Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Austausch alltäglicher Sorgen oder Freuden

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Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Astrid » 12:09:2018 20:19

Hallo Marika,

genau wie Du, dachte ich auch. Ich wollte eigentlich nicht wieder die Pille nehmen. Wollte keine Hormone mehr schlucken. Obwohl sie mir in meiner "Jugend" echt geholfen hat. Viel angenehmerer Zyklus und weniger Schmerzen. Ich gehöre nicht in eine Risikogruppe. Es gibt keinen Brustkrebs in meiner Familie, ich habe kein Übergewicht, und ich rauche nicht. Mache regelmäßig Sport. Meine Therapeutin meinte, dass vermutlich die gesamten Sexualhormone betroffen sind, und empfahl erst einmal wieder die Pille zu schlucken. Der Test, den ich vor Einnahme der Pille gemacht habe, hat allerdings nur einen Mangel an Progesteron ergeben. Meinen Frauenarzt hatte ich auf Creme angesprochen, er hat aber sehr abwertend reagiert. Denke manchmal, sie sind da einfach nicht fit ? Das Labor hat mir angeboten, mir Endokrinologen, bzw. Heilpraktiker mit Zusatzqualifikation zu nennen. Warte aber jetzt erst dieses Experiment ab... :). Komme mir wieder vor, wie ein Versuchskaninchen. Aber ich laufe jetzt schon so lange damit herum, und es wird immer schlimmer. Wollte auch nicht mehr in die Depri/ Kopf Schublade gesteckt werden. Ja mein Kopf/meine Psyche ist auch betroffen, aber ich weiss, dass die Ursache wo anders liegt, und ich möchte an der Schraube drehen! Die nächsten drei Monate teste ich jetzt, ob es mir mit Pille besser geht. Wenn nicht, dann kommt das nächste. Es dauert nur so lange. Ganz liebe Grüße Astrid
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Graureiherin
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Graureiherin » 19:09:2018 21:03

Hallo Astrid,

ich bin sehr gespannt, was Du in einiger Zeit berichten wirst. Ich dachte für mich bisher, dass ich Hormone nehmen würde, wenn die Wechseljahresbeschwerden sich psychisch auswirken sollten. Bisher tun sie es noch nicht in einem großen Ausmaß.

Berichte bitte wie es Dir ergeht.

mit lieben Grüßen
die Graureiherin
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Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Astrid » 25:09:2018 11:11

ein weiteres Up Date...

die erste Pillenpackung ist durch und ich habe drei Wochen am Stück geblutet... . Kann nicht sagen, dass es bis jetzt ein Erfolg war. Ich schlafe besser aber nicht gut. Die Knochenschmerzen sind so gut wie weg. Ich friere dauerhaft (auch bei 30 Grad :shock: ).Mein Körper und mein Geist sind erschöpft und angestrengt. Habe heute mit meinem Frauenarzt telefoniert, der meinte der Körper brauche länger sich umzustellen, und ich solle noch weiter durchhalten, und mich zum Ende des zweiten Zyklus wieder melden. Stimmungsschwankungen und Ängste sind da, aber nicht so extrem. Mal sehen, wie es jetzt in der Entzugspause von einer Woche ist. Komme mir vor wie ein Versuchskaninchen... , und will am liebsten schon wieder alles hinschmeißen. Werde es aber nicht tun. Am Ende der Woche beginnen die Herbstferien, und der Alltag entschleunigt sich wieder. Freue mich drauf.

Liebe Grüße Astrid
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Marika
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Marika » 27:09:2018 8:16

Hallo Astrid,

das klingt schon heftig und war sicher sehr unangenehm. Besonders die Blutung. Es ist sicher das beste, wenn du schaust, wie der zweite Zyklus verläuft. Vielleicht pendelt sich das wirklich nach und nach ein.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du dich bald wieder wohler in deiner Haut fühlst.

Was mir schon länger unter den Nägeln brennt - ein paar Fragen die ich aber mich bisher nicht getraut habe zu stellen: was ist, wenn dir dein ehemaliges AD einfach fehlt? Nicht das Mirtazapin, sondern das andere? Was hattest du damals nochmal genommen? Was wenn das AD deine Psyche so positiv beeinflussen kann, dass deine Körperlichen Beschwerden abklingen oder fast abklingen? Ist deine Einstellung zur Pille eine andere - eine bessere - als zum AD? Wäre es möglich, dass zwar die Hormone klarerweise im Wechsel sinken, dass aber nicht beeinlusst werden sollte weil es ein natürlicher Vorgang ist? Wäre es dann vielleicht sinnvoller, hier ausnahmsweise Symptombekämpfung zu betreiben, weil der evtl. Ursprung zum natürlichen Prozess des älter werdenden Körpers gehört? Bitte nicht falsch verstehen, Wechselbeschwerden können die Hölle sein und jeder Fall ist anders zu beurteilen. Aber bei uns könnte evlt. eine andere Herangehensweise auch in Frage kommen?

