Totaler Rückfall im (oder wegen?) Urlaub
Verfasst: 28:05:2016 17:35
Hallo,
ich schreibe mal kurz auf, was letzte Woche passiert ist, vielleicht hat ja eine von euch eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir etwas Mut machen.
Ich hatte ja zum ersten mal vor etwa 1.5 Jahren Symptome, es war ganz schlimm und seitdem war es bis auf einige düstere Episoden immer so einigermaßen zu ertragen. Ich dachte, so würde es weitergehen. Letzte Woche war ich in Urlaub ohne Kinder, und anstatt dass ich mich erholt habe und genießen konnte, waren ganz oft Horrormomente dabei, und in der letzten Nacht des Urlaubs hatte ich eine Panikattacke, die jetzt immer noch nicht richtig weg ist.
Problematisch war es immer Nachts, ich lag im Bett und starrte auf die grauen Umrisse des Hotelfensters und fühlte starke Angst. Morgens konnte ich das wieder abschütteln, vor allem nehme ich ja ein Medikament speziell gegen Angststörung - doch so schlimm wie letzte Woche war es noch nie.
Tagsüber gab es viele Momente, an denen ich mich schrecklich gefühlt habe - sogar beim am Pool liegen oder spazieren, was eigentlich das reinste Paradies hätte sein sollen. Immer Angst und zugeschnürte Kehle, mitten im schönsten Sonnenschein. In der letzten Urlaubsnacht (wir haben eine Rundreise gemacht) hatten wir ein sehr kleines Zimmer und ich fühlte mich so beengt, starrte auf das blaue Licht bei einem Lichtschalter und hatte wieder Horrorangst. Ich hatte eine ganze Tablette Zoldem genommen und hätte eigentlich ausgeknockt schlafen müssen, aber vor Herzrasen ging nichts. Ich nahm eine ganze Tablette Tavor (nehme immer eine halbe sonst) ohne Resultat. Dann nähme ich noch eine kleine Dosis von meinem "normalen" Medikament Lyrica, welches man auch bei akuten "Zuständen" nehmen kann. Und Melatonin. Aber nichts, nichts half. Um 2 Uhr weckte ich meinen Mann und heulte mich bei ihm aus, auch das half nicht, und dann wurde mir so schlecht und ich musste mich übergeben - also waren alle Tabletten wieder draußen. Danach ging es mir aber besser und ich schlief tatsächlich ein.
Das war vorletzte Nacht, jetzt bin ich wieder zu Hause. Habe ein starkes Engegefühl in der Brust, ständig Angst und sogar am meisten Angst davor, dass diese Angst eigentlich von den Tabletten kommt, da es mir gerade nachts nach der großen Dosis (ich nehme morgens und abends) so schlecht geht. Hier zu Hause ging das Einschlafen zwar gut, aber beim Aufwachen hatte ich schon Schweißausbrüche, vor allem als ich dann die Kinder aufwachen gehört habe.
Ich bin genau an demselben Punkt wieder, wie vor 1,5 Jahren! Angst vor dem Leben, vor meinen Kindern (vor der Verantwortung), Panik im dunkeln, dann wieder Morgentief. Ich habe jetzt zwar die Tabletten, die man braucht alle zu Hause, aber irgendwie so ganz begeistert bin ich nicht… vor allem war es zwischenzeitlich wieder so schlimm dass ich dachte, ich kann das nicht aushalten, ich muss mich umbringen, so kann niemand leben. Ich hoffe dann (solche Gedanken habe ich nachts wenn ich Panik habe), dass ich dann irgendwie nach dem Tod Frieden finde und mit meinen Kindern zusammen bin….
Jetzt ist natürlich Wochenende, ich mag nicht in die Ambulanz denn Tavor habe ich selber zu Hause. Ich könnte mein Medikament erhöhen, aber da Lyrica einen Gewöhnungseffekt hat, würde das auch nicht lang helfen und dann müsste ich wieder erhöhen.
Hattet ihr auch schonmal so einen Rückfall ausgerechnet im Urlaub, und ist es wieder weggegangen?
LG
Astrid
ich schreibe mal kurz auf, was letzte Woche passiert ist, vielleicht hat ja eine von euch eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir etwas Mut machen.
Ich hatte ja zum ersten mal vor etwa 1.5 Jahren Symptome, es war ganz schlimm und seitdem war es bis auf einige düstere Episoden immer so einigermaßen zu ertragen. Ich dachte, so würde es weitergehen. Letzte Woche war ich in Urlaub ohne Kinder, und anstatt dass ich mich erholt habe und genießen konnte, waren ganz oft Horrormomente dabei, und in der letzten Nacht des Urlaubs hatte ich eine Panikattacke, die jetzt immer noch nicht richtig weg ist.
Problematisch war es immer Nachts, ich lag im Bett und starrte auf die grauen Umrisse des Hotelfensters und fühlte starke Angst. Morgens konnte ich das wieder abschütteln, vor allem nehme ich ja ein Medikament speziell gegen Angststörung - doch so schlimm wie letzte Woche war es noch nie.
Tagsüber gab es viele Momente, an denen ich mich schrecklich gefühlt habe - sogar beim am Pool liegen oder spazieren, was eigentlich das reinste Paradies hätte sein sollen. Immer Angst und zugeschnürte Kehle, mitten im schönsten Sonnenschein. In der letzten Urlaubsnacht (wir haben eine Rundreise gemacht) hatten wir ein sehr kleines Zimmer und ich fühlte mich so beengt, starrte auf das blaue Licht bei einem Lichtschalter und hatte wieder Horrorangst. Ich hatte eine ganze Tablette Zoldem genommen und hätte eigentlich ausgeknockt schlafen müssen, aber vor Herzrasen ging nichts. Ich nahm eine ganze Tablette Tavor (nehme immer eine halbe sonst) ohne Resultat. Dann nähme ich noch eine kleine Dosis von meinem "normalen" Medikament Lyrica, welches man auch bei akuten "Zuständen" nehmen kann. Und Melatonin. Aber nichts, nichts half. Um 2 Uhr weckte ich meinen Mann und heulte mich bei ihm aus, auch das half nicht, und dann wurde mir so schlecht und ich musste mich übergeben - also waren alle Tabletten wieder draußen. Danach ging es mir aber besser und ich schlief tatsächlich ein.
Das war vorletzte Nacht, jetzt bin ich wieder zu Hause. Habe ein starkes Engegefühl in der Brust, ständig Angst und sogar am meisten Angst davor, dass diese Angst eigentlich von den Tabletten kommt, da es mir gerade nachts nach der großen Dosis (ich nehme morgens und abends) so schlecht geht. Hier zu Hause ging das Einschlafen zwar gut, aber beim Aufwachen hatte ich schon Schweißausbrüche, vor allem als ich dann die Kinder aufwachen gehört habe.
Ich bin genau an demselben Punkt wieder, wie vor 1,5 Jahren! Angst vor dem Leben, vor meinen Kindern (vor der Verantwortung), Panik im dunkeln, dann wieder Morgentief. Ich habe jetzt zwar die Tabletten, die man braucht alle zu Hause, aber irgendwie so ganz begeistert bin ich nicht… vor allem war es zwischenzeitlich wieder so schlimm dass ich dachte, ich kann das nicht aushalten, ich muss mich umbringen, so kann niemand leben. Ich hoffe dann (solche Gedanken habe ich nachts wenn ich Panik habe), dass ich dann irgendwie nach dem Tod Frieden finde und mit meinen Kindern zusammen bin….
Jetzt ist natürlich Wochenende, ich mag nicht in die Ambulanz denn Tavor habe ich selber zu Hause. Ich könnte mein Medikament erhöhen, aber da Lyrica einen Gewöhnungseffekt hat, würde das auch nicht lang helfen und dann müsste ich wieder erhöhen.
Hattet ihr auch schonmal so einen Rückfall ausgerechnet im Urlaub, und ist es wieder weggegangen?
LG
Astrid