Ursache Reduktion?
Moderator: Moderatoren
Ursache Reduktion?
Hallo Liebes Forum,
ich habe vor 18 Monaten begonnen mein Sertralin innerhalb von 12 Monaten von 100 mg auf 50 mg zu reduzieren. Leider beobachte ich das meine Schlafstörungen wieder stark zunehmen sodass ich zur Nacht wieder Mirtazapin brauche welches auch nur bedingt hilft. Ich Frage mich die ganze Zeit warum ist das so? Muss ich wieder auf 100 mg hoch? Aber ansonsten geht es mir super. Ich bin mega zufrieden mit allem und nur durch die Dosisverringerung kommen die Schlafstörungen wieder so zurück. Was denkt ihr? Brauche ich einfach mehr Sertralin? Hat jemand anderes Erfahrungen damit? Der Doc meint e ich kann auch mal Quetiapin ausprobieren. Teilt gern man eure Erfahrungen mit mir! Danke!
ich habe vor 18 Monaten begonnen mein Sertralin innerhalb von 12 Monaten von 100 mg auf 50 mg zu reduzieren. Leider beobachte ich das meine Schlafstörungen wieder stark zunehmen sodass ich zur Nacht wieder Mirtazapin brauche welches auch nur bedingt hilft. Ich Frage mich die ganze Zeit warum ist das so? Muss ich wieder auf 100 mg hoch? Aber ansonsten geht es mir super. Ich bin mega zufrieden mit allem und nur durch die Dosisverringerung kommen die Schlafstörungen wieder so zurück. Was denkt ihr? Brauche ich einfach mehr Sertralin? Hat jemand anderes Erfahrungen damit? Der Doc meint e ich kann auch mal Quetiapin ausprobieren. Teilt gern man eure Erfahrungen mit mir! Danke!
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Hallo Irene!
Es hört sich so an, als würde die Reduktion dahinter stecken. Du hast dir zwar gut Zeit gelassen mit dem Reduzieren, aber es wäre möglich, das 50 mg einfach zu wenig sind. Musst du das Mirtazapin neu wieder dazu nehmen? Wie lange hast du Sertalin genommen bevor du reduziert hast und warst du stabil und beschwerdefrei?
Es hört sich so an, als würde die Reduktion dahinter stecken. Du hast dir zwar gut Zeit gelassen mit dem Reduzieren, aber es wäre möglich, das 50 mg einfach zu wenig sind. Musst du das Mirtazapin neu wieder dazu nehmen? Wie lange hast du Sertalin genommen bevor du reduziert hast und warst du stabil und beschwerdefrei?
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Ursache Reduktion?
Hallo Marika,
nehme das Sertralin seit 9 Jahren immer in unterschiedlichen Dosierungen...anfangs haben 50 mg gereicht und bei der 2. Episode vor 5 Jahren musste ich auf 100 mg hoch. Das Mirtazapin begleitet mich immer mal wieder aber nicht die ganze Zeit. Aktuell habe ich das Gefühl ich muss wieder auf 100 hoch dann kann ich das Mirtazapin auch wieder weglassen. Ich habe gestern auch noch ein wenig recherchiert und denke ich muss auf 100 zurück und das Quetiapin ist glaube ich doch nicht so passend wobei ich es auch hier hätte...wie sind deine Gedanken dazu?
Liebe Grüße
nehme das Sertralin seit 9 Jahren immer in unterschiedlichen Dosierungen...anfangs haben 50 mg gereicht und bei der 2. Episode vor 5 Jahren musste ich auf 100 mg hoch. Das Mirtazapin begleitet mich immer mal wieder aber nicht die ganze Zeit. Aktuell habe ich das Gefühl ich muss wieder auf 100 hoch dann kann ich das Mirtazapin auch wieder weglassen. Ich habe gestern auch noch ein wenig recherchiert und denke ich muss auf 100 zurück und das Quetiapin ist glaube ich doch nicht so passend wobei ich es auch hier hätte...wie sind deine Gedanken dazu?
