Es nervt!
Moderator: Moderatoren
Re: Es nervt!
Hey Jen, du hast doch bestimmt ein Notfall Medikament zu Hause. Oder auch das quetiapin. Würde es dir helfen davon etwas zu nehmen um aus dieser Spirale raus zu kommen?
Die schraubt sich gerade bei dir glaube ich ziemlich hoch. Mit deinem bedarf Medikament kannst du ja versuchen diese Gedanken die gerade kreisen zu unterbrechen.
Die schraubt sich gerade bei dir glaube ich ziemlich hoch. Mit deinem bedarf Medikament kannst du ja versuchen diese Gedanken die gerade kreisen zu unterbrechen.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Es nervt!
Ja! Und ich weiß gerade be die nichtig du Therapie machst, aber hast du so Notfallübungen für das Nervensystem, die du machen kannst? Also bei mir wäre das: kalt duschen bis zum parasympatischen Shift, auf die Fakirmatte legen, leichte Bewegung (spazieren gehen), nicht rumsitzen, den Körper danach abgreifen, Massage, sowas… um Unterbrechung herbei zu führen und das Nervensystem zu beruhigen. Und eben Bedarfsmedi.
Re: Es nervt!
Ja f****
Ich hab mit dem Job voll mein Trauma getriggert.
Danke euch!
Ich hab mit dem Job voll mein Trauma getriggert.
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12/20 1. Geburt PTBS / Ängste
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
Re: Es nervt!
Ich hab mir jetzt mal alles aus der Seele geschrieben.
Und bin zum ersten Mal, zu den tatsächlichen Gefühlen gekommen, die unter der Angst liegen.
Das Eigentliche, was hinter diesem Trigger steckt!
Und puh.. das ist hart!
Liebe Grüße an euch und danke für alles!!!
Und bin zum ersten Mal, zu den tatsächlichen Gefühlen gekommen, die unter der Angst liegen.
Das Eigentliche, was hinter diesem Trigger steckt!
Und puh.. das ist hart!
Liebe Grüße an euch und danke für alles!!!
12/20 1. Geburt PTBS / Ängste
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Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
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Re: Es nervt!
Vielleicht ist dein ganzes System aktuell noch vulnerabel. Im normalen Leben und Alltag mit gewohnter Struktur klappt alles schon ganz gut, nur eben diese besonderen Situationen und Umstände wie das Vorstellungsgespräch neulich bringt wieder Unsicherheit rein. Das Nervensystem reagiert übertrieben stark auf den Reiz. Wird deine Gesundheit noch stabiler, kann es gut sein, dass du nicht mehr so stark reagierst und mehr geerdet bist. Trotzdem hilft es mit Sicherheit auf dein Thema zu schauen und wie du damit umgehen kannst.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
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Re: Es nervt!
Absolut! Ist noch sehr früh.
Allerdings hänge ich ja immer und immer wieder am Thema arbeiten.
Allerdings hänge ich ja immer und immer wieder am Thema arbeiten.
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Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
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Re: Es nervt!
Ja klar, das ist bestimmt dein Thema. Genauso wie ich meine Themen habe die immer wieder für mich problematisch sind oder in meinem Kopf mehr Probleme machen und ein gefühlschaos als bei anderen Themen. Nur ich denke mit fortschreitender Stabilität kann man besser mit diesem Gefühlen umgehen bzw. Sie kochen nicht mehr so hoch. Ich habe manchmal als Lernprozess für mich daraus mitgenommen, dass es für manche Dinge vielleicht noch zu früh ist oder auch, dass ich gemerkt habe. Das zwar blöde Gefühle aufkommen, aber eigentlich im nachgang nichts schlimmes passiert ist.
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Re: Es nervt!
Darf ich fragen, was das genau für Probleme bei deiner Arbeit sind? Es ist völlig okay, wenn dir das zu persönlich ist und du da nicht drüber sprechen möchtest. Aber so wie ich das raushöre, besteht ja da ein Konflikt oder unterschiedliche Ansichten zwischen den Generationen? Das ist ja etwas, womit ich auch viele Jahre zu kämpfen hatte. Vor allen Dingen als Frau in einem männerdominierenden Umfeld, dass ich das Gefühl hatte, immer 150% geben zu müssen. Da ich sonst nicht respektiert wurde nach dem Motto Frauen sind zu schwach. Die können das nicht Frauen dürfen keine Entscheidungen treffen oder bestimmen wie Dinge gemacht werden.
