Hebamme mit Depression
Moderator: Moderatoren
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nadine77
Hebamme mit Depression
Hallo ihr Lieben Mitstreiterinnen und Mitkämperinnen,
bevor ich meine Geschichte erzähle, möchte ich allen denjenigen ein großes Lob aussprechen, die sich hier unermüdlich um Betroffene kümmern und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das ist wirklich toll und bewundernswert.
Nun zu mir. Ich bin Hebamme und habe eine Depression, die allerdings von meinem Arzt nicht als typische PPD diagnostiziert wurde, weil sie seiner Meinung nach eher eine normale Depression ist...aber wo ist der Unterschied? Ida (ende Sept. 2011) ist mein erstes Kind und ein absolutes Wunschkind. Die SS verlief großartig. Die Geburt musste vom Begurtshaus in die Klinik verlegt werden, da es zu lang dauerte und ich nicht mehr konnte. Mit Pda konnte ich Ida spontan im Krankenhaus gebären. Die erste Zeit zu hause verlief für mich eher unschön. Ida und ich hatten gleichermaßen Adaptionsprobleme. Ida war unruhig (aber kein Schreikind), brauchte viel Zuwendung, schlief nur mit uns im Bett, wollte viel gestillt werden etc. Vor allem hatte ich jedoch Probleme in meiner Mutterrolle anzukommen und es flossen viele Tränen. Ich hab das allerdings als normal abgetan. Die typischen Abpassungsprobleme eben. Nach ca. 6 Wochen leif dann aber alles wie am Schnürchen und ich konnte endlich mein Mutterglück genießen.
Nach drei Monaten änderte sich dann alles und schlagartig (Januar 2012). Von heute auf morgen litt ich unter Schlafstörungen, Ängsten (das geht nie wieder weg, es wird bestimmt noch schlimmer, ich bin eine schlechte Mutter, nichts kann mir helfen, ich muss sterben, mein Leben ist vorbei...), Niedergeschlagenheit, kein Glücksempfinden. Da ich bereits vor sieben Jahren eine Depression hatte mit denselben Symptomen und danach immer sensibel für die Zeichen meines Körpers war, wusste ich direkt, da stimmt was nicht. Bereits einige Tage nach Beginn der Symptomatik machte ich Termine bei Psychiater und Psychotherapeuten. Ich versuchte allerhand, dass es mir besser ging, nach 8 Wochen habe ich dann allerdings aufgegeben und Medis eingenommen. Zu dem Zeitpunkt ging es mir dann so schlecht, dass ich mich entschied die Tabletten einzunehemen, die mir bereits vor Jahren geholfen haben und mit denen ich leider abstillen musste. Das war übrigens schrecklich für mich, da ich liebend gern gestillt habe.
Eigentlich trage ich das meinem Arzt auch noch nach, dass er mich nach dem ersten Termin ohne Folgetermin nach hause schickte und vom Abstillen sprach. Ich glaube, wenn er meine Situation ernster genommen hätte, hätte man schon früher mit einem stillkompatiblen Präparat einsteigen können.
Das Medikament (Trimipramin 75mg, Zolpidem 10mg zum Schlafen) hat sehr gut angschlagen und nach bereits knapp zwei Wochen ging es mir gut. Nach sechs Wochen und einigen Scwankungen zu Beginn war ich stabil und konnte endlich meinen größten Schatz genießen. Mein Arzt ermutigte mich dann dazu, bereits im Sommer das Trimipramin wieder aurzuschleichen, was ich auch brav befolgte, da es mir ja gut ging. Für mich war es auch wichtig wieder medifrei zu sein, da ich dachte, ich könne nur so mit der ganzen Geschichte abschließen...und ich wollte so gerne bald auch schon ein zweites Kind. Das Absetze ging dann aber gründlich daneben und Ende August bekam ich den Rückfall mit denselben Symptomen. Medi wieder rauf und nach gut zwei Wochen war alles wieder gut. Allerdings hat mich das nochmal ganz schön fertig gemacht.
Jetzt zur aktuellen Situation. Seit Anfang September ging es mir also gut. Trimipramin nehm ich wieder 75 mg und Zolpidem bei Bedarf. Ich arbeite wieder ein wenig freiberuflich. Vetrete eine Kollegin hin und wieder in ihrer Praxis und arbeite in der Kreißsaalambulanz, aber auch nur ganz sporadisch. Im nächsten Jahr wirds dann etwas mehr, was mir zu Beginn etwas schwer im Magen lag, weil ich mich in Absprache mit Kolleginnen zu mehr hab überreden lassen, als eigentlich geplant. Seit einer Woche geht es mir wieder schlechter. Die Tage waren durchwachsen. Am Freitag bin ich dann mit Zolpidem 10mg eingestiegen, um die weider schlaflosen Nächte zu stabilisieren. Samstag dachte ich dann, ich hätte den Dreh und es war nur eine Phase. Am Sonntag, also gestern ging es mir jedoch wieder richtig schlecht. Trotz Zolpidem konnte ich nur wenig schlafen, die Stimmung ist im Keller und ich bin mit den Nerven am Ende. Gestern abend hab ich wie ein keines Kind auf dem Sofa gesessen nud hab um Hilfe gebettelt. Ich hab einfach das Gefühl, dass ich das alles nicht schon wieder ertragen kann.
Und deshalb bin ich nun hier, da ich hoffe, dass ihr eure Erfahrungen mit mir teielen kännt. Ich bin halt total verunsichert, dass ich trotz Medis so ein tiefes Tal erleben muss. Dass die Genesung in Wellen verläuft weiß ich. Allerdings empfinde ich momentan keine Welle, sondern ein tiefes Loch. Eigentlich fühle ich mich wie ohne Medi. Also die Gefühle sind nicht abgedämpft, sondern ganz intensiv. Jetzt hab ich natürlich total Angst, dass das Medi plötzlich nicht mehr wirkt und ich verloren bin. Auch mein Anker für gute Nächte wirkt nicht. Ich schlafe gut ein und dann bin ich nach 4 Std. wieder wach und kann nicht mehr einschlafen. Jetzt meine Frage an euch: Kennt das jemand? Gehört das zur Genesung dazu? Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen.
