Fühle mich oft so einsam.... habe mühe mit Freundschaften

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Sunmama

Fühle mich oft so einsam.... habe mühe mit Freundschaften

Beitrag von Sunmama »

Hallo Zusammen,

fühle mich oft so alleine zu Hause. Habe kein Freundeskreis.. (war bis jetzt nur immer für die Mutter da) Habe auch Angst Freundschaften zu schliessen... Angst wieder verletzt zu werden.. aber das immer alleine sein tut mir auch nicht gut...Und da wir ja bald umziehen bringt es nichts noch gross aktiv zu werden....

Ach ja... noch etwas blödes... meine Hausärztin meinte das letzte mal dass ich unbedingt meinen Sohn in eine Krabbelgruppe geben müsste, damit er lerne mit anderen Kindern zu spielen... so hätte ich auch Zeit für mich.... sicher ich brauche wenig Zeit für mich habe ich auch erkannt... aber hey... mein Sohn ist grad mal 15. Monate alt.... fühle mich total bevormundet von ihr.... Sie gibt mir total das Gefühl, dass ich eine schlechte Mutter bin wenn ich das nicht mache....

Aber es bringt mir viel mehr wenn ich selber schaue dass ich unter Gesellschaft kommt.. nur wie machen?
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Marika
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Beitrag von Marika »

Liebe Sunmama!

Also - müssen tust du schon mal gar nix - da hast du absolut recht!!! :wink: Was sicher stimmt, ist dass es dir gut tun würde ein bissl raus zu kommen und Kontakt mit anderen Mamas zu schließen. Das kann man aber auch auf anderem Weg - das muss nicht unbedingt die Krabbelstube sein.

Da ihr bald wegzieht, ist es jetzt natürlich ein blöder Zeitpunkt, nach intensiven Kontakten zu schauen. Aber ich habe z.B. schon alleine beim Spazierengehen in der Stadt, oder auf dem Spielplatz oft mal mich spontan mit anderen Mamas unterhalten - das kam einfach so über die Kinder. Das waren dann so ganz lose Kontakte, die auch zu nichts verpflichtet haben. Trotzdem war das Reden und Austauschen sehr hilfreich für mich.

Für deine Kleinen wäre es sicher auch schön, mit gleichaltrigen Kindern hin und wieder zu spielen und solche Kontakte fördern das soziale Verhalten. Aber wie gesagt, das geht auch ohne Krabbelstube, wenn du das nicht magst! Kinder gehen ja überall spontan aufeinander zu - geh einfach ein bissl raus und taste dich langsam vor. Ich bin oft alleine raus gegangen und wie gesagt, durch die Kinder ergibt sich immer und überall etwas!

Liebe Grüße von
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Sunmama

Beitrag von Sunmama »

Hallo Marika,

danke dir für deine Antwort.

Sorry habe falsch geschrieben. Die Aerztin meinte ich müsse ihn ins eine Kindertagesstätte geben. :shock: Das finde ich von ihr einfach wirklich zuviel, dass sie mir vorschreiben will was ich zu tun hätte nur weil es grad nicht so einfach ist...
Kalisi

Wie wärs denn mit einer Spielgruppe?

Beitrag von Kalisi »

Hallo Sunmama,
ich habe gerade spontang gedacht, wie wäre es denn mit einer Spielgruppe, die gibts auch noch für Kinder über einem Jahr. Ich weiß ja nicht, wo du wohnst bzw. wohin du ziehst, aber in größeren Städten gibt es da durchaus Möglichkeiten. Oder gibt es ein Mütterzentrum, die haben oft offene Cafés, da kann man unverbindlich vorbeikommen, einen Kaffee trinken, die Kinder können spielen und mit anderen plaudern. Ich war mit meiner Tochter bis zum Sommer selbst Stammgast in "unserem" Mütterzentrum und engagiere mich bis auch ehrenamtlich dort. Mir hat das sehr gut getan.
Viele Grüße
Katrin
Bianka

Beitrag von Bianka »

Hallo Sunmama,

ich halte auch nichts davon,wenn Dein Gefühl gegen eine Krabbelgruppe ohne Mama ist. Dann guck doch mal in Euren neuen Wohnort nach Spielkreisen also Eltern-Kind Gruppen,Musikschule etc....Dort kann er auch mit anderen spielen. In dem Alter spielen die Kinder sowieso eher so nebenher.

Ich verstehe ich gut,mir hätte das auch einen Stich verpaßt.
Nickolakala

HALLO

Beitrag von Nickolakala »

Hallo,
Du Dein Kind ist doch jetzt in einem Alter, in dem Du mit ihm auf den Spielplatz gehen kannst. Das ist meiner Ansicht nach, der allerbeste Platz um neue Kontakte zu knüpfen. Gerade wenn jetzt bald das Frühjahr kommt, gehen bei uns ganz viele Mamas mit ihren Kids dorthin und man kommt ins Gespräch. Alleine das tut doch schon genial gut.
Pack Dein Kind ein, geh raus, Du wirst sehen, es ergeben sich sehr viele Gelegenheiten, sich mit anderen zu unterhalten. Und vielleicht ergeben sich dann auch engere Kontakte bzw. Freundschaften.
Viele Grüsse
Nicole
Tanja_1976

Beitrag von Tanja_1976 »

Hallo

Bei mir ist es genauso, man trifft viele Menschen hat aber nicht mehr die "Beste" Freundin wie es einmal war. Das macht mich auch sehr traurig manchmal. Bin auch mit meinem Kleinen viel zu Hause, weil keiner Zeit hat oder alle weiter weg wohnen. Ich freue mich schon darauf, Wenn er ab 01.08. in den Kindergarten kommt, dann ergibt sich das ein oder andere bestimmt von ganz allein. Er findet Freunde und ich bestimmt auch. Sehe es nicht so verbissen---- Kommt Zeit, Kommt Rat bzw. Freundschaft.

Liebe Grüße
Tanja
Zoraya

Beitrag von Zoraya »

Liebe Sunmama,

ja, ich kann Dich wirklich gut verstehen. Ich habe vor ein paar Wochen hier ganz ähnliche Zeilen gepostet.

Ich bin so oft getäuscht und enttäuscht worden von "Freunden", dass ich mich auch kaum noch traue, Kontakte zu schließen, weil ich schon erwarte, dass es wieder schief geht. Das ist ein Teufelskreis, weil man sich so auf niemanden einlassen kann, zwangsläufig allein bleibt, damit aber ebenso unglücklich ist.

Die Spielgruppen und Treffs habe ich auch ausprobiert, als ich noch ganz daheim war. Mir war es aber ehrlich gesagt manchmal zuviel, sich nur über kindsbezogene Dinge auszutauschen, diese Kontakte habe ich mittlerweile auch schon wieder verloren...

Insgeheim muss ich mir eingestehen, dass mich mein Job ein wenig rettet aus dem Gefühl, ganz allein dazustehen und niemanden mehr zu finden. Ich fluche zwar immer, weil ich hetzen muss, ein schlechtes Gewissen meiner Maus gegenüber habe, die den ganzen Tag in der Krippe ist und auch sonst kaum noch Zeit habe. Dennoch, durch den Job bin ich immer wieder gezwungen, mich aufzurappeln, und ich komme zwangsläufig mit Menschen in Kontakt auf der Arbeit. Das hilft mir irgendwie ein bisschen - obwohl ich durch den Vollzeitjob alleinerziehend mit Kind doch schon extrem gefordert werde, was ich echt niemandem empfehlen kann.

Ich weiß nicht, trotzdem finde ich das, was Deine Ärztin gesagt hat, gar nicht so übel. Du musst natürlich gar nichts, ist klar. Aber wie wäre es, wenn Du Dein Kind in eine Krippe gibst und selbst ein paar Stunden die Woche arbeiten gingest? Du würdest Kontakte bekommen, mal durchatmen, was das Kind angeht... bekommst ein bisschen Anerkennung außerhalb des Daseins als Mutter...

Wäre das machbar? Was hälst Du davon?

Viele Grüße
Zoraya
Sunmama

Beitrag von Sunmama »

Hallo Zusammen,

danke euch für eure antworten. Bin froh, dass ich mit den Gefühlen nicht alleine bin. Job annehmen ist im moment nicht möglich. Denn wenn ja will ich dass mein Mann auf unseren Sohn schaut und das ist zur Zeit nicht möglich.

Werde mich nun mal bald erkundigen welche Einrichtungen es am neuen wohnort hat.

Fühlte mich einfach bevormundet von der Aerztin. Als wenn sie mir vorschreiben müsste was gut für mich ist... sie war es ja auch die mir an den Kopf geworfen hat, dass es Frauen gibt die sich umbringen bei einer Wochenbettdepression..... das sagt man doch nicht :shock:
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