erneute Schwangerschaft nach PPD, Erfahrungen?
Moderator: Moderatoren
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manuela
erneute Schwangerschaft nach PPD, Erfahrungen?
Hallöchen,
hatte in meinem Vorstellungstext schonmal das Thema angesprochen, es beschäftigt mich einfach jeden Tag und meine Freunde und Verwandten können das nicht so richtig verstehen. Sie sagen sie glauben nicht, wenn sie mich jetzt heute sehen, das es wieder passiert, aber das hätte damals ja auch keiner gedacht.
Was habt ihr denn für Erfahrungen gemacht? Hab schon viel gelesen über Rückfälle, gibt es auch was positives zu berichten?
Ich nehmen seit einem Jahr ca, keine Medis mehr. Hab allerdings immer noch etwas Probleme mit dem schlafen. Das ist nicht mehr so unbefangen wie vor der PPd. da hatte ich ganz schlimme Schlafstörungen, konnte überhauptnicht mehr einschlafen, über Tage hinweg. Lag mit Herzrasen im Bett. Und Tagüber dann die ganze Zeit Unruhe und Gedankenkreisen warum, wieso, was tun. usw
Heute kann ich fast immer schlafen, muss aber ein festes Abendritual einhalten, sonst mache ich mir gleich wieder Gedanken das ich nicht schlafen kann. Da das mein Hauptsymptom war, habe ich große Bedenken das ein Baby den Schlafrythmus durcheinanderbringt und alles von vorne anfängt.
Hab gelesen jemand anders soll die Nächte übernehmen, Toll, wer? Famile lebt 600 km weit weg, und der Papa muss arbeiten.
Ich weiß, ich muss das alleine entscheiden, brauche aber mal die Meinung von Leuten die sich auskennen. Das gerede von den anderen kann ich nicht mehr hören. Die wissen einfach nicht wie das ist. Kann man sich ja auch schwer vorstellen so zu empfinden.
vielen Dank und lg
Manuela
hatte in meinem Vorstellungstext schonmal das Thema angesprochen, es beschäftigt mich einfach jeden Tag und meine Freunde und Verwandten können das nicht so richtig verstehen. Sie sagen sie glauben nicht, wenn sie mich jetzt heute sehen, das es wieder passiert, aber das hätte damals ja auch keiner gedacht.
Was habt ihr denn für Erfahrungen gemacht? Hab schon viel gelesen über Rückfälle, gibt es auch was positives zu berichten?
Ich nehmen seit einem Jahr ca, keine Medis mehr. Hab allerdings immer noch etwas Probleme mit dem schlafen. Das ist nicht mehr so unbefangen wie vor der PPd. da hatte ich ganz schlimme Schlafstörungen, konnte überhauptnicht mehr einschlafen, über Tage hinweg. Lag mit Herzrasen im Bett. Und Tagüber dann die ganze Zeit Unruhe und Gedankenkreisen warum, wieso, was tun. usw
Heute kann ich fast immer schlafen, muss aber ein festes Abendritual einhalten, sonst mache ich mir gleich wieder Gedanken das ich nicht schlafen kann. Da das mein Hauptsymptom war, habe ich große Bedenken das ein Baby den Schlafrythmus durcheinanderbringt und alles von vorne anfängt.
Hab gelesen jemand anders soll die Nächte übernehmen, Toll, wer? Famile lebt 600 km weit weg, und der Papa muss arbeiten.
Ich weiß, ich muss das alleine entscheiden, brauche aber mal die Meinung von Leuten die sich auskennen. Das gerede von den anderen kann ich nicht mehr hören. Die wissen einfach nicht wie das ist. Kann man sich ja auch schwer vorstellen so zu empfinden.
vielen Dank und lg
Manuela
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lotte
Hi,
habe gerade noch mal deinen Vorstellungsthread gelesen. Eines verstehe ich nicht: warum machen sich so viele - und Du auch - solch einen Druck wegen dem Altersunterschied? Man kann doch gar nicht wissen, wie und ob Geschwister miteinander spielen oder auch nicht, das ist keine Frage des Alters. Verstehe mich nicht falsch, aber ich habe das Gefühl, viele setzen sich deswegen unnötigem Stress aus ...? Babys planen, dann und dann sollen sie kommen, das hat für mich immer etwas sehr bürokratisches an sich.
Und selbst, wenn Du jetzt Meinungen von anderen bekommst, bei denen das dann so und so war, das ist doch aber nicht Deine Geschichte? Du hast gelesen, dass auch andere den Nachtdienst machen sollten? Du bist noch noch mal schwanger (sorry) und machst Dir darüber einen Kopf?
