Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo zusammen, danke für eure Nachrichten. Ich war heute mal wieder nach 6 Wochen bei meinem Psychiater und er meinte, ich soll quietapin von 100 auf 50 runter reduzieren. Sertalin 100 bleibt natürlich weiterhin. Bin gespannt und habe etwas bange, ob ich das spüre oder iwelche Symptome auftreten. Drückt mir die Daumen. :-/
Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo, ich wollte mal fragen, ob ich meine Nr vlt in eure Dokumente eintragen könnte. Als es mir so schlecht ging, habe ich alles durchstöbert und hier im Raum Allgäu nur eine Dame gefunden. Die hab ich dann auch angerufen. Ihre PPD war 10 Jahre her. Vlt würde es jemandem helfen hier aus meiner Region. Das würde ich sehr gerne anbieten. Jeder Tag ist gefühlt anders, aber es wird in Minischritten besser. Abends ist es schon fast wieder wie vorher. Die Wahrnehmung variiert sooft. Das ist so gruselig, Wahnsinn...
Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Wo ist eig die liebe Mayte? Vermisse ihre poetischen Posts :)
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Marika
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Marika »

Liebe Margarita!

Vielen Dank für dein Interesse im Verein tätig zu werden. Ich habe dir hier eine Email Adresse. Wenn du dich dort hinwendest, erhälst du alle Infos dazu:

info@schatten-und-licht.de
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Mayte
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Mayte »

Hey Margarita!

Grüße gehen raus :)
Bin eigentlich immer da, absurd oder? Dass ich das Forum nicht loslasse… Aber tippe immer nur wenn ich das Gefühl habe auch was beitragen zu können ;)
Wie schön dass es dir so viel besser geht!
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Marika
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Marika »

Absurd? Ich finde es wunderbar ❤️
Liebe Grüße von
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Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Ihr seid einfach Engel auf Erden! Man kann es nicht anders sagen!!!! Ich kann es kaum glauben, aber wir haben 1 und ich bin fast wieder ich. Noch ein bisschen brauchts. Auch die Morgentiefs sind audhaltbarer geworden. Was für ein langer harter Kampf. Ich erinnere mich oft noch an diese Tage, als ich dachte, f... Iwie musst du den Tag überleben. Egal wie. Iwo hier hab ich den Tipp gelesen, nur die nächsten 5 Min rumkriegen. Boa. Das war schwer, richtig richtig schwer. Und ich schlafe wieder so erholsam und habe nun gar keine Angst mehr davor, obwohl ivh quietapin reduziert hab. Mein Psychiater ist auch ein Engel!!! Sagt mal, ich frage mich immer... Was haben eig die Frauen vor 100 Jahren gemacht? Sind die dann eifach krank geblieben? Oder gab es Psychiater da auch schon?
Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Mayte hat geschrieben: 30:03:2026 10:13 Hey Margarita!

Grüße gehen raus :)
Bin eigentlich immer da, absurd oder? Dass ich das Forum nicht loslasse… Aber tippe immer nur wenn ich das Gefühl habe auch was beitragen zu können ;)
Wie schön dass es dir so viel besser geht!

Ich grüße dich ganz arg zurück und schicke dir eine Umarmung aus der Ferne. Danke für Alles und dass du immer für uns Frauen so einstehst. Ich habe daraus viel mitnehmen können
Mayte
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Mayte »

Das berührt mich gerade sehr, vielen Dank ☺️
Meine Leidenszeit war ja viel kürzer als die von anderen, aber für mich war diese Erfahrung trotzdem sehr prägend und das Gefühl, dass Frauen sich hier gegenseitig stärken und Wissen weitergeben hat mich an diesen (virtuellen) Ort gebunden. Poetisch genug, Margarita :)? Nein ernsthaft, da ist eine Kraft und eben nicht nur Leid. Ich hab gerade den zweiten Teil von Ulli Lust „Die Frau als Mensch“ gelesen, in dem es um die eiszeitlichen Schamaninnen geht und irgendwie gibt es da eine ganz zarte Linie bis hier und heute in dieses Forum (behaupte ich jetzt einfach mal). Und ich behaupte auch einfach mal: Mütter waren vielleicht historisch noch nie so einsam mit so viel, Was sie den Kindern geben und wobei sie auch noch so öffentlich sichtbar waren, vielleicht spielt das rein in dieses krankheitsspektrum. Wie wir Kinder kriegen dieser Tage ist jedenfalls absolut nicht „artgerecht“… also für die Mütter.
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Marika
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Marika »

Liebe Mayte!

