@Mici
Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen. Ich mache wir wirklich Gedanken, ob ich der Therapeutin etwas Richtiges oder Falsches sage, ob ich genug sage und ob ich mich deutlich und klar genug ausdrücke. Ich habe das Gefühl, dass ich bei der Beantwortung der Fragen an Grenzen stosse, weil ich entweder keine Antwort habe oder keine Worte dafür finde. Dabei bin ich im normalen Leben und im Berufsleben ganz anders, ich kann mich eigentlich ganz gut ausdrucken.
Auf eine Couch legen.... ich??? Das kann ich mir ü b e r h a u p t nicht vorstellen, ehrlich gesagt. Bislang hatten wir wöchentliche Termine.
Wenn ich ganz ehrlich bin, und das hat die Therapeutin schon ganz gut herausgehört, bin ich gar nicht so neugierig auf mein Innenleben. Du schreibst auch über eine spannende Reise zu dir selbst. Wenn das nötig sein sollte, mache ich das schon mit, aber neugierig oder gespannt bin ich darauf nicht. Ich suche eher Werkzeuge um mit dem Leben hier und jetzt um zu gehen. Wie gesagt, wenn das ohne ein Inventur meines Innenlebens nicht geht, ok. Ich wehre mich nicht dagegen, habe auch keine Angst davor, denke momentan nur, dass das wahrscheinlich nicht viel bringen wird. Die Einstellung ist für die Therapie wohl auch nicht so hilfreich, aber sie ist nun mal da. Ich werde das der Therapeutin beim nächsten Mal so sagen. Mal sehen, ob sie mich dann rausschmeisst.
@Dana
Genau diese Einsicht, dass man gegen die Depression nicht mit Druck arbeiten kann, habe ich... im Kopf. Ist zwar nur die halbe Miete, aber immerhin. Ich habe bislang immer versucht, die Depression "im Griff" zu bekommen, in dem ich sie abwechselend ignoriert, bekämpft, verdrungen, vermieden oder beschimpft habe. Das funktioniert nicht! Also muss ich irgendwie anders damit umgehen, nicht nur im Kopf, sondern mit meinem ganzen Ich... oder so.
Was Du beschreibst kenne ich aus. Ich bin auch so eine Einzelkämpferin. Habe bislang alles alleine angepackt und geschafft und war auch stolz auf mich. Nur dieses Problem zeigt mir, dass ich doch nicht so stark bin, wie ich immer gedacht habe oder alles im Griff habe. Zumindest habe ich gelernt, dass ich dieses Problem nicht mit den Werkzeugen anpacken und beseitigen kann, die mir bislang im Leben gut geholfen haben. Hier sind andere Fähigkeiten notwendig, die wohl irgendwo in mir versteckt sind, aber auf die ich nicht richtig zugreifen kann oder mit denen ich nicht richtig umgehen kann.
@Sol
Danke für die Antwort zu Thema Meridian Massage. Meine Therapeutin macht das nicht selbst, sondern hat mir eine andere Therapeutin empfohlen. Sie hat gesagt, dass diese die Meridian abtastet und spürt, wo es Blokkaden gibt. Kann das sein? Keine Ahnung, ob das Klopfen oder Akupressur ist? Sie meinte, dass dadurch die körperliche Energie wieder ins Gleichgewicht kommen kann, was dann dazu führen kann, dass man mehr Kraft hat, sich auf andere Sachen zu konzentrieren.
@Leuchti
Ich werde das mit meiner Ärztin ansprechen. Wenn ich sie wiedersehe, nehme ich die 20 mg Dosis ca. 6 Wochen, also das passt. Bei mir ist es so, dass ich mich nicht "schlecht" fühlen, sondern dass ich meine, ich könnte mich besser fühlen, mehr Energie, Elan haben, weniger lustlos uns gelangweilt sein. Kann ein AD solche "Symptome" auch lindern oder ist es dafür nicht schlimm genug? Ist es so, dass wenn ich die richtige Dosierung gefunden habe, ich mich in etwa wieder so fühlen kann wie von der Depression oder wäre das zu viel verlangt? Oder werde ich es einfach spüren, ohne dass ich den Vergleich zu "vorher" benötige?
LG von eine verwirrte
Qwerty