Psychosomatische Probleme nach Entbindung

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Sabrina
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Sabrina » 16:02:2019 9:18

Hallo Britta,

such mal einen Neurologen/Psychiater auf und erzähl dort einfach mal deine Geschichte. Vll bekommst du dann eine Diagnose.

LG
Sabrina

Britta1988
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Britta1988 » 18:02:2019 11:04

Habe für Mittwoch endlich einen Termin bei einer Psychotherapeutin bekommen. Ich bin gespannt was diese sagt und wie ihre Diagnose ausfällt. Bin mit den Notfalltropfen Bachblüten zum Glück ganz gut über das Wochenende gekommen.

Dian
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Dian » 20:02:2019 23:40

Ich habe eben erst deinen Strang gelesen. Sorry.

Ja, ich kenne die psychosomatischen Beschwerden sehr gut und auch die Angst etwas Schlimmes zu haben.
Bei mir waren/sind es unzählige Symptome die mein Körper mir vorgaukelt/e.

Vor fast einem Jahr hatte das Ganze seinen Höhepunkt erreicht. Mein ganzer Oberkörper schmerzte, besonders die Oberarme und der Brustkorb. Im Laufe eines Tages hatte ich regelmäßig ein starkes Schwindelgefühl und die Angst ohnmächtig zu werden.

Meine Hausärztin überwies mich zu einer Neurologin. Es wurde eine Sonographie des Halses, ein EEG, eine ausführliche neurologische Untersuchungen und 2 Versuche eines Kopf-MRTs (beide gescheitert wegen Panik - selbst im offenen MRT) gemacht.
Meine Schilddrüse wurde untersucht und neu eingestellt.
Außer PPD und Migräne kein relevanter Befund.

Ich wurde eingestellt auf 30mg Mirtazapin.
Aus Angst vor Depressiva ging der Spuk von vorne los. Schwindel, Kribbeln im Körper, Tremor,....ich hatte unzählige Symptome.

Ich machte eine Therapie und erlernte den "Realitätscheck". Noch heute kommt in stressigen Situationen die Angst mit körperlichen Symptomen zurück. Google sagt dazu: Krebs, MS....etc.
Mein Realitätscheck hilft mir zu erkennen, dass das Quatsch ist und meist verschwindet das "Symptom" dann binnen 3 Tagen wieder.

Mein Tipp: geh zum Fachmann und laß dir helfen.
Ich war froh, dass meine Hausärztin recht schnell sagte, dass hier ein Facharzt helfen soll.
06/2014 Geburt der 1. Tochter - keine PPD
11/2017 Geburt der 2. Tochter
04/2018 Diagnose Belastungsstörung und PPD

aktuell 30 mg Mirtazapin und Gesprächstherapie

Sabrina
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Sabrina » 21:02:2019 15:23

Hallo Dian, kannst du den Realitätscheck näher erläutern?

Britta wie war der Termin gestern?

Britta1988
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Britta1988 » 22:02:2019 17:29

Mein Termin bei der Therapeutin war gut. Wir hatten ein längeres Gespräch. Sie denkt dass die körperlichen Beschwerden durch Ängste ausgelöst werden. Diese Ängste habe ich wohl wegen des traumatischen Verlustes meiner Freundin. Sie kann sich auch gut vorstellen dass ich neurologische Symptome entwickelt habe, da meine Freundin auch an einer neurologischen Symptomatik verstorben ist. Ich werde nun noch einige Sitzungen bei ihr machen um das vergangene und auch due Ängste bei der Geburt zu verarbeiten. Die Schwangerschaft hat die Ängste wohl wieder in den Vordergrund geholt. Bin auf jeden Fall sehr froh dass ich den Schritt gemacht habe und nun Hilfe bekomme. Eine postpartale Depression ist es demnach wohl nicht sondern es geht in Richtung Angststörung. Eine genaue Diagnose möchte sie erst nach ein paar Terminen stellen.

