deiner Psychotherapeutin das Thema EMDR ansprechen. Ich war ebenfalls bei einer Verhaltenstherapeutin angebunden. Ich hatte eine EMDR Sitzung wegen eines anderen Themas und mir hat es sehr geholfen, dass ich mein Thema viel neutraler sehen konnte. Vielleicht sieht dein Therapeutin da auch ne Möglichkeit für dich.
ich kann total verstehen, dass Du Vorbehalte gegen Medikamente hast, denn ich hatte diese auch und Psychopharmaka haben in der Gesellschaft nach wie vor einen schweren Stand. Leider hilft nicht jedes Mittel gleichermaßen bei allen Betroffenen, sodass man mitunter mehrere Präparate ausprobieren muss, bevor man eine Besserung erzielt. Vielleicht solltest Du nochmal über ein anderes Präparat nachdenken.
Wenn du den Klinikaufenthalt als traumatisch empfunden hast und du der Meinung bist, dass dieser maßgeblich zu einer Verschlechterung bei dir geführt hat, würde ich bei deiner Psychotherapeutin das Thema EMDR ansprechen. Ich war ebenfalls bei einer Verhaltenstherapeutin angebunden. Ich hatte eine EMDR Sitzung wegen eines anderen Themas und mir hat es sehr geholfen, dass ich mein Thema viel neutraler sehen konnte. Vielleicht sieht dein Therapeutin da auch ne Möglichkeit für dich.
Viele Grüße von Nat
-
nordstern_27
- Beiträge: 7
- Registriert: 08:02:2026 16:37
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Danke für eure Antworten und euren Zuspruch.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in einer richtigen Sackgasse fühle. Die Gedanken, dass alles verloren ist und ich nicht mehr leben möchte sind einfach konstant da, egal was ich mache. Ich merke auch in Kontakt mit meinem Sohn, dass sich einfach alles was ich mache so aufgesetzt anfühlt und ich einfach nicht ich selbst bin. Ich muss mich zwingen mit ihm zu reden und das was da aus mir rauskommt fühlt sich nicht nach mir an. Und gleichzeitig denke ich er ist einfach so perfekt und alles was ich mir je gewünscht habe.
Ich kann ihn garnicht richtig anlächeln weil ich so krasse Schuldgefühle seit dem Psychiatrie Aufenthalt habe. Zumal ich innerlich genau wusste, dass es falsch war dort hinzugehen und mich
meinen Ängsten nicht zu stellen und meinen Mann alles machen zu lassen. Ich dachte wirklich, die entziehen mir da das Sorgerecht und dann bin ich einfach raus. Zudem habe ich bei meiner Aufnahme dort ganz großen „Müll“ erzählt, was jetzt alles in diesem Bericht drin steht.
Und dabei habe ich in den ersten Wochen direkt diese tiefe Liebe und Verbundenheit gefühlt und mich sehr intuitiv mit ihm gefühlt, habe mich dann aber durch Druck von außen sehr verunsichern lassen. Vielleicht waren das auch schon Anzeichen von Selbstzweifel und Depression.
Ich habe einfach nur den verzweifelten Wunsch die Zeit zurückzudrehen und halte mich an der Vergangenheit fest- seit fast einem halben Jahr. Es hätte alles garnicht soweit kommen müssen/ Abstillen, Klinikaufenthalt und anschließender Strudel von Therapien die bis jetzt ins Leere gelaufen sind.
Ich habe auch Freundinnen mit Babys im selben Alter und der Kontakt und Austausch macht mir nur zusätzlichen Druck da ich mich so schäme und ich ziehe mich auch da zurück, da ich die ganze Zeit denke es könnte alles so „normal“ sein und ich vegetiere hier so rum. Ich zwinge mich einmal die Woche zu einer Krabbelgruppe aber auch das macht mich traurig, wenn ich die anderen Mamas sehe und denke was ist nur mit mir passiert und ich könnte so viel mehr für meinen Sohn sein. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich einfach eine komplett andere Person als vor einem halben Jahr/ total ausgemergelt, Hängebrüste durch das plötzliche Abstillen und ein Schatten ihrer selbst.
Dabei liegt es ja an mir, mich zurück ins Leben zu kämpfen…
Ich habe den tollsten Mann der alles zu Hause macht, Einkauf, kochen etc und habe das Gefühl ich habe ihn nur ausgenutzt und mache hier garnichts weil sich meine Gedanken die ganze Zeit darum drehen wie es weiter geht und wie ich meine Familie retten kann und wir alle wieder glücklich werden aber gleichzeitig wirkt alles so auswegslos.