Sorry, wenn ich eigentlich nichts konstruktives beitragen konnte, aber dieses " ich weiss, ich muss es alleine entscheiden", aber "vielleicht sagt mir doch jemand, was ich machen soll", geht mir irgendwie aufn Keks.
In fast jedem 2. Post ist eine ähnliche Frage wie Deine. Lest Ihr eigentlich auch den Rest im Forum?
habe gerade noch mal deinen Vorstellungsthread gelesen. Eines verstehe ich nicht: warum machen sich so viele - und Du auch - solch einen Druck wegen dem Altersunterschied? Man kann doch gar nicht wissen, wie und ob Geschwister miteinander spielen oder auch nicht, das ist keine Frage des Alters. Verstehe mich nicht falsch, aber ich habe das Gefühl, viele setzen sich deswegen unnötigem Stress aus ...? Babys planen, dann und dann sollen sie kommen, das hat für mich immer etwas sehr bürokratisches an sich.
Und selbst, wenn Du jetzt Meinungen von anderen bekommst, bei denen das dann so und so war, das ist doch aber nicht Deine Geschichte? Du hast gelesen, dass auch andere den Nachtdienst machen sollten? Du bist noch noch mal schwanger (sorry) und machst Dir darüber einen Kopf?
Sorry, wenn ich eigentlich nichts konstruktives beitragen konnte, aber dieses " ich weiss, ich muss es alleine entscheiden", aber "vielleicht sagt mir doch jemand, was ich machen soll", geht mir irgendwie aufn Keks.
In fast jedem 2. Post ist eine ähnliche Frage wie Deine. Lest Ihr eigentlich auch den Rest im Forum?
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manuela
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lotte
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manuela
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lotte
Schön, dass Du Dich noch mal meldest. Genau das meine ich, mit der Garantie. Ist ja ähnlich wie bei den Medis - der eine verträgt diese und jene gut, der andere gar nicht. Klar sind Erfahrungsberichte auch hilfreich, aber es sind ja die von anderen 
Vorbeugend kann man bestimmt ne Menge machen, aber ich denke, die eigenen Ängste bleiben trotzdem bestehen. Wenn sie in Maßen auftreten, ist das ja auch normal. Sicher wird ein Baby deinen Schlaf durcheinander bringen, aber es MUSS ja nicht wieder alles ganz schlimm werden.
Ich hatte erst nach der zweiten Tochter Probleme und kann also gar nicht so mitreden, weil ich natürlich nicht daran dachte, dass mich so was fieses erwischen kann. Hatte auch keine reine PPD, sondern meine Angststörung von früher ist noch mal hochgekommen.
Auf die Äußerungen von anderen (dass sie nicht glauben, es passiert noch mal), würde ich nicht so viel geben. DU allein steckst in Deiner Haut und weisst, wie Du Dich fühlst
Sorry, ist länger geworden. Ich hoffe, Du findest für Dich den richtigen Weg. Eine 100% Garantie gibt es für nix im Leben.
Alles Gute
Lotte
Vorbeugend kann man bestimmt ne Menge machen, aber ich denke, die eigenen Ängste bleiben trotzdem bestehen. Wenn sie in Maßen auftreten, ist das ja auch normal. Sicher wird ein Baby deinen Schlaf durcheinander bringen, aber es MUSS ja nicht wieder alles ganz schlimm werden.
Ich hatte erst nach der zweiten Tochter Probleme und kann also gar nicht so mitreden, weil ich natürlich nicht daran dachte, dass mich so was fieses erwischen kann. Hatte auch keine reine PPD, sondern meine Angststörung von früher ist noch mal hochgekommen.
Auf die Äußerungen von anderen (dass sie nicht glauben, es passiert noch mal), würde ich nicht so viel geben. DU allein steckst in Deiner Haut und weisst, wie Du Dich fühlst
Sorry, ist länger geworden. Ich hoffe, Du findest für Dich den richtigen Weg. Eine 100% Garantie gibt es für nix im Leben.
Alles Gute
Lotte
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Feuervogel
Hallo Manuela,
nach meinem zweiten Kind erkrankte ich an einer schweren PPD, die zu dem noch lange unbehandelt blieb. Einige Jahre habe ich zur Heilung gebraucht, u. a. weil ich strikt gegen die Einnahme von ADs war.
Ich habe mir immer drei Kinder gewünscht. Aber durch die schreckliche Erfahrung hatten mein Mann und ich lange Zeit große Angst vor einen weiteren Kind. Mein Rückfallrisiko ist wohl sehr hoch, zumal die PPD meine zweite schwere Depression war.