Liebe Grüße
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Hallo liebe Irene!
Vielleicht kannst du mit deinem Arzt besprechen ob du erstmal auf 75 mg erhöhen kannst? Wieviel mg Mirtazapin nimmst du? Wenn du es nach Bedarf nimmst, nimmst du es dann nicht jeden Abend?
Liebe Grüße
Vielleicht kannst du mit deinem Arzt besprechen ob du erstmal auf 75 mg erhöhen kannst? Wieviel mg Mirtazapin nimmst du? Wenn du es nach Bedarf nimmst, nimmst du es dann nicht jeden Abend?
Liebe Grüße
Nici
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
Re: Ursache Reduktion?
Hallo Nici,
der Neurologe meinte ich soll schauen, ob es doch 75 oder 100mg braucht. Ich soll mich ran tasten. Das Mirtazapin nehme ich aktuell jeden Abend mit 15 mg allerdings war es ursprünglich als bedarf gedacht. Also wenn ich es mal brauche,kann ich es als Einschlafhilfe als Bedarf nehmen. Wie ist es bei dir?
der Neurologe meinte ich soll schauen, ob es doch 75 oder 100mg braucht. Ich soll mich ran tasten. Das Mirtazapin nehme ich aktuell jeden Abend mit 15 mg allerdings war es ursprünglich als bedarf gedacht. Also wenn ich es mal brauche,kann ich es als Einschlafhilfe als Bedarf nehmen. Wie ist es bei dir?
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Liebe Irene!
Vielleicht reichen dir ja 75 mg Sertralin.
Ich nehme erst seit kurzem abends 7,5 mg Mirtazapin zum Schlafen. Eigentlich komme ich ganz gut damit klar, obwohl es mich extrem träumen lässt. Hast du es damals gut abgesetzt bekommen? Als Haupt AD nehme ich 15 mg Escitalopram seit 9 Jahren.
Liebe Grüße
Vielleicht reichen dir ja 75 mg Sertralin.
Ich nehme erst seit kurzem abends 7,5 mg Mirtazapin zum Schlafen. Eigentlich komme ich ganz gut damit klar, obwohl es mich extrem träumen lässt. Hast du es damals gut abgesetzt bekommen? Als Haupt AD nehme ich 15 mg Escitalopram seit 9 Jahren.
Liebe Grüße
Nici
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
Re: Ursache Reduktion?
Ich kann das Mirtazapin ohne Probleme immer wieder weglassen. Aber seit fünf Jahren habe ich immer mal wieder Phasen in denen ich es zusätzlich brauche...
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Okay…und dann lässt du es einfach weg ohne es auszuschleichen? Und immer 15 mg?
Nici
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
Re: Ursache Reduktion?
Wenn ich länger 15 mg nehme, dann reduziere ich auf 7,5 und lass es dann einfach weg. Wenn ich einmalig 15 mg nehme als Bedarf brauche ich nicht auszuschleichen. Möchtest du dein Mirtazapin als Bedarf nehmen? Mein Neurologe meint es ist nicht üblich aber grundlegend kein Problem.
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Ich nehme es ja erst kurz und werde es auf jeden Fall noch 2 Monate nehmen und dann evtl. bei Bedarf. Aber momentan komme ich damit erstmal gut zurecht.
Liebe Grüße
Liebe Grüße
Nici
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
15mg Escitalopram
7,5mg Mirtazapin
Re: Ursache Reduktion?
Hey Irene,
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass der Schlaf bei dir die achillesferse ist. Der Punkt wo dein System am schnellsten aus den Fugen kommt. Manchmal möchte man wissen, warum das so ist, warum das Gehirn nicht einfach normal funktionieren kann. Aber du siehst ja, dass es bei mir nicht anders ist. Ich nehme weiterhin Medikamente und ich weiß nicht, ob eine Reduktion im Moment gut für mich wäre.
