Verfasst: 20:08:2009 23:31
Hallo Sevcan,
hier meldet sich ein „ungläubiger Thomas“.
Ich kenne dich nicht. Ich habe auch nicht alle deine Beiträge studiert. Entschuldige bitte. Doch als ich deine positive Nachricht las, musste ich zunächst schlucken, denn ich habe wohl mehr in die hinein interpretiert als du meintest. Für mich klang es mehr nach „nehmt ja kein AD, es schadet nur“.
Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass bei dir eine nicht von vorne hinein diagnostizierte Hormonstörung vorlag. Es tut mir leid, dass du wohl selbst mehr Druck auf die Ärzte hast machen müssen, um zu erfahren, woran es tatsächlich bei dir lag. Daher halte ich es wirklich für sinnvoll – egal ob wahrscheinliche PPD oder stinknormale Depression – wirklich alles auszuschließen. Schilddrüse, Nieren, Eisen, Burn-Out, … wirklich alles. Nur liegt es oft an der Einschätzung des Arztes, dem wir „eigentlich“ vertrauen sollten.
Nur bleibe ich bei meiner Ansicht, denn diese Erfahrung habe ICH gemacht, aber ich kann sie nicht pauschalisieren: meine HÄ hat alles untersuchen lassen; meine FÄ hat alles Tests gemacht; ich war in der Notaufnahme und wurde mit einer Lutschtablette (Dolodo-sonstwas) entlassen; und alle meinten: ab zum Psych & Botenstoffhaushalt sei im Ungleichgewicht. So war es dann auch.
Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass viele Ärzte es direkt auf die Psyche abschieben, obwohl es nicht immer so ist. Doch bei mir passte dies – Gott die Dank – zu 100%. Und auch das Medikament passte und passt immer noch.
Liebe Sevcan, so wie Marika freue ich mich für dich, dass du deinen Weg gefunden hast. Dennoch bin ich der Ansicht, dass du eine Ausnahme bist. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich schrieb es bereits: lasst alles ausschließen, notfalls durch eine zweite Meinung. Da spielen oft so viele Faktoren eine Rolle, dass man manchmal das „Glück“ haben muss an einen kompetenten Arzt zu geraten, der die richtige Diagnose stellt und einem bestenfalls noch das richtige Medikament verordnet, sofern nötig. Die Alternativmethoden sollte man natürlich auch nicht außer Acht lassen.
Ich habe wahrscheinlich nur das geschrieben, was du anfangs meintest, Sevcan, aber ich bin der Ansicht, dass eine „gewöhnliche“ PPD anders abläuft und andere Ursachen hat, wobei natürlich viele Faktoren eine Rolle spielen (zb die Vergangenheit, die Erfahrung, nur um eines zu nennen). Ich stimme zu: man sollte VOR eine psych. Diagnose wirklich alles in Betracht ziehen! Das ist nicht einfach und bedarf kompetenter Hilfe.
Ich freue mich aber wirklich sehr für dich, dass du – trotz allem – verdammt gestärkt aus der Erfahrung herausgekommen bist. Zeugt sehr von Kraft, Willen und Mut. Trotz nicht-richtigen Hinweisen. Aber- und ich möchte es betonen - du scheinst mir eher eine Ausnahme zu sein. Wirklich.
LG AmoebeMS
hier meldet sich ein „ungläubiger Thomas“.
Ich kenne dich nicht. Ich habe auch nicht alle deine Beiträge studiert. Entschuldige bitte. Doch als ich deine positive Nachricht las, musste ich zunächst schlucken, denn ich habe wohl mehr in die hinein interpretiert als du meintest. Für mich klang es mehr nach „nehmt ja kein AD, es schadet nur“.
Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass bei dir eine nicht von vorne hinein diagnostizierte Hormonstörung vorlag. Es tut mir leid, dass du wohl selbst mehr Druck auf die Ärzte hast machen müssen, um zu erfahren, woran es tatsächlich bei dir lag. Daher halte ich es wirklich für sinnvoll – egal ob wahrscheinliche PPD oder stinknormale Depression – wirklich alles auszuschließen. Schilddrüse, Nieren, Eisen, Burn-Out, … wirklich alles. Nur liegt es oft an der Einschätzung des Arztes, dem wir „eigentlich“ vertrauen sollten.
Nur bleibe ich bei meiner Ansicht, denn diese Erfahrung habe ICH gemacht, aber ich kann sie nicht pauschalisieren: meine HÄ hat alles untersuchen lassen; meine FÄ hat alles Tests gemacht; ich war in der Notaufnahme und wurde mit einer Lutschtablette (Dolodo-sonstwas) entlassen; und alle meinten: ab zum Psych & Botenstoffhaushalt sei im Ungleichgewicht. So war es dann auch.
Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass viele Ärzte es direkt auf die Psyche abschieben, obwohl es nicht immer so ist. Doch bei mir passte dies – Gott die Dank – zu 100%. Und auch das Medikament passte und passt immer noch.
Liebe Sevcan, so wie Marika freue ich mich für dich, dass du deinen Weg gefunden hast. Dennoch bin ich der Ansicht, dass du eine Ausnahme bist. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich schrieb es bereits: lasst alles ausschließen, notfalls durch eine zweite Meinung. Da spielen oft so viele Faktoren eine Rolle, dass man manchmal das „Glück“ haben muss an einen kompetenten Arzt zu geraten, der die richtige Diagnose stellt und einem bestenfalls noch das richtige Medikament verordnet, sofern nötig. Die Alternativmethoden sollte man natürlich auch nicht außer Acht lassen.
Ich habe wahrscheinlich nur das geschrieben, was du anfangs meintest, Sevcan, aber ich bin der Ansicht, dass eine „gewöhnliche“ PPD anders abläuft und andere Ursachen hat, wobei natürlich viele Faktoren eine Rolle spielen (zb die Vergangenheit, die Erfahrung, nur um eines zu nennen). Ich stimme zu: man sollte VOR eine psych. Diagnose wirklich alles in Betracht ziehen! Das ist nicht einfach und bedarf kompetenter Hilfe.
Ich freue mich aber wirklich sehr für dich, dass du – trotz allem – verdammt gestärkt aus der Erfahrung herausgekommen bist. Zeugt sehr von Kraft, Willen und Mut. Trotz nicht-richtigen Hinweisen. Aber- und ich möchte es betonen - du scheinst mir eher eine Ausnahme zu sein. Wirklich.
LG AmoebeMS