Ich hab übrigens meinen Arzt schon kontaktiert und er meldet sich hoffentlich irgendwann heute zurück.
Ganz liebe Grüße und Danke schon jetzt.
Nadine
bevor ich meine Geschichte erzähle, möchte ich allen denjenigen ein großes Lob aussprechen, die sich hier unermüdlich um Betroffene kümmern und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das ist wirklich toll und bewundernswert.
Nun zu mir. Ich bin Hebamme und habe eine Depression, die allerdings von meinem Arzt nicht als typische PPD diagnostiziert wurde, weil sie seiner Meinung nach eher eine normale Depression ist...aber wo ist der Unterschied? Ida (ende Sept. 2011) ist mein erstes Kind und ein absolutes Wunschkind. Die SS verlief großartig. Die Geburt musste vom Begurtshaus in die Klinik verlegt werden, da es zu lang dauerte und ich nicht mehr konnte. Mit Pda konnte ich Ida spontan im Krankenhaus gebären. Die erste Zeit zu hause verlief für mich eher unschön. Ida und ich hatten gleichermaßen Adaptionsprobleme. Ida war unruhig (aber kein Schreikind), brauchte viel Zuwendung, schlief nur mit uns im Bett, wollte viel gestillt werden etc. Vor allem hatte ich jedoch Probleme in meiner Mutterrolle anzukommen und es flossen viele Tränen. Ich hab das allerdings als normal abgetan. Die typischen Abpassungsprobleme eben. Nach ca. 6 Wochen leif dann aber alles wie am Schnürchen und ich konnte endlich mein Mutterglück genießen.
Nach drei Monaten änderte sich dann alles und schlagartig (Januar 2012). Von heute auf morgen litt ich unter Schlafstörungen, Ängsten (das geht nie wieder weg, es wird bestimmt noch schlimmer, ich bin eine schlechte Mutter, nichts kann mir helfen, ich muss sterben, mein Leben ist vorbei...), Niedergeschlagenheit, kein Glücksempfinden. Da ich bereits vor sieben Jahren eine Depression hatte mit denselben Symptomen und danach immer sensibel für die Zeichen meines Körpers war, wusste ich direkt, da stimmt was nicht. Bereits einige Tage nach Beginn der Symptomatik machte ich Termine bei Psychiater und Psychotherapeuten. Ich versuchte allerhand, dass es mir besser ging, nach 8 Wochen habe ich dann allerdings aufgegeben und Medis eingenommen. Zu dem Zeitpunkt ging es mir dann so schlecht, dass ich mich entschied die Tabletten einzunehemen, die mir bereits vor Jahren geholfen haben und mit denen ich leider abstillen musste. Das war übrigens schrecklich für mich, da ich liebend gern gestillt habe.
Eigentlich trage ich das meinem Arzt auch noch nach, dass er mich nach dem ersten Termin ohne Folgetermin nach hause schickte und vom Abstillen sprach. Ich glaube, wenn er meine Situation ernster genommen hätte, hätte man schon früher mit einem stillkompatiblen Präparat einsteigen können.
Das Medikament (Trimipramin 75mg, Zolpidem 10mg zum Schlafen) hat sehr gut angschlagen und nach bereits knapp zwei Wochen ging es mir gut. Nach sechs Wochen und einigen Scwankungen zu Beginn war ich stabil und konnte endlich meinen größten Schatz genießen. Mein Arzt ermutigte mich dann dazu, bereits im Sommer das Trimipramin wieder aurzuschleichen, was ich auch brav befolgte, da es mir ja gut ging. Für mich war es auch wichtig wieder medifrei zu sein, da ich dachte, ich könne nur so mit der ganzen Geschichte abschließen...und ich wollte so gerne bald auch schon ein zweites Kind. Das Absetze ging dann aber gründlich daneben und Ende August bekam ich den Rückfall mit denselben Symptomen. Medi wieder rauf und nach gut zwei Wochen war alles wieder gut. Allerdings hat mich das nochmal ganz schön fertig gemacht.
Jetzt zur aktuellen Situation. Seit Anfang September ging es mir also gut. Trimipramin nehm ich wieder 75 mg und Zolpidem bei Bedarf. Ich arbeite wieder ein wenig freiberuflich. Vetrete eine Kollegin hin und wieder in ihrer Praxis und arbeite in der Kreißsaalambulanz, aber auch nur ganz sporadisch. Im nächsten Jahr wirds dann etwas mehr, was mir zu Beginn etwas schwer im Magen lag, weil ich mich in Absprache mit Kolleginnen zu mehr hab überreden lassen, als eigentlich geplant. Seit einer Woche geht es mir wieder schlechter. Die Tage waren durchwachsen. Am Freitag bin ich dann mit Zolpidem 10mg eingestiegen, um die weider schlaflosen Nächte zu stabilisieren. Samstag dachte ich dann, ich hätte den Dreh und es war nur eine Phase. Am Sonntag, also gestern ging es mir jedoch wieder richtig schlecht. Trotz Zolpidem konnte ich nur wenig schlafen, die Stimmung ist im Keller und ich bin mit den Nerven am Ende. Gestern abend hab ich wie ein keines Kind auf dem Sofa gesessen nud hab um Hilfe gebettelt. Ich hab einfach das Gefühl, dass ich das alles nicht schon wieder ertragen kann.
Und deshalb bin ich nun hier, da ich hoffe, dass ihr eure Erfahrungen mit mir teielen kännt. Ich bin halt total verunsichert, dass ich trotz Medis so ein tiefes Tal erleben muss. Dass die Genesung in Wellen verläuft weiß ich. Allerdings empfinde ich momentan keine Welle, sondern ein tiefes Loch. Eigentlich fühle ich mich wie ohne Medi. Also die Gefühle sind nicht abgedämpft, sondern ganz intensiv. Jetzt hab ich natürlich total Angst, dass das Medi plötzlich nicht mehr wirkt und ich verloren bin. Auch mein Anker für gute Nächte wirkt nicht. Ich schlafe gut ein und dann bin ich nach 4 Std. wieder wach und kann nicht mehr einschlafen. Jetzt meine Frage an euch: Kennt das jemand? Gehört das zur Genesung dazu? Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen.