Und ich habe ja schon so viel durch, direkt der (traumatische) Psychatrie Aufenthalt, Mutter Kind Tagesklinik und irgendwie wird immer alles schlimmer. Ich komme einfach immer wieder in diesen Strudel, dass das alles nicht real sein kann und ich bald aus einem schlimmen Traum aufwache. Außerdem habe ich Charakterzüge entwickelt die mir garnicht gefallen, wie dass ich allen anderen die Schuld gebe und vor allem meiner Hebamme, die mich unbewusst immer mehr in diesen Strudel getrieben hat. Dabei habe ich schon in der Schwangerschaft gemerkt dass es nicht passt und hätte ja jederzeit wechseln können.
Angebunden bin ich aktuell nur noch bei dem Psychiater und ich habe eine neue Therapeutin, bei der ich ein Erstgespräch hatte und nun regelmäßige Termine. Ich glaube sie weiß aber noch nicht, wie schlecht es mir wirklich geht.
Vor allem muss ich zusehen, dass ich in spätestens nem halben Jahr wieder so weit bin dass ich arbeiten gehen kann aber ich fühle mich mit allem so überfordert.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in einer richtigen Sackgasse fühle. Die Gedanken, dass alles verloren ist und ich nicht mehr leben möchte sind einfach konstant da, egal was ich mache. Ich merke auch in Kontakt mit meinem Sohn, dass sich einfach alles was ich mache so aufgesetzt anfühlt und ich einfach nicht ich selbst bin. Ich muss mich zwingen mit ihm zu reden und das was da aus mir rauskommt fühlt sich nicht nach mir an. Und gleichzeitig denke ich er ist einfach so perfekt und alles was ich mir je gewünscht habe.
Ich kann ihn garnicht richtig anlächeln weil ich so krasse Schuldgefühle seit dem Psychiatrie Aufenthalt habe. Zumal ich innerlich genau wusste, dass es falsch war dort hinzugehen und mich
meinen Ängsten nicht zu stellen und meinen Mann alles machen zu lassen. Ich dachte wirklich, die entziehen mir da das Sorgerecht und dann bin ich einfach raus. Zudem habe ich bei meiner Aufnahme dort ganz großen „Müll“ erzählt, was jetzt alles in diesem Bericht drin steht.
Und dabei habe ich in den ersten Wochen direkt diese tiefe Liebe und Verbundenheit gefühlt und mich sehr intuitiv mit ihm gefühlt, habe mich dann aber durch Druck von außen sehr verunsichern lassen. Vielleicht waren das auch schon Anzeichen von Selbstzweifel und Depression.
Ich habe einfach nur den verzweifelten Wunsch die Zeit zurückzudrehen und halte mich an der Vergangenheit fest- seit fast einem halben Jahr. Es hätte alles garnicht soweit kommen müssen/ Abstillen, Klinikaufenthalt und anschließender Strudel von Therapien die bis jetzt ins Leere gelaufen sind.
Ich habe auch Freundinnen mit Babys im selben Alter und der Kontakt und Austausch macht mir nur zusätzlichen Druck da ich mich so schäme und ich ziehe mich auch da zurück, da ich die ganze Zeit denke es könnte alles so „normal“ sein und ich vegetiere hier so rum. Ich zwinge mich einmal die Woche zu einer Krabbelgruppe aber auch das macht mich traurig, wenn ich die anderen Mamas sehe und denke was ist nur mit mir passiert und ich könnte so viel mehr für meinen Sohn sein. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich einfach eine komplett andere Person als vor einem halben Jahr/ total ausgemergelt, Hängebrüste durch das plötzliche Abstillen und ein Schatten ihrer selbst.
Dabei liegt es ja an mir, mich zurück ins Leben zu kämpfen…
Ich habe den tollsten Mann der alles zu Hause macht, Einkauf, kochen etc und habe das Gefühl ich habe ihn nur ausgenutzt und mache hier garnichts weil sich meine Gedanken die ganze Zeit darum drehen wie es weiter geht und wie ich meine Familie retten kann und wir alle wieder glücklich werden aber gleichzeitig wirkt alles so auswegslos.