Mittlerweile bin ich in der 30. SSW mit unserem dritten Kind schwanger, davor hatte ich eine frühe Fehlgeburt, die mich nochmals kurzfristig in eine Krise fallen ließ. Viel Energie und Aufwand habe ich in die Prävention einer erneuten PPD (oder was auch immer da noch so kommen mag) gesteckt. So wissen mein Therapeut (der auch gleichzeitig Psychiater ist, was den Vorteil hat rasch an Medikamente oder eine Einweisung zu kommen!), meine Hebamme, meine Frauenärztin und einige ausgewählte Menschen in meinem näheren Umfeld über meine Vorgeschichte bescheid. Außerdem werde ich diesmal selbst frühzeitig Hilfe holen (wenn ich dazu in der Lage sein sollte) und habe mir auch schon zwei mögliche Kliniken angesehen. Und diesmal werde ich ADs nehmen, schließlich will ich nicht nochmal fünf Jahre zur Genesung brauchen und schneller wieder gesund sein, für mich und meine Familie. Au0erdem bekomme ich für die Zeit nach der Geburt eine Haushaltshilfe, damit ich mich nur um das Baby und die beiden Großen kümmern muss. Dafür habe ich mir auch eine speziell ausgebildete Frau ausgesucht, sie ist eine Familienlotsin und kennt sich mit der Situation des und möglichen psychischen Komplikationen gut aus.
Mein "Plan" ist es außerdem so schnell wie möglich mit der Rückbildung anzufangen, um so schnell wie möglich wieder Sport machen zu können. In der Reha habe ich gelernt, wie gut mir Sport tut und wie sehr ich das brauche. Meinen beruflichen Neuanfang plane ich auch schon fest ein, schließlich will ich, wenn das Krümelchen drei Jahre alt ist und in den Kindergarten geht, meine Praxis eröffnen!
Eine Garantie kann mir niemand geben, aber ich trage die Gewissheit in mir schon zweimal eine schwere Depression überstanden zu haben. Zur Not schaffe ich es auch ein drittes Mal. Doch daran will ich lieber gar nicht denken.
Kurz gefasst: Ich bin auf das Schlimmste vorbereitet und hoffe das Beste!
nach meinem zweiten Kind erkrankte ich an einer schweren PPD, die zu dem noch lange unbehandelt blieb. Einige Jahre habe ich zur Heilung gebraucht, u. a. weil ich strikt gegen die Einnahme von ADs war.
Ich habe mir immer drei Kinder gewünscht. Aber durch die schreckliche Erfahrung hatten mein Mann und ich lange Zeit große Angst vor einen weiteren Kind. Mein Rückfallrisiko ist wohl sehr hoch, zumal die PPD meine zweite schwere Depression war.
Mittlerweile bin ich in der 30. SSW mit unserem dritten Kind schwanger, davor hatte ich eine frühe Fehlgeburt, die mich nochmals kurzfristig in eine Krise fallen ließ. Viel Energie und Aufwand habe ich in die Prävention einer erneuten PPD (oder was auch immer da noch so kommen mag) gesteckt. So wissen mein Therapeut (der auch gleichzeitig Psychiater ist, was den Vorteil hat rasch an Medikamente oder eine Einweisung zu kommen!), meine Hebamme, meine Frauenärztin und einige ausgewählte Menschen in meinem näheren Umfeld über meine Vorgeschichte bescheid. Außerdem werde ich diesmal selbst frühzeitig Hilfe holen (wenn ich dazu in der Lage sein sollte) und habe mir auch schon zwei mögliche Kliniken angesehen. Und diesmal werde ich ADs nehmen, schließlich will ich nicht nochmal fünf Jahre zur Genesung brauchen und schneller wieder gesund sein, für mich und meine Familie. Au0erdem bekomme ich für die Zeit nach der Geburt eine Haushaltshilfe, damit ich mich nur um das Baby und die beiden Großen kümmern muss. Dafür habe ich mir auch eine speziell ausgebildete Frau ausgesucht, sie ist eine Familienlotsin und kennt sich mit der Situation des und möglichen psychischen Komplikationen gut aus.
Mein "Plan" ist es außerdem so schnell wie möglich mit der Rückbildung anzufangen, um so schnell wie möglich wieder Sport machen zu können. In der Reha habe ich gelernt, wie gut mir Sport tut und wie sehr ich das brauche. Meinen beruflichen Neuanfang plane ich auch schon fest ein, schließlich will ich, wenn das Krümelchen drei Jahre alt ist und in den Kindergarten geht, meine Praxis eröffnen!