Das hast du wieder mal komplett auf den Punkt gebracht. Der Vergleich mit den Schamaninnen hat mich gerade unglaublich berührt. Ich fühle sie auch - diese Kraft hier... irgendwie ein virtueller Kraftort um bei der Verbindung zu den Schamaninnen zu bleiben.

Ja, Frauen haben schon viel erreicht, viel Ungerechtigkeit aufgezeigt und unsere Vorfahrinnen haben dafür gekämpft. Und trotzdem sind wir oft so alleine wie nie... ich empfinde es auch so. Gerade deshalb bin ich auch noch hier. Ich bin überzeugt dass das in unser Krankheitsbild mit hinein spielt und glaube, dass dieser, unser Kraftort helfen kann den Weg zum positiven Wandel für uns Frauen weiter zu führen. ❤️
Liebe Grüße von
Marika

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Margarita_1989!
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo, ich muss heut mal wieder Dampf ablassen. Iwie schleicht sich mir das Gefühl ein, dass wieder so langsam all die Aufgaben auf mich übertragen werden. Ich habe langsam wieder etwas mehr Kraft und Energie, und so hab ich das Gefühl, dass schlicht vergessen wird, was ich da eig für eine schwere Krankheit hatte bzw immer noch habe. Nur weil es mir jetzt etwas besser geht, heißt es nicht, dass ich hier wieder in Höchstform perfomen muss. Ich sags euch, die Küche sieht aus, mir egal. Ich lieg im Bett. Keiner hält sich hier an die Regeln, ich bin doch keine Putze! Es ist komplett sinnlos, bei uns sauber zu machen. Auch dieser mental Overload beginnt wieder... Sei es nur Ostern. Meine Große fährt mit seinen Eltern in den Urlaub. Ok, sie freut sich. Das Gepäck. Alle Besorgungen natürlich ich, Ostergeschenke für die Kinder in der Fam... Ich! Mal n Dokument ausdrucken... Kann er nicht, weil er nicht weiß wie es geht. Mal ne E Mail schreiben... Ich muss es machen. Die Nächte macht ja ER. Okay, aber ganz ehrlich, der Kleine schläft durch. Am Abend mach ivh die letzte Flasche, in der Früh um 6 auch wieder ich, er geht ja arbeiten. HA mit der Großen... Ich. Ich hab das Gefühl, es geht wieder genauso weiter wie zuvor! 1 bin ich noch nicht wirklich gesund, 2 darf es so nicht weitergehen, sonst steh ich wieder in der Depression. Heute kam noch so n Spruch, vonwegen ja was hängst du die ganze Zeit bei deiner Mama rum? Ja, soll ich mit beiden Kindern daheim vereinsamen und durchdrehen? Bin froh, dass jemand mit mir ist und es ist doch etwas Unterstützung, weil ja beide Kinder auf mir sind. Er geht arbeiten. Ja, das ist wohl alles. Ich übrigens im. September auch wieder, bin gespannt wie ich das mit meinen Morgentiefs noch hinbekomme. Wir streiten auch öfter, weil ich mir das nicht mehr bieten lassen will. Er macht zwar alles, wenn ich was sage, aber dieses Mitdenken, das geht einfach nicht. Und dann nervt es mich so sehr, dass ich es lieber selber mache. Und wenn der Kleine bei ihm net schlafen will, bekomm natürlich auch ich ihn wieder. Habe Angst, dass ich mich wieder wie im Hamsterrad fühle, immer nie zur Ruhe kommen, weil das Gehirn rattert, was noch alles erledigt werden muss. Den Kleinen eincremen.. Immer Ich! Ich sei ja schneller. Jetzt will er am WE zu seinen Eltern fahren, und schon allein das Gepacke, was natürlich auf mir lastet, stresst mich. Ich will ja meine Familie nicht verlieren und mich ungern trennen, aber so kann ich das echt nicht mehr. Habt ihr Tipps?
Mayte
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Mayte »

Paartherapie! Ich bin große Verfechterin davon, ja generell von Therapie.
Ich finde ziemlich bemerkenswert, wie klar du geworden bist Margarita damit, für dich und deine Bedürfnisse einzustehen. So klang das nicht, als du hier angekommen bist. Und das ist wichtig, genau wie du schreibst, für dich und deine Lebensqualität. Kinder, meistens das zweite, sind oft in heterosexuellen Partnerschaften der Katalysator für solche Konflikte wie du sie schilderst, denn dann kann eine Mutter Care und Mental load ziemlich offensichtlich nicht mehr alleine wuppen.
Und dann kann es sehr helfen wenn jemand dabei hilft das zu sortieren. Und es Zeit jenseits vom vollen Alltag gibt, in der man sich nur diesen Konflikten widmet. Damit gibt man den berechtigten Problemen auch vor jeder Lösung schon einen Wert, eine Berechtigung.
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Marika
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von Marika »

Immer wieder reden, hinweisen, liegen lassen, erinnern.. ich weiß wie mühsam das ist. Es sind zwar Männer, aber sie sind lernfähig... :wink:

Auf jeden Fall weiterhin so klar bleiben, die alten Muster nicht wieder einreißen lassen. Ich finde du bist auf einem guten Weg. Diese Erkrankung bringt es oft mit sich, dass wir Frauen "aufwachen" und einfordern!!!
Liebe Grüße von
Marika

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alibo79
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Re: Depression bereits wohl Ende der SS, Schlaflosigkeit

Beitrag von alibo79 »

Hey Margarita! Ich kenne diese dauerhafte Belastung ja auch zu gut und es gab Zeiten,da war ich auch enttäuscht. Müde von den ganzen Aufgaben. Und habe mir gedacht was soll das eigentlich? Ich bin eine gut ausgebildete Person , Sitze zu Hause. Mache diesen ganzen Kram mit den Kindern und das, was mir eigentlich wichtig war, ist weg.
Ich habe einen wirklich tollen Mann, der auch im Prinzip im Haushalt viel helfen würde. Nur ist sein Job so zeitaufwendig , er arbeitet viele Stunden als Landwirt . Und wir haben auf die Dauer versucht, da Entlastung reinzubringen, aber es ist manchmal wirklich schwierig.
Zudem ist es glaube ich seitens der Männer auch eine Bequemlichkeit zu sagen. Ach, die Frau macht das wohl. Das geht viel schneller. Ich weiß gar nicht genau wie das geht und so weiter. Aber das liegt ja auch daran, dass wir dann die Aufgaben auch immer machen und nicht liegen lassen oder den Mann dazu auffordern mitzuhelfen und irgendwann schleift sich dann eine Gewohnheit in diesen Dingen ein.
Mir persönlich würde dieser Kampf um meine Rechte , glaube ich, zu viel Kraft Kosten. Ich bin jetzt einen anderen Weg gegangen, auch aufgrund meiner Krankheit, dass ich eine gewisse Akzeptanz habe. zum Beispiel, dass ich für Schule zuständig bin, für zu Hause, dass der Alltag läuft. Dafür nehme ich mir aber an anderen Stellen Zeit für mich, wo ich dann auch kein schlechtes Gewissen habe. Wenn ich mittags eine Stunde mittagspause im Bett mache oder meinen Sport am Nachmittag mache, wo andere Menschen vielleicht arbeiten gehen. Ich arbeite immer noch mehr als genug und dazu 99% der Fürsorge Arbeit zu Hause. Dann stehen mir diese Pausen einfach zu, ohne schlechtes Gewissen. Und auch im Haushalt wird das gemacht, was gerade geht und manche Sachen werden einfach nicht gemacht. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren keine osterdekoration, hingestellt und es fühlt sich so gut an und es ist mir auch völlig egal, dass das Haus nicht österlich ausschaut.
Ich glaube, du bist schon ein ganzes Stück weiter in deiner persönlichen Entwicklung, dass du diese Dinge siehst und hinterfragst und auch anfängst für dich Einzustehen, du brauchst nicht die vorzeige Ehefrau zu sein, sondern einfach nur du selbst. Das ist das wichtigste.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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