So, dass sind jetzt reine Gedankenspiele von mir und vielleicht liege ich völlig daneben. Ich kenne mich bei dem Thema auch nicht sehr gut aus, bin aber - ehrlich gesagt, sehr voreingenommen was Hormone in den Wechseljahren angeht. :oops:
Liebe Grüße von
Marika

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Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Astrid » 27:09:2018 11:33

Hallo Du,

ich finde deinen Gedanken keinesfalls blöd. Ich hatte ihn auch schon. Und ich wollte eigentlich keine Hormone mehr nehmen. Meine Therapeutin hat es ähnlich formuliert, wie du, und ich hätte keine Probleme damit mein altes AD wieder zu nehmen. Ich habe damals Imipramin und Trimipramin in Kombination bekommen. Es ist eine weitere Möglichkeit, und ich werde es im Hinterkopf behalten :-) . Habe halt gedacht, den Ursprung zu "bekämpfen" wäre besser. Hätte gerne einen Arzt, der mir in Ruhe erklärt, was möglich wäre und am besten für meinen Körper. Komme mir immer mehr vor wie ein Jammerlappen... . Aber ignorieren habe ich auch versucht, mit dem Erfolg, dass meine Lebensqualität echt nicht mehr dieselbe war. Jetzt mache ich einen Schritt nach dem anderen und muss mal wieder Geduld beweisen. Ist ja eine meiner großen Stärken :? ... .

Liebe Grüße Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Astrid » 02:11:2018 15:43

Hallo Ihr Lieben,

ein weiteres Up Date. Der zweite Zyklus liegt hinter mir, Positiv war: keine Zwischenblutungen mehr, das hat sich reguliert. Kein Brustspannen, keine schlimmen Unterleibsschmerzen vor und während der Periode mehr, kein Durchfall mehr, der Zyklus ist nun nicht mehr verkürzt. Mein Schlafproblem kann ich nicht sicher beurteilen, da ich in den Ferien keinen Alltag hatte. Habe aber immer noch Schlafprobleme. Was blöd ist, ist dass meine Migräne wieder da ist... . Ich werde noch einen Zyklus durchhalten und dann ein Gespräch mit meinem Frauenarzt führen. Ich fühle mich aber nicht wirklich viel besser. Da aber hier in meinem Alltag mehrere Krisensituationen aufgetreten sind, denke ich es hat andere Ursachen.

Liebe Grüße von Astrid
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Geli
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Geli » 21:11:2018 21:08

Juhu.

Ach Manno, Habe gar keine Mail bekommen, dass es Antworten zu diesem Beitrag gibt :roll:

Danke für deine Updates, interssant. Aber ich weiß wie du dich fühlst. Bleib geduldigt, ist zwar blöd, aber vielleicht hilft es doch.

Welche Pille nimmst du?

Wenn das nicht hilft, denke ich auch, dass du die ADs von damals nehmen solltest bzw. wieder besprechen solltest, ob die jetzt auch passend wären.
Halte durch.
Lieben Gruß von mir

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"Mögen gute Tage deinen Weg begleiten, freundliche Menschen dir begegnen, und die Sehnsucht führe dich zum Ziel."
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Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Astrid » 25:11:2018 16:00

Hallo Liebe Geli,

habe jetzt den vierten Zyklus mit Pille begonnen, jetzt soll ich die Tabletten ohne Entzugspause durchnehmen, um die Migräne, Nebenwirkungen des Östrogenentzuges in Schach zu halten. Es geht bis jetzt ganz gut. Habe nur immer noch Schlafstörungen, und fühle mich auch psychisch und physisch oft erschöpft. Kann aber auch an den derzeitigen Lebensumständen liegen. Deshalb weiss ich im Moment die Wirkung der Pille nicht einzuschätzen. Das Präperat heisst: Swingo. Ich bin immer noch der Meinung, dass an dem Progesteron gedreht werden müsste. Aber die Ärtze müssen wohl von alleine darauf kommen. Muss meine SD Tabletten vermutlich anpassen lassen, da ich meine etwas "hochtourig zu laufen". Der November tut sein Übriges, heute an Totensonntag Nebel, 1 Grad und Regen :? , muss ich nochmehr sagen ? Daher heute nur noch einen leckeren Kakao und ein paar Plätzchen backen für den Geruch und die Lichterketten raus... . Hoffe es geht dir gut. Alles Liebe von Astrid
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Geli » 28:11:2018 23:15

Hi,
Ja stimmt, ich kann verstehen, dass du dann gar nicht mehr weißt, woran es liegen kann.
Und immer diese Überlegungen machen einen erst recht bescheuert. :?
Guck mal, dass die Schilddrüsenwerte wieder besser werden.
Das eine scheint das andere Hormone zu verändern??? Ich konnte seit AD Einnahme 50 weniger L-Tyroxin nehmen. Auch in Schwangerschaft und nach der Entbindung sollte man die Schilddrüsenwerte kontrollieren.
Mmh, lecker Kekse :D
Wünsche dir viel Geduld, genieß trotz Miesewetter die Winterzeit und den Advent. Frohe Weihnachten wünsche ich noch nicht, denn vorher schreiben wir noch, Ja.
Lieben Gruß von mir

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Wally
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Wally » 15:01:2019 19:11

Hallo Geli,

Vielen Dank für deinen Eintrag. Ich denke, ich erkenne mich da gerade wieder. Einiges erklären würde es auch.

Meinst du, dass man das mit 42 auch schon merken kann?

Aus heiterem Himmel hat es mich mit Panik und Angst getroffen, kurz vor Weihnachten und seitdem fühle ich mich irgendwie schlapp, krank, geschwächt. Manchmal wie gelähmt.
Es war nun wirklich ein paar Jahr gut und ich nehm immer eine Erhaltungsdosis sertralin. Ich kam in den letzten 2 Jahren gut zurecht und konnte mich bei Tiefs schnell erholen. Und auf einmal...

...Ich sitze in der bahn und lese “veronika beschließt zu sterben“ von paulo coelho...
Ich lese das Buch zu Ende, mache es zu und es hat mich total getriggert.

Ich bin echt dumm, ich dachte ich könnte mich zurecht finden und mich wirklich von sowas abgrenzen. Denn es ist eigentlich ein schönes Buch.
Es ist eigentlich nicht mal die Protagonistin, die mich so aus der Bahn warf, sondern eine Nebenrolle.

Ich will gar nicht viel darüber erzählen, denn ich will ja auch nicht, dass es auch etwas Blödes bei einem von euch ausgelöst wird....

Ich weiss auch nicht.
Ich fühle mich hier zu Hause, weil ich lange hier mit dabei war. Obwohl meine Kleinen ja schon 6 sind.

Meine Ärztin hat mir schon gesagt, dass sowas schon nochmal im Wechsel auftreten kann. Nur, ich habe ja nie mit meinem AD aufgehört.

Das wirklich fiese ist, dass ich ja immer dachte, ich muss loslassen und sollte mein Katastrophendenken abschalten, denn es schützt mich nicht vor negativen Erlebnissen. So, ich habe echt losgelassen und mich damit ohne Schutzschild in die Welt getraut. Völlig verwundbar.

Alles ist sicher, ich vertraue und denke positiv und dann hau mich ein Faustschlag um, wie ich ihn eigentlich schon vergessen habe.

Als ob mich jemand aus nächster Nähe erschiesst....

Und das war richtig schlimm...

Es hallt immer noch richtig heftig nach!
Liebe Grüße von
WaIIi

Diagnose:
schwere PPD 2007 (die Offenbarung)
Weitere Schwangerschaft ohne PPD 2012 unter Sertralin.

Manchmal geht alles gut, manchmal super, manchmal nicht so dolle. Eine Wunde die bleibt und die weh tut, wenn ich vergesse mich um mich zu sorgen.
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Geli » 27:01:2019 10:27

Hallo Walli,
Entschuldige, dass ich jetzt erst schreibe.
So Mitte 40 habe ich auch nochmal ein Tief gehabt.
Ich hatte Sorgen, und ich war wieder depressiv und auch wieder Ängste mit Panik.
Es war mir so, dass ich mich nochmal mit einigem auseinander setzen musste. Manches an Themen hat sich wiederholt, was auch in der PPD zutage kam, anderes kam neu hinzu.
Einen Auslöser gab es auch.
Bei dir vielleicht das Thema im Buch??? Bzw das, was sich daraus ergibt, auf deine Situation passt???