The Secret 1
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von The Secret 1 » 01:05:2019 13:43

Hi

Es gibt etwas das nennt sich „gefloxt“ sein. Das ist wenn man ein Antibiotikum zu sich eingenommen hat aus der Gruppe der Fluorchinolone (z.B. Levofloxacin, Ciprofloxacin etc). Dieses verursacht irreparable Symptome. Es treten bei manchen Nervenschäden auf, so dass sie in den Rollstuhl müssen. Manche haben Muskelfaserrisse. Manche psychosomatische Symptome wie bei vielen bei uns. Und auch sehr oft diese Symptome mit dem Schwindel und den schwarzen Punkten. Diese Antibiotika wurden ganz frisch Ende letzten Jahres auch endlich in Deutschland auf die schwarze Liste gesetzt und dürfen nun nur noch in Situationen eingesetzt werden, wo es um Leben oder Tod geht und kein anderes Antibiotikum hilft. Vertraut aber nicht drauf, dass es die Ärzte auch so umsetzen. Fragt lieber nochmal nach ob das Antibiotikum was ihr bekommen habt auch wirklich nicht zu dieser Gruppe der Fluorchinolone gehört. Es wird nämlich gerne bei gängigen Infekten wie Blaseninfekt oder Halsentzündungen verschrieben. Wenn ihr euch darüber mehr informieren wollt: es gibt auf YouTube Beiträge der öffentlich rechtlichen Sender die darüber berichtet haben. Oder einfach googeln. Das BfArM hat es ja wie bereits gesagt neu bewertet.

Die Symptome können während der Behandlung mit dem Antibiotikum auftreten aber auch erst Monate bis Jahre später. Daher ist es auch hilfreich bei seiner Krankenkasse eine „Patientenquittung“ anzufordern. Da erhält man eine Übersicht über alle Medis die man während der Versicherungszeit verschrieben bekommen hat und kann dann leicht überprüfen, ob ein solches Antibiotikum dabei war.

Lg

Britta1988
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Britta1988 » 08:05:2019 19:56

So ein Antibiotikum habe ich nicht eingenommen. Und ich denke das ist hier auch nicht zielführend und bestärkt die irrationale Krankheitsangst durch die psychosomatischen Symptome nur noch mehr.

Dian
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Dian » 09:05:2019 9:20

Guten Morgen Britta,

Ich finde, dass du das sehr gut selbst eingeschätzt hast! Mir ging es auch so, dass Gespräche und Texte über Krankheiten die Symptome regelrecht getriggert haben.

Wenn das bei dir der Fall ist, dann distanziere dich davon.
Es ist sehr gut, wenn du der Ärztin vertraust und dich gut behandelt fühlst. Ich wünsche dir, dass es dir schon bald sehr viel besser geht.

Liebe Grüße Dian
06/2014 Geburt der 1. Tochter - keine PPD
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aktuell 30 mg Mirtazapin und Gesprächstherapie

Nilo
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Nilo » 09:06:2019 6:44

Hallo Britta,

bei mir verlief es recht ähnlich. Die Schwangerschaft verlief auch mit diversen Ängsten. Die Geburt auch eine beihnahe Sturzgeburt. Von leichten Wehen, ging es bei mir auch direkt in Presswehen rüber. 45min und die Kleine war da. Auch bei mir sagten alle. Wow seih doch deoh so eine super Geburt usw.

Bei mir kamen allerdings schleichend Psychische Problem, die später den Körper mit runterzogen. Appetitlosigkeit und Schlafprobleme. Und die volle Palette der klassischen Symptome einer PPD.


Ich habe oft gelesen, dass insbesondere bei einer so schnellen Geburt bestimmte Hormone im Körper nicht Ihren Weg finden. Daher glaube ich, dass man durch die Ängste, die man zuvor in der SS hatte ivm dem Hormon Chaos die Auslöser sind.

Viel viel Glück wünsche ich dir auch, diesen Mißt zu überstehen.

Britta1988
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Re: Psychosomatische Probleme nach Entbindung

Beitrag von Britta1988 » 10:06:2019 20:17

Ja ich denke auch dass die Hormone ihren Teil beitragen. Ich nehme den Gino Ring derzeit. Hatte vorher den Nuva Ring und überlege zu wechseln da ich den glaub ich besser vertragen habe. Ich wünsche dir auch eine schnelle Genesung :-)

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