Ihr Lieben,
meine Große geht aktuell in die vierte Klasse. Also steht dieses Jahr der Wechsel auf die weiterführende Schule an. Das Thema Schule belastet mich aufgrund eigener traumatischen Erfahrungen insgesamt sehr stark. Ich musste nämlich über mehrere Jahre in der Schule das Mobbing erleben. Es hat mehrere Jahre gedauert, bevor die Erwachsenen reagiert haben und es beendet wurde.
Ich vermute stark, dass meine Depression, die im September angefangen hat, genau durch dieses Ereignis- den Schulwechsel- getriggert wurde. Denn aktuell nehmen die Symptome stark zu (ausgelöst durch die Infoabende, Tage der offenen Tür etc.), obwohl ich schon mehrere Monate in der Klinik war, medikamentös eingestellt bin und zur Psychotherapie gehe. Haltet ihr das für plausibel?
Und hat hier jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und mag berichten?
Liebe Grüße,
Mirabel
Wechsel auf weiterführende Schule
Moderator: Moderatoren
Re: Wechsel auf weiterführende Schule
Liebe Mirabel!
Ich habe nochmal ein bisschen deine bisherigen Posts gelesen. Angefangen hat es glaube ich damit, dass du wegen schlechter Leberwerte das Quetiapin zuerst ersetzen musstes durch Abilify und dieses dann nicht vertragen hast? Ist das richtig so? Dann warst du in der Klinik und kämpfst noch mit der Stabilität... habe ich das richtig so gesagt? Eine psych. Erkrankung oder Rückfall, oder Tief entsteht meist, weil mehrere ungünstige Faktoren aufeinander treffen. Als Hauptauslöser könnte man das Wegfallen von Quetiapin einordnen, der Schulwechsel deiner Tochter könnte aber natürlich als Trigger dazu auftreten. Möglich ist das auf jeden Fall.
Ich möchte dir kurz von mir erzählen, wie es war als mein Sohn in dem Alter war. Sein Schulwechsel war zuerst völlig unbelastet, doch dann entwickelte er eine massive Schulangst die für uns alle massiv belastend war. Gerade und vor allem für mich, obwohl ich als Kind so etwas nicht erlebt hatte. Da ich aber schon damals komplett stabil war, habe ich diese Herausforderung ohne Tief oder Rückfall durchstehen können. Allerdings war meine Medikation unverändert schon seit Jahren die selbe. Was ich dir damit sagen möchte: Du tust dir im Moment mit dem Stabil werden schwer und beides könnte bei dir rein spielen: die Medikamente bzw. die Änderung dieser und jetzt zusätzlich ein Trigger. Ich hatte damals "nur" eine Belastung und konnte es stemmen. Wir alle konnten es stemmen und sind auch hier gestärkt heraus gekommen.
Was nimmst du denn aktuell an Medikamenten? Ich habe das gerade nicht mehr auf dem Schirm.
Ich habe nochmal ein bisschen deine bisherigen Posts gelesen. Angefangen hat es glaube ich damit, dass du wegen schlechter Leberwerte das Quetiapin zuerst ersetzen musstes durch Abilify und dieses dann nicht vertragen hast? Ist das richtig so? Dann warst du in der Klinik und kämpfst noch mit der Stabilität... habe ich das richtig so gesagt? Eine psych. Erkrankung oder Rückfall, oder Tief entsteht meist, weil mehrere ungünstige Faktoren aufeinander treffen. Als Hauptauslöser könnte man das Wegfallen von Quetiapin einordnen, der Schulwechsel deiner Tochter könnte aber natürlich als Trigger dazu auftreten. Möglich ist das auf jeden Fall.
Ich möchte dir kurz von mir erzählen, wie es war als mein Sohn in dem Alter war. Sein Schulwechsel war zuerst völlig unbelastet, doch dann entwickelte er eine massive Schulangst die für uns alle massiv belastend war. Gerade und vor allem für mich, obwohl ich als Kind so etwas nicht erlebt hatte. Da ich aber schon damals komplett stabil war, habe ich diese Herausforderung ohne Tief oder Rückfall durchstehen können. Allerdings war meine Medikation unverändert schon seit Jahren die selbe. Was ich dir damit sagen möchte: Du tust dir im Moment mit dem Stabil werden schwer und beides könnte bei dir rein spielen: die Medikamente bzw. die Änderung dieser und jetzt zusätzlich ein Trigger. Ich hatte damals "nur" eine Belastung und konnte es stemmen. Wir alle konnten es stemmen und sind auch hier gestärkt heraus gekommen.
Was nimmst du denn aktuell an Medikamenten? Ich habe das gerade nicht mehr auf dem Schirm.
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Wechsel auf weiterführende Schule
Ich sehe es, wie Marika das wahrscheinlich bei dir paar Dinge zusammenkommen. Einmal dieser ganze medikamentenwechsel, eine Stabilität, die noch nicht sehr sicher ist und jetzt quasi Trigger Die Erinnerung hervorrufen. Aber auch vielleicht einfach nur zu viele Termine, die gerade stattfinden. Jedenfalls ist das bei mir so, dass manche Sachen bzw. Termine an sich nicht schlimm sind, sondern die Summe von dem ganzen, die einen erschöpft, weil viele Informationen kommen, weil es viel gibt, worum sich gekümmert werden muss und so weiter.
