Mit PPD anfälliger auf "Negatives"

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Neue Mami

Mit PPD anfälliger auf "Negatives"

Beitrag von Neue Mami »

Ich hab mal eine Frage an alle Betroffenen mit PPD:

Seit dem ich an der PPD leide bin ich viel anfälliger auf Negatives, zB. wenn ich die Nachrichten anschaue und höre irgendwo hat es einen Verkehrsunfall gegeben oder es ist jemand krank usw. werde ich manchmal unruhig und habe angst, ich habe gleich wieder angst das ich krank bin oder ähnliches... Das war jetzt nur ein Beispiel...

Kennt das jemand von euch? Wieso ist das so und vergeht das auch wieder sobald die PPD geheilt ist?

Vielen Dank vorab für Eure Antworten...

LG Neue Mami
Elisabeth11

Beitrag von Elisabeth11 »

Meine Liebe,

das kennen wir fast alle, was ich weiß. Ich konnte ganz lang keine Nachrichten sehen, keine Krimis lesen, keine Zeitung lesen etc.
Man hat dir den Boden unter den Füßen weggezogen, du musst jetzt erstmal schauen, wo du wieder Halt findest. Deine Psyche sagt dir durch diese Reaktion:"Halt, bevor du dich mit den Problemen anderer beschäftigst, bin ich mal dran"
Lass das zu, steh dazu, dass du jetzt einfach nur die positiven Seiten der Welt sehen willst - die gibt es ja und die kommen in den Nachrichten eh immer zu kurz. Es wird alles wieder, aber du hast jetzt echt genug mit dir zu tun.

Lg E
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Marika
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Beitrag von Marika »

Hallo,

oh ja, das ging mir genau so. Man ist viel dünnhäutiger, empfindlicher, sensibler. Leider ist das normal, wenn man Mitten in der PPD steckt.

Mit der Zeit wird das aber wieder besser. Generell muss ich aber sagen, dass ich seit ich Mama bin, schon (noch) sensibler bin, als früher. Das geht aber auch gesunden Mamas so.

Liebe Grüße von
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Neue Mami

Beitrag von Neue Mami »

Vielen Dank für Eure raschen Antworten.

Bei mir haben sich viele Symptome schon gebessert, es ist noch hauptsächlich die Angst da, die war ja am schlimmsten bei mir. Ich hoffe das die Angst auch mit der Zeit weniger wird und ich irgendwann problemlos wieder Nachrichten gucken kann :D

Ganz viele liebe Grüsse von einer Mami, die sich auf dem besten Weg der Besserung befindet :lol:
Sas

Beitrag von Sas »

Also, ich kenne das auch nur zu gut. Während der PPD konntre ich mache Artikel gar nicht lesen oder mußte bei manchen Themen umschalten. Das gehört dazu, leider. Bei mir gehörte üblerweise zu den Zwängen, dass ich nach solchen Geschichten gesucht habe. Zu lernen, sie zu ignorieren war schwer. Es ist bekannt, dass viele PPD-Frauen dünnhäutiger sind und schnell von sowas runtergezogen werden. Man nennt das auf Neu-Deutsch "triggern". Versuche, solche Nachrichten oder negative Geschichten erstmal zu vermeiden, zumindest, bis es Dir besser geht. Das ist nur eins von den vielen Übeln einer PPD und wird auch vergehen!
Liebe Grüße, Saskia
Jalima

Beitrag von Jalima »

Ging und geht mir teilweise noch genauso. Ich habe früher gerne Psychothriller gelesen, das geht überhaupt nicht mehr . Und bei manchen Nachrichten passiert es, daß ich anfange zu weinen.
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