Eine Garantie kann mir niemand geben, aber ich trage die Gewissheit in mir schon zweimal eine schwere Depression überstanden zu haben. Zur Not schaffe ich es auch ein drittes Mal. Doch daran will ich lieber gar nicht denken.
Kurz gefasst: Ich bin auf das Schlimmste vorbereitet und hoffe das Beste!
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manuela
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Leuchtkäfer
Hallo zusammen,
es geht anscheinend im Moment im Forum vielen wie Dir.
Ich finde es auch durchaus legitim, sich Gedanken über einen Alterabstand zu machen und um eine erneute Erkrankung.
Ich kann mich auch nicht frei machen von meinen Erfahrungen mit Geschwistern, anderen Familien und meiner Familie und meinen Idealen im Kopf.
Es ist ein langer Prozeß, seinen Weg als Familie und mit seinen Kindern zu finden. Was da mit reinspielt ist eben immer eine eigene Geschichte und persönliche Ängste.
Mir hilft es z.B. immer, hier zu lesen, wie andere diese Situation bewerkstelligen und was für Erfahrungen sie gemacht haben.
Klar, daß jede dann am Ende für sich entscheiden muß, aber ein Austausch tut oft eben gut.
Ich wünsche mir auch ein 2. Kind und mache mir Gedanken über einen Altersabstand. Ich versuche für mich gerade heraus zu finden, warum mir z.B. drei Jahre und nicht mehr so wichtig sind.
Durch meine erneute Depression vor einigen Wochen habe ich auch wieder mal gesehen, daß eben nicht alles so schön planbar ist, wie ich es gerne hätte. Trotzdem ist dieser Wunsch nach Planbarkeit natürlich nicht von heute auf morgen weg.
Ich erhoffe mir, daß er aber kleiner wird, wenn ich einige Gründe verstehe.
Ich habe Angst vor einer erneuten PPD, das wird mich von meinem Kinderwunsch aber nicht abhalten. Ob er sich erfült, steht auf einem anderen Blatt.
Grüße von Leuchtkäfer
es geht anscheinend im Moment im Forum vielen wie Dir.
Ich finde es auch durchaus legitim, sich Gedanken über einen Alterabstand zu machen und um eine erneute Erkrankung.
Ich kann mich auch nicht frei machen von meinen Erfahrungen mit Geschwistern, anderen Familien und meiner Familie und meinen Idealen im Kopf.
Es ist ein langer Prozeß, seinen Weg als Familie und mit seinen Kindern zu finden. Was da mit reinspielt ist eben immer eine eigene Geschichte und persönliche Ängste.
Mir hilft es z.B. immer, hier zu lesen, wie andere diese Situation bewerkstelligen und was für Erfahrungen sie gemacht haben.
Klar, daß jede dann am Ende für sich entscheiden muß, aber ein Austausch tut oft eben gut.
Ich wünsche mir auch ein 2. Kind und mache mir Gedanken über einen Altersabstand. Ich versuche für mich gerade heraus zu finden, warum mir z.B. drei Jahre und nicht mehr so wichtig sind.
Durch meine erneute Depression vor einigen Wochen habe ich auch wieder mal gesehen, daß eben nicht alles so schön planbar ist, wie ich es gerne hätte. Trotzdem ist dieser Wunsch nach Planbarkeit natürlich nicht von heute auf morgen weg.
Ich erhoffe mir, daß er aber kleiner wird, wenn ich einige Gründe verstehe.
Ich habe Angst vor einer erneuten PPD, das wird mich von meinem Kinderwunsch aber nicht abhalten. Ob er sich erfült, steht auf einem anderen Blatt.
Grüße von Leuchtkäfer
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lotte
Hallo Ihr Lieben,
Leuchti, Du hast es gut beschrieben: nicht alles ist planbar. Das mag für uns "Perfektionistinnen" besonders gelten. Ich denke, gerade was das schwanger werden wollen angeht, ist es nicht einfach, auf einen genauen Zeitpunkt hinzuarbeiten.
Deshalb bin ich immer etwas erstaunt, dass - obwohl es einem vielleicht noch nicht gaaaanz gut geht - trotzdem ein geringer Altersunterschied "eingefordert" wird. Auf keinen Fall mehr als 3 Jahre, wer sagt das eigentlich, dass es so sein muss? Für mich wäre das noch mehr Druck, gesund werden und schnell ein 2. Kind.
