Hallo Ihr Lieben!
Ich wollte euch gerne von meinen beiden Arzt Terminen (Gyn und Neurologin) gestern berichten. Alles super gelaufen, ich bin rundum gesund und es wurde eine reaktivierte Migräne festgestellt, wahrscheinlich ausgelöst durch die Menopause in der ich jetzt offiziell bin. Dafür spricht, dass die Migräne in der Pubertät erstmals auftrat, dann Jahrzehnte lang verschwand und jetzt wieder gekommen ist. Alle Untersuchungen plus EEG sind völlig unauffällig.
Ich habe jetzt ein ganz neues Medikament bekommen, so zu sagen einen Meilenstein bei der Migräne Behandlung. Es ist kein Triptan, sondern blockiert die CGRP Rezeptoren (diese spielen eine große Rolle beim Migräne Geschehen) im Gehirn und kann so im Akutfall, aber auch vorbeugend genommen werden, wenn nötig. Der Wirkstoff Rimegepant funktioniert anders als Triptane: Er blockiert vorübergehend die Rezeptoren des Neuropeptids CGRP, welches bei Migräne Schmerzrezeptoren aktiviert und Blutgefäße erweitert.
Es sind Schmelztabletten, belasten also den Magen nicht und wirken dadurch sehr schnell. Es verträgt sich auch sehr gut mit meinem Cipralex, bei Triptanen ist immer etwas Vorsicht geboten wegen einem möglichen Serotonin Syndrom. Es ist sehr teuer, aber unsere Krankenkasse (in Österreich läuft es ja etwas anders als bei euch) zahlt es in meinem Fall und ich bin zusätzlich noch privat versichert. Möglich ist bei einer vorbeugenden Gabe auch eine Injektion 1 x pro Monat. Es gilt tatsächlich als Meilenstein in der Migräne Behandlung. Wer das Medikament googeln möchte: Vydura heißt es. Ich nehme es jetzt erst mal nur, wenn eine Attacke kommt. Hat man mehr als 4 Episoden pro Monat, kann man eine Vorbeugende Gabe andenken.
Ich bin jetzt richtig froh, dass alles so gut gelaufen ist. Die Neurologen war mega nett und kompetent, aber halt auch eine Privat Ärztin. Gelohnt hat es sich aber allemal. In 3 Monaten habe ich einen Kontrolltermin.
