Hallo,
ich wollte euch mal fragen, wie ihr so zum Thema „Langzeiteinnahme der Medikation“ steht? Ich realisiere langsam, dass ich nicht so schnell von meiner Kombi aus Escitalopram und Mirtatapin wegkomme. Nach mehreren Absetzversuchen und Umstellungsversuchen muss ich feststellen, dass ich ohne die beiden Medis im Moment nicht klarkomme.
Mich bedrückt das echt, zum einen wegen den Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Müdigkeit, Gedächnisleistung), aber auch wegen dem gesundheitlichen Aspekt. Ich möchte lange leben und habe Angst, dass gerade das Mirtazapin schlechte Auswirkungen auf den Metabolismus hat. Ich weiß von vielen hier, dass sie ein Medikament als Langzeiteinnahme nehmen, aber gleich zwei fühlt sich einfach nicht gut an. Deshalb meine Frage, wie habt ihr damit Frieden gefunden? Trefft ihr irgendwelche besonderen Maßnahmen? Konntet ihr es dann doch irgendwann wieder absetzen?
Langzeiteinnahme der Medikamente
Moderator: Moderatoren
Langzeiteinnahme der Medikamente
10/2024: PPD/PTBS
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
-
Schneeflocke
- power user
- Beiträge: 259
- Registriert: 17:07:2022 12:21
Re: Langzeiteinnahme der Medikamente
Hallo,
Ich nehme mein Medikament Duloxetin schon seit nun 16 Jahren. Habe es auch ein paar mal absetzen wollen...ohne dauerhaften Erfolg.
Ich habe mir viele Beiträge damals hier durchgelesen und mit Mitgliedern gesprochen... viel nachgedacht (Overthinker)... im Endeffekt habe ich es so akzeptiert, dass es wie zum Beispiel bei einem Diabetiker ist, der Insulin benötigt. So benötigt mein Gehirn eben dieses Medikament um richtig zu arbeiten. Und so habe ich mich damit abgefunden, dass ich eine kleine Dosis benötige.
Ich wollte auch nie etwas nehmen bzw es dauerhaft nehmen müssen. Bin kein Fan von Medikamenten!!! Aber wenn es mir hilft, dann bin ich damit einverstanden.
Ich nehme mein Medikament Duloxetin schon seit nun 16 Jahren. Habe es auch ein paar mal absetzen wollen...ohne dauerhaften Erfolg.
Ich habe mir viele Beiträge damals hier durchgelesen und mit Mitgliedern gesprochen... viel nachgedacht (Overthinker)... im Endeffekt habe ich es so akzeptiert, dass es wie zum Beispiel bei einem Diabetiker ist, der Insulin benötigt. So benötigt mein Gehirn eben dieses Medikament um richtig zu arbeiten. Und so habe ich mich damit abgefunden, dass ich eine kleine Dosis benötige.
Ich wollte auch nie etwas nehmen bzw es dauerhaft nehmen müssen. Bin kein Fan von Medikamenten!!! Aber wenn es mir hilft, dann bin ich damit einverstanden.
Ich bin wie ich bin und das ist gut so!
Re: Langzeiteinnahme der Medikamente
Hallo!
Ich nehme seit 21 Jahren Escitalopram, 3 Absetzversuche sind gescheitert, daher werden 10 mg bleiben. Da ich schon in der Kindheit zwanghaft war und unter ZG litt, ist es ein sehr sicheres Indiz, dass es bei mir ganz ohne AD Stütze keine langfristige Stabilität geben wird.
Nach anfänglichen 3 Medikamenten (Xanor, Mirtazapin, Escitalopram) in hohen Dosen, sind die heutigen 10 mg Escitalopram trotzdem ein riesen Erfolg finde ich. Mein Weg dahin war so: mit dem Absetzen von Xanor und Mirtazapin, wurde Escitalopram schrittweise erhöht, bis ich eine Dosis erreicht hatte, unter der ich völlig stabil war. Das waren tatsächlich 30 mg Escitalopram, eine sehr hohe Dosis. Diese nahm ich 2 Jahre (plus Therapie natürlich) danach konnte ich schrittweise über ca. 1,5 Jahre auf 10 mg reduzieren. Das hat geklappt, aber bei weniger als 10 mg bekomme ich Rückfälle.
Ich versuche meinem Körper viel Gutes zu tun, damit er die 10 mg so gut wie möglich stemmen kann. Ich achte auf meine Ernährung (bin schon lange bei Weight Watchers - mir hilft das mich 1. gesund zu ernähren und 2. ein gesundes Gewicht zu halten), ich mache Sport mehrmals die Woche (Step Aerobik, Hometrainer, wandern und zügiges Gehen in der Natur), gezielt Nahrungsergänzungsmittel die auf mich abgestimmt sind (Magnesium, B - Vitamine, Folsäure, Zink, Selen, Probiotikum für den Darm), gute Life-Work-Balance, alle Vorsorgeuntersuchen nutzen die es gibt, nicht rauchen, nur ganz wenig Alkohol.
Ich werde das Escitalopram für ein schönes, gesundes Leben brauchen, aber ich bin mir im klaren, dass mein Körper auch erhöhte Risiken für diverse Nebenwirkungen dadurch hat. Deswegen tue ich daneben alles um ihn für diese Aufgabe zu stärken.
Ich nehme seit 21 Jahren Escitalopram, 3 Absetzversuche sind gescheitert, daher werden 10 mg bleiben. Da ich schon in der Kindheit zwanghaft war und unter ZG litt, ist es ein sehr sicheres Indiz, dass es bei mir ganz ohne AD Stütze keine langfristige Stabilität geben wird.
Nach anfänglichen 3 Medikamenten (Xanor, Mirtazapin, Escitalopram) in hohen Dosen, sind die heutigen 10 mg Escitalopram trotzdem ein riesen Erfolg finde ich. Mein Weg dahin war so: mit dem Absetzen von Xanor und Mirtazapin, wurde Escitalopram schrittweise erhöht, bis ich eine Dosis erreicht hatte, unter der ich völlig stabil war. Das waren tatsächlich 30 mg Escitalopram, eine sehr hohe Dosis. Diese nahm ich 2 Jahre (plus Therapie natürlich) danach konnte ich schrittweise über ca. 1,5 Jahre auf 10 mg reduzieren. Das hat geklappt, aber bei weniger als 10 mg bekomme ich Rückfälle.
Ich versuche meinem Körper viel Gutes zu tun, damit er die 10 mg so gut wie möglich stemmen kann. Ich achte auf meine Ernährung (bin schon lange bei Weight Watchers - mir hilft das mich 1. gesund zu ernähren und 2. ein gesundes Gewicht zu halten), ich mache Sport mehrmals die Woche (Step Aerobik, Hometrainer, wandern und zügiges Gehen in der Natur), gezielt Nahrungsergänzungsmittel die auf mich abgestimmt sind (Magnesium, B - Vitamine, Folsäure, Zink, Selen, Probiotikum für den Darm), gute Life-Work-Balance, alle Vorsorgeuntersuchen nutzen die es gibt, nicht rauchen, nur ganz wenig Alkohol.
Ich werde das Escitalopram für ein schönes, gesundes Leben brauchen, aber ich bin mir im klaren, dass mein Körper auch erhöhte Risiken für diverse Nebenwirkungen dadurch hat. Deswegen tue ich daneben alles um ihn für diese Aufgabe zu stärken.
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Langzeiteinnahme der Medikamente
Ich schließe mich Marika an, dass ich wahrscheinlich mein Leben lang Medikamente nehmen muss. Das hat mir mein Psychiater ziemlich deutlich zu verstehen gegeben und ich kann mich gut mit diesem Gedanken arrangieren. Im April hatte ich wieder eine Kontrolle bei meinem Arzt und er sagte mir, dass wir genauso weitermachen wie bisher. Weil wir so eine gute Stabilität bis hierhin bekommen haben. Und meine blutwerte gut sind. Meine wirkstoffspiegel haben wir im Januar getestet und die lagen trotz der hohen Dosis passend im normalbereich. Deswegen werden wir erstmal alles dabei belassen, denn ich kann sagen, dass über die Jahre weiterhin Stück für Stück mehr Sicherheit und Stabilität dazu kommt. Ich bin sehr sehr froh darüber und genieße das gerade ganz stark. Diese lebensqualität aufs Spiel zu setzen ist es mir nicht wert. Ich ernähre mich gesund. Mache viel Sport. Trinke keinen Alkohol. Rauche nicht. Ich esse gerne Schokolade, aber auch das ist okay, da der andere Bereich doch sehr ausgewogen ist.
Mir diese Medikamente zu erlauben hat für mich auch ganz viel mit selbstfürsorge und selbstliebe zu tun. Ich habe so viele Jahre gegen mich angekämpft versucht, immer nur irgendwelchen idealen zu entsprechen und erst, als ich in dieser zweiten Episode immer mehr gelernt habe, mich selbst anzunehmen. Hat das einen ordentlichen Ruck nach vorne gegeben.
In meiner ersten Episode wollte ich auch so schnell von den Medikamenten runter. Einmal, weil ich dachte man braucht das irgendwann nicht mehr. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, war der größere Punkt, dass ich durch die Medikamente etwas zugenommen habe, nicht viel, aber die vier fünf Kilo, konnte ich einfach nicht akzeptieren. Und eigentlich finde ich das im Nachhinein total traurig, dass ich mir nur aufgrund des Gewichtes die Medikamente untersagt habe. Und das hat ganz schön viel über meinen Gedanken im Kopf ausgesagt. Wie sehr ich mich im Prinzip gehasst habe , mein Körper gehasst habe , mich selbst wie ich bin, nicht mochte. Dieses denken hat sich deutlich gebessert und deswegen ist das für mich so okay wie es gerade ist und ich genieße alles was ich wieder machen kann, was in der Depression nicht möglich war.
Ich weiß nicht, ob ich dir mit meiner eigenen Erfahrung helfen kann, aber ich dachte, das Teilen meiner Gedanken zu einer dauerhaften medikamenteneinnahme, kann dir vielleicht ein wenig weiter helfen
Mir diese Medikamente zu erlauben hat für mich auch ganz viel mit selbstfürsorge und selbstliebe zu tun. Ich habe so viele Jahre gegen mich angekämpft versucht, immer nur irgendwelchen idealen zu entsprechen und erst, als ich in dieser zweiten Episode immer mehr gelernt habe, mich selbst anzunehmen. Hat das einen ordentlichen Ruck nach vorne gegeben.
In meiner ersten Episode wollte ich auch so schnell von den Medikamenten runter. Einmal, weil ich dachte man braucht das irgendwann nicht mehr. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, war der größere Punkt, dass ich durch die Medikamente etwas zugenommen habe, nicht viel, aber die vier fünf Kilo, konnte ich einfach nicht akzeptieren. Und eigentlich finde ich das im Nachhinein total traurig, dass ich mir nur aufgrund des Gewichtes die Medikamente untersagt habe. Und das hat ganz schön viel über meinen Gedanken im Kopf ausgesagt. Wie sehr ich mich im Prinzip gehasst habe , mein Körper gehasst habe , mich selbst wie ich bin, nicht mochte. Dieses denken hat sich deutlich gebessert und deswegen ist das für mich so okay wie es gerade ist und ich genieße alles was ich wieder machen kann, was in der Depression nicht möglich war.
Ich weiß nicht, ob ich dir mit meiner eigenen Erfahrung helfen kann, aber ich dachte, das Teilen meiner Gedanken zu einer dauerhaften medikamenteneinnahme, kann dir vielleicht ein wenig weiter helfen
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Langzeiteinnahme der Medikamente
Hallo,
ich finde es sehr spannend eure Erfahrungen zu lesen, vielen Dank an euch! Ich finde es besonders interessant wie du Alibo geschrieben hast, dass es eine Art der selbstliebe ist, es sich zu erlauben, die Antidepressiva einzunehmen, finde ich voll interessant von Ansatz her und stimmt total! Du nimmst ja wie ich auch das Mirtazapin. Hast du mit Gedächnis- und Konzentrationsproblemen zu tun? Ich weiß nämlich nicht ob es die Depression ist, oder das Medikament. Fühlst du dich morgens immer noch sehr müde durch die Einnahme? Oder abends? Weil das sind so Nebenwirkungen die hartnäckig bleiben, auch nach einem Jahr leider.
ich finde es sehr spannend eure Erfahrungen zu lesen, vielen Dank an euch! Ich finde es besonders interessant wie du Alibo geschrieben hast, dass es eine Art der selbstliebe ist, es sich zu erlauben, die Antidepressiva einzunehmen, finde ich voll interessant von Ansatz her und stimmt total! Du nimmst ja wie ich auch das Mirtazapin. Hast du mit Gedächnis- und Konzentrationsproblemen zu tun? Ich weiß nämlich nicht ob es die Depression ist, oder das Medikament. Fühlst du dich morgens immer noch sehr müde durch die Einnahme? Oder abends? Weil das sind so Nebenwirkungen die hartnäckig bleiben, auch nach einem Jahr leider.
10/2024: PPD/PTBS
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
Re: Langzeiteinnahme der Medikamente
Hey!
Ich habe gerade eben geschaut, wann du dich hier angemeldet hast. Das ist ungefähr 1,5 Jahre her und ich meine, dass du vor einem guten Jahr die passende medikamenteneinstellung gefunden hast. Wenn ich das so richtig in Erinnerung habe. Ich habe das nachgeschaut, weil ich das mal so mit meinen verläufen verglichen habe, denn du hast ja nach müdigkeit Konzentration und gedächtnisleistung gefragt. In meinem Fall ist es ganz klar ein Symptom der Erkrankung, wenn ich zurück denke an meine Episoden Da war es zum Beispiel in der zweiten Episode nach einem Jahr so, dass ich so einigermaßen wieder Normalität spüren konnte. Wenn ich die Zeit aber mit meiner aktuellen lebensqualität vergleiche, liegen da Welten zwischen. Das heißt ein Jahr nach Beginn der Erkrankung konnte ich merken, das es langsam bergauf geht. Dazwischen gab es aber noch ganz viele Zeiten, wo es mir nicht wirklich top ging und wo ich auch noch ganz viel mit diesen Symptomen zu tun hatte. Wie Müdigkeit wenig Belastbarkeit, Erschöpfung, Antriebsstörungen am Morgen, wenn der Tag anstrengend war, war ich abends wahnsinnig platt. Mein Gehirn konnte sich sehr schlecht konzentrieren und ich hätte immer wieder Phasen dazwischen, in denen ich wie Watte im Kopf hatte. Ich glaube das entspricht so bisschen dem was du auch noch merkst. Anfangs wurde bei mir auch immer mal wieder gesagt, dass das nebenwirkung sein können, aber ich bin mir da sehr sicher, dass es bei mir ein Symptom ist, da das in den Tiefs wieder verstärkt aufgetreten ist und dadurch, dass ich mit der durchgehend gleichen Medikation immer weniger die besagten Symptome hatte.
Ich habe versucht bei mir über nahrungsergänzungsmittel und ganzheitlicher Unterstützung diese Symptome zu reduzieren. Was ich gemerkt habe, dass Vitamin D dazu deutlich beigetragen hat. Ich hatte sehr tiefe blutspiegel und habe vor vielen Jahren mit der Einnahme von Vitamin D über das ganze Jahr begonnen. Im Winter habe ich dann noch mal mit meinem Chiropraktiker Arzt darüber gesprochen. Dieser hat sich auf ernährungsmedizin und Sachen wie ganzheitliche Medizin, nahrungsergänzungen , Versorgung mit Mineralien und Vitaminen spezialisiert. Er hat mir angeraten die Dosis des Vitamin D zu vervierfachen, denn gerade diese morgenmüdigkeit kann durch knappe Vitamin D Spiegel zusammenhängen. Ich habe dann die Dosis verdoppelt und ich muss sagen, das hat bei mir wirklich geholfen gut durch den Winter zu kommen und es war wirklich so, dass gerade der morgen und der Start in den Tag, damit deutlich besser wurde nicht sofort, aber nach einer gewissen Einnahme konnte ich das wirklich merken. Gleichzeitig habe ich hochdosiert Omega Fettsäuren eingenommen. Die wiederum auch auf für die Gehirn Gesundheit Wichtig sind und auch sowas wie gedächtnisleistung und Konzentration. Beides zusammen Hat wirklich noch mal richtig was gebracht.
Eine Kollegin von mir hatte auch immer mal Probleme. Mit diesem brainfog und konzentrationsproblemen, die hat mit Kreatin angefangen. Das habe ich bisher aber noch nicht gemacht. Bei diesem Produkt ist es ja wirklich nachgewiesen, dass es Konzentration und gehirnleistung verbessert. Das sind natürlich alles nur meine eigenen Erfahrungen, die ich auch mit meinem Arzt abgesprochen habe. Aber vielleicht wäre es ja noch etwas, womit du dich beschäftigen kannst und was vielleicht auch bei dir noch gerade diese Müdigkeit und konzentrationsschwierigkeiten verbessern kann.
Ich habe gerade eben geschaut, wann du dich hier angemeldet hast. Das ist ungefähr 1,5 Jahre her und ich meine, dass du vor einem guten Jahr die passende medikamenteneinstellung gefunden hast. Wenn ich das so richtig in Erinnerung habe. Ich habe das nachgeschaut, weil ich das mal so mit meinen verläufen verglichen habe, denn du hast ja nach müdigkeit Konzentration und gedächtnisleistung gefragt. In meinem Fall ist es ganz klar ein Symptom der Erkrankung, wenn ich zurück denke an meine Episoden Da war es zum Beispiel in der zweiten Episode nach einem Jahr so, dass ich so einigermaßen wieder Normalität spüren konnte. Wenn ich die Zeit aber mit meiner aktuellen lebensqualität vergleiche, liegen da Welten zwischen. Das heißt ein Jahr nach Beginn der Erkrankung konnte ich merken, das es langsam bergauf geht. Dazwischen gab es aber noch ganz viele Zeiten, wo es mir nicht wirklich top ging und wo ich auch noch ganz viel mit diesen Symptomen zu tun hatte. Wie Müdigkeit wenig Belastbarkeit, Erschöpfung, Antriebsstörungen am Morgen, wenn der Tag anstrengend war, war ich abends wahnsinnig platt. Mein Gehirn konnte sich sehr schlecht konzentrieren und ich hätte immer wieder Phasen dazwischen, in denen ich wie Watte im Kopf hatte. Ich glaube das entspricht so bisschen dem was du auch noch merkst. Anfangs wurde bei mir auch immer mal wieder gesagt, dass das nebenwirkung sein können, aber ich bin mir da sehr sicher, dass es bei mir ein Symptom ist, da das in den Tiefs wieder verstärkt aufgetreten ist und dadurch, dass ich mit der durchgehend gleichen Medikation immer weniger die besagten Symptome hatte.
Ich habe versucht bei mir über nahrungsergänzungsmittel und ganzheitlicher Unterstützung diese Symptome zu reduzieren. Was ich gemerkt habe, dass Vitamin D dazu deutlich beigetragen hat. Ich hatte sehr tiefe blutspiegel und habe vor vielen Jahren mit der Einnahme von Vitamin D über das ganze Jahr begonnen. Im Winter habe ich dann noch mal mit meinem Chiropraktiker Arzt darüber gesprochen. Dieser hat sich auf ernährungsmedizin und Sachen wie ganzheitliche Medizin, nahrungsergänzungen , Versorgung mit Mineralien und Vitaminen spezialisiert. Er hat mir angeraten die Dosis des Vitamin D zu vervierfachen, denn gerade diese morgenmüdigkeit kann durch knappe Vitamin D Spiegel zusammenhängen. Ich habe dann die Dosis verdoppelt und ich muss sagen, das hat bei mir wirklich geholfen gut durch den Winter zu kommen und es war wirklich so, dass gerade der morgen und der Start in den Tag, damit deutlich besser wurde nicht sofort, aber nach einer gewissen Einnahme konnte ich das wirklich merken. Gleichzeitig habe ich hochdosiert Omega Fettsäuren eingenommen. Die wiederum auch auf für die Gehirn Gesundheit Wichtig sind und auch sowas wie gedächtnisleistung und Konzentration. Beides zusammen Hat wirklich noch mal richtig was gebracht.
Eine Kollegin von mir hatte auch immer mal Probleme. Mit diesem brainfog und konzentrationsproblemen, die hat mit Kreatin angefangen. Das habe ich bisher aber noch nicht gemacht. Bei diesem Produkt ist es ja wirklich nachgewiesen, dass es Konzentration und gehirnleistung verbessert. Das sind natürlich alles nur meine eigenen Erfahrungen, die ich auch mit meinem Arzt abgesprochen habe. Aber vielleicht wäre es ja noch etwas, womit du dich beschäftigen kannst und was vielleicht auch bei dir noch gerade diese Müdigkeit und konzentrationsschwierigkeiten verbessern kann.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung