An wen wenden bei postnataler Depression?

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Lalalum89
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An wen wenden bei postnataler Depression?

Beitrag von Lalalum89 » 08:04:2019 20:59

Hallo, Ich hatte bereits geschrieben, dass ich vermutlich eine postnatale Depression habe und Zwangsgedanken. Nun ging es mir jetzt 1 Woche wieder super und auch die ZG sind fast weg. Ich hatte zwar einen Platz in einer Mutter Kind Klinik, aber nachdem ich diese besichtigt habe, war ich echt geschockt und denke, dass es besser wäre das ganze ambulant zu therapieren. Auch damit ich bei meiner Familie bleiben kann. Nur bin ich jetzt unsicher, an wen ich mich wenden soll.

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen....

Ein Psychiater verschreibt ja nur Medikamente, aber ein Psychologe verschreibt keine. Ich denke, dass es evtl. notwendig ist Medikamente zu nehmen, aber trotzdem eine Therapie zu machen. Nur an wen wende ich mich denn jetzt??? :roll:

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Kikke
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Re: An wen wenden bei postnataler Depression?

Beitrag von Kikke » 09:04:2019 6:37

Guten Morgen,

Ich bin in eine Klinik gegangen, damit unter anderem genau das geregelt wird. Dort wurde ich auf ein Medikament eingestellt. Danach habe ich eine Therapie bei einer Psychologin gemacht und der Hausarzt hat mir weiter das Medikament verschrieben, in Absprache mit meiner Psychologin.

Am besten äußerst du den Gedanken mit den Medikamenten bei deinem Psychologen. Vlt hat er jemanden,mit dem er zusammen arbeitet. Das Problem wird ihm ja nicht neu sein.

Alles Liebe
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

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Marika
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Re: An wen wenden bei postnataler Depression?

Beitrag von Marika » 09:04:2019 8:13

Hallo,

also ein Psychiater verschreibt Medikamente und ist auch in Therapieverfahren geschult. Ich hatte so einen: einen Psychiater der meine Therapie geleitet hat und auch meinen Medis verschrieb und wenn nötig angepasst hat. Das war wirklich sehr angenehm - eine Person für alles. Allerdings war er Privat, das heißt ich hatte einen Selbstbehalt, was aber nicht mal so viel war.

So kam ich ohne Klinik aus, hatte aber gerade am Angang 2 x wöchentlich einen Termin. Da mein Arzt privat war, hätte ich immer anrufen können, wenn was dazwischen gewesen wäre. Auch mein Hausarzt machte in dieser Zeit öfter einen Hausbesuch. Du siehst also, dass mein Netz schon sehr gut und eng war - meine Familie war auch 24 Stunden für ich da. Wenn das nicht gegeben ist, ist eine Klinik sicher eine sehr gute Lösung.

Ich bin aus Österreich und hier wendet man sich am besten zuerst an den Hausarzt um eine Überweisung zu bekommen, in dem Fall für einen Psychiater. Der/Die kann wie gesagt Therapie machen UND Medis abklären. Oder du fragst in der Klinik nach, wie man das ganze gestalten könnte, wenn du nicht stationär bleiben möchtest!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

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