überfordert mit 3. kind

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Novemberbaby
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überfordert mit 3. kind

Beitrag von Novemberbaby » 15:06:2018 8:49

ich habe zwei kinder, eines ist 8, das andere wird 5 diesen monat.
letztes jahr kam meine 3. tochter zur welt. sie war ein absoluter unfall. sie hat sich, trotz verhütung, eingenistet. ich hab es erfahren als ich grade mal in der 3. oder 4. woche war.
wir haben uns entschlossen, das wir ein weiteres kind noch gut mit durchbringen.
wir haben das haus umgebaut, ich hab eine weitere schwangerschaft durchstanden. meine schwangerschaften waren immer gut.
wir haben uns auf nr. 3 gefreut. haben uns eingeredet, nachdem wir, trotz anfänglicher schreikinder, brave babies hatten, das dritte bestimmt auch brav wird und sich uns anpasst. und wir glücklich werden mit 3 kindern.
tja.... schon die geburt war furchtbar und nach nicht mal einer woche hat das baby nur geschrien. sobald sie wach war, hat sie gebrüllt. mittlerweile ist es viel besser geworden, sie schreit nicht mehr. aber sie wacht morgens auf und jammert. dann ist es meist ein paar stunden gut, dann jammert swieder. sie jammert eigentlich den ganzen tag. beim wickeln waschen und umziehen habe ich immer theater. egal welche tageszeit.
sie ist 15 monate alt und spricht noch kein wort, dafür läuft sie seit sie 10 monate ist.
wir haben viel versucht, waren beim arzt, beim osteopathen. ich habe sie eigentlich das erste jahr nur getragen. mittlerweile nicht mehr.
sie läuft mir die meiste zeit des tages jammernd nach.

und wenn sie wirklich mal einen tag hat, an dem sie nicht jammert, stellt sie nur mist an oder läuft weg.

sie einfach durch und durch ein anstrengendes kind. ich wünsche mir von ganzem herzen, sie wäre nicht da. ich wünschte, wir hätten uns damals anders entscheiden.

ich bin nicht mehr diesselbe person seit sie auf der welt ist.
ich hab keine nerven und keine geduld mehr, keine lust mehr auf nichts und bin seit 15 monaten jede stunde des tages angespannt und erledige ALLES nur noch schnell, weil das baby könnte ja gleich wieder jammern oder heulen.

sie war schon öfter bei oma und auch mein mann hilft viel. aber das bringt nichts. ich möchte einfach wieder ein leben ohne dieses kind.

ich liebe sie. natürlich. ich bin stolz auf das, was sie lernt und kann. ich kuschel mit ihr und gebe ich alles was sie braucht.

aber sie macht mich fertig. manchmal wäre ich lieber tot als mutter von drei kindern.

engelchen2012
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Re: überfordert mit 3. kind

Beitrag von engelchen2012 » 20:06:2018 20:35

Hi!

Erst mal möchte ich dich ganz fest drücken!!
Was du berichtest, hört sich wirklich sehr anstrengend an. Wie ist das bei deinem mann, empfindet er die kleine auch als so schwierig? Hast du mal zeit nur für dich? Bei drei kindern vermutlich schwierig, aber trotzdem nötig!! Gibt es die möglichkeit, sie zumindest zeitweise, aber regelmäßig, abzugeben, damit du ein bisschen luft hast, also bei großeltern oder einer tagesmutter?
Ich kenne deine vorgeschichte nicht, hattest du schon mal psych. probleme, warst du in behandlung?

Lg
seit 25.12.2013 kein mirtazapin mehr!!
seit 16.02.2014 nur noch 100mg sertralin
Und seit Mitte April 2014 nur noch 50mg sertralin
Seit 12.06. ohne AD!

aktuell wieder schwanger, ET 03.04.2015 ;o)
Beginn 50mg sertralin am 14.08.2014, aktuell 100mg

Geburt 2. tochter am 13.03.15, weiterhin 100mg sertralin
Seit 11.03.2016 75mg sertralin
Seit 15.07.2016 50mg sertralin
Seit 08.10.2017 25mg sertralin
Seit 05/2018 12,5mg sertralin
Ab 13.06.2018 ohne AD

Nelli
Beiträge: 49
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Re: überfordert mit 3. kind

Beitrag von Nelli » 12:07:2018 23:45

Hallo Novemberbaby,

wie geht es Dir inzwischen?
Dieses Gefühl, dass Du am liebsten das Kind nicht hättest, ist Ausdruck Deiner Krankheit, Deiner großen
momentanen Kraftlosigkeit, nicht Deiner mangelnden Zuneigung. Gerade heute hatte ich ähnliche Gefühle, weil ich Angst
vor der Konfrontation mit meiner Tochter, nachdem sie von der Tagesmutter kam, hatte.
Ich finde das dann ganz furchtbar und gehe hart mit mir ins Gericht, obwohl ich wissen müsste, dass es nicht böse gemeint ist
von mir, sondern Ausdruck meiner Ängste und dem Gefühl der Überforderung.

Gruß, Nelli

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