Was mir noch durch den Kopf ging. Ich beschäftige mich zur Zeit immer mal wieder mit den hormonwechsel im Alter und ich konnte bei mir feststellen, dass ich Phasen habe oder auch Zyklen wo mein Schlaf schlechter ist. Das ist eher in der zweiten zyklushälfte, manchmal aber auch in der ersten. Und sobald ein Wechsel von einer zyklushälfte in die andere geht, kann es gut sein, dass das ganze schlafproblem wieder deutlich besser wird. Ich habe mir vorgenommen, beim nächsten frauenarzttermin einmal darüber zu sprechen. Und eventuell nach einer Progesteron Behandlung zu fragen, denn das wirkt sich oft sehr positiv auf die schlafqualität aus. Kannst Du bei dir so einen Zusammenhang erkennen?
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass der Schlaf bei dir die achillesferse ist. Der Punkt wo dein System am schnellsten aus den Fugen kommt. Manchmal möchte man wissen, warum das so ist, warum das Gehirn nicht einfach normal funktionieren kann. Aber du siehst ja, dass es bei mir nicht anders ist. Ich nehme weiterhin Medikamente und ich weiß nicht, ob eine Reduktion im Moment gut für mich wäre.
Was mir noch durch den Kopf ging. Ich beschäftige mich zur Zeit immer mal wieder mit den hormonwechsel im Alter und ich konnte bei mir feststellen, dass ich Phasen habe oder auch Zyklen wo mein Schlaf schlechter ist. Das ist eher in der zweiten zyklushälfte, manchmal aber auch in der ersten. Und sobald ein Wechsel von einer zyklushälfte in die andere geht, kann es gut sein, dass das ganze schlafproblem wieder deutlich besser wird. Ich habe mir vorgenommen, beim nächsten frauenarzttermin einmal darüber zu sprechen. Und eventuell nach einer Progesteron Behandlung zu fragen, denn das wirkt sich oft sehr positiv auf die schlafqualität aus. Kannst Du bei dir so einen Zusammenhang erkennen?
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Ursache Reduktion?
Hallo Alibo,
das stimmt alles sehr genau. Der Schlaf ist meine Achillesferse und immer wenn das nicht klappt, schwanke ich. Je länger das anhält,desto schlimmer werden die psychischen Symptome. Das mit dem Zyklus beobachte ich jetzt seit zwei Monaten und es ist tatsächlich so, dass es in der zweiten Zyklushälfte passiert mit dem Schlaf. Ich habe jetzt bald fünf therapeutische Beratungstermine in der Uni um zu schauen wie ich damit besser umgehen kann und diese "Schlafangst" bearbeite... mittlerweile will ich schon gar nicht mehr woanders übernachten...echt ätzend.
Danke dir für deine Antwort.
Liebe Grüße
das stimmt alles sehr genau. Der Schlaf ist meine Achillesferse und immer wenn das nicht klappt, schwanke ich. Je länger das anhält,desto schlimmer werden die psychischen Symptome. Das mit dem Zyklus beobachte ich jetzt seit zwei Monaten und es ist tatsächlich so, dass es in der zweiten Zyklushälfte passiert mit dem Schlaf. Ich habe jetzt bald fünf therapeutische Beratungstermine in der Uni um zu schauen wie ich damit besser umgehen kann und diese "Schlafangst" bearbeite... mittlerweile will ich schon gar nicht mehr woanders übernachten...echt ätzend.
Danke dir für deine Antwort.
Liebe Grüße
agitierte Depression, Anpassungsstorung, PPD
Re: Ursache Reduktion?
Ich kann das sehr sekundieren was Alibo schreibt - meine hochverehrte Psychiaterin, die leider inzwischen aufgehört hat, hat viel Frauenmedizin gemacht und immer gesagt (weil Schlaf auch meine Archillesferse) - wenn die Wechseljahre dann Schlafthemen bringen setze die sich zwar auf die Angstproblematik von vorher, müssen aber anders behandelt werden und dass ein AD dann nicht mehr hilft. Ich höre gerade viel vorbereitend Podcast und lese, um da nicht dem vielleicht mangelnden Wissen der Ärzte ausgeliefert zu sein, die teilweise nix darüber wissen (Wechseljahre oder Hormone sind nicht Teil des Medizinstudiums
). Und man kann wohl mit Hormongaben wirklich das ein oder andere machen was diese Form der schlafprobleme angeht.