Und ich habe ja schon so viel durch, direkt der (traumatische) Psychatrie Aufenthalt, Mutter Kind Tagesklinik und irgendwie wird immer alles schlimmer. Ich komme einfach immer wieder in diesen Strudel, dass das alles nicht real sein kann und ich bald aus einem schlimmen Traum aufwache. Außerdem habe ich Charakterzüge entwickelt die mir garnicht gefallen, wie dass ich allen anderen die Schuld gebe und vor allem meiner Hebamme, die mich unbewusst immer mehr in diesen Strudel getrieben hat. Dabei habe ich schon in der Schwangerschaft gemerkt dass es nicht passt und hätte ja jederzeit wechseln können.
Angebunden bin ich aktuell nur noch bei dem Psychiater und ich habe eine neue Therapeutin, bei der ich ein Erstgespräch hatte und nun regelmäßige Termine. Ich glaube sie weiß aber noch nicht, wie schlecht es mir wirklich geht.
Vor allem muss ich zusehen, dass ich in spätestens nem halben Jahr wieder so weit bin dass ich arbeiten gehen kann aber ich fühle mich mit allem so überfordert.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Lieber Nordstern,
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Aber glaub mir und auch den anderen, es gibt einen Weg da wieder heraus - aber der geht nicht über Willen und Müssen. Für mich klingt das auch nach einer Depression und ich spreche mich da für den Einsatz von Medikamenten aus, weil sie dir Entlastung bringen können die man in dieser Ausnahmesituation mit kleinem Baby kam aus sich selbst holen kann. Denn wie du erlebt hast stresst Hauschild die Abweseheit des Kindes. Ich kann dich nur ermutigen, deinen Psychiater um Vorschläge für medikamentöse Hilfe zu bitten - vielleicht ein anderes AD und ein bedarfsmedikament für die Einschleichphase. Und zu deiner Therapeutin darfst du gerne versuchen ganz offen zu sein undicht damit Ermöglichen dich bestmöglich zu unterstützen. Du musst dich nicht schämen, auch wenn das leicht gesagt ist. Aber was dir passiert ist übersteigt was du kontrollieren kannst. Niemand von unserer hat sich das gewünscht, ich vermute, wir haben uns alle mal geschämt und sind zerkrümelt unter diesem Druck… am wichtigsten ist nicht, dass du funktionierst, sondern dass es dir besser gehen kann. Und dein Leidensdruck sich verringern kann.
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Aber glaub mir und auch den anderen, es gibt einen Weg da wieder heraus - aber der geht nicht über Willen und Müssen. Für mich klingt das auch nach einer Depression und ich spreche mich da für den Einsatz von Medikamenten aus, weil sie dir Entlastung bringen können die man in dieser Ausnahmesituation mit kleinem Baby kam aus sich selbst holen kann. Denn wie du erlebt hast stresst Hauschild die Abweseheit des Kindes. Ich kann dich nur ermutigen, deinen Psychiater um Vorschläge für medikamentöse Hilfe zu bitten - vielleicht ein anderes AD und ein bedarfsmedikament für die Einschleichphase. Und zu deiner Therapeutin darfst du gerne versuchen ganz offen zu sein undicht damit Ermöglichen dich bestmöglich zu unterstützen. Du musst dich nicht schämen, auch wenn das leicht gesagt ist. Aber was dir passiert ist übersteigt was du kontrollieren kannst. Niemand von unserer hat sich das gewünscht, ich vermute, wir haben uns alle mal geschämt und sind zerkrümelt unter diesem Druck… am wichtigsten ist nicht, dass du funktionierst, sondern dass es dir besser gehen kann. Und dein Leidensdruck sich verringern kann.
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nordstern_27
- Beiträge: 7
- Registriert: 08:02:2026 16:37
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Danke für eure lieben Worte.
Ich versuche auch an dem Teil von mir festzuhalten, der glaubt das alles wieder gut werden kann. Mein Mann und mein Kind sind ja noch da…
Ich bin halt sehr skeptisch gegenüber Medis, da ich das Gefühl habe diese wurden mir in der Psychiatrie vorschnell verabreicht ohne das überhaupt irgendwelche Gespräche stattfanden. Dort ging ja auch diese krasse Schlaflosigkeit los. Außerdem habe ich Angst, dass ich mit der Erstverschlimmerung der anderen ADs nicht zurecht komme und dadurch noch mehr Zeit verliere. Andererseits darf ich mir auch keinen Druck machen, immerhin hat Druck mich ja auch in diese Situation gebracht.
Ach ich weiß auch nicht… vielleicht muss ich mit der Psychologin auch überhaupt erstmal die Vergangenheit aufarbeiten und Akzeptanz finden.