Okay, ich habe mir nie so bewusst und vor allem zeittechnisch "dann und dann" so und soviele Kinder gewünscht. Es kam einfach dazu. Ich finde, Kinder kriegen ist auch nicht so planbar wie z.B. ein Arzttermin (verzeiht den blöden Vergleich). Und das danach sowieso nicht: wenn das Kind in den Kiga geht (nach 3!!!! Jahren) mache ich das und das. Ich könnte das nicht, mein ganzes Leben derart "planen".
Ich weiss, man kann niemandem Lockerheit verordnen. Und Vorbeugung etc ist bestimmt auch wichtig. Ich persönlich könnte nach 2 schweren Depris niemals mehr das Risiko eingehen, aber GsD sind wir ja alle verschieden.
LG
Lotte
Leuchti, Du hast es gut beschrieben: nicht alles ist planbar. Das mag für uns "Perfektionistinnen" besonders gelten. Ich denke, gerade was das schwanger werden wollen angeht, ist es nicht einfach, auf einen genauen Zeitpunkt hinzuarbeiten.
Deshalb bin ich immer etwas erstaunt, dass - obwohl es einem vielleicht noch nicht gaaaanz gut geht - trotzdem ein geringer Altersunterschied "eingefordert" wird. Auf keinen Fall mehr als 3 Jahre, wer sagt das eigentlich, dass es so sein muss? Für mich wäre das noch mehr Druck, gesund werden und schnell ein 2. Kind.
Okay, ich habe mir nie so bewusst und vor allem zeittechnisch "dann und dann" so und soviele Kinder gewünscht. Es kam einfach dazu. Ich finde, Kinder kriegen ist auch nicht so planbar wie z.B. ein Arzttermin (verzeiht den blöden Vergleich). Und das danach sowieso nicht: wenn das Kind in den Kiga geht (nach 3!!!! Jahren) mache ich das und das. Ich könnte das nicht, mein ganzes Leben derart "planen".
Ich weiss, man kann niemandem Lockerheit verordnen. Und Vorbeugung etc ist bestimmt auch wichtig. Ich persönlich könnte nach 2 schweren Depris niemals mehr das Risiko eingehen, aber GsD sind wir ja alle verschieden.
LG
Lotte
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manuela
Hallöchen zusammen,
ich muss sagen, seitdem ich hier viel gelesen habe, denke ich ganz anders nach über das Thema. Es gab einige Aspekte die andere beschrieben haben an die ich nicht so richtig gedacht habe. Die Verantwortung für das erste Kind ist zb eines davon. Das lesen hier lässt mich intensiver nachdenken irgendwie.
Der zeitlche Abstand ist eh nicht mehr der, den ich mal geplant hatte. Ja geplant, ich weiß ist nicht so gut mit dem planen. Hat mein Psychologe auch immer gesagt. Mache ich auch nicht mehr. Aber damals eben schon. Wollte nen Abstand von ca zwei Jahren. Jetzt werden es min. vier, aber egal. ist mir echt mitlerweile egal. Das erste Kind hat auch nicht viel von einem Geschwisterchen wenn die Mama neben der Spur ist.
Manchmal bin ich voll dafür noch ein Kind zu bekommen, und einen Tag später wieder nicht mehr, dann überwiegen die Ängste. Hab vor kurzem mein Tagebuch gelesen, was ich damals geschrieben habe. ( sollte ich machen, eine art Schlaftagebuch, weil ich damit ja solche Probleme hatte)War ziemlich abschreckend, seit dem hat mich die Euphorie etwas verlassen.
Die Gefahr einer komplizierten Schwangerschaft ist auch noch so eine Sache. War beim ersten ja auch so. Krankenhaus, Bettruhe, Tokolyse und immer die Gefahr einer Frühgeburt. Dieses Medikament (der Tokolyse) macht übrigens Unruhe, Schlafstörungen, Herzklopfen usw. alles meine Symptome während der PPD. Ob das damit zusammenhängen kann?
Ich glaub ich mach mir zu viele Gedanken, trotzdem Danke fürs zuhören
lg manuela
ich muss sagen, seitdem ich hier viel gelesen habe, denke ich ganz anders nach über das Thema. Es gab einige Aspekte die andere beschrieben haben an die ich nicht so richtig gedacht habe. Die Verantwortung für das erste Kind ist zb eines davon. Das lesen hier lässt mich intensiver nachdenken irgendwie.
Der zeitlche Abstand ist eh nicht mehr der, den ich mal geplant hatte. Ja geplant, ich weiß ist nicht so gut mit dem planen. Hat mein Psychologe auch immer gesagt. Mache ich auch nicht mehr. Aber damals eben schon. Wollte nen Abstand von ca zwei Jahren. Jetzt werden es min. vier, aber egal. ist mir echt mitlerweile egal. Das erste Kind hat auch nicht viel von einem Geschwisterchen wenn die Mama neben der Spur ist.
Manchmal bin ich voll dafür noch ein Kind zu bekommen, und einen Tag später wieder nicht mehr, dann überwiegen die Ängste. Hab vor kurzem mein Tagebuch gelesen, was ich damals geschrieben habe. ( sollte ich machen, eine art Schlaftagebuch, weil ich damit ja solche Probleme hatte)War ziemlich abschreckend, seit dem hat mich die Euphorie etwas verlassen.
Die Gefahr einer komplizierten Schwangerschaft ist auch noch so eine Sache. War beim ersten ja auch so. Krankenhaus, Bettruhe, Tokolyse und immer die Gefahr einer Frühgeburt. Dieses Medikament (der Tokolyse) macht übrigens Unruhe, Schlafstörungen, Herzklopfen usw. alles meine Symptome während der PPD. Ob das damit zusammenhängen kann?
Ich glaub ich mach mir zu viele Gedanken, trotzdem Danke fürs zuhören
lg manuela
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00julchen
Hi,
ich kann dein Zögern verstehen. Die PPD hat mich auch ziemlich gebeutelt (5 Monate Klink und seitdem x Therapien und 5 Jahre lang Trevilor... habs fast auch Null geschafft, nurnoch 4 Tage juchu
, aber als es mir langsam besser ging war Tochterkind ca 2 Jahre alt und da ich schon immmer mehr als 1 Kind wollte kam der Wunsch wieder hoch und für mich war klar, daß ich es trotz aller Widerstände versuchen wollte. Damals sagten mir 2 Therapeutinnen, daß ich mit einem 2 Kind noch abwarten sollte, bis ich voll und ganz gesund sei, aber für mich war klar, daß ich nicht ewig warten wollte, denn wer konnte mir schon sagen ob und wann ich wieder zu 100% gesund sein würde. Bekannte und Freunde waren von meinen Wunsch teilweise auch nicht begeistert so nach dem Motto "du bist manchmal schon mit einem Kind überfordert und willst ein 2.... was, wenn es dir dann wieder so schlecht geht?" Dafür kriege ich es jetzt aber verdammt gut hin
... auch, wenns manchmal stressig ist.
Nun musste ich erstmal meinen Mann überzeugen, aber nach seinem OK wurden uns andere Steine in den Weg gelegt und zwar, daß ich keine Eisprünge mehr hatte und dies erst nach 3 Arztwechseln erfuhr (bei den 2 anderen Ärzten hieß es immer "sie haben doch schon ein Kind, also wirds irgendwann klappen"... da wäre ich wohl bis heute noch nicht schwanger), musste ich eine Hormontherapie machen. Erst im 4 Anlauf klappte es dann. Die Schwangerschaft war alles andere als schön und da ich Trevilor durchnahm und auch nicht bei der Geburt oder danach absetzte, wurde ich engmaschig kontrolliert... lange Zeit stand die Diangose Wasserkopf im Raum, dann hatte ich Symphysenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und zuletzt wurde es ein erzwungener Kaiserschnitt, da Sohnemann einen KU von 38,5 cm und 4,5 kg hatte.....danach folgten 10 Tage Kinderklinik und ich konnte Sohnemann erst 3 Tage nach Geburt besuchen, da mein Krankenhaus am anderen Ende der Stadt lag, gleich danach großer Umzug in unser Haus mit monatelangem Chaos.... alles in Allem beste Vorausetzungen, um einen Rückfall zu erleiden, aber er blieb aus
.... 3 Monate nach seinem 1 Geburtstag fing ich dann an Trevilor zu reduzieren und bin wiegesag bald bei Null.
Achja, wg des Schlafthemas: Tochterkind hatte mit 4 Wochen durchgeschlafen, Sohnemann ist 19 Monate alt und schafft es immernoch nicht. Die Nächte in denen er mal 6- 8 Std am Stück geschlafen hat, kannste an 2 Händen abzählen. Natürlich macht es einen fertig und manchmal ist man am Ende seiner Kräfte, aber hättest du mich 3 Monate nach der Geburt gefragt wie lange wir es aushalten würden, hätte ich es dir nicht geglaubt. Zum Glück habe ich oft die Möglichkeit mit morgens mit Sohnemann nochmal 1-2 Std hinzulegen oder mein Mann lässt mich am Wochenende länger schlafen. Daher bin ich froh, daß Tochterkind bei der Geburt schon 4 Jahre alt und im Kiga war, denn sonst wär ein Schläfchen am Vormittag niemals drin gewesen.
