als ich den beitrag abgeschickt habe, wollte ich ihn auch schon wieder editieren bzw. löschen, weil ich ihn dann doch zu ehrlich fandAmoebeMS hat geschrieben:Hallo Mari,
ich muss zugeben, dass mich deine Ausführungen etwas erschreckt und getroffen haben und mir momentan wirklich die Worte fehlen. Ich kann deinen Unmut über deine Situation vollkommen nachvollziehen, es fällt mir aber schwer dir einen direkten Ratschlag zu geben. Bitte verzeihe wenn ich das schreibe, aber für mich „bist“ du bereits alleinerziehende Mutter, ohne große Hilfe von Freund(en) oder Familie.
Ich werde mich erst einmal hüten und dir etwas zu deinem Mann/Freund zu schreiben. Auch nicht zu deiner Mutter. Mari, lass mal ganz kurz die ganzen Probleme beiseite: was bleibt? Es bleibt DEIN Leben! Hier geht es um dich!!! Vielleicht klingt es zu einfach, aber ich sehe es so: a.) Das Leben ist zu kurz auf dieser Welt und b.) Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner!
Das sich dein Leben natürlich komplett verändert hat durch ein Kind, das Aufgeben des Berufes, , etc. ist ganz natürlich. Der Rest aber nicht. Und um den Rest anzugehen, sollte man eine gewisse Stabilität haben, die ich bei dir aber gerade überhaupt nicht erkenne, was aber auch nachzuvollziehen ist, wenn die Kräfte schwinden und eine Erkrankung hinzukommt und man keine Entlastung hat. Erst recht nicht, wenn Angst und Panik hinzukommen. Und genau diesen letzten Punkt würde ich schnellstens angehen!!! Man muss sich mit nichts abfinden und das tust du.
Das Familienleben ist für mich ein liebevolles Geben und Nehmen. Ist es nicht so, läuft etwas verkehrt. Aber ganz verkehrt! Für mich sind das auch keine Grundsatzdiskussionen, die du da führen musst. So etwas käme mir gar nicht erst auf den Tisch!!! Aber mit deinem Freund würde ich ganz offen reden und das sogar mit einer großen Wut im Bauch.
Bringst du mich kurz mal auf einen aktuellen Stand? Therapie machst du glaube ich, oder? Seit wann, wie oft? Medikation? Seit wann? Haushaltshilfe?
Ich hoffe, ich war nicht zu direkt; ich musste mich eher „zügeln“. Vielleicht schreibt ja jemand hier noch seine Gedanken dazu.
Es drückt dich ganz lieb die
AmoebeMS
ich habe zwei jahre therapie hinter mir. ich war nach einem halben jahr soweit, dass ich ne berufliche massnahme mit grosser freude (in volllzeit) wahrgenommen habe. ich wollte sogar noch mal studieren. dann kam das alles durch die zusatzbelastung doppelt zurück mit den panik attacken und so weiter. ja, daher nehme ich seit januar erst 15 mg mirtazapin und jetzt seit mai nur nch 7.5 mirta. das langt mir. ich schlafe gut, wenn nicht grad meine tochter mich weckt (also ich schlafe gut, wennn sie nicht da ist) bei bedarf nehme ich ein viertel (!) normoc. ist ein benzo. bedarf heisst in etwa: 1 viertel in manchmal einer woche oder auch in zwei wochen, je nachdem. also höchstens eine ganze normoc im monat. diese dosis behalte ich seit einigen jahren so bei. hat sich nicht verändert. meist schaffe ich es allein. haushaltshilfe?? nein, das kann ich allein, ich arbeite ja nicht. zudem putze ich gern.
nein, du warst auch nicht zu ehrlich. das ist schon okay. ich war es ja auch.
es liegt ja auch nicht an meinem partner oder an meiner mum, wenn ich nicht mehr so viele freunde habe. das sich viele zurückziehen, aufgrund meiner erkrankung ist ja wohl ein stück weit normal. ich werde im oktober eine kur in bad wildungen machen; da war ich im juli 2008 schon mal für 5 wochen. das tat mir sehr sehr gut!!!!! das wars erstmal von meiner seite..
p.s. seit zwei tagen habe ich im bett gelegen wegen migräne. ich meine, dafür kann ja auch keiner was. aber die meisten verstehen das ja auch nicht. gott sei dank hat aber meine ma die kleine in den kiga gebracht, wenn auch mit murren