Ich versuche auch an dem Teil von mir festzuhalten, der glaubt das alles wieder gut werden kann. Mein Mann und mein Kind sind ja noch da…
Ich bin halt sehr skeptisch gegenüber Medis, da ich das Gefühl habe diese wurden mir in der Psychiatrie vorschnell verabreicht ohne das überhaupt irgendwelche Gespräche stattfanden. Dort ging ja auch diese krasse Schlaflosigkeit los. Außerdem habe ich Angst, dass ich mit der Erstverschlimmerung der anderen ADs nicht zurecht komme und dadurch noch mehr Zeit verliere. Andererseits darf ich mir auch keinen Druck machen, immerhin hat Druck mich ja auch in diese Situation gebracht.
Ach ich weiß auch nicht… vielleicht muss ich mit der Psychologin auch überhaupt erstmal die Vergangenheit aufarbeiten und Akzeptanz finden.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Ich erzähle dir mal, was ich dazu denke- schau ma was dir hilft. Denn mehr Druck sicher nicht. Ich will dich nicht von irgendwas überzeugen, aber ich denke du versuchst ganz doll etwas aus dir heraus zu lösen, was wärst nicht gut begleitet worden. Das tut mir total leid. Aber was du von deinen Symptomen beschreibst und dein Leidensdruck, machen sie prinzipiell Sinn. Gut begleitet und durch ein bedarfsmedikament abgefedert. Schlaflosigkeit war vermutlich deine Reaktion darauf dass du isoliert und völlig lost warst. Ich bin eine große Befürworterin von Therapie- aber um therapeutisch arbeiten zu können musst du reguliert sein - sonst geht es nur um Stabilisierung. Und du bist gerade nicht stabil.
Es macht in jedem Fall Sinn therapeutisch alles auf den Tisch zu legen. Es kann aber auch Sinn machen dich zu fragen, woher die Ablehnung von Medikamenten kommt. Wenn es die klinikerfahrung ist könntest du mit deinem Psychiater eine andere Gangart und deine Ängste besprechen. Ich hatte erst eine schrottige Psychiaterin aber mit Wissen hier aus dem Forum konnte ich gemeinsam mit ihr verhandeln und habe dann eine für mich gute Version gefunden, in der ich mein zentrales Symptom der Schlafpanik medikamentös abfange konnte (Sertralin, Quetiapin für den Schlaf und am Anfang für Angst tavor be Bedarf). Das hat mir sehr schnell Linderung verschafft und dann erst war wieder Raum für die Bearbeitung dieses Schocks was eigentlich passiert ist.
Es macht in jedem Fall Sinn therapeutisch alles auf den Tisch zu legen. Es kann aber auch Sinn machen dich zu fragen, woher die Ablehnung von Medikamenten kommt. Wenn es die klinikerfahrung ist könntest du mit deinem Psychiater eine andere Gangart und deine Ängste besprechen. Ich hatte erst eine schrottige Psychiaterin aber mit Wissen hier aus dem Forum konnte ich gemeinsam mit ihr verhandeln und habe dann eine für mich gute Version gefunden, in der ich mein zentrales Symptom der Schlafpanik medikamentös abfange konnte (Sertralin, Quetiapin für den Schlaf und am Anfang für Angst tavor be Bedarf). Das hat mir sehr schnell Linderung verschafft und dann erst war wieder Raum für die Bearbeitung dieses Schocks was eigentlich passiert ist.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Wenn du schreibst du hast Angst Zeit zu verlieren, dann stimme ich dir zu, dass dieses Denken gerade wirklich nicht hilft. Eher im Gegenteil. Es braucht Ruhe, Entlastung und Entspannung um diesen Knoten wieder zu lösen und auch Akzeptanz, dass nicht der Horizont der Arbeit in einem halbe Jahr der Maßstab is sondern deine Gesundheit. Dein Wohlergehen. Du liest hier vermutlich viel im Forum und für manche ist die ppd ein langwieriges Schicksal. Ich glaube alle sind davon gezeichnet, für viele wird es irgendwann der goldene Kitt in der zerbrochenen chinesischen Tasse, der sie noch wertvoller macht. Aber ich glaube du überforderst dich wenn du dir aufbürdest mit deinem Willen alleine da raus zu kommen. Dein Nervensystem scheint mir dauerhaft im alarmmodus zu sein undhat ja auch gut Gründe dafür. Das kriegst du nicht mit den Kopf beruhigt. Daher würde ich dir empfehlen mit deinem Psychiater und Therapeuten wirklich ganz klar zu reden und um deren Hilfe und Einschätzung zu bitten. Ubd auch deine Ängste zu benennen. Wenn du Angst vor der Einschleichphase eines ads hast: Bitte um ein bedarfsmedi. Wenn du Angst vor tavor hast: es gibt promethazin. Da geht einiges und es muss nicht nochmal so ein überwältigungserlebnis sein wie in der Klinik.