Was ich damit sagen will ist, daß man sich das Projekt 2. Kind ruhig zutrauen sollte, wenn man voll und ganz dahinter steht (und nicht auf die anderen hören) und die Unterstützung des Partners hat. Dennoch muss man sich das Risiko eines Rückfalls klar vor Augen führen und Vorkehrungen treffen, falls es eintritt, was bei mir waren:
- mein AD die ganze Schwangerschaft durchnehmen und danach
- eine Haushaltshilfe für ca 6 Wochen nach der Geburt beantragen
- eine Hebamme, die Bescheid wusste und mich 1 Jahr lang nach der Geburt betreut hat und jederzeit telefonisch erreichbar war
- Therapeuten an der Hand wg Gesprächstherapie (bekam ich von der Hebamme vermittelt)
- das Wissen, daß ich wieder in die gleiche Klinik wie nach der 1. Geburt gehen könnte
- Selbsthilfegruppe in der Nähe
- Mann,Familie, etc um Hilfe fragen
Mittlerweile bin ich soweit, daß ich mir sogar ein 3. Kind sehr gut vorstellen kann bzw der Wunsch kam in der 2. Schwangerschaft auf und daß obwohl ich ja nicht wissen konnte, wie es mir danach gehen würde.
ich kann dein Zögern verstehen. Die PPD hat mich auch ziemlich gebeutelt (5 Monate Klink und seitdem x Therapien und 5 Jahre lang Trevilor... habs fast auch Null geschafft, nurnoch 4 Tage juchu
Nun musste ich erstmal meinen Mann überzeugen, aber nach seinem OK wurden uns andere Steine in den Weg gelegt und zwar, daß ich keine Eisprünge mehr hatte und dies erst nach 3 Arztwechseln erfuhr (bei den 2 anderen Ärzten hieß es immer "sie haben doch schon ein Kind, also wirds irgendwann klappen"... da wäre ich wohl bis heute noch nicht schwanger), musste ich eine Hormontherapie machen. Erst im 4 Anlauf klappte es dann. Die Schwangerschaft war alles andere als schön und da ich Trevilor durchnahm und auch nicht bei der Geburt oder danach absetzte, wurde ich engmaschig kontrolliert... lange Zeit stand die Diangose Wasserkopf im Raum, dann hatte ich Symphysenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und zuletzt wurde es ein erzwungener Kaiserschnitt, da Sohnemann einen KU von 38,5 cm und 4,5 kg hatte.....danach folgten 10 Tage Kinderklinik und ich konnte Sohnemann erst 3 Tage nach Geburt besuchen, da mein Krankenhaus am anderen Ende der Stadt lag, gleich danach großer Umzug in unser Haus mit monatelangem Chaos.... alles in Allem beste Vorausetzungen, um einen Rückfall zu erleiden, aber er blieb aus
Achja, wg des Schlafthemas: Tochterkind hatte mit 4 Wochen durchgeschlafen, Sohnemann ist 19 Monate alt und schafft es immernoch nicht. Die Nächte in denen er mal 6- 8 Std am Stück geschlafen hat, kannste an 2 Händen abzählen. Natürlich macht es einen fertig und manchmal ist man am Ende seiner Kräfte, aber hättest du mich 3 Monate nach der Geburt gefragt wie lange wir es aushalten würden, hätte ich es dir nicht geglaubt. Zum Glück habe ich oft die Möglichkeit mit morgens mit Sohnemann nochmal 1-2 Std hinzulegen oder mein Mann lässt mich am Wochenende länger schlafen. Daher bin ich froh, daß Tochterkind bei der Geburt schon 4 Jahre alt und im Kiga war, denn sonst wär ein Schläfchen am Vormittag niemals drin gewesen.