Ich habe wieder mit Gesprächstherapie begonnen, ausserdem noch speziell Gestalttherapie.
Könntest du dir das auch für dich nochmal vorstellen?
Wie geht es dir inzwischen?
Lieben Gruß von mir

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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Wally » 28:01:2019 18:52

Hallo Geli,
Vielen Dank dir!
Ich habe mein AD erhöht und mir wieder die alten Bücher
rausgekramt.
Ich habe bis vor 2 Jahren noch Therapie gehabt.
Ich weiß ja alles theoretisch ich muss es mir nur wieder ins Bewusstsein rufen.

Natürlich war das Buch nicht gut für mich. Ich bin irgendwie zu sensibel.

Ich finde es so traurig, dass es immer irgendwie daher kommt. Ich wäre so gerne frei....
Liebe Grüße von
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Geli » 03:03:2019 13:32

Juhu ihr,

wie ist es inzwischen bei euch?
Wally: hat die Erhöhung dir geholfen?

Bin total mit meinem Vater beschäftigt, der seit Ende September im Krankenhaus ist.
Am Dienstag kommt er als noch halber Pflegefall nachhause, weil er noch immer nicht ganz sicher ist, selbst aufzustehen und sich hinzusetzen. Das soll die Übung aber zuhause bringen. Puh, hoffe es klappt.
Geriatrie macht da nur das Nötigste. Wenn, dann müsste er noch mit Wartezeit natürlich, in eine spezielle Reha.
Sein Bein wurde versteift. Nach 4 Monaten nicht belasten fängt er jetzt an, wieder zu stehen und zu laufen.
Nerv, was da wieder zu organisieren ist und wie man sich wieder um die Bürokratie ärgert - boa, Theorie und Praxis.

Mir tun die sonnigeren Tage echt gut. Heute wieder Piss ....
Gönne mir meine Auszeiten, die mir echt gut tun und gucke, dass ich mir nicht zu viel auflade. Dann rattert meine Rübe wieder, ich kann nicht richtig schlafen. Aber so bin ich auch vom Typ her.
Passt auf euch auf,
Lieben Gruß von mir

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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Wally » 12:03:2019 18:26

Hallo Geli,
Ja, es hat schon etwas gebracht, aber wirklich nur ein bisschen. Trotzdem muss ich wieder mit mir arbeiten. Ach, ich wünschte mir manchmal, es wäre so schön wenn es nicht immer so anstrengend wäre. Es war tatsächlich ein paar Jahre echt gut und ich hatte das Gefühl ich bin locker und optimistisch.
Ich versuche wieder dort hin zukommen.

Wie geht es dir so mit deinem Papa?
Kommst du zurecht?
Und vor allem, trainiert er ein bisschen?
Liebe Grüße von
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Re: Durch Wechseljahre wieder im Wechselbad der Gefühle

Beitrag von Geli » 17:03:2019 18:34

Hallo ihr,

mein Vater ist jetzt fast 2 Wochen zuhause. Bin bei ihm, um ihm zu helfen. Aufstehen ist noch nicht gut, laufen geht.
Leider haben sie im Krankenhaus an seinen Medikamenten gedreht, völlig neue angefangen, die Rheumaschmerzen lindern sollen. Aber er hat stattdessen Nebenwirkungen, und beim Rheuma wirken sie überhaupt nicht. Das nervt. Nun sollen diese wieder abgesetzt werden. Ätzend. Man erfährt nicht, dass Medikamente angesetzt werden und warum. Das ist so ärgerlich. Aber das ist anscheinend so Gang und Gebe.
Morgen ist Termin beim Rheuma-Doc. Leider ein neuer, der "alte" ist Anfang des Jahres in Rente gegangen. Passt gut.
Seit gestern Mittag geht es endlich besser. Allein lasse ich ihn noch nicht, da habe ich keine Ruhe.
Naja, klappt ganz gut, solange ich merke, es geht aufwärts. Heftig, was alles zu regeln ist, und wie man mal wieder selbst aufpassen muss. Die Denkerei macht mich schon mal ganz schön zu schaffen. Bin immer froh, wenn ich wieder was abhaken kann. Muss auf mich achten, sonst geht es mir nicht gut. Mein Vater ist Gott sei Dank sehr pflegeleicht.
Physiotherapeutin kommt zu ihm nachhause. Und ein Pflegedienst. Bin froh, dass er das annimmt.

Freut ihr euch auch so auf etwas mehr Frühling??? Heute ist es etwas freundlicher draußen, aber wie Aprilwetter. Handarbeite an meinem Stricktuch, Youtube zeigt mir ein neues Muster, das ist genau richtig bei dem grauen Wetter.
Was macht ihr so bei diesem grauen Wetter?
Lieben Gruß von mir

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