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Re: Es nervt!
Ich bin ja in Familienbetrieb aufgewachsen, der sehr toxisch war.
Mein Vater hat mich unter Druck gesetzt, wenn ich gehen wollte und meine Mutter auch.
Mein Vater hatte versprochen, dass ich wechseln kann wenn ich das möchte nach der Ausbildung, danach hat er nichts mehr davon gewusst und gemeint, dann brauchst du nie mehr zu kommen.
Meine Mutter meinte immer, du kannst mich hier doch nicht alleine lassen und hat oft geweint.
Mitarbeiter haben alle nach 2 Jahren gekündigt, weil mein Vater einfach ein Kolleriker ist.
Urlaub nie mehr als 1 Woche, arbeiten wenn ich tot krank war. Zuhause gab es nur Geschäft und ich wurde immer bemängelt zu wenig zu machen. Keine Vertretung. Keine klaren Bereiche.
Das ging 13 Jahre lang so. Ich war schon immer todunglücklich, aber gefühlt ausweglos gefangen.
Ich hab die Wut, die Enttäuschung, den Schmerz darüber wirklich bis heute unterdrückt.
Und wenn ich ehrlich bin, dachte ich immer es liegt am Arbeiten, weil es viel war. Es lag eher daran, dass ich immer dachte, ich bin gefangen und so fühle ich mich bis heute. Ix dachte wenn ich geh, dann ist es einfach vorbei. Dann ist das Thema weg.
Ich mach ewig Therapie, aber die Gefühle konnte ich nie wirklich benennen. Ich wusste nicht, warum ich so reagiere beim Arbeiten. Was mein Problem ist. Ich hab’s nie verstanden. Bis heute!
Mein Vater hat mich unter Druck gesetzt, wenn ich gehen wollte und meine Mutter auch.
Mein Vater hatte versprochen, dass ich wechseln kann wenn ich das möchte nach der Ausbildung, danach hat er nichts mehr davon gewusst und gemeint, dann brauchst du nie mehr zu kommen.
Meine Mutter meinte immer, du kannst mich hier doch nicht alleine lassen und hat oft geweint.
Mitarbeiter haben alle nach 2 Jahren gekündigt, weil mein Vater einfach ein Kolleriker ist.
Urlaub nie mehr als 1 Woche, arbeiten wenn ich tot krank war. Zuhause gab es nur Geschäft und ich wurde immer bemängelt zu wenig zu machen. Keine Vertretung. Keine klaren Bereiche.
Das ging 13 Jahre lang so. Ich war schon immer todunglücklich, aber gefühlt ausweglos gefangen.
Ich hab die Wut, die Enttäuschung, den Schmerz darüber wirklich bis heute unterdrückt.
Und wenn ich ehrlich bin, dachte ich immer es liegt am Arbeiten, weil es viel war. Es lag eher daran, dass ich immer dachte, ich bin gefangen und so fühle ich mich bis heute. Ix dachte wenn ich geh, dann ist es einfach vorbei. Dann ist das Thema weg.
Ich mach ewig Therapie, aber die Gefühle konnte ich nie wirklich benennen. Ich wusste nicht, warum ich so reagiere beim Arbeiten. Was mein Problem ist. Ich hab’s nie verstanden. Bis heute!
12/20 1. Geburt PTBS / Ängste
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Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
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Re: Es nervt!
Liebe Jen, lass dich mal fest drücken. Das ist ein ganz schwerer Brocken den du zu tragen hast. Es hört sich wie nach einer Geschichte aus so einem fernsehfilm an oder einen kinofilm, wo die Tochter unglücklich im Betrieb der Eltern gefangen ist und versucht sich aus den Klauen zu befreien. Das geht mit Sicherheit nicht von heute auf morgen, sondern wird viele Jahre brauchen, bis man das Geschehene verarbeitet hat. Jedenfalls stelle ich mir das so vor, denn du musstest dieses Leid auch schon viele Jahre ertragen.
Aus diesem arbeitsverhältnis auszubrechen bedeutet ja auch irgendwie einen schlussstrich zu gewissen familienverhältnissen zu ziehen. Das heißt ja nicht, nur seinen Arbeitsplatz kündigen, sondern auch in einer gewissen Weise, die Beziehung zu seinen Eltern aufzugeben und einen Bruch herzustellen. Die Frage ist dann immer wie gut die andere Seite das verstehen kann und ob es da dann auch wiederum zu schuldzuweisung kommt. Ich wünsche dir, dass du immer klarer darüber nachdenken kannst und auch in der Therapie verschiedene Wege beleuchtest die du weiter beschreiten kannst.
Bei mir ist die Situation eine andere, aber gewisse parallelen gibt es trotzdem. Ich bin eher der fernsehfilm. Schwiegertochter heiratet ein steigt in den Familienbetrieb ein versucht, Dinge zu ändern, zu verbessern, zu strukturieren, den Betrieb wirtschaftlicher zu machen, und die Arbeit wird nicht anerkannt bzw. Schlecht gemacht und man verharrt in alten versteinerten Strukturen. Und da man ja nur eingeheiratet ist, hat man sowieso nichts zu sagen und Geld bekommt man auch keins für seine Arbeit.
Ich ärgere mich manchmal darüber, wie ich mich viele Jahre behandeln lassen habe und gedacht habe Es ist okay bzw. Wenn ich mich noch mehr anstrenge wird Irgendjemand meinen wert Irgendwann sehen. Aber vielleicht mussten wir durch diese Krankheit gehen, um wirklich toxische Beziehungen zu erkennen und auch zu beenden.
Liebe Jen, ich glaube, deine Situation ist wirklich schwierig und schwer zu ertragen und ich kann mir gut vorstellen, woher deine ganzen Gefühle kommen. Ich kann dir natürlich deine Gefühle nicht abnehmen, aber ich bin mir sicher, dass du weiterhin den richtigen Weg für dich nehmen wirst. Und natürlich darfst du immer schreiben und deine Wut hier rauslassen. Das hilft ja manchmal auch schon.
Aus diesem arbeitsverhältnis auszubrechen bedeutet ja auch irgendwie einen schlussstrich zu gewissen familienverhältnissen zu ziehen. Das heißt ja nicht, nur seinen Arbeitsplatz kündigen, sondern auch in einer gewissen Weise, die Beziehung zu seinen Eltern aufzugeben und einen Bruch herzustellen. Die Frage ist dann immer wie gut die andere Seite das verstehen kann und ob es da dann auch wiederum zu schuldzuweisung kommt. Ich wünsche dir, dass du immer klarer darüber nachdenken kannst und auch in der Therapie verschiedene Wege beleuchtest die du weiter beschreiten kannst.
Bei mir ist die Situation eine andere, aber gewisse parallelen gibt es trotzdem. Ich bin eher der fernsehfilm. Schwiegertochter heiratet ein steigt in den Familienbetrieb ein versucht, Dinge zu ändern, zu verbessern, zu strukturieren, den Betrieb wirtschaftlicher zu machen, und die Arbeit wird nicht anerkannt bzw. Schlecht gemacht und man verharrt in alten versteinerten Strukturen. Und da man ja nur eingeheiratet ist, hat man sowieso nichts zu sagen und Geld bekommt man auch keins für seine Arbeit.
Ich ärgere mich manchmal darüber, wie ich mich viele Jahre behandeln lassen habe und gedacht habe Es ist okay bzw. Wenn ich mich noch mehr anstrenge wird Irgendjemand meinen wert Irgendwann sehen. Aber vielleicht mussten wir durch diese Krankheit gehen, um wirklich toxische Beziehungen zu erkennen und auch zu beenden.
Liebe Jen, ich glaube, deine Situation ist wirklich schwierig und schwer zu ertragen und ich kann mir gut vorstellen, woher deine ganzen Gefühle kommen. Ich kann dir natürlich deine Gefühle nicht abnehmen, aber ich bin mir sicher, dass du weiterhin den richtigen Weg für dich nehmen wirst. Und natürlich darfst du immer schreiben und deine Wut hier rauslassen. Das hilft ja manchmal auch schon.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
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Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
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