Ich hab übrigens meinen Arzt schon kontaktiert und er meldet sich hoffentlich irgendwann heute zurück.
Ganz liebe Grüße und Danke schon jetzt.
Nadine
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tasi
liebe nadine..
herzlich willkommen... hier bist du genau richtig.. wir verstehen sehr gut wie es dir geht
auch meine ppd äußerte und äußert sich vorallem durch eine starke schlafstörung.. schon einige wochen vor der geburt schlief ich höchstens 3-4 stunden pro nacht.. oft auch überhaupt nicht..
das ist furchtbar.. ich empfand es als pure folter!!!
dass du dir schnell hilfe gesucht hast ist genau der richtige schritt.
kennt sich dein therapeut gut mit ppd aus??? es ist empfehlenswert zu jemandem zu gehen der erfahrung auf diesem gebiet hat..
ich bin zu einer psychiaterin gegangen, die schon einige patientinnen mit ppd behandelt hat und konnte trotz medikamenten weiter stillen.. stille auch immernoch..
aber - ärgere dich nicht dass du abgestillt hast.. zu dem zeitpunkt war es sicher die richtige entscheidung..
hier auf der seite gibt es auch eine expertenliste - vielleicht gibt es jemanden in deiner nähe!?
vielleicht ist das trimipramin nicht das richtige bzw.. nicht ausreichend für dich.. es ist ja ein sedierendes, also müde machendes AD.. vielen hilft es sehr beim schlafen..
ich nehme mirtazapin.. auch das macht müde und half mir die ersten wochen hervorragend beim schlafen..
aber das war auch schnell wieder vorbei und ich lag schweißgebadet, mit pochendem herzen nächtelang wach, obwohl mein baby seit dem 3. lebensmonat durchschläft..
als es gar nicht mehr ging bekam ich citalopram dazu.. ein serotonin wiederaufnahmehemmer, der ja eigentlich antriebssteigernd ist.. seit ich das nehme, kann ich aber wieder schlafen.. nicht besonders gut - aber ich schlafe!! da die schlafstörung ja häufig nur ausdruck der depression ist!!!
vielleicht solltest du also mit deinem therapeuten mal über einen medikamentenwechsel sprechen..
nicht zu vergessen ist auch, dass viele frauen mit PPD probleme mit der schilddrüse haben.. auch das solltest du abklären lassen..
was mir auch geholfen hat ist ein klar strukturierter tagesablauf.. auch meinem kleinen schatz hilft das sehr.. tagsüber ist er nämlich eher ein unruhiger geist, der offenbar einen feste rhythmus braucht...
und - wenn dir das " mehr-arbeiten" jetzt schon angst macht - geht es denn vielleicht, dass du doch etwas langsamer wieder einsteigst?? so dass dir das keine bauchschmerzen mehr bereitet und du in deinem erfüllbaren pensum bleibst..
schreib gerne wieder wenn dir das in igendeiner weise hilft..
schön, dass du hier bist
liebste grüße
tasi
herzlich willkommen... hier bist du genau richtig.. wir verstehen sehr gut wie es dir geht
auch meine ppd äußerte und äußert sich vorallem durch eine starke schlafstörung.. schon einige wochen vor der geburt schlief ich höchstens 3-4 stunden pro nacht.. oft auch überhaupt nicht..
das ist furchtbar.. ich empfand es als pure folter!!!
dass du dir schnell hilfe gesucht hast ist genau der richtige schritt.
kennt sich dein therapeut gut mit ppd aus??? es ist empfehlenswert zu jemandem zu gehen der erfahrung auf diesem gebiet hat..
ich bin zu einer psychiaterin gegangen, die schon einige patientinnen mit ppd behandelt hat und konnte trotz medikamenten weiter stillen.. stille auch immernoch..
aber - ärgere dich nicht dass du abgestillt hast.. zu dem zeitpunkt war es sicher die richtige entscheidung..
hier auf der seite gibt es auch eine expertenliste - vielleicht gibt es jemanden in deiner nähe!?
vielleicht ist das trimipramin nicht das richtige bzw.. nicht ausreichend für dich.. es ist ja ein sedierendes, also müde machendes AD.. vielen hilft es sehr beim schlafen..
ich nehme mirtazapin.. auch das macht müde und half mir die ersten wochen hervorragend beim schlafen..
aber das war auch schnell wieder vorbei und ich lag schweißgebadet, mit pochendem herzen nächtelang wach, obwohl mein baby seit dem 3. lebensmonat durchschläft..
als es gar nicht mehr ging bekam ich citalopram dazu.. ein serotonin wiederaufnahmehemmer, der ja eigentlich antriebssteigernd ist.. seit ich das nehme, kann ich aber wieder schlafen.. nicht besonders gut - aber ich schlafe!! da die schlafstörung ja häufig nur ausdruck der depression ist!!!
vielleicht solltest du also mit deinem therapeuten mal über einen medikamentenwechsel sprechen..
nicht zu vergessen ist auch, dass viele frauen mit PPD probleme mit der schilddrüse haben.. auch das solltest du abklären lassen..
was mir auch geholfen hat ist ein klar strukturierter tagesablauf.. auch meinem kleinen schatz hilft das sehr.. tagsüber ist er nämlich eher ein unruhiger geist, der offenbar einen feste rhythmus braucht...
und - wenn dir das " mehr-arbeiten" jetzt schon angst macht - geht es denn vielleicht, dass du doch etwas langsamer wieder einsteigst?? so dass dir das keine bauchschmerzen mehr bereitet und du in deinem erfüllbaren pensum bleibst..
schreib gerne wieder wenn dir das in igendeiner weise hilft..
schön, dass du hier bist
liebste grüße
tasi
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nadine77
Liebe Tasi,
vielen Dank für deine Antwort.
Was das Schlafen angeht bin ein empfindlicher Typ. Allerdings bin ich mir mittlerweile sicher, dass das schlechte Schlafen auch ein Symptom der Depression ist. Gutes Schlafen ist für mich aber wichtig, um wieder gesund zu werden...ein Teufelskreis eben. Meinen Tag versuche ich zu strukturieren und habe immer viele Verabredungen, weil Ablenkung gut tut. Ich versuche auch mindesten 2x die Woche Sport zu treiben. Meine Schilddrüse wurde untersucht und ist in Ordnung. Mein Therapeut kennt sich mit PPD nicht aus, gibt sich aber Mühe und arbeitet gut mit mir.
Heute habe ich mit meinem Arzt telefoniert und er riet mir, das Trimipramin zu erhöhen auf 100mg. Das befolge ich jetzt auch und hoffe einfach, dass mein Nervenkostüm sich beruhigt und sich damit auch der Schlaf wieder normalisiert. Vor einer Woche habe ich schließlich noch wie ein Murmeltier geschlafen. Ich habe momentan einfach nur Angst, dass das Medi plötzlich seine Wirkung verloren hat. Aber eigentlich ist das ja unwahrscheinlich, da ich immer gut und schnell darauf reagiert habe...vor einem Wechsel hab ich echt große Angst. Am Donnerstag habe ich einen Termin beim Psychiater und dann werden wir die Situation nochmal besprechen.
LG
vielen Dank für deine Antwort.
Was das Schlafen angeht bin ein empfindlicher Typ. Allerdings bin ich mir mittlerweile sicher, dass das schlechte Schlafen auch ein Symptom der Depression ist. Gutes Schlafen ist für mich aber wichtig, um wieder gesund zu werden...ein Teufelskreis eben. Meinen Tag versuche ich zu strukturieren und habe immer viele Verabredungen, weil Ablenkung gut tut. Ich versuche auch mindesten 2x die Woche Sport zu treiben. Meine Schilddrüse wurde untersucht und ist in Ordnung. Mein Therapeut kennt sich mit PPD nicht aus, gibt sich aber Mühe und arbeitet gut mit mir.
Heute habe ich mit meinem Arzt telefoniert und er riet mir, das Trimipramin zu erhöhen auf 100mg. Das befolge ich jetzt auch und hoffe einfach, dass mein Nervenkostüm sich beruhigt und sich damit auch der Schlaf wieder normalisiert. Vor einer Woche habe ich schließlich noch wie ein Murmeltier geschlafen. Ich habe momentan einfach nur Angst, dass das Medi plötzlich seine Wirkung verloren hat. Aber eigentlich ist das ja unwahrscheinlich, da ich immer gut und schnell darauf reagiert habe...vor einem Wechsel hab ich echt große Angst. Am Donnerstag habe ich einen Termin beim Psychiater und dann werden wir die Situation nochmal besprechen.
LG
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sol
Hallo!
Zolpidem verliert nach einer gewissen Zeit seine Wirkung- es macht leider auch abhängig. Mehr als 10 Tage am Stück hatte mir damals mein Arzt geraten, nicht zu nehmen.
Warum kannst du nicht schlafen? Angst? oder ist es etwas anderes?
Ich kenne das sehr gut. Mir hat ne Zeitlang auch geholfen, mich nicht mehr zum Schlafen zu zwingen, sondern die Situation anzunehmen. Dann war das mal so, es wird wieder besser. Wenn ich nachts nicht schlafen konnte, habe ich mich bewusst mal hingesetzt und alles aufgeschrieben, was mir durch den Kopf ging und es dann aber auch bewusst zur Seite gelegt.
Auch habe ich mal ein Epileptikum, Pipamperon, genommen, was alten Leuten häufig gegeben wird- die NEbenwirkung ist halt schlaffördernd. Oder Atosil- angstlösende Tropfen, wirkten bei mir in der Mini-Placebodosis bereits.
Besprich es am besten mit deinem Arzt.
Auch versuche mal ein Schlafprotokoll zu führen. Ist es das einschlafen oder das Durchschlafen?
Abens bewusst "entspannnende" Dinge zu tun, heißen Kakao vor dem Schlafen, leise Musik, Entspannungsöl etc. Dir dein Zubettgehen halt "schön" zu machen.
Vielleicht hilft es dir auch erstmal dein Ad zu erhöhen. Der Körper braucht auch ein wenig Zeit, sich daran zu gewöhnen.
LG
Zolpidem verliert nach einer gewissen Zeit seine Wirkung- es macht leider auch abhängig. Mehr als 10 Tage am Stück hatte mir damals mein Arzt geraten, nicht zu nehmen.
Warum kannst du nicht schlafen? Angst? oder ist es etwas anderes?
Ich kenne das sehr gut. Mir hat ne Zeitlang auch geholfen, mich nicht mehr zum Schlafen zu zwingen, sondern die Situation anzunehmen. Dann war das mal so, es wird wieder besser. Wenn ich nachts nicht schlafen konnte, habe ich mich bewusst mal hingesetzt und alles aufgeschrieben, was mir durch den Kopf ging und es dann aber auch bewusst zur Seite gelegt.
Auch habe ich mal ein Epileptikum, Pipamperon, genommen, was alten Leuten häufig gegeben wird- die NEbenwirkung ist halt schlaffördernd. Oder Atosil- angstlösende Tropfen, wirkten bei mir in der Mini-Placebodosis bereits.
Besprich es am besten mit deinem Arzt.
Auch versuche mal ein Schlafprotokoll zu führen. Ist es das einschlafen oder das Durchschlafen?
Abens bewusst "entspannnende" Dinge zu tun, heißen Kakao vor dem Schlafen, leise Musik, Entspannungsöl etc. Dir dein Zubettgehen halt "schön" zu machen.
Vielleicht hilft es dir auch erstmal dein Ad zu erhöhen. Der Körper braucht auch ein wenig Zeit, sich daran zu gewöhnen.
LG
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Schnuti33
Hallo Nadine,
ein herzliches Hallo von meiner Seite.
Du kennst dich ja,mit dem Thema Depression, bereits aus und hast die richtigen Schritte eingeleitet.
Eine PPD kann bis zu 2 Jahre nach der Geburt eines Kindes auftreten. Im Grunde ist es eine Depression. Der Begriff Wochenbett- Depression ist vielleicht auch etwas unglücklich gewählt. Aber es tritt halt bei den meisten in dieser Zeit schon auf.
Ich glaube am meisten fasziniert ( wenn ich das so nennen darf!) mich an deiner Geschichte, dass du von Beruf Hebamme bist.
Ich bin Erzieherin und fand es aus diesem Grund so schlimm, dass Gefühl zu haben, mir in der Liebe zu meinem Kind nicht sicher zu sein und die Angst , das Alles nicht zu packen.
Ich habe sonst eine Kindergruppe von 20 Kids alleine wuppen können.
Mittlerweile bin ich wieder gesund und alles läuft Rund Zuhause. Selbst die gefürchtete Winterdepriphase bleibt zur Zeit aus, dank vieler, neuer sozialer Kontakte.
Solche Tiefs kommen nie unbegründet. Oft ist es ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Natürlich der Schlafmangel, schwierige Themen in der Therapie ( alte Wunden brechen auf!), der eigene hohe Anspruch. Vieles ist möglich. Wahrscheinlich kennst du die Antwort schon und weißt was dich am meisten beunruhigt.
Das Thema mit der Mehr- Arbeit würde ich nochmal überdenken
Ich habe bei dir das Gefühl, dass du dich sehr auf deine Medis stützt. Eigentlich sollen sie die Basis bilden, damit du in der Therapie an deiner Genesung arbeiten kannst.
Irgendwie komme ich leider nicht auf den Punkt. Ich lese bei dir noch einige Baustellen raus.
Aber dafür sind wir hier, um dir weiterzuhelfen und um dir beizustehen.
LG aus NRW
ein herzliches Hallo von meiner Seite.
Du kennst dich ja,mit dem Thema Depression, bereits aus und hast die richtigen Schritte eingeleitet.
Eine PPD kann bis zu 2 Jahre nach der Geburt eines Kindes auftreten. Im Grunde ist es eine Depression. Der Begriff Wochenbett- Depression ist vielleicht auch etwas unglücklich gewählt. Aber es tritt halt bei den meisten in dieser Zeit schon auf.
Ich glaube am meisten fasziniert ( wenn ich das so nennen darf!) mich an deiner Geschichte, dass du von Beruf Hebamme bist.
Ich bin Erzieherin und fand es aus diesem Grund so schlimm, dass Gefühl zu haben, mir in der Liebe zu meinem Kind nicht sicher zu sein und die Angst , das Alles nicht zu packen.
Ich habe sonst eine Kindergruppe von 20 Kids alleine wuppen können.
Mittlerweile bin ich wieder gesund und alles läuft Rund Zuhause. Selbst die gefürchtete Winterdepriphase bleibt zur Zeit aus, dank vieler, neuer sozialer Kontakte.
Solche Tiefs kommen nie unbegründet. Oft ist es ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Natürlich der Schlafmangel, schwierige Themen in der Therapie ( alte Wunden brechen auf!), der eigene hohe Anspruch. Vieles ist möglich. Wahrscheinlich kennst du die Antwort schon und weißt was dich am meisten beunruhigt.
Das Thema mit der Mehr- Arbeit würde ich nochmal überdenken
Ich habe bei dir das Gefühl, dass du dich sehr auf deine Medis stützt. Eigentlich sollen sie die Basis bilden, damit du in der Therapie an deiner Genesung arbeiten kannst.
Irgendwie komme ich leider nicht auf den Punkt. Ich lese bei dir noch einige Baustellen raus.
Aber dafür sind wir hier, um dir weiterzuhelfen und um dir beizustehen.
LG aus NRW
Hallo Nadine,
danke für deine Geschichte, die du uns anvertraut hast. Ich hoffe, du fühlst dich hier gut aufgehoben und wir können dich gut unterstützen. Dass du selbst Hebamme bist, ist für mich was ganz besonderes. Du bist ja ganz nah an der Thematik dran und dass du selbst erkrankt bist, zeigt einfach dass diese Krankheit vor niemandem halt macht, auch nicht vor den Profis wie du einer bist.
Ich denke, dass Erhöhen war gut und richtig. Das AD so schnell wieder abzusetzen, war ein großer Fehler - dass dein Arzt dir das geraten hat, ist für mich unverständlich. Wichtig ist jetzt, dass du STABIL WIRST. Da kann es nötig sein, dass AD erstmal zu erhöhen, wie es eh geschehen ist. Wenn du dann keine Tiefs mehr hast, ist eine Weitereinnahme des AD´s von mind. 6 Monaten - besser aber ein ganzes Jahr - die beste Provylaxe gegen einen Rückfall.
Sollte auch nach dem Erhöhen, keine Stabilisierung eintreten, ist eine weitere oder ein AD-Wechsel eine Überlegung wert. Das Arbeiten in der Therapie ist genau so wichtig - das machst du eh und ist wirklich super. Es braucht nur leider ZEIT, das ist nicht in wenigen Monaten durch.
Merkst du schon was positives von der Erhöhung?
danke für deine Geschichte, die du uns anvertraut hast. Ich hoffe, du fühlst dich hier gut aufgehoben und wir können dich gut unterstützen. Dass du selbst Hebamme bist, ist für mich was ganz besonderes. Du bist ja ganz nah an der Thematik dran und dass du selbst erkrankt bist, zeigt einfach dass diese Krankheit vor niemandem halt macht, auch nicht vor den Profis wie du einer bist.
Ich denke, dass Erhöhen war gut und richtig. Das AD so schnell wieder abzusetzen, war ein großer Fehler - dass dein Arzt dir das geraten hat, ist für mich unverständlich. Wichtig ist jetzt, dass du STABIL WIRST. Da kann es nötig sein, dass AD erstmal zu erhöhen, wie es eh geschehen ist. Wenn du dann keine Tiefs mehr hast, ist eine Weitereinnahme des AD´s von mind. 6 Monaten - besser aber ein ganzes Jahr - die beste Provylaxe gegen einen Rückfall.
Sollte auch nach dem Erhöhen, keine Stabilisierung eintreten, ist eine weitere oder ein AD-Wechsel eine Überlegung wert. Das Arbeiten in der Therapie ist genau so wichtig - das machst du eh und ist wirklich super. Es braucht nur leider ZEIT, das ist nicht in wenigen Monaten durch.
Merkst du schon was positives von der Erhöhung?
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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nadine77
Ihr Lieben,
heute geht es mir schon etwas besser. Mal sehen wie es weiter läuft. Ich fühl mich etwas matschig. Mein Körper muss sich wohl erst noch an die Dosis gewöhnen. Ich weiß, dass ich mich sehr an die Medis klammere und ich versuche daran zu arbeiten und mehr auf mich zu vertrauen. An richtig schlechten Tagen habe ich aber immer das Gefühl, dass ich es nicht allein schaffe und fühle mich regelrecht ausgeliefert.
Ja, du hast recht...mein Arzt hat meiner Meinung mit dem frühen Absetzen einen Fehler begangen, der für mich schwerwiegende Folgen hat. Über kurz oder lang werde ich evtl. über einen Arztwechsel nachdenken, da ich ein wenig das Vertrauen in ihn verloren habe. Das Problem ist nur, dass ich auch nicht weiß, welcher Arzt gut oder schlecht ist ( die Fachleute-Liste ist nicht besonders umfangreich ). Im Grunde finde ich übrigens, dass die Anlaufstellen für Frauen wie uns einfach zu gering sind. Diese Seite ist toll und ich bin froh, dass es sie gibt. Vielleicht ist das noch ein Thema, mit dem ich mich als Hebamme beschäftigen werde, wenn ich mich als gesund bezeichne. Das liegt mir wirklich am Herzen.
Lg... jedoch noch einmal die Frage an alle. Kennt jemand solche Schwankungen auch?
heute geht es mir schon etwas besser. Mal sehen wie es weiter läuft. Ich fühl mich etwas matschig. Mein Körper muss sich wohl erst noch an die Dosis gewöhnen. Ich weiß, dass ich mich sehr an die Medis klammere und ich versuche daran zu arbeiten und mehr auf mich zu vertrauen. An richtig schlechten Tagen habe ich aber immer das Gefühl, dass ich es nicht allein schaffe und fühle mich regelrecht ausgeliefert.
Ja, du hast recht...mein Arzt hat meiner Meinung mit dem frühen Absetzen einen Fehler begangen, der für mich schwerwiegende Folgen hat. Über kurz oder lang werde ich evtl. über einen Arztwechsel nachdenken, da ich ein wenig das Vertrauen in ihn verloren habe. Das Problem ist nur, dass ich auch nicht weiß, welcher Arzt gut oder schlecht ist ( die Fachleute-Liste ist nicht besonders umfangreich ). Im Grunde finde ich übrigens, dass die Anlaufstellen für Frauen wie uns einfach zu gering sind. Diese Seite ist toll und ich bin froh, dass es sie gibt. Vielleicht ist das noch ein Thema, mit dem ich mich als Hebamme beschäftigen werde, wenn ich mich als gesund bezeichne. Das liegt mir wirklich am Herzen.
Lg... jedoch noch einmal die Frage an alle. Kennt jemand solche Schwankungen auch?
Liebe Nadine,
ja die Schwankungen kennen die meisten von uns sehr gut. Auch ich hatte sie am Anfang. Es hat bei mir ganzes Jahr gedauert, bis ich stabil war und keine Tiefs mehr kamen. Es dauert bei jedem unterschiedlich lange, daher darfst du "mein Jahr" jetzt nicht als deinen Maßstand nehmen. Wenn die Tiefs mit der Zeit immer kürzer und milder verlaufen, ist das ein deutlicher Hinweiß, dass du auf dem richtigen Weg bist. Da spielen natürlich das AD bzw. deren Steigerung auch eine wichtige Rolle.
Zu deinem Arzt wäre mein Vertrauen auch angeknackst, ich weiß aber dass es nicht einfach ist, jemanden guten zu finden. Hast du unsere Fachleute Liste gemeint? Sonst könntest du da noch schauen...
ja die Schwankungen kennen die meisten von uns sehr gut. Auch ich hatte sie am Anfang. Es hat bei mir ganzes Jahr gedauert, bis ich stabil war und keine Tiefs mehr kamen. Es dauert bei jedem unterschiedlich lange, daher darfst du "mein Jahr" jetzt nicht als deinen Maßstand nehmen. Wenn die Tiefs mit der Zeit immer kürzer und milder verlaufen, ist das ein deutlicher Hinweiß, dass du auf dem richtigen Weg bist. Da spielen natürlich das AD bzw. deren Steigerung auch eine wichtige Rolle.
Zu deinem Arzt wäre mein Vertrauen auch angeknackst, ich weiß aber dass es nicht einfach ist, jemanden guten zu finden. Hast du unsere Fachleute Liste gemeint? Sonst könntest du da noch schauen...
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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tasi
liebe nadine..
wie marika schon sagte gehören diese schwankungen dazu und fast alle hier haben oder hatten sie..
vorallem nach neueinsetzen, oder wie in deinem fall erhöhen eines ADs ist das ganz typisch..
als ich mit citalopram angefangen habe hatte ich erstmal nur nebenwikungen und glitt mit der stimmung erstmal so richtig ab.. war super nervös und wütend wenn mein baby schrie.. lief mal mit ihm durch die stadt, er weinte bitterlich und ich fühlte mich so hilflos, dass ich über meine tränen hinweg kaum noch luft bekam..
nach 2 wochen wurde es langsam besser.. durch die begleitende psychotherapie, einen festen tagesablauf und hin und wieder auch mal zeit für mich, wenn mein mann oder meine mama auf den kleinen aufpassen helfen mir, dass es wieder mehr gute tage gibt..
gib dem trimipramin also zeit...und schau mal ob es dir in der neuen dosierung hilft..
in jedem fall, solltest du dann mit einem arzt, dem du vertrauen kannst (bestimmt findest du jemanden) darüber sprechen und schauen ob es mit trimipramin gut geht oder ein anderes medi zum einsatz kommen sollte..
auf jeden fall solltest du nicht zu schnell auf ein AD verzichten.. es braucht zeit bis man tatsächlich stabil ist und auch darüber hinaus sollte man das AD noch einige monate nehmen.. (etwa 1/2 jahr)
viele brauchen es auch dauerhaft um stabil zu bleiben - und das ist weder eine schande noch sonderlich ungesund.. denn wenn man es braucht, ist es richtig und wichtig es zu nehmen..
du bist auf dem richtigen weg
liebste grüße
tasi
wie marika schon sagte gehören diese schwankungen dazu und fast alle hier haben oder hatten sie..
vorallem nach neueinsetzen, oder wie in deinem fall erhöhen eines ADs ist das ganz typisch..
als ich mit citalopram angefangen habe hatte ich erstmal nur nebenwikungen und glitt mit der stimmung erstmal so richtig ab.. war super nervös und wütend wenn mein baby schrie.. lief mal mit ihm durch die stadt, er weinte bitterlich und ich fühlte mich so hilflos, dass ich über meine tränen hinweg kaum noch luft bekam..
nach 2 wochen wurde es langsam besser.. durch die begleitende psychotherapie, einen festen tagesablauf und hin und wieder auch mal zeit für mich, wenn mein mann oder meine mama auf den kleinen aufpassen helfen mir, dass es wieder mehr gute tage gibt..
gib dem trimipramin also zeit...und schau mal ob es dir in der neuen dosierung hilft..
in jedem fall, solltest du dann mit einem arzt, dem du vertrauen kannst (bestimmt findest du jemanden) darüber sprechen und schauen ob es mit trimipramin gut geht oder ein anderes medi zum einsatz kommen sollte..
auf jeden fall solltest du nicht zu schnell auf ein AD verzichten.. es braucht zeit bis man tatsächlich stabil ist und auch darüber hinaus sollte man das AD noch einige monate nehmen.. (etwa 1/2 jahr)
viele brauchen es auch dauerhaft um stabil zu bleiben - und das ist weder eine schande noch sonderlich ungesund.. denn wenn man es braucht, ist es richtig und wichtig es zu nehmen..
du bist auf dem richtigen weg
liebste grüße
tasi
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Stella
Hallo Nadine
Hallo Nadine,
herzlich willkommen hier im Forum. Ich hatte dieses Jahr auch einen Rückfall nach meiner PPD und habe auch Trimipramin genommen und noch Trevilor. Trimipramin habe ich auch schon wieder ausgeschlichen und kann schlafen, da ich auch sehr unter den Schlafstörungen und Ängsten gelitten habe.
Ich habe 100mg Trimipramin genommen und es hat super geholfen, vielleicht solltest du noch ein 2. AD dazunehmen? Eine Kombination? Oder dann nur reduzieren, wenn du eine stressfreie Zeit hast bzw. ganz genau auf deinen Körper achten kannst.
Zur Genesung gehören Tiefs dazu, aber irgendwann werden diese weniger...und hören dann schließlich ganz auf.
also alles Gute
Stella
herzlich willkommen hier im Forum. Ich hatte dieses Jahr auch einen Rückfall nach meiner PPD und habe auch Trimipramin genommen und noch Trevilor. Trimipramin habe ich auch schon wieder ausgeschlichen und kann schlafen, da ich auch sehr unter den Schlafstörungen und Ängsten gelitten habe.
Ich habe 100mg Trimipramin genommen und es hat super geholfen, vielleicht solltest du noch ein 2. AD dazunehmen? Eine Kombination? Oder dann nur reduzieren, wenn du eine stressfreie Zeit hast bzw. ganz genau auf deinen Körper achten kannst.
Zur Genesung gehören Tiefs dazu, aber irgendwann werden diese weniger...und hören dann schließlich ganz auf.
also alles Gute
Stella
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nadine77
Ihr Lieben,
danke bisher für alle lieb gemeinten Antworten. Gestern hatte ich meinen Termin beim Psychiater. Der Termin hat mit gut getan und beruhigt. Das Trimipramin nehm ich jetzt zunächst weiter auf 100mg. Seit gestern geht es mir schon etwas besser. Die Nächte sind ruhiger, die Stimmung besser, das Grübeln weniger. Allerdings braucht es wahrscheinlich noch etwas an Zeit. Ich fühle mich immer noch erschöpft tagsüber und kann mich nicht richtig freuen. Auch die Angst, dass es wieder schlechter werden könnte oder nicht besser...ist immer noch vorhanden. Jetzt ist wohl Geduld gefragt und immerhin ist es ja schon etwas besser
danke bisher für alle lieb gemeinten Antworten. Gestern hatte ich meinen Termin beim Psychiater. Der Termin hat mit gut getan und beruhigt. Das Trimipramin nehm ich jetzt zunächst weiter auf 100mg. Seit gestern geht es mir schon etwas besser. Die Nächte sind ruhiger, die Stimmung besser, das Grübeln weniger. Allerdings braucht es wahrscheinlich noch etwas an Zeit. Ich fühle mich immer noch erschöpft tagsüber und kann mich nicht richtig freuen. Auch die Angst, dass es wieder schlechter werden könnte oder nicht besser...ist immer noch vorhanden. Jetzt ist wohl Geduld gefragt und immerhin ist es ja schon etwas besser
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Schnuti33
Ja GEDULD,
das wichtigste Wort in dem Zusammenhnag mit der PPD, aber gefühlt DAS Unwort für uns Betroffene.
Aber es ist einfach so.
Mir gefällt deine Aussage: "Vielleicht ist das noch ein Thema, mit dem ich mich als Hebamme beschäftigen werde, wenn ich mich als gesund bezeichne. Das liegt mir wirklich am Herzen."
Fände ich wirklich klasse!
Mein Traum wäre es auch dieses Thema, in einer angenehme, aber ehrliche Form an werdende Mütter heranzutragen. Oder auf Wöchnerinnenstationen. Eine Möglichkeit bieten sich schnell Informationen und Hilfe zu holen. Weil was wir, im akuten Zustand und im Hinblick auf unsere Babies ,nicht haben ist ZEIT.
Und, den Kopf herumzusuchen, wer denn jetzt bescheid weiß.
LG
das wichtigste Wort in dem Zusammenhnag mit der PPD, aber gefühlt DAS Unwort für uns Betroffene.
Aber es ist einfach so.
Mir gefällt deine Aussage: "Vielleicht ist das noch ein Thema, mit dem ich mich als Hebamme beschäftigen werde, wenn ich mich als gesund bezeichne. Das liegt mir wirklich am Herzen."
Fände ich wirklich klasse!
Mein Traum wäre es auch dieses Thema, in einer angenehme, aber ehrliche Form an werdende Mütter heranzutragen. Oder auf Wöchnerinnenstationen. Eine Möglichkeit bieten sich schnell Informationen und Hilfe zu holen. Weil was wir, im akuten Zustand und im Hinblick auf unsere Babies ,nicht haben ist ZEIT.
Und, den Kopf herumzusuchen, wer denn jetzt bescheid weiß.
LG
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nadine77
Hallo Ihr,
die letzte Woche ist ganz gut verlaufen. Seit Sonntag geht es mir besser. Leider hat meinen Tochter Magen-Darm-Grippe plus Erkältung. Trotz nächtlichem Wecken habe ich aber alles ganz gut verkraftet. Gestern abend jedoch merkte ich wieder eine latente Anspannung. Hinzu kam, dass mein Tinnitus lauter war als sonst. Das hat mich wohl aus der Ruhe gebracht. Prompt war die letzte Nacht schlecht mit Einschlaf- und Durchschlafstörung. Leider geht es mir heute wieder mental schlechter. Das verunsichert mich wieder. Ich nehme nach wie vor 100mg Trimipramin und 2,5mg Zolpidem. Das Zolpidem möchte ich auch eigentlich gerne absetzen, da ich es bereits seit zwei Wochen nehme. Tja, ich hoffe mal, dass das nur eine der üblichen Schwankungen in der Erholungsphase ist....aber diese Schlafstörung nervt und schlaucht echt wahnsinnig. Lg
die letzte Woche ist ganz gut verlaufen. Seit Sonntag geht es mir besser. Leider hat meinen Tochter Magen-Darm-Grippe plus Erkältung. Trotz nächtlichem Wecken habe ich aber alles ganz gut verkraftet. Gestern abend jedoch merkte ich wieder eine latente Anspannung. Hinzu kam, dass mein Tinnitus lauter war als sonst. Das hat mich wohl aus der Ruhe gebracht. Prompt war die letzte Nacht schlecht mit Einschlaf- und Durchschlafstörung. Leider geht es mir heute wieder mental schlechter. Das verunsichert mich wieder. Ich nehme nach wie vor 100mg Trimipramin und 2,5mg Zolpidem. Das Zolpidem möchte ich auch eigentlich gerne absetzen, da ich es bereits seit zwei Wochen nehme. Tja, ich hoffe mal, dass das nur eine der üblichen Schwankungen in der Erholungsphase ist....aber diese Schlafstörung nervt und schlaucht echt wahnsinnig. Lg
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sol
Du gibst dir selber die Antwort, häufig schaffen wir die Krankheiten von Kindern erst vermeintlich gut zu überstehen und danach kommt erst das Tief, die Erschöpfung. Wenn die Zwerge krank sind dann mobilisieren wir einfach alle unsere Kräfte und es ist vollkommen normal, dass es danach "Erholung" braucht. Das geht glaube ich allen Müttern so- egal ob krank oder gesund. Leider fordert der Alltag uns mit Kinder weiter.nadine77 hat geschrieben:Leider hat meinen Tochter Magen-Darm-Grippe plus Erkältung. Trotz nächtlichem Wecken habe ich aber alles ganz gut verkraftet. Gestern abend jedoch merkte ich wieder eine latente Anspannung...
Kannst du dir irgendwie Inseln der Ruhe/Entspannung/Freude schaffen? Irgendeine Unterstützung holen und bewusst dir in der Zeit etwas Gutes tun?
Du schaffst es!
LG
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nadine77
Hallo,
leider ist es nicht nur so, dass ich erschöpft bin, sondern auch wieder an depressiver Stimmung leide. Letzte Nacht war wieder schlecht. Bin gut eingeschlafen, aber leider nach ca. 4h aufgewacht. Den Rest der Nacht lag ich dann wach. Hab nun beschlossen doch das Zolpidem wieder für ein paar Nächte zu nehmen. Ich hab nur einfach das Gefühl, dass ich nicht so richtig aus dem Tief herauskomme. Die letzte Woche war zwar gut, aber meine Seele kommt nach ein paar guten Tagen noch nicht zur Ruhe. Dafür bedarf es einer längeren, stabilen Zeit. Hinzu kommt ja auch noch die Weihnachtszeit mit geschlossenen Arztpraxen . Sollte es sich in den nächsten Tagen nicht bessern, werde ich wohl noch mal meinen Facharzt aufsuchen, bevor er sich in die Ferien verabschiedet. Drückt mir mal die Daumen, dass es sich wieder bessert. Ach ja, einen Babysitter kann ich momentan nicht mobilisieren, da ich niemandem zumuten kann, sich vor Weihnachten noch mit Grippe anzustecken.
leider ist es nicht nur so, dass ich erschöpft bin, sondern auch wieder an depressiver Stimmung leide. Letzte Nacht war wieder schlecht. Bin gut eingeschlafen, aber leider nach ca. 4h aufgewacht. Den Rest der Nacht lag ich dann wach. Hab nun beschlossen doch das Zolpidem wieder für ein paar Nächte zu nehmen. Ich hab nur einfach das Gefühl, dass ich nicht so richtig aus dem Tief herauskomme. Die letzte Woche war zwar gut, aber meine Seele kommt nach ein paar guten Tagen noch nicht zur Ruhe. Dafür bedarf es einer längeren, stabilen Zeit. Hinzu kommt ja auch noch die Weihnachtszeit mit geschlossenen Arztpraxen . Sollte es sich in den nächsten Tagen nicht bessern, werde ich wohl noch mal meinen Facharzt aufsuchen, bevor er sich in die Ferien verabschiedet. Drückt mir mal die Daumen, dass es sich wieder bessert. Ach ja, einen Babysitter kann ich momentan nicht mobilisieren, da ich niemandem zumuten kann, sich vor Weihnachten noch mit Grippe anzustecken.