Schulwechsel haben wir auch schon hinter uns. Meine große Tochter ist in der 8. Klasse. Die wird diesen Sommer auch die Schule wieder wechseln, weil wir hier im nachbarort nur ein Gymnasium haben, was nur bis zu 8. Klasse geht. Das heißt, sie muss danach noch einen Ort weiter zur Schule um dort halt Abitur machen zu können, sofern Sie das möchte. Bei ihr war der schulwechsel von der vierten Klasse in die fünfte klasse eigentlich recht harmlos, da war ich aber noch nicht stabil und ich weiß noch, dass mich das die ersten Wochen doch sehr angestrengt hat. Einfach weil so viel anders war, weil ich mich um Sachen kümmern musste, weil die ganze Situation neu gewesen ist. Meine zweite Tochter hat dieses schuljahr auch in die fünfte klasse gewechselt und natürlich war das auch wieder aufregend vor allen Dingen, weil meine Tochter eine schwere Legasthenie hat und ads, was aber nicht stark ausgeprägt ist. Als Mutter habe ich mir viele Gedanken gemacht und auch meine Tochter brauchte eine Zeit um sich in der neuen Schule zurechtzufinden. Aber auch da ist es im Nachhinein betrachtet alles ganz positiv gelaufen, da sie eine tolle Lehrerin hat, die sehr auf sie eingeht und auf ihre Bedürfnisse gerade aufgrund der Legasthenie.
Ich möchte dir Mut machen. Ein schulwechsel ist natürlich aufregend und viel Veränderung. Aber er kann auch ein Kind positiv weiterbringen und das habe ich jetzt bei beiden Kindern erlebt. Meine große Tochter ist auf dem Gymnasium richtig aufgeblüht und erwachsen geworden und meine kleine Tochter hat viel Glück mit ihrer Lehrerin, die sie unterstützt, was sie auf der grundschule nicht so erfahren hat. Natürlich prägt deine Vergangenheit deine Gefühle bezüglich Schule, aber du musst bedenken das ist deine Vergangenheit und nicht die Vergangenheit deiner Tochter und was bei dir passiert ist, muss nicht zwangsläufig bei deiner Tochter passieren. Es findet also sehr viel in deinem Kopf statt, was in der Realität vielleicht gar nicht so da ist oder so passieren wird. Außerdem bist du um viele Erfahrungen reicher und kannst dann immer noch intervenieren. Und deiner Tochter stärkend unter die Arme greifen, sofern etwas nicht so läuft, wie du dir vorstellst.
Schulwechsel haben wir auch schon hinter uns. Meine große Tochter ist in der 8. Klasse. Die wird diesen Sommer auch die Schule wieder wechseln, weil wir hier im nachbarort nur ein Gymnasium haben, was nur bis zu 8. Klasse geht. Das heißt, sie muss danach noch einen Ort weiter zur Schule um dort halt Abitur machen zu können, sofern Sie das möchte. Bei ihr war der schulwechsel von der vierten Klasse in die fünfte klasse eigentlich recht harmlos, da war ich aber noch nicht stabil und ich weiß noch, dass mich das die ersten Wochen doch sehr angestrengt hat. Einfach weil so viel anders war, weil ich mich um Sachen kümmern musste, weil die ganze Situation neu gewesen ist. Meine zweite Tochter hat dieses schuljahr auch in die fünfte klasse gewechselt und natürlich war das auch wieder aufregend vor allen Dingen, weil meine Tochter eine schwere Legasthenie hat und ads, was aber nicht stark ausgeprägt ist. Als Mutter habe ich mir viele Gedanken gemacht und auch meine Tochter brauchte eine Zeit um sich in der neuen Schule zurechtzufinden. Aber auch da ist es im Nachhinein betrachtet alles ganz positiv gelaufen, da sie eine tolle Lehrerin hat, die sehr auf sie eingeht und auf ihre Bedürfnisse gerade aufgrund der Legasthenie.
Ich möchte dir Mut machen. Ein schulwechsel ist natürlich aufregend und viel Veränderung. Aber er kann auch ein Kind positiv weiterbringen und das habe ich jetzt bei beiden Kindern erlebt. Meine große Tochter ist auf dem Gymnasium richtig aufgeblüht und erwachsen geworden und meine kleine Tochter hat viel Glück mit ihrer Lehrerin, die sie unterstützt, was sie auf der grundschule nicht so erfahren hat. Natürlich prägt deine Vergangenheit deine Gefühle bezüglich Schule, aber du musst bedenken das ist deine Vergangenheit und nicht die Vergangenheit deiner Tochter und was bei dir passiert ist, muss nicht zwangsläufig bei deiner Tochter passieren. Es findet also sehr viel in deinem Kopf statt, was in der Realität vielleicht gar nicht so da ist oder so passieren wird. Außerdem bist du um viele Erfahrungen reicher und kannst dann immer noch intervenieren. Und deiner Tochter stärkend unter die Arme greifen, sofern etwas nicht so läuft, wie du dir vorstellst.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung