Dissoziation?

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Margarita_1989!
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Dissoziation?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo ihr Lieben,

ich schon wieder :( ich glaube, ich stecke gerade in einem krassen Tief oder was das schon wieder ist. Ich merke, es wird immer anders und das System arbeitet und ich habe definitiv Fortschritte gemerkt, auch wenn gesund noch weit weg scheint. Aber nach dem letzten Tief erging es mir iwie so, dass ich das Gefühl hatte, ja, ich bin iwie im Hier und Jetzt angekommen, aber irgendwie auch nicht. Und ich sehe meine Kinder an und ich weiß natürlich, dass es meine Kinder sind, aber iwie als ob das Gehirn das nicht checkt, das ist so ein ekelhaftes Gefühl. Also ich bin schon da, aber irgendwie auch nicht. Gestern hatte ich einen kleinen Moment, dass ich in den Spiegel geschaut hatte, und kurz eine Verbindung zu mir gespürt habe. Heute ist das alles wieder iwie weg. Es ist so schwer zu ertragen diese Krankheit, ernsthaft. Ist das diese Depersonalisation und Derealisation? Jemand sagte mir mal, dass es Menschen gibt, die darunter Jahrzehnte leiden? Hilfe...geht das wieder weg?
Mayte
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Re: Dissoziation?

Beitrag von Mayte »

Liebe Margarita!

Ich weiß nicht ob die das hilft aber ich frage mich beim lesen ob du inzwischen eigentlich was therapeutisches machst? Wie Alibo auch irgendwo anders geschrieben hat du erscheinst ja so stabilisiert inzwischen und ich hab das Gefühl bei dir geht’s auch um die Frage: bin ich eigentlich verbunden mit mir und meinem Leben, mit mir die ich geworden bin, hab ich integriert was mir passiert ist. Das wären für alles eher Themen für die Beschäftigung mit sich selbst als medikamentös. Aber du weißt ja, wir können alle aus der Ferne nix diagnostizieren und nur schreiben was wir denken. Aber dein Psychiater hat damals gesagt, jetzt noch keine Therapie, du bist noch nicht stabil und mir scheint jetzt würde dein Wachstum davon sehr profitieren.

Ganz liebe Grüße Mayte
Margarita_1989!
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Re: Dissoziation?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo liebe Mayte,

so schön von dir zu lesen. Nein, bisher hatte ich keine therapeutische Hilfe und habe es iwie ausgesessen, aber ja, da ich nun in der ,,Realität,, angekommen bin und nicht mehr im Delirium, glaube ich, wäre es jetzt an der Zeit, die letzten Schritte zu gehen und das alles iwie aufzuarbeiten. Es ist doch schon sehr viel passiert. Was sagt ihr eig dazu, ich höre immer wieder, dass Therapie auch kontraproduktiv sein kann, weil dann alles wieder hoch kommt und man dann noch mehr leidet. Meine Mutter sagt immer, nach vorne schauen und Zeit heilt alle Wunden und das werde ich iwann vergessen. Keine Ahnung... Ich bin ja schon sehr offen und rede auch offen über das, was mir passiert ist und mache kein Geheimnis draus. Dennoch ist Vieles passiert, was so hätte nicht passieren dürfen in der Zeit, in der ich die fürsorglichste Unterstützung gebraucht hätte. Ich bin auch nicht böse, ich denke mein ganzes Umfeld war einfach mit der Situation überfordert und hat nicht verstanden, wie akut diese Sache ist. Mein Psychiater hat meinem Mann wohl aber ausdrücklich gesagt, wir müssen DRINGEND was machen, bevor Ihre Frau suizidgefährdet wird. Ja, das alles war überhaupt kein Spaß. Und ich fühle mich tatsächlich jetzt an der Zeit und reflektiert genug, um in die Gesprächstherapie zu gehen. Ich möchte mir auch irgendwie ein Netzwerk aufbauen, sodass ich im Fall der Fälle, dass mir sowas nochmal passieren sollte, ich sofort Ansprechpartner habe. Das würde mir glaub ich auch noch sehr viel Sicherheit geben. Wie geht es dir, Mayte?
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