Re: Ursache Reduktion?
Ganz genau, so ist es. gerade in der Menopause oder perimeno Pause, also die Zeit davor kann es sein, dass man psychische Symptome entwickelt. Aufgrund der hormondefizite oder auch Schwankungen und dass es in diesem Fall So ist, dass Hormone zu ersetzen schon sinnvoll sein kann , eventuell in Zusammenhang mit einem Antidepressivum. Das muss dann ganz individuell betrachtet und entschieden werden, was Sinn macht.
Ich weiß nicht, ob ich hier buchempfehlungen geben darf, aber der Klassiker ist glaube ich. Woman on fire. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, steht aber auf meinem Plan. Denn ähnlich wie Mayte versuche ich mir immer mal wieder ein wenig wissen anzueignen, damit ich nicht irgendwann völlig planlos über meine Gefühle und Symptome verzweifele, die vielleicht in diesem Leben Abschnitt völlig normal sind. Ich habe auch schon oft gelesen, dass man sich leider als Patient gerade was Menopause angeht, viel selber kümmern muss. Da nicht jeder Gynäkologe, sich ausreichend mit diesem Thema beschäftigt oder auskennt. Manchmal braucht man da ziemlich langen Atem. Bis man die passende Therapie gefunden hat.
Ich habe gestern gerade etwas interessantes gelesen, in Zusammenhang mit hormonersatztherapie und schlafstörungen. Der Klassiker ist natürlich Progesteron, aber das Progesteron ist das, was das einschlafen fördert. Aber nicht, das Durch schlafen. Zum durchschlafen ist das Östrogen wiederum nötig und gerade bei einer hormonersatztherapie kommt es dann auf die Art des östrogens und die Verabreichung an. Ob der Spiegel über die Nacht auf einem gewissen Level bleibt oder tatsächlich eine zweimal tägliche Gabe gemacht werden muss. Ich fand es wahnsinnig spannend, wie viel Spielraum es da gibt und dass jeder Patient das tatsächlich ganz individuell betrachtet werden muss und auch selbst ein Gespür dafür bekommen muss, Was einem gut tut.
Ich weiß nicht, ob ich hier buchempfehlungen geben darf, aber der Klassiker ist glaube ich. Woman on fire. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, steht aber auf meinem Plan. Denn ähnlich wie Mayte versuche ich mir immer mal wieder ein wenig wissen anzueignen, damit ich nicht irgendwann völlig planlos über meine Gefühle und Symptome verzweifele, die vielleicht in diesem Leben Abschnitt völlig normal sind. Ich habe auch schon oft gelesen, dass man sich leider als Patient gerade was Menopause angeht, viel selber kümmern muss. Da nicht jeder Gynäkologe, sich ausreichend mit diesem Thema beschäftigt oder auskennt. Manchmal braucht man da ziemlich langen Atem. Bis man die passende Therapie gefunden hat.
Ich habe gestern gerade etwas interessantes gelesen, in Zusammenhang mit hormonersatztherapie und schlafstörungen. Der Klassiker ist natürlich Progesteron, aber das Progesteron ist das, was das einschlafen fördert. Aber nicht, das Durch schlafen. Zum durchschlafen ist das Östrogen wiederum nötig und gerade bei einer hormonersatztherapie kommt es dann auf die Art des östrogens und die Verabreichung an. Ob der Spiegel über die Nacht auf einem gewissen Level bleibt oder tatsächlich eine zweimal tägliche Gabe gemacht werden muss. Ich fand es wahnsinnig spannend, wie viel Spielraum es da gibt und dass jeder Patient das tatsächlich ganz individuell betrachtet werden muss und auch selbst ein Gespür dafür bekommen muss, Was einem gut tut.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung