ein kleines Update. Habe gerade auch bei Medikamenten gepostet. Ich nehme jetzt seit 3 Wochen cipramil mir geht es leider immer noch nicht viel besser. Hatte vor 2 Wochen einen richtigen Zusammenbruch und wurde in eine Klinik überwiesen. Ich war eigentlich erstmal erleichtert, auch von zu Hause weg zu kommen, aber als ich dort ankam habe ich mich so richtig unwohl gefühlt. Es war auch keine Mutter-Kind-Station und ich kam mir da richtig fehl am Platz vor. Naja, die Psychologin mit der ich gesprochen habe ging ja noch, aber der Arzt hatte keine Ahnung. Ich fing an meine Situation zu schildern (was ja auch irgendwie gut tut) und mitten drin hat er mich unterbrochen und gesagt, das er nicht so genau sein muss und wir später ja sowieso nochmal mit der Oberärtzin sprechen. Über meine AD besondert in der Schwangerschaft hatte er gar keine Ahnung. Die Oberärztin allerdings, die ich dann irgendwann abends gesehen habe war dann sehr nett und kompetent. Nachdem ich dann die ganze Nacht wach lag, weil meine Zimmernachbarin so laut geschnarcht hat, habe ich am nächten Tag meinen Koffer gepackt und bin zu meinen Eltern. Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung war, aber mein Mann hatte nur eine Woche Urlaub genommen und länger wollte ich sowieso nicht bleiben. Wird man denn in der Klinik wirklich so viel schneller gesund oder ist es nicht besser solange es geht zu Hause zu bleiben?
Bei meinen Eltern war ich dann den Rest der Woche einschließlich WE. Es hat wirklich gut getan mal weg von den Kindern zu sein und sich nicht um den Haushalt kümmern zu müssen. Ich habe dann auch jeden Tag gearbeitet einschließich Samstag, weil das so ziemlich das einzige ist was mich ablenkt. Ich dachte dann auch es geht wieder und hatte promt Sonntag wieder einen Heultag. Ich glaube es lag aber auch an der Angst wieder nach Hause zu müssen und nicht arbeiten zu können (also den ganzen Tag mit mir und meinen schlechten Gefühlen verbringen zu müssen)
Letzte Woche war ich dann wieder zu Hause und ich bin so einigermassen zurecht gekommen, bis ich Donnerstag wieder einen Zusammenbruch (Heulen, Verzweiflung) hatte. Das habe ich dann echt nicht verstanden. Kennt Ihr das, diese Schwankungen. Mein Mann sagt es könnte daran liegen, das ich 2 Tage vorher die Dosis Cipramil von 20 auf 30mg erhöht habe. Aber müsste es mir dann nicht eher besser gehen oder zumindest nicht schlechter?
Heute habe ich übrigens den zweiten Termin bei der Psychologin, die hier im Forum empfohlen wurden. Sie war ganz nett, wobei ich noch nicht ganz überzeugt bin. Ich weiß einfach nicht so genau, wie mir eine Therapie helfen kann. Aber vielleicht sehe ich daa heute etwas klarer. Ich werde dann auch mal bei Therapie etwas schreiben, vielleicht helfen mir da andere Erfahrungen weiter.
Oje, jetzt habe ich aber ganz schön viel geschrieben und eigentlich gehört das eher in mein Tagebuch, aber vielleicht hat jemand ja doch noch ein paar Tips oder aufbauende Worte. Furchtbar wie erbärmlich ich im Moment bin...
Liebe Grüße
Gitta