Kann mich gar nicht richtig (er)freuen
Verfasst: 03:05:2012 12:26
Hallo,
ach, mir geht es irgendwie gar nicht gut. Obwohl ich einige Aktivitäten mit unserer Kleinen mache (gerade war die Krabbelgruppe da, hatte diese Woche noch Rückbildung, auch einen Nachbarskaffeeklatsch), kann ich nicht wirklich Freude daran empfinden.
Es ist ganz zwiespältig: auf der einen Seite weiß ich, dass "aus dem Haus gehen", Aktivitäten zu haben, mir eigentlich gut tut, aber in letzter Zeit kann ich mich gar nicht so darauf freuen.
Ich denke dann häufig (wie z.B. gerade, als ich mit den Krabbelgruppenmüttern zusammensaß), dass ich gerne meine Kleine so hätte, dass auch sie schön auf der Krabbeldecke mit den anderen liegt und spielt oder schaut. So z.B. wie die anderen Kinder.
Sie fing dann an zu schreien und ich habe sie dann ins Tragetuch eingewickelt und sie ist dann nach ein bißchen Schreien auch bei mir eingeschlafen (schläft jetzt auch noch).
Ich schäme mich ja auch dafür, dass ich sie gerne manchmal anders hätte, mehr am Lachen, nicht so schnell am Schreien ... - ich bin dann auch unsicher und weiß nicht immer, was ich machen soll.
Ja, ich weiß, sie ist erst 3 Monate alt und es ist nicht fair, so hohe Erwartungen zu haben.
Ich vergleiche einfach zu viel und bin sehr unzufrieden mit unserer "häuslichen" Situation (Umbau, dessen Ende nicht absehbar ist; dann kann ich mich auch nicht wirklich daran erfreuen, dass ich z.B. das Mittagessen auf die Reihe bekommen habe, auch wenn das mit Baby schon eigentlich eine gute Leistung ist, aber ich kann das für mich selbst nicht wertschätzen).
Irgendwie denke ich bzw. erwarte ich, dass sie dafür "sorgt", dass ich besser drauf bin. Dabei ist es doch andersrum: wir Mütter sind für die Kleinen da - da muss ich meine Bedürfnisse erst einmal hinten anstellen. Aber das fällt mir ganz schön schwer.
Und dann geistern mir Fragen durch den Kopf: ist es nicht doch besser, wenn ich früher wieder anfange zu arbeiten? warum kann ich keine Freude so empfinden, wie ich es mir eigentlich wünsche? warum kann ich mich nicht an dem erfreuen, was ich habe (denn die Kleine war lang ersehnt, nachdem unser erstes Kind gestorben ist).
Ach, manchmal möchte ich meinen Kopf einfach mal abschalten, denn diese ganzen Sorgen und Zweifel und Fragen strengen ganz schön an.
Was meint Ihr?
LG
April
ach, mir geht es irgendwie gar nicht gut. Obwohl ich einige Aktivitäten mit unserer Kleinen mache (gerade war die Krabbelgruppe da, hatte diese Woche noch Rückbildung, auch einen Nachbarskaffeeklatsch), kann ich nicht wirklich Freude daran empfinden.
Es ist ganz zwiespältig: auf der einen Seite weiß ich, dass "aus dem Haus gehen", Aktivitäten zu haben, mir eigentlich gut tut, aber in letzter Zeit kann ich mich gar nicht so darauf freuen.
Ich denke dann häufig (wie z.B. gerade, als ich mit den Krabbelgruppenmüttern zusammensaß), dass ich gerne meine Kleine so hätte, dass auch sie schön auf der Krabbeldecke mit den anderen liegt und spielt oder schaut. So z.B. wie die anderen Kinder.
Sie fing dann an zu schreien und ich habe sie dann ins Tragetuch eingewickelt und sie ist dann nach ein bißchen Schreien auch bei mir eingeschlafen (schläft jetzt auch noch).
Ich schäme mich ja auch dafür, dass ich sie gerne manchmal anders hätte, mehr am Lachen, nicht so schnell am Schreien ... - ich bin dann auch unsicher und weiß nicht immer, was ich machen soll.
Ja, ich weiß, sie ist erst 3 Monate alt und es ist nicht fair, so hohe Erwartungen zu haben.
Ich vergleiche einfach zu viel und bin sehr unzufrieden mit unserer "häuslichen" Situation (Umbau, dessen Ende nicht absehbar ist; dann kann ich mich auch nicht wirklich daran erfreuen, dass ich z.B. das Mittagessen auf die Reihe bekommen habe, auch wenn das mit Baby schon eigentlich eine gute Leistung ist, aber ich kann das für mich selbst nicht wertschätzen).
Irgendwie denke ich bzw. erwarte ich, dass sie dafür "sorgt", dass ich besser drauf bin. Dabei ist es doch andersrum: wir Mütter sind für die Kleinen da - da muss ich meine Bedürfnisse erst einmal hinten anstellen. Aber das fällt mir ganz schön schwer.
Und dann geistern mir Fragen durch den Kopf: ist es nicht doch besser, wenn ich früher wieder anfange zu arbeiten? warum kann ich keine Freude so empfinden, wie ich es mir eigentlich wünsche? warum kann ich mich nicht an dem erfreuen, was ich habe (denn die Kleine war lang ersehnt, nachdem unser erstes Kind gestorben ist).
Ach, manchmal möchte ich meinen Kopf einfach mal abschalten, denn diese ganzen Sorgen und Zweifel und Fragen strengen ganz schön an.
Was meint Ihr?
LG
April