Erfahrungen von Väter mit WochenbettPsychose PPP

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

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Domi
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Erfahrungen von Väter mit WochenbettPsychose PPP

Beitrag von Domi » 14:01:2019 18:23

Hallo,

Und zwar würde ich mich gerne mal mit Vättern austauschen oder auch anderen Familienangehörigen, was sie für Erfahrungen mit PPP gemacht haben.

In meiner Vorstellung kann man über meinen Fall Einiges nachlesen, daher schreibe ich nicht alles rein.
Unsere kleine Geschichte:
Blasensprung.. 5 Tage bis zur Entbindung mit täglich mehreren Stunden CTG ( teiweise bis tief in die Nacht ) mit mehrmals Einleiten ... 30 min nach der Geburt erfährt meine Frau dass die Kleine auf Verdacht in die Kinderklinik kommt ( meine Frau wollte Ambulant entbinden und nach der Entbindung gleicht Heim ) .. es wurde uns gesagt dass wenn wir die Kleine nicht mitgeben könne sieim schlimmsten Fall sterben... ok, ich bin dann mit der Kleinen mit auf Wunsch meiner Frau .. meine Frau war die ganze Nacht alleine und keiner von die Schwestern hat nach ihr geschaut oder gesagt wie es der Kleinen geht, bis sie sich zu früh hatrüber fahren lassen ... meine Frau wurde dann am nächsten Tag entlassen ... hat eine wunderliche erleuchtende Nacht ( zumindest im Kopf ) verbracht und kam am nächsten Tag als ob nichts gewesen währe Top Fit in die Kinderklinik und hat so lange die Ärzte bearbeitet bis wir zu Dritt Heim gelassen wurden ... Zuhause bei den Schwiegereltern hat sie erstmal Ihre Oma angerufen und zur Schnecke gemacht weil diese sich daneben benommen hatte vor der Entbindung ... danach mussten wir flüchten weil sie kommt ( Aussage damals von meiner Frau ) ... wir sind dann zu uns nach Hause wo erstmal alles so aussah als jetzt unsere Familienleben anfängt ( ok, dieses erleuchtete ich heile Alle war mir suspeckt und teilweise zu viel ) ... ich habe dann ein Fläschchen und Premilchpulver eingekauft weil das Stillen nicht so wollte... der Abend war leicht angespannt aber nach dem Krankehaus Aufhenthalt .. in der Nacht ( 3. Tag nach der Entbindung ) ging es dann los... ich bin aufgewacht weil die Kleine ganz aufgeregt gehächelt hat und meine Frau wach und angespannt war, nach der Frage was los ist meinte sie dass ich ihren Vater anrufen soll und der soll mit viel Licht kommen.. es war ca. Uhr Nachts und als sie selber angerufen hat weil ich verwirrt war und mich weigerte anzurufen , durfte ich kein Licht anmachen, sie konnte mir auch nicht sagen was los ist ... sie war richtig panisch und ich ehrlich gesagt langsam richtig verwirrt und auch langsam panisch was los sein soll ... ich solle auch die Polizei und die Nachbarin anrufen... ich habe aber ihre Schwester angerufen und gesagt dass sie schnell kommen sollen... 30 min später waren sie da, wir durften auch Licht machen weil " er " war jetzt weg ... ( in ihrer jetztigen Realität war der Vorbesitzer von unsere Haus ein Kinderschänder und hat uns das Haus absichtlich verkauft ) ... nach dem sie ein paar Mal geschrieben hat aus angst und panik haben wir sie und die Kleine ins Auto und sind losgefahren... im Auto wollte sie noch ein paar Mal schreien und wurde langsam apatisch ... wieder bei den Schwiegereltern Zuhause versorgte meine Schwägerin die Kleine oben und meine Frau legte sich im Wohnzimmer aufs Sofa und schlief ein paar Stunden .. am Morgen hat sie geduscht unter meiner Aufsicht weil sie wie in einer anderen Welt war und hatte eine starren Blick ... meine Nerven waren langsam am Ende und nach eine Telefonat mit dem Chefarzt der Klinikumgynekologie wussten wir was los ist und was zu tun ist... ihre andere Schwester hat meine Frau abfangen können als die schreiend und fluchend raus gerannt ist und sind mit Umweg über den Hausarzt mit Krankenwagen und Polizei ins Bezirkskrankenhaus ... dort war meine Frau zwei Tage fixiert in der Einzelzelle, ein Tag in der Geschlossenen und nochmal zwei Wochen in der offenen Station ... wieder Zuhause mussten wir um einen Termin beim einer Psychiaterin kämpfen und um Informationen was wir nun überhaupt machen sollen ... nach einer Notfallsprechstunden hatten wir nun regelmässig Sprechstunden ... die Sprechstunden waren eher nur da um die Medikation zu prüfen und mal ein wenig gelaber, meistens waren wir nach 5 min. wieder draussen ... sie hatte eine Depressive Phase und bekam dann Antidepressiva ... kurz vor Weihnachten hatte sie einen Rückfall und ist seit 21. Dezember wieder im BKH und wird glücklicherweise morgen entlassen ...

ihr ging es immer relative schnell wieder gut da wir schnell reagieren konten und haben und weil ihre Akutphasen sehr heftig waren und schnell gekommen sind. Der grosse Fehler war das Absetzten der Medikament ohne äztliche Aufsicht.

Was ich sehr sehr schade/ schlimm / ärgerlich finde dass man nirgendwo auf diese Erkrangungen aufmerksam gemacht wird.
Nichteinmal unsere Hebamme konnte uns sagen was mit meiner Frau los ist...
Wie haben auch eine Geburtsvorbereitungskurs gemachtwo so viel besprochen worden ist wo " sorry " kein Mensch braucht...
Ich finde es sollte erwähnt werden was es für Wochenbetterkrankungen gibt, welche Symptome und was zu machen ist wenn es soweit ist ohne dass ich mich stundenlang durch den Googledschungel kämpfen muss...
Man siehst ja an diesem Forum wie viele Mütter nach der Geburt Hilfe brauchen. Man denkt die Geburt kann schon schlimm werden aber was danach kommen kann sagt keiner... leider.

Ich stehe jede Sekunde an der Seite meiner Frau weil sie kann nichts für dass was in ihrem Körper vorgeht ( ausser dass mit den Medis ) und ich hatte auch als Vater ne schwere Zeit und wurde nach der Geburt von meiner Tochter ins kalte Wasser geschmissen und dazu noch die Erkrankung meiner Frau und jede Mutter die sowas Durchmacht oder alleinerziehend ist hat meinen vollsten Respekt und auch jeder Vater der sowas mitmacht kann/ sollte darüber reden ohne sich zu schämen.

Sorry für den Monstertext.

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