Und schreib weiter hier wenn sich das gut anfühlt, denn wir alle hier kennen in unterschiedlicher Weise wovon du schreibst.
Und schreib weiter hier wenn sich das gut anfühlt, denn wir alle hier kennen in unterschiedlicher Weise wovon du schreibst.
Re: Weiß nicht mehr weiter…
Guten Morgen
Ich sehe es ähnlich wie Mayte , es ist schwierig, eine psychische Erkrankung, nur durch den eigenen Willen zu beeinflussen. Das ist so gut wie gar nicht möglich, da einfach die nervenzellen nicht vernünftig miteinander kommunizieren und da kannst du so viel wollen wie du möchtest, Es funktioniert einfach nicht. Das gängige Beispiel wie bei einem Diabetes, da kannst du ja auch nicht wollen, dass deine bauchspeicheldrüse auf einmal funktioniert und Insulin produziert und dann bist du geheilt. Ich denke, es macht Sinn, mit der Therapeutin zu sprechen und auch das, was geschehen ist Aufzuarbeiten. Nur musst du dir im Klaren sein, dass eine Depression. Eine körperliche Erkrankung ist, nämlich eine Erkrankung des Gehirns und des gehirnsstoffwechsel und dass es sein kann, dass zusätzlich erstmal Medikamente benötigt werden, damit eine Therapie und eine Aufarbeitung der Dinge überhaupt möglich sind. Nicht jedes Medikament macht schwere nebenwirkungen und wie gesagt es gibt gute Medikamente um nebenwirkungen abzufangen. Meine Medikamente machen bei mir z.b fast gar keine nebenwirkungen am Anfang und waren für mich immer sehr gut verträglich. Zum Beispiel das Mirtazapin ist sehr gut geeignet für Patienten die unter schlafstörungen leiden oder wo der Appetit extrem gestört ist und viel Unruhe im Körper herrscht. Es hilft nachts zur Ruhe zu kommen, man kann wieder besser Essen. Und wird ruhiger.
Das Medikament welches du hattest, ist anregend und kann halt dazu führen, dass die Nächte schlecht werden. Wie sieht das denn aus, Kannst du aktuell besser schlafen? Hat sich das wieder beruhigt??
Ich sehe es ähnlich wie Mayte , es ist schwierig, eine psychische Erkrankung, nur durch den eigenen Willen zu beeinflussen. Das ist so gut wie gar nicht möglich, da einfach die nervenzellen nicht vernünftig miteinander kommunizieren und da kannst du so viel wollen wie du möchtest, Es funktioniert einfach nicht. Das gängige Beispiel wie bei einem Diabetes, da kannst du ja auch nicht wollen, dass deine bauchspeicheldrüse auf einmal funktioniert und Insulin produziert und dann bist du geheilt. Ich denke, es macht Sinn, mit der Therapeutin zu sprechen und auch das, was geschehen ist Aufzuarbeiten. Nur musst du dir im Klaren sein, dass eine Depression. Eine körperliche Erkrankung ist, nämlich eine Erkrankung des Gehirns und des gehirnsstoffwechsel und dass es sein kann, dass zusätzlich erstmal Medikamente benötigt werden, damit eine Therapie und eine Aufarbeitung der Dinge überhaupt möglich sind. Nicht jedes Medikament macht schwere nebenwirkungen und wie gesagt es gibt gute Medikamente um nebenwirkungen abzufangen. Meine Medikamente machen bei mir z.b fast gar keine nebenwirkungen am Anfang und waren für mich immer sehr gut verträglich. Zum Beispiel das Mirtazapin ist sehr gut geeignet für Patienten die unter schlafstörungen leiden oder wo der Appetit extrem gestört ist und viel Unruhe im Körper herrscht. Es hilft nachts zur Ruhe zu kommen, man kann wieder besser Essen. Und wird ruhiger.
Das Medikament welches du hattest, ist anregend und kann halt dazu führen, dass die Nächte schlecht werden. Wie sieht das denn aus, Kannst du aktuell besser schlafen? Hat sich das wieder beruhigt??
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung