Seit längerem Mal wieder ein Tief

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Marika
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Marika »

Halleluja - ich freue mich sehr, dass du so einen guten Termin hattest. Wie wir schon vermutet haben, ist jetzt vom Arzt bestätigt worden. Jetzt hast du Aussicht, dass sich dein System wieder erholen und stabilisieren kann. Der Dosierungsplan ist sehr gut. Wer werden dich bei diesem Prozess natürlich gerne begleiten, wenn du magst.

Wie fühlst du dich jetzt, hat dir dieser Termin wieder mehr Sicherheit gegeben?
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Sternschnuppe2023
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Das ist so lieb 🥹 danke, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Dass ich hier so viel Unterstützung erfahren darf.
Ja, der Termin hat mir sehr gut getan. Weil er doch ganz anders war, als gedacht und befürchtet. Ich habe mich diesmal gut verstanden gefühlt. Der Plan mit der Medikation, das Verständnis und ihr macht mir Mut, dass es mir hoffentlich in ein paar Wochen wieder besser geht 🙏.
Liebe Grüße
alibo79
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Hey Sternschnuppe!
Ich freue mich, dass du so ein gutes Gefühl bekommen hast nach deinem arztbesuch. Dein Arzt steht hinter dir und gib dir die Sicherheit, dass das genau der richtige Weg ist, den du jetzt eingeschlagen hast. Vor allem finde ich die Aussage Gut, dass du vielleicht im Moment noch nicht so weit bist, komplett auf die Medikamente zu verzichten, aber es überhaupt nicht ausgeschlossen ist, dass du irgendwann an diesen Punkt kommst und so gesund bist und so stabil bist, dass du das Antidepressivum absetzen kannst. Es ist alles möglich, nur einfach aktuell noch nicht der richtige Zeitpunkt gewesen. Ich finde es klingt doch sehr positiv und ich bin ganz optimistisch, dass du bald schon wieder deine ursprüngliche Stabilität erreicht hast. Und was in einem Jahr ist wird sich dann zeigen. Das wichtigste ist doch, dass es im Moment für dich gut läuft und du dich wieder ausgeglichen fühlst. Ich würde sagen mit dieser Sicherheit kannst du doch gut ins Wochenende starten und dich ein wenig entspannen, weil du weißt es wird alles wieder gut werden.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Sternschnuppe2023
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Liebe Alibo,
Ja, das hat mir wirklich wieder einiges an Sicherheit geschenkt. Ich hatte gestern auch schon wieder einen sehr guten Tag. Da ich das Yoga unterrichten ja erstmal auf Eis gelegt hatte, war ich morgens mal eine Runde schwimmen und hab danach auf dem Balkon einen Kaffee getrunken und gelesen. Das tat mir so so gut. Ich habe richtig gemerkt, wie mein System nach langem mal wieder in sich geruht hat. Dass es jetzt such erst gemerkt hat, okay, mein Mann ist wieder da. Er kann sich mit um den kleinen wieder kümmern und ich darf jetzt mehr Pausen machen. Wieder mehr nach mir schauen. Mal gucken, wie es die nächsten Tage und Wochen so sein wird.
Liebe Grüße
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Marika
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Marika »

Hallo Sternschnuppe, wie geht es dir mittlerweile? :-)
Liebe Grüße von
Marika

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Sternschnuppe2023
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Liebe Marika,
wie lieb, dass du fragst. Mir geht es besser, ich spüre zwar von Zeit zu Zeit noch diese Unruhe. Aber ich hab auch einige Momente, wo ich mich entspannter fühle. Vorallem die Freude ist viel stärker wieder da und das Gefühl von "Dunkelheit" ist weg. Ich weiß gar nicht, wie man das beschreiben soll, dass ist ein ganz komisches Gefühl, dass ich in der Depression ganz schlimm hatte und das jetzt auch wieder hervor geblitzt war. Ich weiß gar nicht, so schnell kann das Sertralin aber gar nicht wieder wirken oder?
Ich habe jetzt ja immer den Mittwoch und Freitag frei, weil das Yoga weg fällt und hab es mir dann schön gemacht. Aber es klopt dann öfter das schlechte Gewissen an, dass ich ja auch was arbeiten müsste irgendwann mal wieder. Also in ein paar Wochen. Aber ich merke, dass ich gerne auch in Zukunft eigentlich nicht mehr den Freitag Yoga Kurse geben mag. Sondern mehr Luft brauche.
Außerdem habe ich wieder mit meinem Dankbarkeitstagebuch begonnen. Ich merke, wie gut mir das wieder tut. Den Blick auch wieder mehr auf die schönen Dinge zu richten. Liebevoll mit mir umzugehen und mir Gutes zu tun.
Liebe Grüße
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Marika
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Marika »

Hallo Sternschnuppe!

Das freut mich wirklich sehr! Du hast dir sehr viel Gutes getan in letzter Zeit, das ist sicher ganz wichtig und heilsam gewesen. Mitunter kann ein AD bei Wiederbeginn recht schnell anschlagen. Bei mir war nach wenigen Stunden etwas spürbar (das ist ganz selten), nach 1 Woche deutlich besser, nach 2 Wochen als wäre nie was gewesen. Also - möglich ist vieles oder alles! :wink:

Ich finde es bemerkenswert, dass du merkst was dir eigentlich nicht so gut tut - nämlich der Freitags Kurs! Bei mir hatte fast jedes Tief im nachhinein eine Erkenntnis gebracht. Und bei dir scheint da jetzt auch etwas sichtbar zu werden, nämlich dass du mehr Freiraum brauchst. Meist merkt das blöderweise aber erst, wenn es einem wieder etwas besser geht, wenn die Gedanken sich wieder ordnen lassen... sprich wenn das Gehirn wieder in der Lage ist richtig zu arbeiten. Im Dunkel des Tiefs ist es meistens nicht greifbar. Toll auch, dass du das Dankbarkeitstagebuch wieder begonnen hast. Viele kleine Schritte hast du unternommen - ich glaube es ist die Summe von allem, dass es dir bereits nach so kurzer Zeit besser geht. Ich freue mich sehr mit dir! Bleib dran! :D
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Liebe Marika,
danke ☺️. Ja, ich glaube es ist die Summe von allem, dass es schon etwas besser geworden ist. Ich tue mir jetzt weiterhin viel Gutes und hoffe, dass es sich Stück für Stück weiter einpendelt. Ich berichte.
Und ja, es ist Wahnsinn, wie sich aus solchen Tiefs häufig einfach so eine Erkenntnis entwickelt. Da ist so eine richtige Klarheit, die auftaucht.

Haltet gut durch bei der Hitze, ihr Lieben 💚🙏
Liebe Grüße
alibo79
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Hey Sternschnuppe
Wie geht es dir? Kommst du mit dem einschleichen der Medikamente gut zurecht?
Ich kenne dieses schlechte Gewissen auch. Das kommt bei mir ganz schnell, wenn ich nicht produktiv genug bin. Das ist eigentlich total doof und wir sollen uns ja auch nicht mit anderen vergleichen, aber trotzdem mache ich es unterbewusst immer wieder. Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass mir die sozialen Medien, manchmal gar nicht gut tun. Einmal, weil alles so schnell und hektisch ist in den Videos. Und weil ich, wenn ich den falschen content konsumiere mich schnell mal vergleiche mit anderen, was die alles schaffen und können, was bei mir manchmal nicht möglich ist. Ich merke für mich, dass ich mehr Ruhe brauche um mein Gehirn zu schonen, da ich durch externe Reize sehr schnell überstimuliert bin. Und wenn ich dann sehe was andere Leute häufig am Wochenende machen , Unternehmen , wohin fahren , Ausflüge mit der Familie machen , denke ich mit mir stimmt irgendetwas nicht, weil ich sowas im Prinzip schön finde. Aber es mich schnell überstimuliert und deswegen ist das gar nicht immer gut für mich. Dann fühle ich mich schnell nicht ganz normal, weil ich an den Wochenenden lieber langsam mache und nicht so viel Action mag. Da bin ich ganz schnell dabei mich mit anderen zu vergleichen, obwohl ich glaube das das vielleicht bei anderen auch so ist. Manchmal nervt das Gehirn doch echt mit diesem ständigen bewerten, oder?
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Liebe Alibo,
Das verstehe ich sehr gut, was du über Social Media sagst. Mich überreizt es auch sehr schnell und man ist auch ziemlich schnell in den Bann gezogen von den ganzen Stories. Ich habe das auf Instagram oft, dann werden mir vor allem so dramatische Geschichten eingespielt, wie dass das Kind schwer krank ist oder schlimmeres oder dass junge Frauen einen Schlaganfall hatten und ruck zuck, bin ich da in so einer Spirale. Ich schalte jetzt immer abends ab 8 mein Handy aus, um dem zu entgehen 🙈. Wie hältst du den Konsum in Grenzen mit den sozialen Medien?
Ansonsten geht es mir ganz gut gerade ☺️🙏. Vom einschleichen hab ich tatsächlich nichts gemerkt. Ich hatte aber das Gefühl, dass es recht schnell wieder angeschlagen hat. Aber das kann natürlich auch einfach sein, dass es mir durch die Entlastung bzw. Dem Wegfallen der yogakurse schon besser ging. Auch das schlafen klappte die letzten Tage sehr gut.
Liebe Grüße
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Marika »

Zum Thema Social Media: ich habe alle gelöscht. Kein Instagram, kein Facebook, kein X, schon gar kein Tic Toc... denn mich überreizt es auch. Es war am Anfang schwierig, da habe ich erst gemerkt, dass sich da wirklich ein Suchtverhalten entwickelt... aber jetzt fehlt es mir überhaupt nicht mehr, ich fühle mich befreit.
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Wow, alles löschen ist natürlich prima. Da entgeht man dem ganzen komplett. Aber ja, es macht auch schon echt etwas süchtig. Ich merke das immer, wenn ich mal für ein paar Tage instagram vom Handy lösche, dass ich am Anfang immer unbewusst es öffnen möchte und dann merke, ach ne ist ja gar nicht möglich.
Liebe Grüße
Sternschnuppe2023
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Ihr Lieben,
Es war ja wieder echt ganz gut gewesen. Jetzt seit gestern ist es wieder so lala. Nun ist seit gestern mein kleiner auch wieder zu Hause wegen Husten und dann kam auch ein neues Problem dazu 🙈. Und ich weiß einfach nicht, wie ich am besten damit umgehen soll. Vielleicht habt ihr ja einen Rat 😣. Und zwar meinem Papa geht es seit zwei Wochen oder auch schon etwas die Wochen davor, nicht so gut. Er hat verschiedene Symptome. Nun ist er auch um die 60, raucht schon immer super viel, trinkt viel Wein, macht keinen Sport, etc. Er sagt aber nicht gescheites, sondern nur ach es geht schon. Und beim Arzt hat er sich die eine Woche wegen Infekt und die andere Woche wegen nackenproblemen krank schreiben lassen. Die "richtigen" Symptome, wie Kopfschmerzen, erbrechen und so lässt er wohl unter den Tisch fallen. Ich hab zu ihm gesagt, er soll sich mal richtig durchchecken lassen, aber das will er auf keinen fall. Jetzt wollten meine Eltern gestern ins Schwimmbad, mussten aber kurz davor wieder umkehren, weil es meinem Papa so schlecht ging. Meine Mama schrieb mir daraufhin, sie denkt er steht kurz vor einem Schlaganfall. Als ich bei ihnen anrief, meinte mein Papa nur, ach ich soll mir keine Sorgen machen. Ich mache mir aber maßlos Sorgen 😣. Darum hat sich früher auch meine Angststörung stark gedreht, dass ich Sorge hatte, ihm passiert was. Und vorallem vor Schlaganfall und Herzinfarkt habe ich panische Angst. Jetzt warte ich ständig auf die nächste Hiobsbotschaft von den beiden 😩. Dabei weiß ich natürlich, dass ich es nicht in der Hand habe. Wenn er nicht will, will er nicht. Bis er umfällt mal. Aber ich kann trotzdem nicht abschalten.
Liebe Grüße
alibo79
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Liebe Sternschnuppe
Wir hatten es ja schon darüber, wie gemein das Leben. Manchmal ist. Du denkst es geht dir gerade gut oder wieder besser und dann haut das Leben den nächsten klopper raus. Und man muss wieder kämpfen mit seinen Gefühlen klarkommen und versuchen stark zu sein.
Im Prinzip hast du es dir ja schon selber beantwortet, dass es nicht in deiner Hand liegt und du da auch nicht die Verantwortung trägst. Trotzdem zermürbt, einen das. Du möchtest gerne helfen möchtest, dass es deinem Vater gut geht und er stellt sich stur an. Die Frage ist warum macht er? Das hat er Angst zum Arzt zu gehen, weil er irgendwas schlimmes befürchtet. Oder ist es eher so ein Ding? Wie als mann muss man stark sein Und keine Schwäche zeigen?
Wäre es eine Idee, wenn deine Mutter mit ihm zum Arzt geht oder ihn begleitet oder schon mal vorher mit einer sprechstundenhilfe spricht? Und in der Praxis Bescheid gibt wie es wirklich wohl ausschaut?
Ich kann diesen Druck in dir so gut nachvollziehen. Es erinnert mich an die Zeit, wo mein Vater noch Alkoholiker gewesen ist und regelmäßig getrunken hat. Ich habe mich manchmal nicht nach Hause getraut, weil ich nicht wusste, in welchem Zustand ich meinen Vater vor finde. Es war immer total unberechenbar. Die Krönung war letztendlich als die Polizei bei mir bei der Arbeit angerufen hat, weil mein Vater betrunken einen autounfall gebaut hat, wo auch eine andere Person verletzt wurde. Ich gebe zu. Ich habe dann erstmal eine Zeit lang Distanz gesucht und den Kontakt abgebrochen, denn ich konnte diesen Druck einfach nicht mehr ertragen.
Ich denke mit deiner Mutter hast du über das Problem gesprochen? Gibt es weitere Geschwister oder andere familienangehörige auf die dein Vater besser hört? Manchmal hilft das ja, wenn andere Menschen etwas sagen. Die können manchmal mehr bewirken als der Ängste familienkreis.
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Zu den sozialen Medien hast du ja neulich auch noch gefragt. Ich habe jetzt seit ein paar Monaten Instagram auf meinem Handy gehabt und gemerkt, wie sehr ich da manchmal hängen bleibe. Das gleiche gilt auch für youtube. Wobei Instagram da noch viel schlimmer war. Es gibt auch bei mir Themen die mich triggern, aber das sind ganz andere Dinge als bei dir. Also nichts Mit verlustängsten oder Krankheiten. Meistens gucke ich mir Sport videos an oder etwas was mit Familie, Natur und positive Einstellungen zu dem Leben zu tun hat. Nichts ernstes also, deswegen hat mich das dann in dem Sinne nicht meine Ängste befeuert. Und auch bei den sportvideos fühle ich mich danach auch nicht dick oder hässlich. Da konnte ich inzwischen ganz guten Abstand bekommen. Es sind eher Dinge, die vielleicht mit meinem Job zu tun haben, wo andere sich total toll präsentieren und ich mich dann minderwertig fühle, obwohl da überhaupt gar keinen Grund zu besteht. Nur weil ich nicht der Typ bin, der sich mega nach außen präsentiert, fühle ich mich dann oft klein. Ich weiß nicht, wie ich das genau beschreiben soll. Es sieht halt so aus, als wäre es woanders immer viel besser.
Deswegen habe ich jetzt auch die letzten Wochen nur wenig bei Instagram reingeguckt manchmal paar Tage überhaupt nicht und wenn wirklich nur die Seiten die mir gut tun. Das gleiche gilt für youtube, da suche ich mir wirklich nur Videos raus, die mich interessieren, aber nicht besonders tangieren. Auf Facebook bin ich gar nicht unterwegs. Tiktok auch nicht und auch keine anderen sozialen Medien. Vor allem war es bei mir dann so, dass ich abends da schnell richtig lange hängen geblieben bin und das ist einfach nicht gut. Nur war die Verführung immer groß dort reinzuschauen Und dann blieb es nicht nur bei einer Sache sondern ich wurde richtig in diesen sog. Reingezogen. Ich möchte mir das auch jetzt etwas abgewöhnen und auch nicht immer ständig auf das Handy zu schauen, sondern wieder präsenter im Leben zu sein.
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