Was ich damit sagen will ist, daß man sich das Projekt 2. Kind ruhig zutrauen sollte, wenn man voll und ganz dahinter steht (und nicht auf die anderen hören) und die Unterstützung des Partners hat. Dennoch muss man sich das Risiko eines Rückfalls klar vor Augen führen und Vorkehrungen treffen, falls es eintritt, was bei mir waren:
- mein AD die ganze Schwangerschaft durchnehmen und danach
- eine Haushaltshilfe für ca 6 Wochen nach der Geburt beantragen
- eine Hebamme, die Bescheid wusste und mich 1 Jahr lang nach der Geburt betreut hat und jederzeit telefonisch erreichbar war
- Therapeuten an der Hand wg Gesprächstherapie (bekam ich von der Hebamme vermittelt)
- das Wissen, daß ich wieder in die gleiche Klinik wie nach der 1. Geburt gehen könnte
- Selbsthilfegruppe in der Nähe
- Mann,Familie, etc um Hilfe fragen
Mittlerweile bin ich soweit, daß ich mir sogar ein 3. Kind sehr gut vorstellen kann bzw der Wunsch kam in der 2. Schwangerschaft auf und daß obwohl ich ja nicht wissen konnte, wie es mir danach gehen würde.
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manuela
Hallo 00julchen,
da klingt nach einem langen harten Weg, aber letztendlich ist alles gut geworden. Freut mich für dich und ist auch gut zu hören. Hab schon von Vielen gelesen, das sie es geschaft haben. Oft hat es aber sooo lange gedauert. Ich hab damals knapp 2 Jahre Medis genommen und fand das schon lange. Und das ausschleichen war die Hölle. da ging es mir manchmal ziemlich schlecht, habs zwar geschaft, aber ich weiß nicht ob ich das nochmal kann.
Meine damaligen Medis (150mg Saroten, maximale Dosis für ambulante Therapie, und 5mg Zyprexa)kann ich nicht in der SS nehmen. die bräuchte ich aber glaube ich schon, falls es in der SS schon losgeht, weil ich ja wie gesagt die großen Probleme mit dem schlafen hatte.
Wirken die AD die man in der SS nehmen kann auch schlaffördernd?
dieses Schlafthema ist echt nervig. hab keine Angst davor das das Kind nachts wach wird, das ist halt so. Mein Problem ist nur, das ich dann nicht wieder einschlafen kann. Kann man sich vieleicht nicht vorstellen,das man trotz Müdigkeit und mehreren schlaflosen Nächten nicht einschläft, aber so war es. Ich war so unruhig, ANGESPANNT, hatte Herzrasen, bin nie zur Ruhe gekommen und konnte abschalten. das wurde immer schlimmer, je weniger ich geschlafen habe. Mein ganzes Denken war nur darauf konzentiert. Meine ZG wenn man so will. Gegen das Kind hatte ich sie auch, aber nur ganz wenig.
Es gibt hier im ländlichen Schwabenland auch keine Selsthilfegruppen, ne Klinik mit ner richtigen Mutter Kind Station auch nicht, und unsere Eltern wohnen 600km weit weg.
Vieleicht bin ich so pessimistisch weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt ist.
lg manuela
da klingt nach einem langen harten Weg, aber letztendlich ist alles gut geworden. Freut mich für dich und ist auch gut zu hören. Hab schon von Vielen gelesen, das sie es geschaft haben. Oft hat es aber sooo lange gedauert. Ich hab damals knapp 2 Jahre Medis genommen und fand das schon lange. Und das ausschleichen war die Hölle. da ging es mir manchmal ziemlich schlecht, habs zwar geschaft, aber ich weiß nicht ob ich das nochmal kann.
Meine damaligen Medis (150mg Saroten, maximale Dosis für ambulante Therapie, und 5mg Zyprexa)kann ich nicht in der SS nehmen. die bräuchte ich aber glaube ich schon, falls es in der SS schon losgeht, weil ich ja wie gesagt die großen Probleme mit dem schlafen hatte.
Wirken die AD die man in der SS nehmen kann auch schlaffördernd?
dieses Schlafthema ist echt nervig. hab keine Angst davor das das Kind nachts wach wird, das ist halt so. Mein Problem ist nur, das ich dann nicht wieder einschlafen kann. Kann man sich vieleicht nicht vorstellen,das man trotz Müdigkeit und mehreren schlaflosen Nächten nicht einschläft, aber so war es. Ich war so unruhig, ANGESPANNT, hatte Herzrasen, bin nie zur Ruhe gekommen und konnte abschalten. das wurde immer schlimmer, je weniger ich geschlafen habe. Mein ganzes Denken war nur darauf konzentiert. Meine ZG wenn man so will. Gegen das Kind hatte ich sie auch, aber nur ganz wenig.
Es gibt hier im ländlichen Schwabenland auch keine Selsthilfegruppen, ne Klinik mit ner richtigen Mutter Kind Station auch nicht, und unsere Eltern wohnen 600km weit weg.
Vieleicht bin ich so pessimistisch weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt ist.
lg manuela
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00julchen
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manuela