Hallo Zusammen,
ich bin letztes Jahr 11 Wochen nach der Geburt von meinem wundervollen Sohn, an sexuellen Zwangsgedanken erkrankt. Aus heiterem Himmel, alles war super, wir waren bzw. sind ein spitzen Team, und trotz allem hat es mich erwischt. Ich kann es immer noch nicht begreifen und verstehe diese Ungerechtigkeit nicht. Nichts desto trotz geht es mir viel besser, jedoch möchte ich nie wieder durch so eine Hölle gehen. Ich wünsche mir nichts mehr, als noch einmal dieses Wunder erleben zu dürfen. Ich weiß dass ich dafür noch Zeit brauche und möchte erst wenn ich mich sicher und bereit fühle diesen Schritt gehen. Ich weiß wie toll es sein kann, dass haben mir Schwangerschaft, Geburt und unsere wundervollen ersten Wochen gezeigt. Und natürlich ist es auch jetzt wieder schön, bzw. war trotz der Krankheit immer schön mein Kind beim groß werden zu begleiten, allerdings hat die Krankheit mir viel genommen, ich denke betroffene verstehen was ich mein. Ich wurde aus meinem Mutterglück und meinem Gefühl angekommen zu sein, von heute auf morgen raus gerissen. Das zu verarbeiten fällt mir schwer.
Die Angst, bei einer erneuten Geburt wieder zu erkranken ist immer noch riesig, ich bin jedoch seit einem Jahr in Therapie und habe mir schnell Hilfe geholt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand etwas positives über eine erneute Schwangerschaft berichten könnte, leider lese ich fast nur negatives.
Kann jemand Hoffnung geben
Moderator: Moderatoren
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Ramona_Maria89
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Re: Kann jemand Hoffnung geben
Hallo du 
Ich kann dir leider noch keine Erfahrung mit einer weiteren Schwangerschaft geben, weil ich selbst gerade erst mitten in meiner ersten richtig heftigen postpartalen Krise stecke. Aber dein Beitrag hat mich sehr berührt und ich wollte dir trotzdem etwas dalassen.
Ich glaube, dass es unglaublich wichtig ist, dass du dir bereits so früh Hilfe geholt hast und jetzt schon ein Jahr in Therapie bist. Dass es dir heute deutlich besser geht, zeigt doch auch, dass dieser Zustand tatsächlich nicht für immer bleiben muss. Auch wenn die Angst vor einer erneuten Erkrankung natürlich trotzdem riesig sein darf.
Ich finde einen Gedanken bei dir besonders hoffnungsvoll: Du schreibst, dass du dir trotz allem noch einmal dieses Wunder wünschst und dass du Schwangerschaft, Geburt und die ersten Wochen als wunderschön erlebt hast. Für mich klingt das nicht danach, als hätte dir die Erkrankung dieses Leben grundsätzlich genommen. Sie hat sich dazwischen gedrängt und dir zeitweise den Zugang zu deinem eigenen Glück erschwert.
Genau davor habe ich momentan selbst große Angst. Ich habe zwei absolut gewünschte Kinder und trotzdem frage ich mich in meiner aktuellen Krise manchmal, ob ich das Leben als Mutter überhaupt noch möchte. Ich schäme mich dafür unglaublich. Gleichzeitig hoffe ich sehr, dass das nicht meine endgültige Wahrheit ist, sondern dass gerade einfach die Depression, die Angst und die Erschöpfung alles überlagern.
Und vielleicht ist genau das auch ein Gedanke, den ich dir mitgeben kann: Dass wir in einer psychischen Krise etwas nicht mehr fühlen oder uns etwas nicht mehr vorstellen können, bedeutet nicht automatisch, dass wir es für immer nicht mehr wollen.
Du bist jetzt schon ein ganzes Stück aus dieser Hölle herausgekommen. Das allein ist für mich gerade tatsächlich ein Hoffnungsschimmer.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du irgendwann wieder so viel Vertrauen in dich und deinen Körper hast, dass der Wunsch nach einem weiteren Kind nicht mehr von dieser Angst überschattet wird. Und vielleicht meldet sich hier ja noch jemand, der selbst nach einer postpartalen Erkrankung erneut schwanger geworden ist und dir ganz konkrete positive Erfahrungen erzählen kann.
Ich kann dir leider noch keine Erfahrung mit einer weiteren Schwangerschaft geben, weil ich selbst gerade erst mitten in meiner ersten richtig heftigen postpartalen Krise stecke. Aber dein Beitrag hat mich sehr berührt und ich wollte dir trotzdem etwas dalassen.
Ich glaube, dass es unglaublich wichtig ist, dass du dir bereits so früh Hilfe geholt hast und jetzt schon ein Jahr in Therapie bist. Dass es dir heute deutlich besser geht, zeigt doch auch, dass dieser Zustand tatsächlich nicht für immer bleiben muss. Auch wenn die Angst vor einer erneuten Erkrankung natürlich trotzdem riesig sein darf.
Ich finde einen Gedanken bei dir besonders hoffnungsvoll: Du schreibst, dass du dir trotz allem noch einmal dieses Wunder wünschst und dass du Schwangerschaft, Geburt und die ersten Wochen als wunderschön erlebt hast. Für mich klingt das nicht danach, als hätte dir die Erkrankung dieses Leben grundsätzlich genommen. Sie hat sich dazwischen gedrängt und dir zeitweise den Zugang zu deinem eigenen Glück erschwert.
Genau davor habe ich momentan selbst große Angst. Ich habe zwei absolut gewünschte Kinder und trotzdem frage ich mich in meiner aktuellen Krise manchmal, ob ich das Leben als Mutter überhaupt noch möchte. Ich schäme mich dafür unglaublich. Gleichzeitig hoffe ich sehr, dass das nicht meine endgültige Wahrheit ist, sondern dass gerade einfach die Depression, die Angst und die Erschöpfung alles überlagern.
Und vielleicht ist genau das auch ein Gedanke, den ich dir mitgeben kann: Dass wir in einer psychischen Krise etwas nicht mehr fühlen oder uns etwas nicht mehr vorstellen können, bedeutet nicht automatisch, dass wir es für immer nicht mehr wollen.
Du bist jetzt schon ein ganzes Stück aus dieser Hölle herausgekommen. Das allein ist für mich gerade tatsächlich ein Hoffnungsschimmer.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du irgendwann wieder so viel Vertrauen in dich und deinen Körper hast, dass der Wunsch nach einem weiteren Kind nicht mehr von dieser Angst überschattet wird. Und vielleicht meldet sich hier ja noch jemand, der selbst nach einer postpartalen Erkrankung erneut schwanger geworden ist und dir ganz konkrete positive Erfahrungen erzählen kann.